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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Landkreis Calw: Rascher Anschluss an die Datenautobahn


Flora
05.05.2008, 22:25
Die Datenautobahn ist für Gemeinden inzwischen genauso wichtig wie ein gutes Straßennetz. Daher hat sich die Zukunftskommission des Landkreises Calw dafür ausgesprochen, den flächendeckenden Ausbau der Breitbandinfrastruktur voranzutreiben. Dazu soll durch einen externen Berater die Breitbandsituation im Landkreis analysiert werden. Außerdem fordert die Zukunftskommission, gezielt Fördermittel in den Landkreis zu lenken.

Im Landkreis Calw ist die Versorgung mit Breitbandtechniken teilweise noch lückenhaft. Ziel der Zukunftskommission ist es daher, diese Lücken schleunigst zu schließen. Die Zukunftskommission wurde im Sommer 2007 durch den Kreistag ins Leben gerufen. Mit den Kreisräten Großmann (CDU), Bünger (FWV), Dr. Prewo (SPD), Braun (FDP) und dem Herrenalber Stadtrat Theis gehören der Zukunftskommission Vertreter aller im Kreistag vertretenen Fraktionen an. Nach den Worten von Landrat Hans-Werner Köblitz wird die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung für Firmen fast schon wichtiger als der Straßenanschluss. Köblitz begrüßt das Impulsprogramm "Breitbandinitiative ländlicher Raum" (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9875), in welchem das Land Baden-Württemberg für die Jahre 2008 und 2009 landesweit 20 Mio. EUR sowie der Bund 2 Mio. EUR zur Verfügung stellen. "Dies ist bei weitem nicht genug für eine flächendeckende Verkabelung, aber ein erster Schritt in die richtige Richtung", erklärt Köblitz. Er fordert eine Fortsetzung des Programms und dessen Folgefinanzierung über das Jahr 2009 hinaus.

Die Bürgermeister der Gemeinden sind über das Impuls-Programm der Landesregierung von der Kreisverwaltung informiert. Der Landkreis bietet Kommunen seine Unterstützung bei der Beantragung von Fördermittel an. Da nach der Einschätzung der Zukunftskommission die Breitbandversorgung zu den Topthemen gehört, hat der Landkreis Calw das Beratungsunternehmen „Roland Zeltner Beratung GmbH" eingeschaltet, mit dessen Unterstützung sich das Landratsamt einen landkreisweiten Überblick über den aktuellen Versorgungsstand verschaffen will. In einem zweiten Schritt sollen Lösungen für eine gezielte Verbesserung der Breitbandinfrastruktur im Landkreis Calw erarbeitet werden. Das methodische Vorgehen soll im engen Schulterschluss zwischen den Gemeinden und dem Landkreis erfolgen.

Ansprechpartnerin im Landratsamt zu Fragen der Breitbandinfrastruktur ist Frau Bloch,Telefon 07051/160-660, E-Mail 04.buerkle(at)kreis-calw.de.

adress
30.03.2009, 14:33
Die flächendeckende Breitbandversorgung ist in ländlichen Gebieten wie dem Nordschwarzwald noch längst nicht Realität. Das Landratsamt will diesen Zustand im Landkreis Calw durch eine eigene Breitbandinitiative ändern. Als Arbeitsgrundlage für die Kommunalpolitik wurde jetzt ein Versorgungsatlas vorgestellt. Den Atlas haben alle 25 Gemeinden des Landkreises Calw erhalten. Unter anderem zeigt die Karte, wer mit einem Breitbandanschluss mit mindestens einem Megabit Datenübertragungsrate pro Sekunde versorgt ist und wer nicht. Teilweise ist die Karte dabei grundstücksscharf.

Das umfangreiche Datenmaterial hat die Verwaltung des Landkreises im Lauf des letzten halben Jahres in Gesprächen mit Anbietern von Breitbandnetzen wie der Sparkassen-IT, der Telekom und Kabel BW gewonnen. Probleme gab es mit der Deustchen Telekom, die keine Informationen über ihr Glasfasernetz herausgegeben wollte. Auskünfte über das im Kreisgebiet bestehende Leerrohrnetz kamen von der EnBW und auch von den Kommunen. Außerdem wurden die Ergebnisse der von den Gemeinden selbst durchgeführten Bedarfsabfragen bei Privathaushalten und Unternehmen in die Versorgungskarte eingearbeitet.

Die auf dem Geographischen Informationssystem (GIS) basierende Versorgungskarte soll bald auch über das Internet abrufbar sein. Derzeit arbeitet das Landratsamt an einem Leitfaden für die Gemeinden, mit dem aufgezeigt werden soll, was man vor Ort mit den Daten anfangen und wie das weitere Vorgehen aussehen kann. Der Leitfaden wird außerdem Informationen zu Fördermöglichkeiten enthalten. Letztlich entscheiden die Gemeinden über das weitere Vorgehen, heißt es dazu beim Landratsamt Calw. Die vom Landkreis Calw durchgeführten Bedarfsabfragen stellen die Grundlage für die erforderliche Marktanalyse dar. Und die kreisweite Versorgungskarte kann für die Erstellung der Gemeindekonzeption verwendet werden.

vsven
22.08.2010, 10:10
Über die aktuelle Versorgungssituation im Landkreis Calw berichtet der Schwarzwälder Bote (http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.calw-weisse-flecken-sollen-schon-bald-verschwinden.4ac80f9a-142c-425c-995a-2b177b324791.html) unter der Überschrift "Ziel: Flächendeckend schnelles Internet". Eine ganze Reihe von Gemeinden hat in den letzten beiden Jahren beim Land Fördermittel für den Breitbandausbau beantragt, darunter Bad Wildbad, Haiterbach, Ebhausen, Simmozheim, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell und Altensteig. Auf einen Ausbau warten noch Neuweiler-Agenbach, Haiterbach-Oberschwandorf sowie mehrere Ortsteile von Bad Wildbad und Altensteig. Altensteig will nun mit der Breitbandförderung von 440.000 Euro in Eigenregie Glasfaserkabel verlegen, in seine Teilorte Garrweiler und Hornberg. Auch die anderen Altensteiger Teilorte Wart, Walddorf und Berneck sollen erschlossen werden.

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