Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ortenaukreis: Lückenhafte Versorgung
Wenn auch Seebach (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10713) für sich einen Ausweg aus der Breitbandmisere gefunden hat, so ist kreisweit die Versorgungslage noch immer unzulänglich. Jeder fünfte Bürgermeister und Ortsvorsteher beklagt einem Beitrag auf dem Ortenau-Portal Baden Online (http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=67&db=news_lokales&table=artikel_ortenau&id=12138) zufolge Versorgungsschwierigkeiten mit DSL. Oder umgekehrt: Nur jede dritte Gemeinde sieht sich "bestens versorgt" mit Breitbandzugängen, wie eine Umfrage der Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau (WRO) in Zusammenarbeit mit einer Tageszeitung ergab.
Betroffen sind Gewerbe beispielsweise in Achern-Großweier, Sasbach und Sasbachwalden. Die Kommunen wissen um ihren Nachteil durch den Breitbandmangel im Standortwettbewerb. Auch bei Zuzügen von Privatpersonen: Erst fragen junge Familien nach Kinderbetreuung, dann nach schnellem Internet, bestätigten etliche Bürgermeister. Hinter vorgehaltener Hand erzählen zwei Rathaus-Chefs von jungen Paaren und Familien, die gerne zu ihnen ins Dorf gezogen wären. Nachdem sie jedoch von der lahmen Leitung erfahren hätten, sei umgehend der "Rückzieher" gekommen. "Wenn sie heutzutage ein Neubaugebiet ohne DSL erschließen, dann kauft ihnen keiner Bauland ab",wird zum Beispiel der Bürgermeister von Durbach zitiert.
Kreativität ist gefragt, um Lösungen zu finden. So will Sasbach Glasfaser in Abwasserrohre legen, da die Topographie des Ortes eine drahtlose Lösung erschwert. Ob das gut geht, soll eine Machbarkeitsstudie erweisen. Die Kosten der Studie von 27.000 Euro sollen aus der baden-württembergischen Breitbandförderung kommen. Was das Projekt dann kosten wird, ist offen. Aber sicherlich deutlich weniger als die 500.000 Euro, die als Maximalzuschuss für einen Ausbau durch die Deutsche Telekom im Raum standen.
Doch nicht immer blockiert die Deutsche Telekom durch so hohe Kosten: Durbach wird ausgebaut, nachdem eine Erhebung ein Kundenpotential von mehr als 250 DSL-Interessenten erbracht hat. 20.000 Euro legt die Gemeinde drauf, damit die Bandbreite deutlich über die heute verfügbaren 384 Kbit DSL Light hinausgeht. Ähnliche Hoffnung hegt Kehl-Leutesheim: 450 Interessenten sind bekannt. Wer ausbaut, muss nun geklärt werden.
Baden Online (http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=71&db=news_lokales&table=artikel_arz&id=15418) hat einen Beitrag über die verschiedenen Lösungen, mit denen die Region an Breitband kommt.
• Lauf: WLAN-Lösung von Paracom (http://www.kein-dsl.de/forum/../breitbandanbieter/paracom_GMbH.html) vorhanden und soll ausgebaut werden.
• Ottenhöfen: Bedarfserhebung geplant, DSL von der Deutschen Telekom erwünscht
• Sasbachwalden (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10994): Der Ort verlegt selbst Leerrohre für ein Glasfasernetz. Der Anbieter soll dann in einer Ausschreibung (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10994) ermittelt werden. 27.000 Euro kostet das gesamte Projekt von Bedarfserhebung über Machbarkeitsstudie bis zu den Arbeiten. Noch einmal soviel schießt das Land zu.
• Seebach: WLAN-Lösung von Regiobits (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10713).
• Wagshurst: Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom und DSL mit 16 Mbit ab 2009.
Im Ortschaftsrat von Hohnhurst wurde dieser Tage besprochen, wie es mit der DSL-Versorgung weitergehen soll. Denn bislang ist dieser südlichste Ortsteil von Kehl unversorgt, doch 60 Prozent der Haushalte wünschen sich Breitband. 150.000 Euro Unterstützung stehen im Moment im Raum, wenn die Deutsche Telekom DSL ausbauen würde.
Deshalb wird alternativ auch eine Funklösung geprüft, die aus dem Ortteil Kittersburg das Signal senden könnte. Allerdings ist auch Kittersburg selbst nur unzureichend versorgt, sodass man möglicherweise gleich eine ganz große Lösung anfassen müsste. Derzeit rechnet niemand mit einer Realisierung vor 2010. In einem nächsten Schritt sollen jetzt erst einmal die realistischen Kosten ermittelt werden.
