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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vodafone bietet sich mit HSDPA als Breitbandalternative in Sachsen an


Flora
01.01.2008, 16:32
In der Neujahrsausgabe der Sächsischen Zeitung Online (http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1703578) hat sich der Chef von Vodafone Friedrich Joussen einem Interview gestellt. Zum Thema des Breitbandaubaus in Sachsen meinte er:

SZ online: In Radebeul haben Sie eine große Niederlassung. Wie sieht deren Zukunft aus?

Joussen: Sehr gut. Unsere Niederlassungen in Deutschland betreuen Gebiete so groß wie Holland. Die sind also per se wichtig. Aber Radebeul ist zudem noch besonders erfolgreich. Wir haben in Sachsen 50 Prozent Marktanteil - und von hier kommen tolle Ideen.

Zum Beispiel?

Zwei Beispiele: An der Uni Dresden gibt es einen Vodafone Stiftungslehrstuhl für Mobile Nachrichtensysteme unter Leitung von Prof. Gerhard Fettweis. Gemeinsam mit weiteren Partnern haben wir ein Forschungsprojekt zu zukünftigen Mobilfunktechnologien mit höheren Datenraten gestartet. In Dresden wird dafür ein Netz aufgebaut, um diese innovativen Ansätze zu testen. Ein zweites Beispiel direkt aus dem Geschäft: Wir sprechen gezielt die Bürgermeister im ländlichen Raum an, die noch nicht mit schnellen DSL-Leitungen versorgt sind. Denen bieten wir gute Alternativen. Das macht die Gemeinden attraktiv für die Ansiedlung von Unternehmen und hebt die Wohnqualität.

Wie sieht das aus?

Wir haben in Radebeul die Idee entwickelt, dort das schnelle Mobilfunknetz HSDPA auf UMTS-Basis auszubauen - wenn die betreffende Stadt auch mithilft, etwa beim Betrieb von Basisstationen oder selber Vodafone Dienste nutzt. Davon machen Kommunen in Sachsen wie beispielsweise Nünchritz oder Adorf begeistert Gebrauch.

Mit dem eigenen DSL-Netzausbau enttäuschen Sie aber viele Kunden in Ostdeutschland. Da ist das mit dem Anschluss ans DSL-Leitungsnetz wie mit dem Warten auf Godot - es kommt anscheinend nie.

Vodafone ist nicht besser als die Telekom. Das Vergraben solcher Kabel ist teuer - da ist es in einigen Regionen wirtschaftlicher, wenn wir unser UMTS-Funknetz ausbauen. Das ist eine gute Alternative für den Kunden. Und ein kabelgebundenes Netz lohnt sich meist nur, wenn es sich mehrere Anbieter teilen.

(...)

Was sind die drei wichtigsten Trends der nächsten Jahre?

Erstens: Noch viel leistungsfähigere mobile Datennetze. Dazu machen wir UMTS noch schneller - und noch mehr PC und Laptops fähig, auf diesem Weg zu kommunizieren. Zweitens: Es wird noch viel mehr Unterhaltungs-Angebote über das Handy geben: Filme, Musik, Spiele. Drittens: Auch das schnelle Festnetz DSL ist noch lang nicht am Ende. Gegenwärtig haben 40 Prozent der Deutschen DSL - es werden bis zu 80 Prozent werden. Über DSL wird man Spielfilme und normales TV-Programm schauen und Online-Games spielen.