Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Breitband für alle: Die Breitbandstrategie des Bundes [Update_5]
Die heute vormittag vom Bundeskabinett verabschiedete Breitbandstrategie (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11940) sieht als zentrales Instrument eine gelockerte Regulierung des Telekommunikationssektors vor. Der dafür neu geprägte Begriff lautet investitions- und wachstumsorientierte Regulierung. Damit sieht es danach aus, dass sich in diesen Teilen die Deutsche Telekom mit ihren Vorstellungen hat durchsetzen können. Auch den Wettbewerbern kommt die Strategie entgegen, darunter der schnellstmöglichen Verfügbarkeit von Rundfunkfrequenzen für die Breitbandnutzung (Digitale Dividende).
Das Ziel ist schon vor Wochen im Rahmen der Diskussion des Konjunkturprogrammes II ausgegeben worden: Bis Ende 2010 sollen die bislang unter- und unversorgten Regionen über Breitbandanschlüsse verfügen. Als Breitband gilt zukünftig eine Untergrenze von einem Mbit. In einem zweiten Schritt sollen 50 Mbit-Anschlüsse (VDSL) flächendeckend ausgebaut werden. 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte diese Zugänge zur Verfügung stehen, bis 2018 dann allen Haushalten.*
Die Deregulierung zielt darauf, das mit Infrastrukturinvestitionen verbundene hohe materielle Risiko durch eine größere Planungssicherheit zu reduzieren. Im Ergebnis ist dies geeignet, den von der Deutschen Telekom angebotenen DSL-Ausbau (http://www.kein-dsl.de/forum/showpost.php?p=103584&postcount=21) zu fördern. Der größte Branchenverband BITKOM zeigte sich immerhin zufrieden mit den Planungen der Bundesregierung: "Es sollte künftig auf belastende Regulierungsentscheidungen verzichtet werden – das hat die Bundesregierung erkannt (http://www.bitkom.org/57827_57807.aspx)". Zustimmung erhält die Strategie auch vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) (http://www.dstgb.de/homepage/pressemeldungen/breitbandstrategie_des_bundes_richtiger_ansatz_fla echendeckenden_ausbau_vorantreiben_chancen_des_lae ndlichen_raumes_nutzen/index.html) ("Die Schaffung von 250.000 Arbeitsplätzen in ländlichen Gebieten wird durch die Ausbaustrategie begünstigt"), vom Deutschen Landkreistag (DLT) (http://www.kreisnavigator.de/landkreistag/dlt-aktuell/pressetexte/pressetexte-2009/pt-09-02-18b.pdf) ("Jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr für weitere Verzögerungen!) und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) (http://www.verbaende.com/News.php4?m=59521) ("Wir brauchen jetzt schnell deutschlandweit eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur").
Auch von den Unternehmen der Branche kommt Zustimmung. Vodafone kündigt Investitionen an (http://www.presseportal.de/pm/43172/1355319/vodafone_d2_gmbh/). Sobald wie möglich soll die Digitale Dividende genutzt werden, bei der Errichtung einer flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur will man kooperieren. Das Schweigen des in den letzten Wochen leicht verhaltensauffälligen VATM hingegen lässt tief blicken. Offen ist, wie die EU-Wettbewerbshüter auf die Änderung der Marktbedingungen reagieren werden.
http://www.bitkom.org/files/images/versand(2).jpg
Über weitere Instrumente (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=12063) der Breitbandstrategie hatte kein-DSL in den vergangenen Tagen bereits berichtet. Der vollständige Überblick über die Breitbandstrategie mit ihren 15 Maßnahmen, mit denen Versorgungslücken bei Breitband in eindreiviertel Jahren der Vergangenheit angehören sollen, ist unter diesem Link als pdf-Datei (146 KB) (http://www.bmwi.de/Dateien/BBA/PDF/breitbandstrategie-der-bundesregierung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache= de,rwb=true.pdf) abrufbar.
[Update_4:] Wofür braucht eine schwäbische Hausfrau 50 Mbit? Interview des Deutschlandfunks mit dem Chef der Bundesnetzagentur Matthias Kurth zur heute verabschiedeten Breitbandstrategie. Transkribiert (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/921741/).
* 2018 wurde als ursprüngliches Ziel formuliert, findet sich aber in der verabschiedeten Fassung der Breitbandstrategie nicht mehr wieder. Stattdessen heißt es nur unverbindlich: "möglichst bald flächendeckend". Die Angabe der Jahreszahl ist an dieser Stelle daher leider falsch.
