PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Breitbandstrategie der Bundesregierung [Update 12.03.2009]


Flora
13.01.2009, 15:19
Die Beschlüsse zur Breitbandinfrastruktur im Rahmen der Verhandlungen zum Konjunkturpaket II sind nun bekannt gemacht worden. Die Bundesregierung wird den Breitbandausbau in Deutschland massiv vorantreiben, kurzfristig Versorgungslücken in der Fläche schließen und den Aufbau von leitungsgebundenen und funkgestützten Hochleistungsnetzen forcieren.

Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein. Bis spätestens 2014 sollen für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Die Bundesregierung wird zur Umsetzung dieser Zielsetzungen bis Mitte Februar eine umfassende Breitbandstrategie vorlegen. Schwerpunkte sind dabei Maßnahmen zur Senkung von Investitionskosten, Förderaspekte sowie eine investitions- und wachstumsorientierte Regulierung. Über die Frage schnell greifender finanzieller Fördermaßnahmen für den Ausbau von Breitbandnetzen in der Fläche wird die Bundesregierung im Rahmen der Breitbandstrategie entscheiden.

Die Entscheidung des Koalitionsausschusses über das 50 Milliarden Euro-Konjunkturpaket II (http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/01/2009-01-13-konjunkturpaket-2-materialien.html) muss noch den Deutschen Bundestag sowie den Bundesrat passieren. In einer Sondersitzung des Deutschen Bundestages gibt die Bundeskanzlerin am morgigen Mittwoch eine Regierungserklärung zum größtem Konjunkturpaket der deutschen Nachkriegsgeschichte ab.

[Update 15.01.2009:] Bei den großen breitbandrelevanten Verbänden stößt der Breitbandteil des Konjunkturpaketes auf positive Resonanz: Beim Wettbewerberverband VATM (http://www.vatm.de/content/pressemitteilungen/inhalt/13-01-2009.html) heißt es, dass man es begrüße, dass im Zuge des zweiten Konjunkturprogramms eine umfassende Breitbandstrategie erarbeitet und verabschiedet werden soll. Die Bundesregierung gehe den richtigen Weg, wenn sie bei der Entwicklung von Fördermaßnahmen nicht auf Schnellschüsse setzt, sondern in den kommenden Wochen eine gut durchdachte Strategie auflegen will.

Beim größten ITK-Verband BITKOM (http://www.bitkom.org/de/presse/8477_56319.aspx) meldet sich Vize und Telekomchef Obermann zu Wort: "Wir begrüßen die geplante Breitbandstrategie der Bundesregierung uneingeschränkt". Wie beim VATM folgen die bekannten Argumente und Forderungen, was den Ausbau und das regulatorische Umfeld anbelangt. Interessant aber sind Obermanns klare Worte hinsichtlich notwendiger Kooperationen beim bundesweiten Glasfaserausbau:"Die ITK-Industrie will aus eigener Kraft investieren. Dafür brauchen wir ein investitionsfreundliches Umfeld, das uns Planungs- und Rechtssicherheit bietet", sagte Obermann. Dazu gehöre, dass sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für den Verzicht auf den TK-Sektor belastende Eingriffe stark macht. Der Staat könne den Ausbau der Netzinfrastruktur darüber hinaus mit einem Bündel von Maßnahmen beschleunigen, das von Zuschüssen für Kommunen bis zu Kreditbürgschaften für die Anbieter reicht. Für den flächendeckenden Ausbau mit Glasfasernetzen sind in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro notwendig. "Das ist ein Kraftakt, der vor dem Hintergrund der Finanzkrise nicht einfacher wird", sagte Obermann. Daher sei eine Zusammenarbeit der Anbieter eine wichtige Option. "Die Zeichen der Zeit stehen auf Kooperation, nicht auf Durchsetzung von Einzelinteressen."Der Deutsche Landkreistag (http://www.kreise.de/landkreistag/) (DLT) freut sich ebenfalls: "Das Schließen der noch bestehenden 'weißen Flecken' ist unverzichtbar für die betroffenen Kommunen im ländlichen Raum. Gerade für die mittelständisch geprägte und flächendeckend vorhandene Wirtschaft in unserem Land ist ein schnelles Datennetz existenziell. Neben den kurzfristigen konjunkturellen Impulsen würde daher langfristig ein wertvoller Beitrag zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft geleistet." Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (http://www.dstgb.de/homepage/pressemeldungen/dstgb_begruesst_konjunkturpaket_ii_schnelle_unbuer okratische_umsetzung_notwendig/index.html) (DStGB) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (http://www.bdi-online.de/download/PM03-2009.DOC) (BDI) begrüßen das Konjunkturprogramm allgemein. Speziell zu Breitband äußern sie sich nicht.

[Update 12.03.2009:] Vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kommt heute eine Mitteilung (http://www.pressebox.de/pressemeldungen/dihtdeutscher-industrie-und-handelstag/boxid-247241.html), dass die Bundesregierung mit ihrer Breitbandstrategie auf dem richtigen Weg sei. Die Ziele seien ehrgeizig. Jetzt seien die Länder gefordert, die Rundfunkfrequenzen zur Verfügung zu stellen und die Bürgermeister, aktiv zu werden. Die Bürgermeister müssten sich aktiv darum kümmern und gemeinsam mit den Anbietern nach Lösungen suchen. Nach einer Bedarfsanalyse vor Ort sollten alle alternativen Technologien und Betreibermodelle geprüft werden. Auf Fördermittel solle nicht geartet werden, wenn sie aber da seien, sollten die Kommunen vor allem zur Finanzierung der Verlegung von Leerrohren (ca. 80 Prozent der Ausbaukosten) einsetzen.

adress
13.01.2009, 15:27
Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein.
Steht den fest, welche Mindestbandbreite kommen soll?

Flora
13.01.2009, 15:32
Steht den fest, welche Mindestbandbreite kommen soll?Ich gehe davon aus, dass dies eines der Details ist, die jetzt bis Mitte Februar festgelegt werden. Ich rechne damit, dass es angesichts der vorliegenden Äußerungen von Deutscher Telekom und VATM nicht unter zwei Mbit sein werden.

Skorpy1
13.01.2009, 18:31
Bravo! Das ist doch wenigstens ein Lichtblick. Ich bin jedenfalls auf den Inhalt der Breitbandstrategie gespannt.
Ich denke mal auch, dass die Bandbreiten dann nicht unter 2 MBit liegen werden.
Gespannt bin ich aber auch, ob man die Netze für die bislang unversorgten Gebiete gleich so ausbauen lässt, dass sie den hohen Übertragungsraten gerecht werden.

byte
13.01.2009, 18:49
... ob man die Netze für die bislang unversorgten Gebiete gleich so ausbauen lässt, dass sie den hohen Übertragungsraten gerecht werden.

Was anzustreben wäre!! Falls nicht, wird wohl die nächsten Jahrzehnte nichts mehr passieren.

vsven
13.01.2009, 18:50
Es bleiben noch eine Menge Fragen offen. Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein.Das werden wohl die Wettbewerber der Telekom übernehmen. Aber mit welchen Technologien? Wie wird sich das preislich entwickeln? Das Wörtchen (bis) ist ja schön und gut. Wird auch jemand in einer Ortschaft ausbauen in der kein Bedarf ist? (Nur so überlegt am Rande) Die Beschlüsse zur Breitbandinfrastruktur im Rahmen der Verhandlungen zum Konjunkturpaket II sind nun bekannt gemacht worden. Die Bundesregierung wird den Breitbandausbau in Deutschland massiv vorantreiben, kurzfristig Versorgungslücken in der Fläche schließen und den Aufbau von leitungsgebundenen und funkgestützten Hochleistungsnetzen forcieren.
"Funk gestütztes Hochleistungsnetz" Das macht mir ein wenig Sorge, ich hatte mal vernommen das z.B. über die Rundfunkfrequenzen auch nur 7-12Mbit/s auf einem Kanal laufen. Wie viele sich das teilen dürfen weiß ich nicht, und auch nicht ob es wirklich richtig ist. In einem solchen Fall würde wahrscheinlich auch wieder "gedrosselt" werden müssen. Bandbreite ist teuer, das ist nun mal Fakt. Wie es jetzt gelöst wird bleibt abzuwarten. Ganz große Frage ist aber in meinen Augen wie Initiativen darauf reagieren sollten.

BerndW
13.01.2009, 20:10
Geht man davon aus das alle Planungen und Verhandlungen zum Ausbau bis ca. Sommer 2009 abgeschlossen sind, bleiben leider nur noch 18 Monate um die restlichen 4% der Haushalte in D anzuschliessen. Ist das möglich in dem Zeitraum oder Wunschdenken der Politiker?

Wie auch immer, irgendwie habe auch ich jetzt das Gefühl das es voran geht.

Bernd

Skorpy1
13.01.2009, 20:18
Es bleiben noch eine Menge Fragen offen. Das werden wohl die Wettbewerber der Telekom übernehmen. Aber mit welchen Technologien? Wie wird sich das preislich entwickeln? Das Wörtchen (bis) ist ja schön und gut. Wird auch jemand in einer Ortschaft ausbauen in der kein Bedarf ist? (Nur so überlegt am Rande)


Diese Frage wird zu klären sein. Bedarf sollte eigentlich in jeder Ortschaft bestehen. Ob dieser Bedarf allerdings ausreicht um die notwendigen Investitionen zu rechtfertigen, ist natürlich fraglich. Aber genau das ist ja unser aller Problem. Wir leben in Ortschaften wo es zwar Bedarf gibt, jedoch dieser nicht ausreicht um einen Anbieter zum Ausbau zu bewegen.

Geht man davon aus das alle Planungen und Verhandlungen zum Ausbau bis ca. Sommer 2009 abgeschlossen sind, bleiben leider nur noch 18 Monate um die restlichen 4% der Haushalte in D anzuschliessen. Ist das möglich in dem Zeitraum oder Wunschdenken der Politiker?

Wie auch immer, irgendwie habe auch ich jetzt das Gefühl das es voran geht.

Bernd

Wenn alles unter Dach und Fach ist sollte der Ausbau mit den verschiedenen Technologien (Funk + kabelgebundenes DSL) durchaus machbar sein.

falcon
13.01.2009, 21:54
Es bleiben noch eine Menge Fragen offen. Das werden wohl die Wettbewerber der Telekom übernehmen. Aber mit welchen Technologien? Wie wird sich das preislich entwickeln? Das Wörtchen (bis) ist ja schön und gut. Wird auch jemand in einer Ortschaft ausbauen in der kein Bedarf ist? (Nur so überlegt am Rande)

Ich meine, das dürfte keine Rolle spielen. Es muss grundsätzlich überall ausgebaut werden.
Der Bedarf an Breitband wird sich in Zukunft immer mehr vergrößern. Ortschaften, die heute keinen oder nur kleinen Bedarf haben, werden in Zukunft wahrscheinlich auch denselben Bedarf haben, wie anderswo im Land.

