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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 08349 Johanngeorgenstadt: Prominente Unterstützung


Flora
13.02.2008, 11:52
Vor einigen Tagen berichtete die Freie Presse (Onlineausgabe) (http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/SCHWARZENBERG/1194134.html), dass ein Ausbau des DSL-Netzes in Johanngeorgenstadt erst im Jahr 2009 erfolgen werde. Dies habe die Deutsche Telekom (DTAG) auf Anfrage der Breitbandinitiative DSL für Johanngeorgenstadt (http://www.kein-dsl.de/regionale_initiativen/initiative.php?ri=828) mitgeteilt. Ein Ausbau würde mit 20.000 Euro je Kilometer Kabelstrang zu Buche schlagen, da im Ort Glasfaser vom Typ Hytas 94 verlegt sei. Unklar bleibt dem Artikel zufolge, wieviel Strecke ersetzt werden müsste, wie hoch also die Gesamtinvestiton für die 5.200 Einwohner große Stadt wäre und wie sich die DTAG die Übernahme der Kosten vorstellt.

Rechtzeitig vor der örtlichen Informationsveranstaltung zur Breitbandversorgung ( http://www.kein-dsl.de/forum/calendar.php?do=getinfo&e=249&day=2008-2-14&c=1), bei der auch ein Eindruck der Nachfrage ermittelt werden soll, erhält Johann'stadt nun prominente Unterstützung. Einer Information des CDU-Fraktionschefs im Stadtrat Daniel Herold zufolge habe sich der Miniterpräsident des Freistaates Sachsen Prof. Dr. Georg Milbradt in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom René Obermann mit der Bitte um Ausbau von Johannesgeorgenstadt gewandt. Schädlich ist der Bittbrief sicherlich nicht, ob er etwas bewegt bleibt aber zweifelhaft. Fehlinformiert wirkt der CDU-Fraktionschef von Johannesgeorgenstadt, wenn er meint, ein "Einschalten" der Bundesnetzagentur wäre die einzige Chance, die DTAG zum Handeln zu zwingen. Da es für die DTAG keine Rechtszwang zum DSL-Ausbau gibt, wäre es sinnvoller, Herold würde bei seiner Landtagsfraktion und der Landesregierung insisitieren, damit Sachsen endlich seine Breitbandförderung (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9222) auf die Beine stellt, die andere Bundesländer längst klar gezogen haben.

Ganz gekniffen ist man in Johanngeorgenstadt allerdings nicht. Im Bereich Mittelstadt soll UMTS von Vodafone zur Verfügung stehen, T-Mobile versorgt mit EDGE. Dem Bericht der Freien Presse zufolge sollen bis Ende März zwei neue Basistationen von Vodafone den Betrieb aufnehmen. Diese könnten dann mit HSDPA auch eine ernstzunehmende Breitbandoption darstellen.