Die Interessengemeinschaft kein-DSL möchte von Ihnen wissen, ob Sie den Optimismus der Bundesregierung teilen, dass dies die entscheidende Initiative gegen die digitale Spaltung des Landes ist. Die Frage dreht sich nicht darum, ob sie eine bestimmte Technologie bevorzugen würden. Hier geht es allein darum, ob Sie die Ansicht teilen, dass es gelingen wird, alle Haushalte des Landes bis Ende kommenden Jahres mit mindestens einem Mbit zu versorgen. Für die Teilnahme müssen Sie angemeldet sein. Die Umfrage endet in zehn Tagen.
Es wird nicht gelingen! 1Mbit ist ein Witz wenn nicht sogar eine Verarschung. Eine Beruhigungstablette für das dumme Landvolk.
Wenn schon ausgebaut werden soll, dann gleich richtig und nicht so halbherzig mit besseren Aussichten zu 2018.
Ich glaube jeder unversorgte oder schlecht ausgebaute Ort wünscht sich endlich konkrete Informationen: Wann ausgebaut wird, wie schnell wird der Zugang sein, was wird er Kosten und wer wird der Provider sein.
Solange die Verfügbarkeitsabfragen bei den Anbietern immer noch ein "Leider ..." ausspucken, besteht für mich keinerlei Veranlassung etwas positives aus diesen ganzen Planungen zu lesen.
Bitte nicht Kleckern sondern Klotzen!!!!
@BerndW
Das unterschreibe ich jetzt mal ganz dick und fett!
@BerndW
Das unterschreibe ich jetzt mal ganz dick und fett!
Kann ich Skorpy1 nur zustimmen!;)
Gruß
markotietz
18.02.2009, 20:52
...... Solange die Verfügbarkeitsabfragen bei den Anbietern immer noch ein "Leider ..." ausspucken, besteht für mich keinerlei Veranlassung etwas positives aus diesen ganzen Planungen zu lesen......
...genau meine Meinung...:cool:
Frentzen Fan
18.02.2009, 22:33
Ich behaúbte einfach mal das sich nichts ändern wird an der derzeitigen Situation!Warum auch !Die Rosa Scheise nimmt doch auf den Land auch so ihr Geld ein immerhin 16.95 für einen Neuanschluss.So das Geld von den Steuerzahler die Frau Merkel (und ihre Gottliebende CDU) wegnimmt im sogenanden Konjunktur Paket teilen sich die Bosse auf und machen Partie in Monaco.
Es kommt nix garnichts und wenn dann nur Sateliten und Funkmist ,irgentwo habe ich gelesen das es über Antennen so wie früher im Download funzen soll aber der Upload über Modem (56k)? realisiert werden soll.So was braucht keiner ich jedenfalls nicht.
Nenunikat
18.02.2009, 22:33
Es wird nicht gelingen! 1Mbit ist ein Witz wenn nicht sogar eine Verarschung. Eine Beruhigungstablette für das dumme Landvolk.
Wenn schon ausgebaut werden soll, dann gleich richtig und nicht so halbherzig mit besseren Aussichten zu 2018.
Ich glaube jeder unversorgte oder schlecht ausgebaute Ort wünscht sich endlich konkrete Informationen: Wann ausgebaut wird, wie schnell wird der Zugang sein, was wird er Kosten und wer wird der Provider sein.
Solange die Verfügbarkeitsabfragen bei den Anbietern immer noch ein "Leider ..." ausspucken, besteht für mich keinerlei Veranlassung etwas positives aus diesen ganzen Planungen zu lesen.
Bitte nicht Kleckern sondern Klotzen!!!!
Ich glaube auch erst dran, wenn ich es selber nutzen kann.
Immerhin hat man ja genügend Betroffene bis jetzt bei Zwangs-Schmalband sitzen lassen.
Wenn ich dann die Lobhudelei des Präsidenten der Bundesnetzagentur in dem oben von Flora verlinkten Interview lese, wird mir richtig schlecht: "... schon eine sehr, sehr gute Abdeckung mit Breitband ...". Ich glaube, hier träumt jemand davon, was er gerne hätte.