Gruß falcon

scythe-man
13.01.2009, 23:27
Ich wette das Mecklenburg Vorpommern wieder als letztes dran kommt ^^

Mit meinem Glück kommt sicher gar nicht,
oder nur irgendein überteuertes Funksystem mit unrealistischen Drosselungen

Bis 2010 DSL....
Das glaube ich nicht ^^
Nicht bei mir ^^

mfg. Scythe-man

Skorpy1
14.01.2009, 08:12
So dürften in der Tat viele der unversorgten Leute denken. Ob es allerdings etwas bringt nur negativ in die Zukunft zu schauen, bezweifle ich doch sehr stark. Hauptsächlich will die Bundesregierung mit dieser Maßnahme ja gerade die weissen Breitbandflecken in Deutschland bekämpfen. Damit ist dann u.a. auch Mecklenburg-Vorpommern gemeint. Wer nun als erstes und wer als letztes an der Reihe ist, spielt in meinen Augen nur eine untergeordnete Rolle. Hauptsächlich ist doch, dass etwas passiert.
Und wie die Bundesregierung ja auch ausdrücklich betont, werden die vorhandenen Lücken mittels leitungsgebundenen und auf Funk basierenden Breitbandanschlüssen geschlossen.
Aber genaueres werden wir erst Mitte Februar erfahren, wenn der detailierte Strategiebericht vorliegt.

Flora
14.01.2009, 09:22
Eine aktuelle Meldung des WDR darf man wohl so interpretieren, dass sich die Deutsche Telekom ausrechnet, ausbauen zu können:. Die Deutsche Telekom will sich mit frischem Kapital versorgen und nimmt dafür eine neue Milliarden-Anleihe auf... (http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2009/01/13/telekom_verschafft_sich_neues_kapital.jhtml)

Skorpy1
14.01.2009, 10:16
Eine aktuelle Meldung des WDR darf man wohl so interpretieren, dass sich die Deutsche Telekom ausrechnet, ausbauen zu können:. (http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2009/01/13/telekom_verschafft_sich_neues_kapital.jhtml)


Das wäre für uns alle wahrscheinlich auch die beste und zukunftssichere Lösung.

Mikki
14.01.2009, 12:24
Was meint ihr, wie werden die Gebiete von Großstädten ausgebaut, die zu weit vom Verteiler sind und somit entweder gerade so noch DSL-light haben oder auch gar nichts?

b0a-x0a
14.01.2009, 16:14
Schwierige Frage, da ich genau in so einem Dorf wohne das zu weit weg von der VTS ist. Aber ich mein ob man jetzt noch gut 1 1/2 Jahre wartet oder sich mit der Gemeinde stark macht, DSL hat dann wirklich jeder (2Mbit/s mindestens)

Hailo
14.01.2009, 19:34
Schwierige Frage, da ich genau in so einem Dorf wohne das zu weit weg von der VTS ist. Aber ich mein ob man jetzt noch gut 1 1/2 Jahre wartet oder sich mit der Gemeinde stark macht, DSL hat dann wirklich jeder (2Mbit/s mindestens)

Bei uns ist das genau so, in der VST ist sogar VDSL vorhanden, aber nach 7 km kommt bei mir nichts mehr an !

zur den 2 Mit/s minimum
Leute, freut euch mal nicht zu früh !!!
Ich will mal nicht der Pessimist sein, aber 2Mit/s flächendeckend erreicht die T-Com ganz einfach. Sie erweitert ihr Angebot von DSL via Sat von 1 auf 2 Mit/s - schon ist sie fertig. Evtl. schießt sie noch einen Transponter ins Orbit - und gut.

Da die T-com aber sowieso ich ganzes Telefonnetz umbauen will ( auf IT Basis ) kommt dieser Subventionszuschuß genau richtig.

Flora
14.01.2009, 22:28
1. Telekom-Sat hat bereits zwei Mbit.
2. Der 2 Mbit-DSL-Ausbau der Telekom soll ja gerade nicht subventioniert sein, was den Wettbewerb so nervös macht. Anders sieht es bei dem weiteren VDSL-Ausbau aus. Da wird es sicherlich Kooperationen der Anbieter nach dem Muster von Heilbronn/Würzburg geben und finanziell Privatkapital und Zuschüsse.

cybergen
15.01.2009, 12:45
lassen wir uns überraschen ;-)

ich pers. wohn in einem unterversorgten stadt rand .. da bin ich mal gespannt wies da ablaufen wird (im mom. 1533 kbit) ..
wird richtig verbessert müsste ja mehr als 2 mbit drin sein .. wird wieder nur gepfuscht (t-com art halt*g*) werdens bestimmt 1990,0 kbit *g* (damits gerundet 2 sind *lol*)

ach was ... jetzt erstmal bis februar abwarten was die sich unter ausbau vorstellen.

Devastator
17.01.2009, 08:31
Hier was neues aus dem Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/telekombranche-draengt-auf-weniger-regulierung;2127826) vom 16. Januar, wonach nicht nur die Telekom, sondern die ganze Branche auf weniger Regulierung drängt: Ziel der Bundesregierung ist, bis 2018 alle Haushalte mit superschnellen VDSL-Anschlüssen von 50 Megabit zu versorgen. Die Telekom will dieses Netz zusammen mit Konkurrenten ausbauen, aber dafür selbst die Preise bestimmen, zu denen sie das Netz für Wettbewerber öffnet.

Die Rivalen argumentieren ähnlich: „Der Verzicht auf Regulierung ist für uns viel wichtiger als Subventionen oder niedrigere Steuern“, sagt ein Vodafone-Sprecher. ... Gleichwohl sei eine Lockerung der Regulierung wichtig. Der Ausbau der Superleitungen auf dem Land sei deutlich teurer als in Städten. Deshalb brauchten die Unternehmen Planungssicherheit. Schauma mal wie weiter geht.:D

Nenunikat
17.01.2009, 12:08
Die beiden Großen der Branche wollen weniger Regulierung, um mehr zu tun?
Wenn man das mit beschriebene Thema Mobilfunkgebühren liest, dann ahnt man schon, wo das auch hingehen könnte:
Mehr Markt, weniger bis gar keine Vorgaben.
Es wird wohl nicht abgestritten, dass eine Regulierung nicht soweit gehen darf, dass sich Investitionen nicht (mehr) rechnen.
(Hier muss wohl eine Anpassung erfolgen.)
Wenn aber (fast) garnicht mehr reguliert wird, dann werden schwächere, uninteressantere Marktteilnehmer aus diesem Markt herausgeschoben. Dann wird dort, wo es möglich erscheint, kräftig kassiert (Beispiel: Terminierungsentgelte) und die uninteressanten (ländlichen) Gebiete werden zum Niemandsland erklärt, um dass man sich wegen Unrentabilität nicht mehr kümmern braucht, wenn man dafür nicht extra bezahlt wird. Ländliche Gegenden werden damit sozusagen TK-mäßig als außerhalb der Zivilisation eingestuft und Investitionen dort auf ein Minimum reduziert.
Ich hoffe immer noch, dass es nicht soweit kommt ...
... und das die u.a. durch das Konjunkturpaket angedachten Änderungen auch etwas bewirken.

bobb
17.01.2009, 17:57
Da bleibt dann wohl alles wie gehabt.

Billidikid
18.01.2009, 20:04
Die Süddeutsche Zeitung zitiert den T-COM Chef, wonach die Deutsche Telekom den Ausbau ihres Breitbandgeschäftes ..."bis an die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren"... beschleunigen will.
Wie es heißt, können 91 Prozent aller Haushalte einen breitbandigen Anschluss über das Netz der Telekom bekommen.

"Für die zukünftigen Investitionen im Breitband-Geschäft ist es zudem notwendig, dass der Konzern hier nicht Marktregulierungen unterworfen wird.
Ich hoffe nicht, dass wir auch bei DSL einen regulierten Markt bekommen werden.
Gerade die Telekom braucht klare Rahmenbedingungen für ihre Investitionen in Deutschland. Aufgrund der umfassenden Regulierung haben wir diese Klarheit heute nicht."

Schon mal gehört?

Richtig!
Diese Meldung ist 4 Jahre alt und ist vom
23.05.2005 ! Quelle: http://www.dsltarife.net/news/127.html


Und am
07.01.2009 Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/telekom-hat-300-millionen-euro-in-dsl-ausbau-investiert;2121925

Bislang kann der Bonner Konzern laut eigenen Angaben inzwischen 96 Prozent der Haushalte mit DSL-Anschlüssen versorgen. Etwa 80 Prozent dieser Verbindungen lassen dem Unternehmen zufolge Übertragungsraten von mindestens zwei Megabit pro Sekunde zu. Der Telekom-Chef hatte erst vor Weihnachten in Aussicht gestellt, dass der Bonner Konzern rund zwei Mrd. Euro für flächendeckende Versorgung mit schnelleren Breitband-Anschlüssen bereitstellen könnte - vorausgesetzt die Regulierung würde gelockert.


Chapeau!

(von 91% auf 96% in 4 Jahren!)

Weiter so! und noch mal 4 Jahre warten?:eek:

Flora
18.01.2009, 21:01
Entscheidend für einen schnellen Ausbau ist der Wegfall der Regulierungbehörde bzw. deren bestehende Regelungen. Und was ist jetzt Deine Position?

Billidikid
18.01.2009, 23:22
Und was ist jetzt Deine Position?

Ich sehe in der regierungsgesteuerten Planung ein erhebliches Problem:

Es werden Steuergelder zur Verfügung gestellt, die die Telekom nicht braucht, da sie genug eigenes Kapital hat, s. Prognose: SES Research hält eine finanzielle Unterstützung der Telekomkonzerne auch nicht für nötig: „Die Branche ist von der Konjunkturkrise wenig stark betroffen und braucht derzeit keine Finanzmittel für das operative Geschäft.“, jedoch nicht binden will.

Der zu debattierende Punkt sollte sein, dass im Konjunkturpaket "Breitbandausbau" u n a b h ä n g i g e Gelder zur Verfügung gestellt werden müssen.

Gelder für Kommunen, damit die in der Lage seien werden, in Eigenregie breitbandige Infrastrukturen zu schaffen.

Als kleines Bsp.
Eine Kommune hat einen verhandelbaren Zugriff auf einen OPAL-Knoten (z.B. von BT). Von dort wird OPAL bis zum Hausanschluss gelegt. Die Versorgung mit bis zu 100 Mbit/s ist damit möglich.