Michelle Konzack
13.02.2009, 16:22
Da ich das ganze so kostengünsteig wie möglich gestallten will und dementsprechend 2-3 Backboneanbindungen STM-1 verwende, steht bei mir die gesammte Region auf dem Schlachtplan...
Bitte melden (auch per PM) oder mir notwendige Kontakte nach hohnhurst machen...
Grüße
Michelle
Devastator
05.08.2009, 20:22
:confused:
Gibt nix neues zu Berichten....???
hmm..?
Die Stadt Achern will die Breitbandversorgung in allen Ortsteilen. Fünf ungenügend versorgte Teilorte gibt es noch. Doch die Stadt muss sparen und hat deshalb die für den Ausbau eingeplanten 700.000 Euro im Haushalt mit einem Sperrvermerk versehen, berichtet das Portal Baden online (http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=71&db=news_lokales&table=artikel_arz&id=19961). Dennoch können offenbar zwei Ortsteile auf die Realisierung des Ausbaus hoffen. In Önsbach liegen bereits Leerrohre, hier müsste die Stadt nur rund 23.800 Euro für die Kabelverlegung bezahlen (das Land steuert 15.000 Euro bei). Sasbachried würde per Richtfunk der Deutschen Telekom versorgt. Dafür müsste die Stadt rund 26.000 Euro zahlen (17.000 Euro vom Land)
Für den Breitbandausbau von Auenheim und Leutesheim ist nach Angaben des Portals Baden Online (http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=70&db=news_lokales&table=artikel_kehl&id=5973) ein Anbieter gefunden: NeckarCom wird es für 78.000 Euro richten, rund 31.000 werden gefördert. Damit ist fast die gesamte Stadt Kehl mit Breitband erschlossen, bis auf Hohnhurst. Hier steht eine Lösung noch aus.
In einem Beschluss des Ortschaftsrates vom Juli wird die schnellstmögliche konkrete Kostenermittlung für eine Breitbanderschließung von Mösbach gefordert. Die Kosten für das bereits letztes Jahr im Zuge der neuen Wasserleitung zwischen Oberachern und Mösbach verlegte Leerrohr sollen dabei unberücksichtigt bleiben, auch um die Förderschwelle von 75.000 Euro nicht zu überschreiten. Wie Baden Online (http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=71&db=news_lokales&table=artikel_arz&id=20262) berichtet, hatte der Gemeinderat zugestimmt, einen Breitbandförderantrag für Önsbach und Sasbachried zu stellen. Gleichzeitig hatte der Gemeinderat aber ein Lehrrohrkonzept für Mösbach und Großweier abgelehnt, da die Finanzierung ungesichert sei. Für Mösbach bedeutet diese Entscheidung eine Verschiebung der Erschließung, gegen die nun der Ortschaftsrat die Initiative ergriffen hat.
Bereits vorige Woche Donnerstag wurde ein Kooperationsvertrag mit der Telekom unterzeichnet. Önsbach und Sasbachried sollen nun bis Frühsommer 2011 ans schnelle Internet angeschlossen werden, so der Wunsch von der Gemeinde. Önsbach bekommt 16000,- Euro und Sasbachried rund 17000,- Euro aus dem Fördertopf, ein Eigenanteil für beide Ortsteile von 50000,- Euro muss die Gemeinde aufbringen.
kmon2502
30.06.2011, 09:36
Heute ist bei Baden-Online ein Artikel über die Breitbandversorgung im Ortenaukreis erschienen.
Anfang 2009 hat die Bundesregierung ihre sogenannte Breitbandoffensive verabschiedet, das Ziel war, bis Ende 2010 alle Haushalte im Bundesgebiet mit einer Internetleistung von ein Mbit pro Sekunde zu versorgen.
Das Fazit:
"Internet im Schneckentempo / Ortenau ist nicht flächendeckend versorgt / Zielvorgabe verpasst"
"Noch nicht alle Haushalte in der Ortenau verfügen über einen leistungsfähigen Internetanschluss. Dabei sollte das schon Ende 2010 der Fall sein. Gerade der Schwarzwald bereitet Probleme, die vielleicht nie behoben werden."
Der ganze Artikel:
Baden Online - Internet im Schneckentempo (http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=67&db=news_lokales&table=artikel_ortenau&id=16534)
Devastator
09.07.2011, 16:23
:D
Na ja , mir sind Gerüchte zu Ohren gekommen , das es OK voll mit FTTH/FTTB bis 2015 realisiert werden soll.
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