Wenn ich mir überlege, dass es zu FTTD-Installationen noch nicht mal ein Plan zum DSL-Ausbau zu geben scheint (denn von solchen Gebieten hört man nur: Stillstand) und anderswo stellenweise wie ein Schweizer Käse ausgebaut wurde (hier ja, dort nein), dann frage ich mich, wie die Löcher in dem Käse so schnell gestopft werden sollen.
Es sollte auch keiner vergessen, dass dieses Jahr eine Bundestagswahl ansteht. Das Ziel der ersten Ausbaustufe liegt hinter dem Termin der Bundestagswahl ...
1 mbit = 128 kbit upload ist ne frechheit !!!!!!!!!!!!
Also glauben tu ichs erst wenn die meine Onu umgerüstet ham, von mir aus auch auf 1 MBit. Persönlich gesehen ist dieser Wert ein ganz grosser Witz, aber besser als 32kb/s ist es alle Mal. Aber naja, nach der Bundestagswahl, wie hier schon so schön meine Vorredner gepostet ham, ist doch eh wieder alles vergessen und nie da gewesen. Nun gut, wir werdens ja sehen..... oder auch nicht......
ich liege an der grenze mit meiner dsl-light verbindung, der halbe 500 seelen ort hat gar keinen dsl anschluss. die einzige möglichkeit laut unseres bürgermeisters ist ein neues kabel (glasfaser ?) legen.
ca 6 km bis zur vs.
der ausbau wird sich für die anbieter nicht lohnen weil es dadurch nicht genügend haushalte erreicht, die die kosten decken. so wurde es gesagt und es wird sich die meinung nicht schlagartig ändern, oder habe die plötzlich spendierhosen an. die regierungsgelter werden sicherlich auch nur dort hingehen wo es lukrativer ist, den in unseren ort gibt es "nur" paar kleine handwerksbetriebe und ne brauerei ;)
Devastator
19.02.2009, 10:43
;)
Es wird so kommen wie ich es mir vorstellen kann.
Kleindörfler bekommen schon DSL aber halt nur max. 1Mbit/s
Es ist einfach n Glasfaser zentral zu legen und damit (Kunden)im 6Km umkreis DSL zu schalten.Wer max 2 Km entfernt wohnt hatt gute Chance auf max 16Mbit,alles dahinter bis zu 1Mbit.ADSL 2+ ist nu so das es max 6Km macht (hängt noch vom Kupferkabel wo verbaut ist,länge ,dämpfung etc ).
Zu deregulierung bin ich gespannt was VATM sagt .
Optimistisch bin ich schon nur der ERFOLG zählt :D
Mfg Dev
Ich glaube auch erst dran, wenn ich es selber nutzen kann. (...) Es sollte auch keiner vergessen, dass dieses Jahr eine Bundestagswahl ansteht. Das Ziel der ersten Ausbaustufe liegt hinter dem Termin der Bundestagswahl ...Naja, das Strategiepapier fußt darauf, dass man in der Rezession was machen muss. Und die Rezession hat sich niemand bestellt, schon gar nicht im Jahr vieler Wahlen, auch der Bundestagswahl.
Das mit dem "das erste Ausbauziel liegt nach der Bundestagswahl" ist so wie Du es schreibst nicht zutreffend: Die Leute nehmen doch nicht das abstrakte Ziel eines Grundausbaus Ende 2010 wahr, sondern den konkreten Ausbau in ihrer Lebenswelt. Also wird jeder und jede, der bzw. die das Aufreißen der Straßen, die Installation von Funkanlagen undundund beobachten kann sagen, Netz, endlich, ich komme.
Auch die Form der Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Denn im Grunde bedeutet diese Art der Kritik, dass sich jeder Politiker sofort verdächtig macht, wenn er die Unterversorgung anfasst. In dieser Kritik schwingt mit, dass der ja nur persönliche Motive haben kann, eine Wahl gewinnen will oder sonstwas, nicht aber, dass es ihm (oder ihr) um die Sache an sich geht. Das heißt in der Konsequenz nichts anderes, dass er nichts tun sollte und auch nichts tun muss. Dass er aber gewählt wurde, um Probleme zu lösen, dass er etwas am Lösungsweg ändert, wenn sich der zuerst eingeschlagene als nicht ganz so erfolgsaussichtig erwiesen hat undundund, wird nicht anerkannt. Nicht anerkannt wird auch, dass es genügend Politiker gibt, die sich seit Jahren zum Thema engagieren.