Allerdings würde damit ein für allemal eine Monopolstellung gebrochen.
Gerade aus diesem Grund wird aller Vorausicht nach, so eine Variante nicht durchgehen.
Da wird lieber eine Grundversorgung 2010 mit 100% angestrebt, die für "immer" bei 2 Mbit im Extremfall stehen bleibt.
Eine einmalige Chance wäre vertan!

Und genau da setze ich jetzt noch mal meine beiden Zitate von 2005 und 2009 in den Kontext: wollt ihr DSL, dann schafft die Regulierung ab (soll heißen: gebt uns das Monopol)

Flora
20.01.2009, 12:27
Laut Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/berlin-pocht-auf-wettbewerb-bei-netzausbau;2129931) vom heutigen Dienstag hat die Bundesregierung eine Marke gesetzt, was das Konzept für den weiteren Breitbandausbau anbelangt. Danach wies der Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister Pfaffenbach Forderungen zurück, angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage bei der Regulierung die Zügel lockerer zu lassen. Es dürfe keine Regulierung um der Regulierung willen geben, doch man müsse "sehr genau darauf achten, dass der Wettbewerb nicht leidet", so Pfaffenbach lauf Handelsblatt.

Flora
26.01.2009, 14:44
Dass der Wettbewerb nicht Schaden nehmen darf, findet auch der Verband der Kabelnetzbetreiber ANGA (http://www.anga.de/index.php?id=detailansicht&tx_ttnews[tt_news]=291&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=af46b4664c). Begrüßt wird zwar, dass mit einem Konjunkturpaket der Breitbandausbau vorangetrieben werden soll. Doch nach 750 Millionen im Vorjahr wolle man in diesem Jahr mehr als 700 Millionen Euro aus eigenen Mitteln investieren. Solche Investitionen seien aber nur möglich, wenn das wettbewerbliche und regulatorische Umfeld nicht zum Nachteil der Kabelnetzbetreiber verändert werde. Immerhin könnten bis Mitte dieses Jahres durch die Kabelnetze 24 Millionen Kunden versorgt werden, auch in vielen kleinen Gemeinden, die ansonsten kein oder nur unzureichendes Breitband erhalten könnten. Und durch die Einführung eines neuen Datenübertragungsstandards (DOCSIS 3.0) werde man in Kürze 100 Mbit und mehr zur Verfügung stellen.

Deshalb fordert der Verband, dass überall dort, wo leistungsfähige Infrastrukturen bereits bestehen, von einer öffentlichen Unterstützung alternativer Infrastrukturen abgesehen werden muss. Die Förderung sollte sich auf die gänzlich unversorgten "weißen Flecken" beschränken, d.h. auf solche Flächen, bei denen der Aufbau einer breitbandigen Infrastruktur aus rein privatwirtschaftlichen Mitteln in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist. In anderen Gebieten wäre eine Subventionierung alternativer Anbieter und Infrastrukturen immer ein Eingriff in den funktionierenden Markt.

Nenunikat
26.01.2009, 20:54
Dass der Wettbewerb nicht Schaden nehmen darf, findet auch der Verband der Kabelnetzbetreiber ANGA (http://www.anga.de/index.php?id=detailansicht&tx_ttnews[tt_news]=291&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=af46b4664c).
...
Deshalb fordert der Verband, dass überall dort, wo leistungsfähige Infrastrukturen bereits bestehen, von einer öffentlichen Unterstützung alternativer Infrastrukturen abgesehen werden muss.

Auf die Anga bezogen - nicht auf Flora:
Wird denn nur bei fehlender Infrastruktur (Glasfaserkabel) gefördert oder nicht auch bei anderen Hemmnissen?
Lässt man bei vorhandener Infrastruktur (Glasfaserkabel) alles bei Alten, dürfen die daran Angeschlossenen auch 2011 noch mit ISDN und Modem durch das Internet surfen.
Denn Kabelnetzbetreiber werden dort - solange sie kein eigenes Netz dort haben und es vor allem nur Teile eines Ortsnetzes betrifft - kaum selbst für Breitband sorgen ...

Flora
02.02.2009, 23:46
Bei der Kanzlerin werden nun also die wichtigsten Unternehmen und Verbände der Telekommunitionsbranche vorstellig (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?p=104729#post104729), um über die Strategie zum flächendeckenden Ausbau des Landes zu reden. Unter den Teilnehmern herrscht bislang keine Einigkeit über den richtigen Weg zum flächendeckenden Ausbau. Auch nicht eingeladene Player bringen sich ins Gespräch, wie beispielsweise ein Satellitenbreitbandanbieter (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?p=104754#post104754). Andere haben ihre Zweifel an der Richtung, die die Strategie einzuschlagen scheint.

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco hat deutliche Kritik an der Zusammensetzung der Runde geäußert. Dort heißt es, man begrüße die im Konjunkturpaket der Bundesregierung vorgesehene Initiative zum Breitbandausbau in der Fläche. Diese Maßnahme sei besonders geeignet ist, für die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raumes schnell Früchte zu tragen. Bei der Umsetzung müsse darauf geachtet werden, dass es nicht zu Rückschritten bei der Vielfalt der Anbieter und der Intensität des Wettbewerbs kommt. Der Teilnehmerkreis eines Treffens bei der Bundeskanzlerin am morgigen Dienstag, bei dem der Branchenverband der Internet Service Provider ebenso fehlt wie eine Vertretung des Mittelstandes der Branche, lasse Schlimmes befürchten.

Es könne nicht angehen, dass die Branchenriesen und ihre Verbandsvertreter das Geld der Steuerzahler unter sich aufteilen, denn in der Fläche gebe es hunderte kleine Anbieter mit wettbewerbsfähigen Lösungen, die mindestens ebenbürtige Leistungen anbieten. Und auf die Qualität der Leistungen komme es an. Das Geld der Steuerzahler sollte nicht für "Breitbandzugänge" ausgegeben werden, die für moderne Applikationen schon heute unzureichend seien. Es gebe eine Vielfalt von Anbietern mit leistungsfähigen und innovativen Lösungen. Nur wenn die Bundesregierung dafür sorge, dass fairer Wettbewerb herrscht, bekomme sie bestmögliche Qualität zum fairen Preis.

Deutliche Kritik übt auch die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag: Entgegen dem aktuellen Trend zur Planwirtschaft ist für den weiteren Ausbau der Telekommunikations- (TK-) Infrastruktur in erster Linie der Wettbewerb zuständig, nicht die Bundeskanzlerin. Staatlich diktierte Zielvorgaben und 5-Jahres-Pläne gehören in das Reich der sozialistischen Planwirtschaft; diese hat vor langer Zeit im wahrsten Sinne des Wortes abgewirtschaftet. Die Bundesregierung sollte statt an vollmundigen Versprechungen lieber an vernünftigen Rahmenbedingungen arbeiten.

Ordnungspolitisch saubere Rahmenbedingungen versetzen die TK-Branche in die Lage, den Breitbandausbau weiter voranzutreiben. Kooperationen zwischen Unternehmen können Versorgungsengpässe überwinden. Dazu bedarf es allerdings einer soliden Missbrauchsaufsicht.

Auf der politischen Agenda steht vor allem die Flexibilisierung der Vergabe von Frequenzen. Hier sind die Bundesländer in der Pflicht. Die weitere konsequente Ausrichtung der TK-Regulierung auf Wettbewerb sowie die Unterstützung des Aufbaus einer detaillierten Datenbasis über Versorgungslücken sind die Hausaufgaben der Bundesregierung.

Conny_tv
03.02.2009, 08:40
Ich kann es mir in Thüringen auch nicht vorstellen.
Viele kleine Dörfer mit alten Leitungen !!!
Da sind viele km neue Leitungen Nötig. Das machen die nicht.
Conni_tv

alle9ne
03.02.2009, 08:42
Man muss nur auf den Markt vertrauen, lt. FDP, denn der wirds schon richten :o

Gruß

Skorpy1
03.02.2009, 12:39
Man muss nur auf den Markt vertrauen, lt. FDP, denn der wirds schon richten :o

Gruß


Es scheint tatsächlich noch Politiker zu geben, die an sowas wirklich glauben.
Ich "vertraue" bereits seit mehr als 7 Jahren auf diesen Markt. Leider bringt mir das auch kein DSL.

Flora
03.02.2009, 17:12
Auch der Breitband-über-TV-Kabelanbieter Unitymedia meldete sich schon vorige Woche zur geplanten Breitbandstrategie zu Wort. Die Pressemitteilung (http://blob.unitymedia.de/Download/PM_Interview_Parm_Sandhu_und_Reuters.pdf) ging aber unter, sodass das Unternehmen sie heute noch einmal spielte. In kurzen, knappen Worten: VDSL is nix.

Unitymedia-Chef Parm Sandhu forderte in einem Gespräch mit Reuters am Donnerstag "faire Wettbewerbsbedingungen". Die Kabelunternehmen, die viel Geld investiert hätten, um ihre Netze in der Fläche auszubauen und Telefon und Internet anzubieten, dürften gegenüber den DSL-Netzanbietern nicht benachteiligt werden.

Die Regierung will im Rahmen ihres zweiten Konjunkturpakets eine flächendeckende Versorgung mit dem schnellen Internet in Deutschland sicherstellen und hat dafür staatliche Hilfen und eine "investitions- und wachstumsorientierte Regulierung" in Aussicht gestellt. Wie das konkret aussehen soll, ist offen.

Die Kabelbranche fürchtet, dass die Politik den Ausbau von mit Glasfaser aufgerüsteten DSL-Hochgeschwindigkeitsnetzen (VDSL) bevorzugt. Das sei die falsche Technologie. Sandhu sagte, das Kabel schlage das VDSL-Netz schon heute um Längen. "Ein Konjukturprogramm, das sich auf VDSL konzentriert, ist eine echte Geldverschwendung, denn Kabel ist schnell und technisch überlegen und wird schon in vielen auch ländlichen Gegenden angeboten. Es bietet heute bereits mehr, als die Regierung bis 2014 mit VDSL erreichen will", sagte er.

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung sollen spätestens 2014 drei Viertel der Haushalte mit Internet-Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde versorgt werden, bis 2018 ganz Deutschland. Die Telekomfirmen müssten dafür flächendeckend Glasfaserkabel legen, wie es die Deutsche Telekom mit ihrem VDSL-Netz bislang nur in den 50 größten deutschen Städten getan hat. Die Investitionen werden auf 40 bis 50 Milliarden Euro geschätzt " Geld, das die Telekom nicht alleine aufbringen will.

