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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neues Pilotprojekt zu Breitband aus der Steckdose


Flora
30.06.2008, 00:49
Wirklich gut sieht es zurzeit nicht aus für Powerline, das Breitband aus der Steckdose, wie wir auf kein-DSL kürzlich ausführlicher erläuterten (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10823). Aus dieser Technologie, die Ende des Jahrtausends viele Hoffnungen barg, verabschiedete sich im Jahr 2001 als einer der ersten E.on. Doch nun hat die Onlineversion der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (Montagausgabe (http://www.hna.de/northeimstart/00_20080629171718_DSL_aus_der_Steckdose.html)) überraschendes zu vermelden.

Im hessischen Helsa, östlich von Kassel, startet genau dieser Energieversorger E.on ein neues Pilotprojekt zur Versorgung mit Breitband aus der Steckdose. Das Projekt basiert auf Glasfaserleitungen, die zur Steuerung der Stromversorgung in der Erde liegen. Inzwischen werden darüber nicht nur Steuersignale, sondern auch Daten übertragen. Die Internetverbindungen werden dann über das normale 230-Volt-Haushaltsstromnetz hergestellt. Der Nutzer braucht ein Spezialmodem, das die DSL-Signale herausfiltert.

In Helsa will nun dem Artikel zufolge möglicherweise die Gemeinde die Kosten für den Aufbau der DSL-Versorgung aus der Steckdose übernehmen. Damit sich das Projekt rechnet, sind mindestens 300 Nutzer nötig. Und E.on Mitte plant offenbar die Ausdehnung des Angebotes: "Kommunen, die daran Interesse haben können uns ansprechen. Wir prüfen dann, ob die Versorgung technisch möglich ist", wird ein E.on-Pressesprecher in dem Artikel der HNA zitiert.

DeJe
30.06.2008, 18:47
...Damit sich das Projekt rechnet, sind mindestens 300 Nutzer nötig. Ja, alles klar. ;) Für garantierte 300 Nutzer (in einer Gemeinde) würde wahrscheinlich selbst die T-Kom sofort anfangen zu baggern...

Nenunikat
01.07.2008, 12:49
Ja, alles klar. ;) Für garantierte 300 Nutzer (in einer Gemeinde) würde wahrscheinlich selbst die T-Kom sofort anfangen zu baggern...
In Weinböhla bei Meißen haben nicht mal 800 eingetragenene Interessenten gereicht,
um die Telekom zum DSL-Überbau der dort verwendeten Glasfaser-Infrastruktur zu bewegen.
Bei 300 Interessenten lächelt die Telekom nur müde, sobald sich der DSL-Überbau nicht nach Schema F durchführen lässt.
Von Dresden-Striesen oder meinem Ortsnetz will ich gleich gar nicht reden ...

fonte
17.10.2008, 12:00
Länger war es ruhig um die Breitbandversorgung per Stromkabel in Helsa, jetzt meldet HNA online (http://www.hna.de/klkstart/00_20081015200544_quotSteckdosen_DSL_nicht_totquot .html) neues. Ausgebaut ist zwar noch nichts, aber alle Welt hofft. 100 Anmeldungen liegen vor, die dreifache Menge setzt E.on Mitte voraus. Der Zuschuss zum Ausbau soll nun in den Kommunalhaushalt eingestellt werden. Dann, so der Gemeindevorstand, könne es ganz schnell losgehen. Binnen drei Wochen könnte der Breitbandanschluss ausgebaut sein und jedem Haushalt 1,5 Mbit-Anschlüsse anbieten.

adress
20.05.2009, 09:35
Verwirrspiel in Helsa: Von einer Erschließung durch E.on hört man schon lange nichts mehr. Nun hat wohl auch noch T-Mobile abgesagt und wird damit HSDPA in Helsa nicht ausbauen. Das berichtet die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA Online) (http://www.hna.de/klkstart/00_20090519192038_DSL_Ausbau_in_Helsa_gestoppt_.ht ml). Als Alternative wird ein Zuschuss zum DSL-Ausbau durch die Telekom ins Gespräch gebracht. Doch mit über 100.000 Euro ist dieser nicht finanzierbar für die Kommune. Daher wird darüber nachgedacht, gemeinsam mit Schauenburg, Immenhausen, Calden und Kommunen im Wolfhager Land einen Antrag auf Breitbandförderung beim Land zu stellen.