Nichts gegen Kritik an Politikern, aber doch nicht mal eben mit der Schrotflinte ins Blaue ballern. Bei dem Strategiepapier sehe ich im Moment eigentlich in der Politik nur eine fragwürdige Positionierung, und das ist die der Linken. Die reiten seit eineinhalb Jahren ihren Populismusstiefel, und die gestrige Pressemitteilung der zuständigen Abgeordneten trötet erwartungsgemäß dasselbe Horn. Ist aber auch kaum verwunderlich, denn die haben Schiss, dass ihnen ein billiges Thema abhanden kommt.
Und noch eine Frage an alle Hardcorekritiker hier im Thread: Hat sich jemand von den Kritikern mal das Strategiepapier genauer angesehen? Ich will mal was konkretes lesen, wo da der Schrott drin steckt.
Nenunikat
19.02.2009, 20:38
Naja, das Strategiepapier fußt darauf, dass man in der Rezession was machen muss. Und die Rezession hat sich niemand bestellt, schon gar nicht im Jahr vieler Wahlen, auch der Bundestagswahl.
Ich habe nicht gesagt, dass das Ganze nur deshalb passiert, weil eine Bundestagswahl ansteht. Aber kurz vor einer Wahl macht es sich für Politiker schon gut, wenn man Besserungen in bestimmten, langewährenden Problem-Feldern versprechen kann. Somit ist dies möglicherweise für manche Politiker ein gut passender Nebeneffekt.
Und ob nach der Wahl das Ziel unverändert so stehen bleibt und vor allem vollständig umgesetzt wird, da habe ich begründete Zweifel. Wenn das Ziel geschafft wird, wäre es schön, aber das glaube ich aus den bisherigen Erfahrungen mit den Beteiligten heraus erst, wenn ich das konkrete Ergebnis spüre.
Das mit dem "das erste Ausbauziel liegt nach der Bundestagswahl" ist so wie Du es schreibst nicht zutreffend: Die Leute nehmen doch nicht das abstrakte Ziel eines Grundausbaus Ende 2010 wahr, sondern den konkreten Ausbau in ihrer Lebenswelt. Also wird jeder und jede, der bzw. die das Aufreißen der Straßen, die Installation von Funkanlagen undundund beobachten kann sagen, Netz, endlich, ich komme.
Hier ist nur die Frage, ob dies wirklich alle Betroffenen bis Ende 2010 erleben werden. Wir werden sehen, ob Du oder ich näher an der Wirklichkeit liegen. Ich würde es Dir und mir gönnen, wenn Du näher an der Wirklichkeit liegst ...
Auch die Form der Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Denn im Grunde bedeutet diese Art der Kritik, dass sich jeder Politiker sofort verdächtig macht, wenn er die Unterversorgung anfasst.
In dieser Kritik schwingt mit, dass der ja nur persönliche Motive haben kann, eine Wahl gewinnen will oder sonstwas, nicht aber, dass es ihm (oder ihr) um die Sache an sich geht. Das heißt in der Konsequenz nichts anderes, dass er nichts tun sollte und auch nichts tun muss. Dass er aber gewählt wurde, um Probleme zu lösen, dass er etwas am Lösungsweg ändert, wenn sich der zuerst eingeschlagene als nicht ganz so erfolgsaussichtig erwiesen hat undundund, wird nicht anerkannt. Nicht anerkannt wird auch, dass es genügend Politiker gibt, die sich seit Jahren zum Thema engagieren.
Nein, ich rede ja nicht von allen Politikern und auch nicht von alle denen, die sich mit dem Thema Unterversorgung und Breitband beschäftigen. Es geht hier um das, was die Bundesregierung konkret beschlossen hat und die Frage, was das bringt. Dass es auch Politiker gibt, die wirklich etwas für eine bessere Breitbandversorgung tun und nicht nur irgendwelchen Mainstream-Ansichten hinterherrennen, zweifle ich nicht an.
Nicht ohne Grund schreibe ich auch statt der Formulierung "die Politik" öfters die Formulierung "die verantwortlichen Politiker".
Da steckt ein wesentlicher Unterschied drin.
Und was beispielsweise im Bundestag im Breitbandbereich an Murks produziert wird, können einzelne Politiker nur noch versuchen einzudämmen / abzumildern. Die eigentlichen Probleme können sie verständlicherweise nicht abstellen.