Sandhu befürwortet eine staatliche Förderung für ländliche Gebiete, in denen sich höhere Bandbreiten nur mit einem hohen technischen Aufwand erreichen lassen. Doch auch dies dürfte nicht allein zu Gunsten von DSL geschehen. "Wir fordern, dass die Politik die Kabelindustrie ebenso unterstützt, um die übrigen Haushalte zu versorgen."

Unitymedia werde in diesem Jahr sein Netz in ländlichen Regionen ausbauen. "Wir starten eine Initiative "Breitband regional" und werden 99 Gemeinden aufrüsten," kündigt Sandhu an. Der Anteil der mit TV, Internet und Telefon erreichbaren Haushalte im Versorgungsgebiet von Unitymedia (NRW und Hessen) solle bis Ende des Jahres auf 91 Prozent von 83 Prozent Ende 2008 steigen.

Flora
03.02.2009, 17:20
Das war leider noch nichts: Die Beratungen über den Ausbau von Breitband im ländlichen Raum haben kein greifbares Ergebnis gebracht. Die Bundeskanzlerin strahlt aber weiterhin Optimismus aus: "Ich bin nach dem Gespräch sehr zuversichtlich, dass es uns gelingt, unseren Breitbandmarkt gemeinsam mit unseren leistungsstarken Telekommunikationsanbietern zügig auszubauen (http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=288472.html)."

Gesprächsgegenstand waren insbesondere die Nutzung von Synergien im Infrastrukturbereich, der zügige Ausbau von leitungsgebundenen Technologien sowie die rasche Nutzung zusätzlicher Funkfrequenzen ("Digitale Dividende (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10148)"). Alle Gesprächsteilnehmer sahen in den Potentialen der "Digitalen Dividende" und einer investitionsfreundlichen Regulierung wichtige Bausteine zur Verbesserung des Breitbandangebots im ländlichen Raum. Ausführlicheres zum heutigen Gesprächstermin haben die Nachrichtenagenturen dpa ([URL="http://de.news.yahoo.com/26/20090203/tbs-merkel-treffen-zu-breitband-ausbau-o-9806f5a.html) und reuters (http://de.reuters.com/article/deEuroRpt/idDEL324599720090203).

cybergen
03.02.2009, 18:21
@alle9ne (http://www.kein-dsl.de/forum/member.php?u=9254)

mhm :D redest du von dem Markt der es die letzten 10 Jahre, so nicht geschafft hat irgendwas brauchbares zu fabrizieren ?

Ich mein mal im ernst die nukeln doch alle an der letzten meile der Telekom rum ... und das sich die kleinen aufregen ist klar ..
aber meiner meinung nach völlig egal .. letztlich verfügen kleine Firmen nicht über die Logistik und Möglichkeiten für grosse Ausbau Aktionen. :cool:

Obwohls natürlich mega cool wäre wenn hier Elektron Maier mit seinem Spaten anfangen würde gräben zu graben :p
Da hätte man jahre-lang einen hingucker :rolleyes:

vsven
03.02.2009, 19:09
Ich mein mal im ernst die nukeln doch alle an der letzten meile der Telekom rum ...
(nukeln=nörgeln) Hast Du mal überlegt warum?
und das sich die kleinen aufregen ist klar ..
versteh ich nicht... Wer ist hier (klein)?
aber meiner meinung nach völlig egal .. letztlich verfügen kleine Firmen nicht über die Logistik und Möglichkeiten für grosse Ausbau Aktionen. :cool: Alles relative Ansichtssache, man glaubt es nicht was alles möglich ist. Einfach mal nachfragen und sich für eine "Sache" einsetzen.

Obwohls natürlich mega cool wäre wenn hier Elektron Maier mit seinem Spaten anfangen würde gräben zu graben :p
Da hätte man jahre-lang einen hingucker :rolleyes: Mit Sicherheit!

Flora
03.02.2009, 19:10
Der Deutsche Landkreistag (DLT) hat eine erste Bewertung des heutigen Treffens der Bundeskanzlerin mit der Telekommunikationsbranche bekräftigt. Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) sagte: "Das Schließen der noch bestehenden 'weißen Flecken’ im ländlichen Raum ist unverzichtbar. Schnelles Internet ist heute so bedeutsam und grundlegend wie früher die Anbindung an das Straßen- oder Schienennetz. Gerade für die mittelständisch geprägte und flächendeckend vorhandene Wirtschaft in unserem Land ist ein schnelles Datennetz existenziell. Dies gilt in Zeiten des konjunkturellen Abschwungs in besonderem Maße."

Der Deutsche Landkreistag unterstützt daher die Initiative der Bundesregierung, die den Breitbandausbau in Deutschland massiv vorantreiben und kurzfristig die noch bestehenden Versorgungslücken in der Fläche schließen will. "Die Landkreise werden diesen Prozess aktiv und in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden im ländlichen Raum fördern, wie dies auch heute schon geschieht. Vor allem sind aber die Unternehmen gefragt, ihrer Verantwortung im Wettbewerb gerecht zu werden."

Flora
03.02.2009, 19:16
Beim Brancheninformationsdienst Portel.de (http://www.portel.de/nc/nachricht/artikel/21759-bundesregierung-und-tk-branche-wollen-breitbandausbau-forcieren/) gibt es noch ein schönes Detail vom VATM-Präsidenten zum heutigen Breitbandgipfel. Dieser gab zu bedenken, dass für eine flächendeckende Versorgung mit Glasfasernetzen selbst unter optimierten Investitionsbedingungen realistischer Weise mit einer Übergangs- und Aufbauphase von rund zehn Jahren gerechnet werden müsse. Vorrangiges Ziel müsse es deshalb sein, zunächst in den Regionen, die bislang praktisch ohne Breitbandversorgung sind, so schnell wie möglich eine Versorgung zu gewährleisten, die heute noch bestehende Standortnachteile beseitigt. Und dafür pochte er erneut auf die Nutzung der Digitalen Dividende, die derzeit in jedem zweiten Satz des VATM gefordert wird.

Nenunikat
03.02.2009, 22:08
...
Und dafür pochte er erneut auf die Nutzung der Digitalen Dividende, die derzeit in jedem zweiten Satz des VATM gefordert wird.
Dieses ständige Pochen auf die Digitalen Dividende zeigt doch, wo es eigentlich hingehen soll: Man will mehr Frequenzen für noch mehr Versorgung in den bereits versorgten Ballungszentren haben. Die unversorgten, ländlichen und sonstigen Gebiete dienen da nur als Deckmantel - und um Honig ums Maul zu schmieren.
Denn wer baut was auf, was sich erst nach Jahren rechnet, wenn er genau weiß, dass es in einem überschaubaren Zeitraum durch andere (nämlich Glasfaser-) Technik ersetzt werden muss?
Außerdem kann man das Ganze auch so lesen, dass erst mal mit ein paar "wackligen" Funklösungen die bisher unversorgten Gebiete ruhiggestellt werden sollen, bevor man sich wieder auf die Ballungszentren kümmert und den TK-Wettbewerb wieder (wie gehabt) ad absurdum führt ...
...
Der heutige Breitbandgipfel ist laut dem, was man davon erfahren kann, erwartungsgemäß als reine Showveranstaltung durchgegangen. Gebracht hat es .... richtig: nichts.

Frentzen Fan
03.02.2009, 22:23
Was helfen würde wäre die Öffnung des Festnetzes !So das Die Telekom nicht mehr die allein Herrschaft über Millionen Anschlüsse und ein Millionen Einkommen hat ,weil das muss immer bezahlt werden (z.t 16.95) nur für den Anschluss und das ist egal ob DSL oder 56 k funktioniert.
Endeignen und für alle Offen machen .Nur so ist es Möglich auch die anderen dazu zu bewegen auszubauen .
Besser wäre es sie dazu zu verflichten min 6 M/sek und das bis 2010 !!!

Nenunikat
03.02.2009, 23:00
Was helfen würde wäre die Öffnung des Festnetzes !So das Die Telekom nicht mehr die allein Herrschaft über Millionen Anschlüsse und ein Millionen Einkommen hat ,weil das muss immer bezahlt werden (z.t 16.95) nur für den Anschluss und das ist egal ob DSL oder 56 k funktioniert.
Endeignen und für alle Offen machen .Nur so ist es Möglich auch die anderen dazu zu bewegen auszubauen .
Besser wäre es sie dazu zu verflichten min 6 M/sek und das bis 2010 !!!
Der Zug ist doch schon lange abgefahren - genau genommen mit der Privatisierung der Telekom samt Telefonnetz.
Da hat man scheinbar noch gedacht, der Markt richtet es schon - und Parteien für Besserverdienende denken ja immer noch, dass der Markt es schon richtet. Als gäbe es keine weißen Flecken (und damit Telefonanschlüsse 4. Klasse) und nebenbei auch keine Finanzkrise. (Lasse die mal wieder an die Macht kommen, dann ...)
Wenn man das Telefonnetz jetzt verstaatlichen wollte, müsste man horrende Ausgleichszahlungen an die Telekom leisten - was einfach nicht machbar ist. Also bleibt alles beim Alten ...

Flora
04.02.2009, 00:22
Man will mehr Frequenzen für noch mehr Versorgung in den bereits versorgten Ballungszentren haben.Die Zwangsläufigkeit erschließt sich mir nicht.
Denn wer baut was auf, was sich erst nach Jahren rechnet, wenn er genau weiß, dass es in einem überschaubaren Zeitraum durch andere (nämlich Glasfaser-) Technik ersetzt werden muss?Wieso muss was ersetzt werden? Außerdem kann man das Ganze auch so lesen, dass erst mal mit ein paar "wackligen" Funklösungen die bisher unversorgten Gebiete ruhiggestellt werden sollen,• Du lässt mal kurzerhand den Mittelstand, der ausbaut, über die Klinge springen (s. oben, die Eco-Anmerkung).
• Wieso ist eine funktionierende drahtlose Breitbandverbindung mit drei oder sechs Mbit wackelig?
• Wer bezahlt die mindestens 60 Milliarden für den bundesweiten Glasfaseranausbau?
• Für welche Anwendung braucht ein Privathaushalt 50 Mbit oder noch mehr?Der heutige Breitbandgipfel ist laut dem, was man davon erfahren kann, erwartungsgemäß als reine Showveranstaltung durchgegangen.Was war daran Show?

scythe-man
04.02.2009, 04:34
Wenn diese NEUEN Funkfrequenzen nicht mit der selben Einschränkungen wie UMTS/Sat-DSL daher kommen reicht mir ne stabile ungedrosselte 1-2Mbit/s Funk Breitband Verbindung vollkommen aus

Denn mal ehrlich 5GB inklusive Volumen ist nicht mehr Zeitgemäss

Ist es überhaupt möglich jeden Endnutzer im Funknetz seine versprochene Leistung auf Dauer zu gewähren

Ich denke nur an die Poweruser
Die Frage ist nur,
Heutzutage ist ja jemand der sich jeden Tag Youtube Videos und Radio/TV stream anschaut/anhört schon nen Poweruser
Wo soll das alles enden
Und wir kriechen noch mit ISDN herum (TRAURIG)

Nachher laufen wir alle in Strahlenschutzanzügen rum
Da die Funkzellen mit hundertern von GHz Strahlen ^^


mfg. Scythe-man

BerndW
04.02.2009, 10:31
Ärmel hochkrempeln und massiv Kabel unter die Erde schmeissen. Nur das wird am Ende allen gerecht.
Diese ewige Schnackerei in den Kommissionen hat schon zu viel Zeit gekostet.
Das Aufteilen der Kosten und Rechte kann parallel ausgehandelt werden. Die Vorarbeiten (Kabelverlegung) sollte der Staat aus dem Finanztopf erst mal vorschießen.
Will man bis Ende 2010 überall Breitband haben müssen da schon Vorgaben diktiert werden und später bei Bedarf nachgebessert werden.

