Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leerrohre der Telekom für Wettbewerb offen
Die Bundesnetzagentur hat heute einen Verfügungsentwurf vorgelegt (Pressemitteilung, pdf-Datei (http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/9467.pdf)), demgemäß die Deutsche Telekom AG ihre Leerrohre anderen ITK-Unternehmen zur Verfügung stellen muss. Damit würde eine langjährige Forderung der Telekomwettbewerber erfüllt, die einen zügigen Auf- bzw. Ausbau eigener Netzstrukturen ermöglichen kann. Es ist eine Verpflichtung zum Aufbau glasfaserbasierter Infrastrukturen vorgesehen. Wenn der Aufbau eigener Strukturen nicht möglich ist, sollen die Wettbewerber auch das VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom nutzen dürfen. Einen Monat lang sind nun Kommentierungen des Entwurfs möglich.
Die Deutsche Telekom muss ihren Wettbewerbern Zugang zu ihren Leerrohren und unbeschalteten Glasfasern gewähren. Das hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden. Damit wurde die Verfügung der Bundesnetzagentur aus dem vergangenen Jahr in weiten Teilen bestätigt. Das Gericht sprach aber die Telekom von der Auflage frei, die Wettbewerber über ihre Ausbauplanungen zu informieren.
Die Telekom-Wettbewerber können damit eigene Hochgeschwindigkeitsnetze aufbauen, die auf der Ebene der Kabelverzweiger mit der Leitung zum Kunden verbunden wird. Dies ist die Voraussetzung, dass sie den über diese Leitung angeschlossenen Kunden besonders breitbandige Kommunikationsanschlüsse anbieten können, wie sie die Telekom derzeit für ihre VDSL-Angebote nutzt.
Das wird ja endlich Zeit. Denn eine Menge der Rohre haben ja die damaligen Zwangsnutzer der Telekom schon mitbezahlt. Man kann nur hoffen das nach juristischer Klärung nun etwas Bewegung in den einzelnden Firmen kommt.
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