Aber wenn sie es lokal schaffen, konkrete Auswirkungen der Problemlage aus der Welt zu schaffen, ist das für die, welche es betrifft, schon eine Menge wert - kein Frage.
Nichts gegen Kritik an Politikern, aber doch nicht mal eben mit der Schrotflinte ins Blaue ballern.
Es geht hier um eine konkrete Aktion der Bundesregierung (ihr am 18.02. gefassten Beschlüsse) und deren vermutliche Auswirkungen. Mit "ins Blaue ballern" hat das nichts zu tun.
Bei dem Breitbandgipfel vor ein paar Wochen hatte sich das, was am 18.02. herausgekommen ist, ja schon angedeutet.
Auch da habe ich es pessimistisch und Du optimistisch gesehen.
Wir haben beide unsere Gründe für unsere jeweilige Haltung ...
Bei dem Strategiepapier sehe ich im Moment eigentlich in der Politik nur eine fragwürdige Positionierung, und das ist die der Linken. Die reiten seit eineinhalb Jahren ihren Populismusstiefel, und die gestrige Pressemitteilung der zuständigen Abgeordneten trötet erwartungsgemäß dasselbe Horn. Ist aber auch kaum verwunderlich, denn die haben Schiss, dass ihnen ein billiges Thema abhanden kommt.
Ich sehen da aber gleich mehrere Fragen - aber da komme ich gleich noch drauf ...
Und noch eine Frage an alle Hardcorekritiker hier im Thread: Hat sich jemand von den Kritikern mal das Strategiepapier genauer angesehen? Ich will mal was konkretes lesen, wo da der Schrott drin steckt.
So - und nun konkret:
Zuerst dachte ich ja, die haben bei der Bundesregierung noch einen großen Trumpf im Ärmel, wenn jetzt in nicht mal mehr zwei Jahren das erreicht werden soll, was bisher 10 Jahre nicht ging. Leider war zu sehen, dass es diesen Trumpf nicht gibt.
Statt dessen ist liest man eine Menge Dinge, die man schon kennt. Beispielsweise, für eine bessere Übersicht sorgen zu wollen. Dazu fällt mir der Breitbandatlas ein, welcher seinen Namen stellenweise überhaupt nicht verdient.
Ein weiteres Beispiel ist der wiederholte Verweis auf Nutzung von Funkfrequenzen. Dort wo es sich für Mittelständler rechnet, gibt es die WLAN-Netze schon. Aber vielleicht hat sich noch nicht bis Berlin herumgesprochen, dass es auch Betroffene gibt, die keines dieser WLAN-Netze nutzen können. Und die wohnen nicht vereinzelt im Wald - sondern in durchgängig bebauten Gebieten. Mir geht es nämlich selber so. Außer Modem, ISDN, Telefon und Sat bleiben mir nur noch Buschtrommeln zur Fernkommunikation. Was die Frequenzen der "digitalen Dividende" angeht, liest man oft genug, dass sich dies erst 2011 klären lässt - und somit für das Ziel 2010 ausfällt.
(In wieweit die Mobilfunkunternehmen diese neuen Frequenzen als Erweiterungen für Dienste in Ballungszentren zu nutzen versuchen, wird sich zeigen.)
Weiterhin wird von Fördermaßnahmen in der Übersicht "Breitbandstrategie der Bundesregierung" geschrieben.
Dazu gibt es immer noch die Einschränkung, dass es Gemeinden gibt, welche neben dem sonstigen Aufwand die notwendigen Eigenmittel für die Fördermittel nicht aufbringen können bzw. wollen.
"Nutzung von Synergien beim Infrastrukturausbau" ist etwas, was zuerst die TK-Unternehmen angeht. Wenn dazu von Seiten der Politik geholfen wird, ist das förderlich, trifft aber bei weitem den wesentlichen Kern des Problems nicht. Denn der Kern ist für die Unternehmen: es muss in deren Strategie passen.
Bleibt noch etwas - und das könnte der wesentliche Punkt an der neuen Strategie sein: "eine wachstums- und innovationsorientierte Regulierung". Da kommen wir an einen wesentlichen Kern es Problems - und hier wird es aber auch gleich kritisch. Wenn hier nicht aufgepasst wird, erleben wir eine Remonopolisierung des TK-Bereiches in Richtung Telekom.
Andererseits müssen sich auch für die Telekom die anstehenden Investitionen rechnen. Hier kann man also eine Menge erreichen, aber auch eine Menge falsch machen ...