Beispiel wäre unsere Ortschaft:
Wir benötigen 7 KM. Glasfaser zum mit DSL versorgten Nachbarort. Tiefbaufirma XY wird mit der Verlegung durch die Gemeinde beauftragt. Finanzielle Mittel werden durch den Staat vorgeschossen. Parallel dazu wird mit den Provider verhandelt welche die 900 Haushalte als Kunden gewinnen möchten.
Kann doch nicht so schwer sein!

Gruß

bonny2
04.02.2009, 12:10
Ärmel hochkrempeln und massiv Kabel unter die Erde schmeissen. Nur das wird am Ende allen gerecht.
Diese ewige Schnackerei in den Kommissionen hat schon zu viel Zeit gekostet.
Das Aufteilen der Kosten und Rechte kann parallel ausgehandelt werden. Die Vorarbeiten (Kabelverlegung) sollte der Staat aus dem Finanztopf erst mal vorschießen.
Will man bis Ende 2010 überall Breitband haben müssen da schon Vorgaben diktiert werden und später bei Bedarf nachgebessert werden.

Beispiel wäre unsere Ortschaft:
Wir benötigen 7 KM. Glasfaser zum mit DSL versorgten Nachbarort. Tiefbaufirma XY wird mit der Verlegung durch die Gemeinde beauftragt. Finanzielle Mittel werden durch den Staat vorgeschossen. Parallel dazu wird mit den Provider verhandelt welche die 900 Haushalte als Kunden gewinnen möchten.
Kann doch nicht so schwer sein!

Gruß

Genau! Es geht nicht anders! Funk ist nur bedingt eine Lösung ... Kabel ist Kabel und Kabel ist gut.

Funk ist meiner Meinung nach Müll. Ich habe hier eine 13 seitige Ausarbeitung von Prof. Dr. Eylert von der TFH Wildau ... man beschreibt das als TEST ... das sind nichts anderes als völlig unerprobte Technologien, die uns verstrahlen und am Ende durch Überbuchung und Teilung nicht viel besser sind als Modem und ISDN.

Vollwertiges DSL ist nicht zu ersetzen, durch nichts und niemanden. Und schon gar nicht durch Funklösungen.:mad:

Das sieht auch unsere Stadtverwaltung so. Die sind aber mehr oder weniger gezwungen solchen Müll zu verbauen, weil Kabel an manchen Orten nun wirklich nicht rentabel ist (Dörfer mit weniger als 100 Einwohnern). Das kann ich hier auch verstehen. Sitzen aber wie in Jeßnigk mehr als 40 ganze Familien auf den Internetschnecken Modem und ISDN hört der Funkspaß auf.

Nutzen und Preis der Funktechnologien stehen mit den Kabeltechniken wirklich nur in äußerst krassen Fällen in Relation.

Die Telekom muss viel mehr über ihre Kooperationsmodelle aufklären! Im Fernsehen, in Rundschreiben.

So können sicher mehr Kunden gewonnen werden. Erotisch angehauchte Werbespots für einen AUFNAHMEFÄHIGEN FESTPLATTENRECORDER sind ja wohl die Höhe und sicher nicht so effektiv wie neue Kooperationsspots. Nur wenige kennen die Kooperationsangebote der Telekom. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden!

Funk gewinnt die Überhand, wenn nicht genug Aufklärung auf Seiten der Kabeltechnologien und Möglichkeiten geschaffen wird.

Funk wurde für unser Dorf eben auch in Betracht gezogen. Unterstützen wird das die Stadt nicht. Immerhin gehen jetzt Angebote und Schreiben an die zuständigen Büros der Telekom raus, mit der Hoffnung auf einen Glasfaserausbau.

Sicher hat die Telekom auch Fehler gemacht, weiß vllt. oft auch gar nicht vom Interesse auch in Dörfern.
Unser Bauamt weiß von Glasfaserleitungen zu Dörfern, die trotzdem kein DSL haben, obwohl sicher auch Nachfrage besteht.

Wir, wir Bürger müssen ebenfalls aktiv sein. Wir müssen Städte und Telekom auf uns aufmerksam machen. Sonst läuft nichts.

Ich bin dann nacher nochmal in Sachen Kooperation unterwegs. Traurig, dass sich ein 15-jähriger Gymnasiast um DSL kümmern muss, obwohl er im Gegensatz zu Erwachsenen (die dringend DSL wollen) gar nicht die Mittel zur Verfügung stehen hat. Handfeste Unterstützung habe ich bis jetzt nur von meinen Eltern bekommen. Alles andere muss ich ganz allein machen. Es ist nicht schlimm für mich, aber trotzdem traurig.

Naja ... wenigstens macht es Spaß ... obwohl es ja eigentlich zum Heulen ist. Die ganze Situation mit DSL ist zum Heulen. Aber wir heulen hier nicht, wir packen an.:)
Gleich nacher wieder.;)

Ich wünsche allen noch einen schönen Tag!

maxxx
04.02.2009, 19:39
Ich kann es ebenfalls aus 2 Jahren Erfahrung bei zwei professionellen (!!!) Funkanbietern sagen: Funk ist Mist! Abends total überlastet weil alle dranhängen und mehrmals pro Woche Ausfälle. Zudem total ungeeignet wenn man mal in die Zukunft sieht, denn stabile, hohe Datenraten sind kaum möglich. Deswegen sollte man auf Kabel setzen!

Gruß

bonny2
04.02.2009, 20:58
Ich kann es ebenfalls aus 2 Jahren Erfahrung bei zwei professionellen (!!!) Funkanbietern sagen: Funk ist Mist! Abends total überlastet weil alle dranhängen und mehrmals pro Woche Ausfälle. Zudem total ungeeignet wenn man mal in die Zukunft sieht, denn stabile, hohe Datenraten sind kaum möglich. Deswegen sollte man auf Kabel setzen!

Gruß

Und genau darüber müssen wir aufklären! Politiker und "Systementwickler" sollen sehen was für Sch***e hier "den dummen auf dem Land" angedreht werden soll!

In meiner "Prof. Dr-achsotollen" Ausarbeitung steht was von WiMax ... toll max 30 Mbit/s ... und der Haken :

...Breitbandanbindung mit bis zu 30 Mbit/s ... anzuschließen. ... werden 50 Teilnehmer im Nahbereich und 50 weitverstreute Teilnehmer im Fernbereich ...

Soweit ich das verstehe:

50+50 = 100 ... 100 Leute auf 30 Mbit/s = ganze 0,3 Mbit/s!

Juhu Professor ... das rockt ... nicht einmal DSL Light:mad:

Unfassbar ... und dann noch in Stoßzeiten ... okay ... es gibt auch Zeiten wo es schnell geht ... aber wer surft den früh um vier

Den Professor und seine Leutz juckts nich ... die ham ne dicke Leitung ... wohnen ja in der Großstadt ... bestens versorgt!

Leute ... die nicht im entferntesten Sinne mitreden können wollen uns den größten Müll auf Erden andrehen. *kopfschüttel*

Zum Glück: ABGELEHNT!

Goodbye Professor ... dein achsotolles WiMax Gelumpe ist für uns äußerst uninteressant und wird sicher nicht benötigt! Das kannst du ja mal testen, lieber Professor, mit 100 Leuten in Wildau. Macht bestimmt spaß. Abends um 19:00 Uhr.

Thema abgehackt. Dann wären wir wieder bei der Deutschen Telekom ... der Zukunft ... dem einzigen würdigen Hoffnungsträger mit Technologien, die den Verbraucher gut stimmen.

Nur leider: Du möchtest ... nein viel mehr kannst du nicht. Du kannst und du DARFST nicht. Langsam bemitleide ich dich ... alle hacken auf dir rum ... alle wollen dir was vorschreiben ... sicher würdest du Erbarmen haben und allen DSL geben.
Darfst du? Jein. Immerhin fehlen dir die Mittel. Sie beschaffen? Unmöglich. Warum? Staat spielt nicht mit. Warum denn? Netz gehört dir! Warum darfst du nicht bestimmen? Warum?


Liebe Politik. Wenn ihr der Telekom helfen wollt ... dann zusätzlich auch mit Entlastungen! Geld bekommt sie zwar für alles ... nur ist die Ausbeute mit Billigangeboten von WEB, Freenet und Co. nicht hoch genug um ganz Deutschland mit DSL zu versorgen.

Finanzielle Zuschüsse sind ein sehr guter Anfang. Trotzdem solltet ihr die Regulierung lockern. So hat die Telekom mehr Freiheit.


Wir DSLlosen können nur hoffen, dass die Telekom bald auch uns die Hand gibt ... die wir gerne greifen um endlich ins schnelle Internet und somit in die Zukunft gezogen zu werden.

Wenn sie das nicht freiwillig machen, gut, dann schlagen wir halt mit staatlichen Zuschüssen und Vorverträgen auf sie ein.

Sie wird schon zur Besinnung kommen ... sicher.

Ich wünsche also allen viel Erfolg mit ihren Initiativen. Und Leute: macht was. Startet Initiativen. Macht auf euch aufmerksam. Nur so könnt ihr überhaupt was erreichen.

Die Fördergelder liegen bereit (ich weiß von sechsstelligen Beträgen allein in unserer Stadtverwaltung --> 3500 Einwohner gesamt);)!). Es muss nur noch umgesetzt werden.