Hier ist also der interessanteste Bereich.
Die bisherige Regulierung hatte ja ihre Gründe, auch wenn sie die Probleme nicht lösen konnte.
...
Es wäre schön, wenn ich auch mal erleben kann, dass es einen TK-Markt gibt. Bisher habe ich den im Festnetzbereich nicht erlebt ...
...
So - Ende des Romans.
Ich gebe Nenunikat in seinen Ausführungen vollkommen recht.
Mit der Behauptung von Flora, dass unsere Kritiken ein Schuss ins Blaue waren, habe ich so meine Probleme. Die hier geäußerten Kritiken spiegeln in den meisten Fällen eigentlich nur das wieder, was jeder einzelne Betroffene in den letzten Jahren im Bereich des (nicht vorhandenen) Breitbandmarktes erlebt hat. Da ist es doch nur zu verständlich, dass kaum einer an das "Wunder des Breitbandkonzeptes" glaubt.
Aber wie bereits von Nenunikat geschrieben, lasse auch ich mich sehr gern vom Gegenteil überzeugen. Spätestens Ende 2010 werden wir sehen, wo wir stehen und mit welchen Breitbandzugängen wir ausgestattet sind.
Ich kann mich den Vorrednern Nenunikat und Skorpy1 nur anschließen.
Außer Sprüche Klopfen von allen Parteien ist nichts passiert, außer wenn es um Steuererhöhungen geht, da sind Sie schneller als die Polizei erlaubt.
Und bei alle meine ich alle :eek:
Goretzki
20.02.2009, 10:25
mich erinnert das irgendwie an die Verfügbarkeitsabfrage früher:
"DSL ist bei Ihnen vorraussichtlich verfügbar im <Quartal / Jahr>"
(wobei man nur einfach das aktuelle Quartal + 2-3 Quartale hochzählen musste)
Jetzt hört man "flächendeckender Ausbau im Jahr <....>"
(= aktuelles Jahr + 2)
Ich habe da gewisse Zweifel ob warme Worte und ein paar Millionen die Versprechen wahr machen können aber... die Hoffnung stirbt zuletzt
Nun, das Papier "Breitbandstrategie der Bundesregierung" sagt im Grunde nichts weiter aus als das weitergehen soll wie bisher. Nur schneller.
Positiv ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Auch die mögliche Unterstützung des Bundes.
Hängen bleibt die Arbeit an Bürgermeistern und der allg. Öffentlichkeit.
Wie die Sache nach den Wahlen aussehen wird ist für mich persönlich sehr ungewiss.
ASUS1889
20.02.2009, 22:49
Also ich glaube nicht das bei mir bis Ende 2010 DSL möglich ist. Das Gute ist bei mir geht entweder ISDN oder DSL 16000. Also Ganz oder Garnicht. Aber ob der Staat jetzt endlich ca. 40.000 Euro für dier Verlegung von 900 Metern Glasfaser durchs ein Gebiet ohne Oberflächenversieglung (also auf dem Feld) bezahlt ist mehr als fraglich.
Nenunikat
21.02.2009, 11:47
Also ich glaube nicht das bei mir bis Ende 2010 DSL möglich ist. Das Gute ist bei mir geht entweder ISDN oder DSL 16000. Also Ganz oder Garnicht. Aber ob der Staat jetzt endlich ca. 40.000 Euro für dier Verlegung von 900 Metern Glasfaser durchs ein Gebiet ohne Oberflächenversieglung (also auf dem Feld) bezahlt ist mehr als fraglich.
Mit dem Ganz oder Garnicht wäre ich mir nicht so sicher.
Am Ende wird ggf. mittels Subventionen eine WLAN-Lösung installiert, die für 40 Euro monatlich gerade so ein MBIt/s liefert, wenn nicht zu viele online sind ... und bei der Glasfaserinstallation bleibt erst mal alles beim alten.
Immerhin hört man die Verantwortlichen immer mehr von Funk und "Digitaler Dividende" reden.
(Nebenbei auch die Mobilfunkunternehmen - die ja gewisse Frequenzbereich-Interessen beispielsweise für ihre LTE-Projekte haben. "Nachtigall, ick hör dir trapsen..." sagt man dazu in einer bestimmten Region.)
...