Viel Glück und viele Grüße aus dem hoffentlich bald ausgebauten Jeßnigk im Landkreis Elbe-Elster (Südbrandenburg).:)

Nenunikat
04.02.2009, 21:49
Die Zwangsläufigkeit erschließt sich mir nicht.

Ich habe nicht gesagt, dass es zwangsläufig so ist.
Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch genug - und das aus einem einfachen Grund: Wenn die entsprechenden Unternehmen nicht gezwungen werden, die freiwerdenden Frequenzen in den unversorgten, ländlichen Regionen zu verwenden, dann setzen sie diese Frequenzen dort ein, wo es ihrem strategisch-marktwirtschaftlichen Verständnis nach am ehesten Sinn macht.
Und dass wird mal wieder in den Ballungsgebieten so sein. Da lässt sich aus den zusätzlichen Frequenzen, die außerdem weniger Sendetürme benötigen (weil bei diesem Frequenzbereich die Reichweite höher ist) doch ein gutes Geschäft machen.

Wieso muss was ersetzt werden?

Wenn erst mal auf wackelige WLAN-Lösungen, Wimax und Sat gesetzt werden sollte, so reichen diese Lösungen (abgesehen von ihrer fraglichen Sinnhaftigkeit) kaum für das 50 MBit/s-Ziel ab 2018. Somit müssen spätestens 2018 andere Lösungen her, die 50 MBit/s in ordentlicher Qualität auch schaffen.
Außer mit Glasfaser verbundenen Lösungen bleibt da maximal Richtfunk als Alternative übrig. Oder sollte es da noch eine mir unbekannte Lösung geben? Da die oben genannten Lösungen kein 50 MBit/s schaffen, müssen sie durch Glasfaser bzw. Richtfunk ersetzt werden - ansonsten wird das 50 MBit/s-Ziel verfehlt.

• Du lässt mal kurzerhand den Mittelstand, der ausbaut, über die Klinge springen (s. oben, die Eco-Anmerkung).
• Wieso ist eine funktionierende drahtlose Breitbandverbindung mit drei oder sechs Mbit wackelig?
• Wer bezahlt die mindestens 60 Milliarden für den bundesweiten Glasfaseranausbau?
• Für welche Anwendung braucht ein Privathaushalt 50 Mbit oder noch mehr?

Eine Lösung, wo schon von vornherein vorgesehen ist, dass der Anbieter für die Übergangslösung "über die Klinge springt", ist keine Lösung. Wenn auf diesen Zug bei diesen Aussichten kein mittelständiges Unternehmen "aufspringt" - was marktwirtschaftlich nur konsequent wäre - , dann wird das Ziel "Breitband für alle bis 2010" auch nicht über diesen Weg erreicht. Somit kann man sich Überlegungen mit diesen Aussichten von Vornherein sparen.
...
Ich kenne WLAN-Lösungen, die alles andere als stabil sind und wo man mit vergleichbaren Kosten gerade mal auf 384 oder 512 KBit/s symetrisch kommt. Für den normalen Endkunden nicht finanzierbare Lösungen brauchen auch nicht diskutiert werden.
...
Wer die Milliarden zahlt, das frage ich mich auch.
Nachdem vor Jahren der Riesenfehler gemacht wurde, der Telekom das Telefonnetz mit zu übergeben, wird es aber mit einem "Weiter so wie bisher" keine wirkliche Lösung für die angepeilten Ziele geben. Zumal ja nicht die Bundesregierung ausbaut, sondern immer noch die TK-Unternehmen usw.
Ob und für was ggf. 50 MBit/s gebraucht werden, haben wir schon anderswo diskutiert - darum ging es hier nicht.
Viele wären schon sehr froh, wenn sie 6 oder 16 MBit/s hätten (ich eingeschlossen).

Was war daran Show?

Vielleicht war es für die Kanzlerin und die Ministerien keine Show.
Vielleicht konnten sie erleben, dass von der Wirtschaft keine wirkliche, schnellere Lösung kommt. (Hoffentlich haben sie sich nicht wieder Sat und Informationskampagnen als Lösungen einreden lassen.)
Für den Privatmann, der die spärlichen Nachrichten zu dem Breitbandgipel gelesen hat und lesen durfte "dass es keine Ergebnisse gegeben hat", kann schon der Show-Eindruck zurückbleiben - wegen der Ergebnislosigkeit und den Geplänkeln im Vorfeld des Gipfels.
...
Hoffentlich erfährt man wenigstens im Februar etwas Konkretes ...

[Edit:] Wenn ich den Satz "Die Branche hat nie nach staatlichen Subventionen geschrien." lese, wird mir richtig schlecht. Wie ist es denn mit den hochgelobten Kooperationen der Telekom mit ein paar hundert Gemeinden: Tiefbau-Vorleistungen, garantierte Kunde sowie Geld werden genommen ...
... und bei uns hätten auch nur Subventionen was bewirkt, wenn die Gemeinde dazu die Eigenmittel hätte.

scythe-man
05.02.2009, 01:40
Wenn sich sowieso 90% der Endnutzer einig sind das sie keine instabile Funklösung wollen

WIESO zum Teufel gehen die Bosse nicht mal darauf ein
Haben die nicht ihre Redakteure in diesen oder anderen Foren ?

Und wenn jetzt schon nen haufen Gelder bereitgestellt werden sollten sie die im Osten (bei mir) sowieso verbauten Glasfaserleitungen auch nutzen
Ich bin einer dieser fälle Glas liegt
T-Com will Gelder von der Gemeinde, Gemeinde ist Arm
kleines (359 Seelen) Dorf wird vergessen


Es gibt sicher sicher noch genug solcher fälle wo noch nicht einmal Sau teures Glas verbuttelt werden müsste
aber die Gemeinden einfach uninteressant sind


Ich hoffe nur inständig das sie das Geld nicht verschwenden für diese Blöden Funklösungen

HAT MAN ALS LEIDTRAGENDER DENN GAR KEINEN EINFLUSS AUF DIE GESCHEHNISSE


Gibt es denn keine Initiative Gegen diese neuen Funfrequenzen worauf die momentan so pochen


mfg. Scythe-man

bonny2
05.02.2009, 08:41
Sollten die Mitarbeiter der Ämter und Städte ein wenig gebildet sein ... sich mit der Materie auskennen ... aber hey:

Jeder Blinde erkennt, dass Funk Müll ist. Auch Beamte:D

Man kann dann halt bloß hoffen, dass derartiges Zeugs nicht unterstützt und subventioniert wird!

alle9ne
05.02.2009, 10:03
..

Jeder Blinde erkennt, dass Funk Müll ist. Auch Beamte:D...



Man könnte denken du bist ein von den "ewig Gestrigen", die auch behauptet haben "Mobilfunktelefone?, braucht doch kein Mensch"
Hallo, ich telefoniere und surfe nur noch über den "Funk-Müll" und besitze keinen Festnetzanschluss mehr.
Und ja, ich freue mich schon auf LTE, dann können mir die Kabelnetz/DSL-Betreiber mit ihren unflexiblen Anschlüssen endgültig den "Buckel runter rutschen" (Um mal bei deiner Ausdrucksweise zu bleiben :-)
Und zudem würde es mich schon ärgern, wenn die, auch von mir aufgebrachten Steuermittel, zur Förderung von Prestigprojekten ala VDSL verschwendet werden. Ich benötige kein VDSL um fernsehen zu können, dafür gibts andere (Funk-)Technologien.

Ob ein Funknetz stabil funktioniert hängt doch auch vom Aufwand den der Betreiber leistet ab. Und gerade die WLAN-Netze für kleine Ortschaften die keine (Quer-)Subventionierungen erhalten arbeiten eher im günstigen Preisegment der Gerätetechnik und sparen an der Anbindung, da ist der Ärger schon vor programmiert.
Ähnlich siehts bei den UMTS-Netzbetreiber aus. Deren Netze halten dem Kundenansturm kaum noch Stand, aber das liegt doch nicht an der (Funk)-Technologie sonder an dem Unwillen der Betreiber mehr in ihre Netze zu investieren. In meiner Gegend ist seit 3-4Jahren nicht eine neue UMTS-Station dazu gekommen, während sich die UMTS-Kundschaft hier wahrscheinlich verzehnfacht hat.


Mal was zu Leistungsfähigkeit von "Funkmüll" LTE: http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Term_Evolution

Mal was zum beobachten, wie es im ländlichen Umfeld gelöst werden könnte: http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10323

MAZ: FUNK-PILOTPROJEKT: Ab Januar wird Test erweitert. Breitbandinternet auf Radiofrequenz gestern in Wittstock gestartet (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11385954/61299/Breitbandinternet-auf-Radiofrequenz-gestern-in-Wittstock-gestartet-Ab.html)

Zitat: "..sein Sohn war begeistert..."

Gruß

bonny2
05.02.2009, 11:23
Zitat:
Zitat von bonny2 http://www.kein-dsl.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?p=104839#post104839)
..

Jeder Blinde erkennt, dass Funk Müll ist. Auch Beamte:D...


Man könnte denken du bist ein von den "ewig Gestrigen", die auch behauptet haben "Mobilfunktelefone?, braucht doch kein Mensch"
Hallo, ich telefoniere und surfe nur noch über den "Funk-Müll" und besitze keinen Festnetzanschluss mehr.
Und ja, ich freue mich schon auf LTE, dann können mir die Kabelnetz/DSL-Betreiber mit ihren unflexiblen Anschlüssen endgültig den "Buckel runter rutschen" (Um mal bei deiner Ausdrucksweise zu bleiben :-)
Und zudem würde es mich schon ärgern, wenn die, auch von mir aufgebrachten Steuermittel, zur Förderung von Prestigprojekten ala VDSL verschwendet werden. Ich benötige kein VDSL um fernsehen zu können, dafür gibts andere (Funk-)Technologien.

Ob ein Funknetz stabil funktioniert hängt doch auch vom Aufwand den der Betreiber leistet ab. Und gerade die WLAN-Netze für kleine Ortschaften die keine (Quer-)Subventionierungen erhalten arbeiten eher im günstigen Preisegment der Gerätetechnik und sparen an der Anbindung, da ist der Ärger schon vor programmiert.
Ähnlich siehts bei den UMTS-Netzbetreiber aus. Deren Netze halten dem Kundenansturm kaum noch Stand, aber das liegt doch nicht an der (Funk)-Technologie sonder an dem Unwillen der Betreiber mehr in ihre Netze zu investieren. In meiner Gegend ist seit 3-4Jahren nicht eine neue UMTS-Station dazu gekommen, während sich die UMTS-Kundschaft hier wahrscheinlich verzehnfacht hat.


Mal was zu Leistungsfähigkeit von "Funkmüll" LTE: http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Term_Evolution

Mal was zum beobachten, wie es im ländlichen Umfeld gelöst werden könnte: http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10323

http://www.maerkischeallgemeine.de/c...tartet-Ab.html (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11385954/61299/Breitbandinternet-auf-Radiofrequenz-gestern-in-Wittstock-gestartet-Ab.html)
Zitat: "..sein Sohn war begeistert..."

Gruß

Wenn es denn UMTS gäbe ... überall ...

In Herzberg gibt es gerade mal seit Dezember 08 UMTS von T-Mobile. So...wie weit sind die DSLlosen Dörfer entfernt von Herzberg? Immer mehr als 8km ... ist Wald dazwischen? Jaaa ... nicht zu knapp.

Dann hat sich das tolle UMTS (was dem entsprechend dann Massen an Leute PLUS normale Handytelefonie zu versorgen hätte) schon erledigt.

Außerdem ... wer will das? Nenn mir Leute die wie Kleinkinder mit ihren USB-Sticks rumlaufen und dann 3Mbit/s empfangen.:cool:

Wir wollen keinen Stick ... wir wollen richtige Leitungen ... flexibel bin ich in meinem Haus auch so per WLAN. Dazu brauch ich kein UMTS.

Und der Hammer: Was nützen dir 7,2 Mbit wenn sie nach 5GB nur noch 0,064 Mbit bringen.

Preis/Leistung ... nicht gerechtfertigt.

Für 39,95 bekomme ich auch gleichwertiges DSL 6000 UND eine Telefonflatrate ... und das beim wohl teuersten Anbieter - der Deutschen Telekom.

UMTS und HSDPA sind nette Geschichten ... keine Frage. Nur sind sie nicht überall nutzbar und können nicht alle Menschen versorgen.

In Großstädten ist das Problem nicht so groß ... dort gibt es mehr Funkeinheiten.

Hier ... 5 Sender für 15.000-16.000 Menschen. Davon haben mindestens 2.000 kein DSL.

Dann sind da noch die Stoßzeiten. Keine Chance ... restlos überlastet. Genauso siehts bei WiMax etc. aus.

Wie "breit" ist denn die Anbindung eines durchschnittlichen Funkturmes?
Nach deinem LTE ... bräuchten die ja mehrere GIGABIT/s um die ganzen Daten auch an die Backbone Server weiterzugeben. Ansonsten wäre es ja wieder geteilte Bandbreite.

Irgendwo läuft es immer aufs selbe raus.

Man kann dem Kabel seine guten Seiten nicht abreden. Niemals.

Gruß zurück:)

alle9ne
05.02.2009, 12:32
Man kann dem Kabel seine guten Seiten nicht abreden. Niemals.

Gruß zurück:)

Das will ich auch nicht. Aber Intoleranz gegenüber anderen Technologien abbauen.

Wenn es denn UMTS gäbe ... überall ...

In Herzberg gibt es gerade mal seit Dezember 08 UMTS von T-Mobile. So...wie weit sind die DSLlosen Dörfer entfernt von Herzberg? Immer mehr als 8km ... ist Wald dazwischen? Jaaa ... nicht zu knapp.



Ich nutze auch einen 7km entfernten Sender (Dommitzsch ;-)



Außerdem ... wer will das? Nenn mir Leute die wie Kleinkinder mit ihren USB-Sticks rumlaufen und dann 3Mbit/s empfangen.:cool:


Z.B. meine Tochter (Azubi) ist öffters mal unterwegs und wohnt auch nicht mehr zu Hause. Und meine Wenigkeit, ich surfe gern im Zug, auf Dienstreise, im Urlaub ..



Wir wollen keinen Stick ... wir wollen richtige Leitungen ... flexibel bin ich in meinem Haus auch so per WLAN. Dazu brauch ich kein UMTS.

Und der Hammer: Was nützen dir 7,2 Mbit wenn sie nach 5GB nur noch 0,064 Mbit bringen.

Preis/Leistung ... nicht gerechtfertigt.



Du willst.. :D

Meine Tochter zahlt 7,-Euro für 10GB , dafür bekomme ich als "Sponsor" keinen Festnetz-DSL Anschluss.
Ich zahle 20,- für meine Unterwegsgeschichte und für meinen DSL-Ersatz (Moobicent-AltFlat) 39,95 (-30Euro von meinen Mitbenutzern).
Bekannte von mir bezahlen 29,95Euro für 384DSL, ist das gerechtfertigt..




Dann sind da noch die Stoßzeiten. Keine Chance ... restlos überlastet. Genauso siehts bei WiMax etc. aus.



Woher weisst du das,dein Sat-DSL ist nicht gleich UMTS oder Wimax. Ich habe sehr selten unter 1000kbs, in der Regel >2000kbs



Wie "breit" ist denn die Anbindung eines durchschnittlichen Funkturmes?
Nach deinem LTE ... bräuchten die ja mehrere GIGABIT/s um die ganzen Daten auch an die Backbone Server weiterzugeben. Ansonsten wäre es ja wieder geteilte Bandbreite.

Irgendwo läuft es immer aufs selbe raus.


Wie "breit" ist die Anbindung für ein Outdoor-Dslam.
Denkst du wenn dort gespart würde wäre es besser?
Naklar muss die Anbindung passen und die Überbuchung(ja die gibts auch bei "Draht"-DSL) sich in Grenzen halten, "sonst klappts nicht mit dem Nachbarn"

Gruß

bonny2
05.02.2009, 12:59
Zitat:
Zitat von bonny2 http://www.kein-dsl.de/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?p=104845#post104845)
Wir wollen keinen Stick ... wir wollen richtige Leitungen ... flexibel bin ich in meinem Haus auch so per WLAN. Dazu brauch ich kein UMTS.

Und der Hammer: Was nützen dir 7,2 Mbit wenn sie nach 5GB nur noch 0,064 Mbit bringen.

Preis/Leistung ... nicht gerechtfertigt.


Du willst.. :D

Meine Tochter zahlt 7,-Euro für 10GB , dafür bekomme ich als "Sponsor" keinen Festnetz-DSL Anschluss.
Ich zahle 20,- für meine Unterwegsgeschichte und für meinen DSL-Ersatz (Moobicent-AltFlat) 39,95 (-30Euro von meinen Mitbenutzern).
Bekannte von mir bezahlen 29,95Euro für 384DSL, ist das gerechtfertigt..Ich will das nicht allein alle9ne. Die Polzner und Jeßnigker sind davon nicht überzeugt.

Sicher ist das toll auch mobil surfen zu können. Aber das machen nur sehr wenige.

Für die 29,95 bekommen deine Bekannten aber auch einen vollwertigen Telefonanschluss und nicht nur einen Datentarif. Außerdem haben die eine echte Flatrate.

Auch wenn du 10GB im Monat zur Verfügung hast, die neuen Tarife bieten bloß 5GB. Eindeutig zu wenig. Das merke ich selbst jeden Tag aufs neue.

Im Zug surfen ... hier gibts Funklöcher auf Bahnstrecken ... :D Selbst schon erlebt. 10 Minuten kein Netz (Strecke Fermerswalde-Annaburg) Aber das ist ja nicht Thema.

Für einzelne ist UMTS sicher gut und schön und auch schnell.

Hängen dann aber ganze Dörfer, was hier der Fall wäre, dran, hört der Spaß auf. Immerhin muss noch ganz Herzberg mit versorgt werden.

Allein in Polzen und Jeßnigk wären das um die 80 UMTS-Kunden. Ich glaube nicht, dass der Sender abends diesen Anstrengungen standhält.

Wenn UMTS verfügbar gewesen wäre, hätten wir es sicher auch Astra2Connect vorgezogen. Nur leider ist das UMTS-Netz noch nicht weit genug ausgebaut.

Nützt alles nichts. Ich bin trotzdem von der Zukunft des Kabels überzeugt:D

alle9ne
05.02.2009, 14:54
Ich seh das schon differenziert so auch das UMTS(LTE) kein Allheilmittel ist,aber wie schon des häufigeren geschrieben, möchte ich auch eine Lanze für eine "drahtlose" Breitbandversorgung brechen, da es meiner Meinung nach zu Unrecht in Verruf geraden ist.

Ich setze sehr viel auf die Pilotprojekte in Brandenburg und MVP, weil ich denke das das die Lösung für viele sehr kleine Ort (<1000EW/100Anschlüsse) werden wird. In Brandenburg hatte man mal über "Wegzugsprämien (http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/085/217085_article.shtml)" nachgedacht um Kleinstdörfer leer zu siedeln um nicht mehr Geld für Infrastrukturerhaltung oder Versorgung ausgeben zu müssen. Warum sollte da jetzt noch Erschließungsaufwand per Kabel betrieben werden.

Aber zurück zum Thema Funk: Ein DSLAM Versorgung per Richtfunk (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?p=94225) finde ich im Gegensatz zu den "Funkgegner" ein genialen Einfall. Hätte schon viel früher erfolgen sollen.
Sollte später aus welchen Grund auch immer, doch noch gebudelt werden, kann man immer noch ein GF-Kabel mit reinziehen.

Jetzt wohnst du noch Daheim, wir sprechen uns in einigen Jahren wieder. Immer mehr Leute mussen als Kundendienstler, Vertreter, Manager, Bundeswehrheinis, Monteure, Bauleute usw. ihre Geld auf der "Strasse" verdienen, damit steigt die Nachfrage nach mobilen Internet.
Ich als alter "Handygegner" (musste damals 1995 eins von der Firma nehmen) komme mir heute nackt vor wenn das Teil nicht mit dabei ist :D Ähnlich wird es beim Internet werden, es wird mobil werden müssen, siehe IPHONE-Hype usw.

Gruß an die andere Elbeseite :D

Flora
05.02.2009, 15:56
Ich teile den Standpunkt von alle9ne zur Nutzbarkeit von HSDPA uneingeschränkt. kein-DSL hat vor längerer Zeit in einem Überblick mal aufgelistet (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10630), wo "weiße Flecken" gezielt im Rahmen sog. Pilotprojekte (sicherlich ein reichlich überstrapazierter und insofern längst beliebiger Begriff) durch HSDPA beseitigt wurden. Es bliebe nachzuprüfen, ob es dort zu signifikanten, vor allem aber das Surfvergnügen unerträglich beeinträchtigenden Leistungseinbußen in der Prime Time kommt. Ich wage mal die Behauptung, dass für 99 Prozent der Nutzer nicht an dem ist.

bonny2
05.02.2009, 16:00
Ich als alter "Handygegner" (musste damals 1995 eins von der Firma nehmen) komme mir heute nackt vor wenn das Teil nicht mit dabei ist :D Ähnlich wird es beim Internet werden, es wird mobil werden müssen, siehe IPHONE-Hype usw.


Sicher wird mobiles Internet immer wichtiger.

Gut gelöst finde ich das in dem Tarif "Call & Surf Comfort Plus" von T-Home. Hier bekommst du daheim 16.000 und unterwegs hast du mehr als 8000 Hotspots zur Verfügung. Die sind sogar in Herzberg. Wahnsinn oder?:D
So kann man an allen wichtigeren Orten (Bahnhöfe, Flughäfen usw.) ins Netz. Finde ich persönlich super.

Für 49,95 im Monat kein Schnäppchen aber dennoch gerechtfertigt meiner Meinung nach.

Komfortabel sind die Hotspots auch. Zum Beispiel auf dem Berliner Hauptbahnhof. Da kann man sich in so einer Art Zelle (wie ein Bushaltestellenhäuschen) setzen und lossurfen.

Eigentlich eine sehr nette Idee das ganze und definitiv eine Alternative zur Alternative (UMTS).:D

Andere Elbeseite ... Gruß auch an dich ;)

Flora
12.03.2009, 16:54
Vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kommt heute eine Mitteilung, dass die Bundesregierung mit ihrer Breitbandstrategie auf dem richtigen Weg sei. Die Ziele seien ambitioniert und richtig. Jetzt seien die Länder gefordert, die Rundfunkrequenzen zur Verfügung zu stellen und die Bürgermeister, aktiv zu werden. Die Bürgermeister müssten sich aktiv darum kümmern und gemeinsam mit den Anbietern nach Lösungen suchen. Nach einer Bedarfsanalyse vor Ort sollten alle alternativen Technologien und Betreibermodelle geprüft werden. Auf Fördermittel solle nicht geartet werden, wenn sie aber da seien, sollten die Kommunen vor allem zur Finanzierung der Verlegung von Leerrohren (ca. 80 Prozent der Ausbaukosten) einsetzen.

BerndW
12.03.2009, 19:18
Flora, das ist genau das Gegenteil von dem was ich hier bei uns gerade erlebt habe. Unsere Kommune will nicht tätig werden und ist der Auffassung das die Kommunen nicht für den Ausbau zuständig. Einzig das beauftragen von Bedarfsanalysen im Breitbandkompetenzzentrum ist der Schritt den sie sich trauen.
Das wahrscheinlich auch nur um vorm Volke nicht ganz so untätig auszusehen.

Gegen soviel Sturheit ist man machtlos. Selbst bereits ausgehobene lange Strecken werden wieder ohne Leerrohr zugeschüttet obwohl bereits letztes Jahr gefordert wurde bei den Bau des Radweges zumindest ein Leerrohr für das Glasfaser mit rein zu legen.
Normalerweise müsste mal einer von der Bundesregierung direkt bei unserer Kommune vorsprechen und fragen warum sie sich gegen die Zukunft stellen.

EloriSeph
13.03.2009, 04:20
Ich habe so einen hsdpa/hsupa Handymast (Vodafone) in der Nähe unseres Dorfes zu stehen,
da es hier kein dsl gibt.
Am Morgen, Mittag und in der Nacht tolle 2 mbit/s down und 1 mbit/s up..
abends von 17 bis 22 Uhr JEDEN TAG wunderbare 30-90 kbit/s !!! .. zu der Zeit definitiv nicht nutzbar..
Sollte ein Wunder geschehen und hier irgendwann mal dsl möglich sein, werde ich mir so einen dsl Anschluss holen und umts-Internet kündigen !

Ich teile den Standpunkt von alle9ne zur Nutzbarkeit von HSDPA uneingeschränkt. kein-DSL hat vor längerer Zeit in einem Überblick mal aufgelistet (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10630), wo "weiße Flecken" gezielt im Rahmen sog. Pilotprojekte (sicherlich ein reichlich überstrapazierter und insofern längst beliebiger Begriff) durch HSDPA beseitigt wurden. Es bliebe nachzuprüfen, ob es dort zu signifikanten, vor allem aber das Surfvergnügen unerträglich beeinträchtigenden Leistungseinbußen in der Prime Time kommt. Ich wage mal die Behauptung, dass für 99 Prozent der Nutzer nicht an dem ist.

Flora
13.03.2009, 19:35
@ EloriSeph: Mein von Dir zitierter Beitrag bezog sich nur auf die Pilotstandorte, Orte, die gezielt zur Breitbanderschließung mithilfe von HSDPA ausgebaut wurden. Es bezog sich nicht auf den "regulären" HSPDA-Betrieb.

Billidikid
14.03.2009, 11:21
+
abends von 17 bis 22 Uhr JEDEN TAG wunderbare 30-90 kbit/s !!! .. zu der Zeit definitiv nicht nutzbar..


Hast du`s gut, bei meinem HSDPA gehts schon 14:00 Uhr los, wenn die Kids aus der Schule kommen und alle ihre UMTS Handies einschalten. :eek:

Ein Anruf bei Vodafone ergab folgendes:
"Wenn Sie alleine sich hier melden, nützt das wenig. Ich schlage Ihnen vor, dass sich alle UMTS-Nutzer bei uns wegen des Problems melden. Ist eine gewisse Anzahl von Meldungen bei uns eingegangen, werden wir auch noch mal dran schrauben, aber in Ihrem Einzelfall...hmmh...da seh ich jetzt keine Möglichkeit..."

Toll, vielen Dank liebe Vodafone D2 GmbH. Und ihr wollt eure Kunden zu Fans machen?

Liebes Ebay-Mitglied, die Überweisung dauerte leider so lange, weil ich nicht online kam. Bitte hab ein Nachsehen mit deiner Bewertung, ich wohne in einem NON-DSL Gebiet mit nur temporären UMTS Zugang.

Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen und holen uns auf privater (Bürger) Initiative einen regionalen Kabelbetreiber an Board. Mitte Juli solls ans Netz gehen. Vorerst leider nur mit 25 Mbit und Telefonflat für 49,90 EUR/Monat. Aber in Zukunft ist sicher mehr realisierbar.

Schade nur für die Telekom, dass sie nun über 500 Kunden auf einmal verliert. :D

adress
02.03.2011, 16:46
Während einer Eröffnungsrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit, soll Sie folgenden Satz vom Stapel gelassen haben:

"Wir haben jetzt eine nahezu vollständige Versorgung mit dem Breitband-Internet in seiner untersten Entwicklungsstufe. Wir wollen, dass 3/4 der Bevölkerung bis 2040 das Internet mit einer Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung steht. Dafür müssen wir noch viel investieren."

Kuhman
02.03.2011, 18:32
Während einer Eröffnungsrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit, soll Sie folgenden Satz vom Stapel gelassen haben:

"Wir haben jetzt eine nahezu vollständige Versorgung mit dem Breitband-Internet in seiner untersten Entwicklungsstufe. Wir wollen, dass 3/4 der Bevölkerung bis 2040 das Internet mit einer Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung steht. Dafür müssen wir noch viel investieren."

Und haben alle über diesen Witz der Kanzlerin gelacht?

Nenunikat
03.03.2011, 13:06
...
"Wir haben jetzt eine nahezu vollständige Versorgung mit dem Breitband-Internet in seiner untersten Entwicklungsstufe.
...

Schön wär es, erzählen kann man viel...

...
Wir wollen, dass 3/4 der Bevölkerung bis 2040 das Internet mit einer Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung steht."
...

Endlich wird mal ehrlich gesprochen ... :D:D

Bodo
03.03.2011, 14:09
3/4 der Bevölkerung sollen bis 2040 mit 50 Mbit/s ins Internet gehen können-Endlich mal eine Aussage die der Wahrheit entspricht. :D Endlich mal jemand der ehrlich ist,auf unsere Angie ist eben doch Verlass.:D:D:D

Gruß

Kuhman
03.03.2011, 14:19
Das dumme ist nur ich haben nichts mehr da von. :)
Weil danach erst die Landeier Lichtwellenleiter bekommen, und das dauert min. noch mal 30 Jahre.

Bodo
03.03.2011, 14:32
Das dumme ist nur ich haben nichts mehr da von. :)
Weil danach erst die Landeier Lichtwellenleiter bekommen, und das dauert min. noch mal 30 Jahre.

Also können wir getrost davon ausgehen das wir schon in der "Kiste" liegen, ehe eine Flächendeckende Versorgung in Deutschland erreicht wird.:eek:

Gruß

Kuhman
03.03.2011, 16:48
Habe gehört dass einige führende Politiker seit einigen Tagen häufig in Baumärkten und Geschenkartikelläden gesehen wurden. Sie sind alle auf der Suche nach ein paar Meter Breitband, weil sie auch mal mitreden wollten. :D :D :D

byte
04.03.2011, 11:27
....Bevölkerung bis 2040 das Internet mit....."

Gibt es eigentlich auch Urnen oder Särge mit Internetanschluss ??

Kuhman
04.03.2011, 11:59
Also können wir getrost davon ausgehen das wir schon in der "Kiste" liegen, ehe eine Flächendeckende Versorgung in Deutschland erreicht wird.:eek:

Gruß

Jo, solange unser Geld in die Banken fliest und nicht in den Ausbau von Kabel-DSL, wird es so sein.

Nenunikat
04.03.2011, 13:16
Habe gehört dass einige führende Politiker seit einigen Tagen häufig in Baumärkten und Geschenkartikelläden gesehen wurden. Sie sind alle auf der Suche nach ein paar Meter Breitband, weil sie auch mal mitreden wollten. :D :D :D
Dummerweise haben Sie nur eine Bauanleitung gefunden, die sich "Breitbandstrategie der Bundesregierung" nennt, an der aber stellenweise schon Experten verzweifelt sind... :D
Wurden die Politiker in den Baumärkten denn hilfsweise auf die angedachte Lieferung von LTE vertröstet? :D

Bodo
04.03.2011, 14:15
Während einer Eröffnungsrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit, soll Sie folgenden Satz vom Stapel gelassen haben:

"Wir haben jetzt eine nahezu vollständige Versorgung mit dem Breitband-Internet in seiner untersten Entwicklungsstufe. Wir wollen, dass 3/4 der Bevölkerung bis 2040 das Internet mit einer Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung steht. Dafür müssen wir noch viel investieren."

Da hat sich unsere Kanzlerin wohl in der Jahreszahl geirrt,trotz allem werden die 50 MBit/s für 75% der Bevölkerung bis 2014 nicht kommen.Weitere Infos unter http://www.golem.de/1103/81886.html

Fischer
08.03.2011, 19:03
Die Kanzlerin hat sich nicht versprochen, sondern mal die Wahrheit gesagt.