Ich sehe es - wie in meinem "Roman" oben beschrieben - übrigens nicht so, dass die Strategiebeschlüsse nur eine leicht geänderte Ansammlung bereits bekannter Verfahrensweise sind. Der wesentliche Unterschied zu früher ist die Ankündigung einer geänderten Regulierung. Dort wird es derzeit am interessantesten zu sehen, was sich da konkret dahinter verbirgt.
(Nebenbei auch die Mobilfunkunternehmen - die ja gewisse Frequenzbereich-Interessen beispielsweise für ihre LTE-Projekte haben. "Nachtigall, ick hör dir trapsen..." sagt man dazu in einer bestimmten Region.)Könnte es sein, dass sie Geld verdienen wollen? Ist daran irgend etwas verwerfliches? Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Caritas Breitbandkabel verlegt. Und ein Comeback der DDR kann auch nicht wirklich erstrebenswert sein. Die haben es jedenfalls seinerzeit nicht einmal gebacken bekommen, all ihren Haushalten Telefonanschlüsse bereit zu stellen. Aber vielleicht träumen die Linksparteiler ja von einem Subbotnik, um Kabel in den Boden zu bringen... Der wesentliche Unterschied zu früher ist die Ankündigung einer geänderten Regulierung. Dort wird es derzeit am interessantesten zu sehen, was sich da konkret dahinter verbirgt.Das ist nicht nur wesentlich, das ist _das_ Entscheidende. Du erkennst es daran, dass sich der VATM offenbar immer noch in einer Schockstarre befindet und weiterhin keine offizielle Verlautbarung zur Vorstellung des Strategiepapieres abgegeben hat. Denn das heißt nichts anderes, als grünes Licht für die Telekom, ihr Ausbauangebot umzusetzen. Wenn dies nicht der VATM bekämpft und dafür die EU-Wettbewerbshüter vors Loch schiebt. Aber da es auch für ihn mit der Digitalen Dividende ein Zückerli gegeben hat und dies in Brandenburg und MeckPomm die Maßnahme der Wahl ist, schnell und finanzierbar den Ausbau voranzutreiben, darf man hoffen, dass er zurückhaltend agiert.
Nenunikat
21.02.2009, 16:01
Könnte es sein, dass sie Geld verdienen wollen? Ist daran irgend etwas verwerfliches? Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Caritas Breitbandkabel verlegt. Und ein Comeback der DDR kann auch nicht wirklich erstrebenswert sein. Die haben es jedenfalls seinerzeit nicht einmal gebacken bekommen, all ihren Haushalten Telefonanschlüsse bereit zu stellen. Aber vielleicht träumen die Linksparteiler ja von einem Subbotnik, um Kabel in den Boden zu bringen...
...
Es weiß ja wohl inzwischen (fast) jeder, dass ein Unternehmen zuallerst Gewinn erzielen will. Die TK-Unternehmen wollen dies natürlich auch. Darum geht es aber nicht.
[Spass an]
Von der Caritas habe ich in der Breitbandstrategie der Bundesregierung aber nichts gelesen ...
[Spass aus]
Das hier jemand die DDR - speziell im TK-Bereich - zurück haben will, ist mir auch noch nicht aufgefallen.
Es geht nur darum, wachsam zu sein, so dass man nicht sagt, wir brauchen die Frequenzen der Digitalen Dividende zur Versorgung der Weißen Flecken - um sie dann, wenn sie verfügbar sind, nur am Rande dafür einzusetzen und zu einem nicht unwesentlichen Teil u.a. für LTE in den Ballungsräumen zu verwenden. Da würden die neuen Frequenzen immerhin gerade zur richtigen Zeit kommen.
Was man von Selbstverpflichtungen der Unternehmen halten darf, merkt man bei den Lehrstellen-Angeboten. Das gleiche Drama sollte sich bei der Nutzung der Digitalen Dividende nicht wiederholen.
Hier will wohl kaum einer den Sozialismus a la DDR zurück (Teile der Linkspartei mal ausgenommen), aber es wollen einige nicht mehr diese endlose Marktgläubigkeit, deren "Erfolge" bei zu viel Spielraum und zu wenig Einschränkungen sich ja gerade bei der Finanzmarkt-Krise recht deutlich gezeigt haben.
Also: Marktwirtschaft ja - aber keinen möglichst unregulierten Turbokapitalismus. Sonst können wir u. a. verschiedene, ländliche Regionen in 20 - 30 Jahren zum Großraum-Museum erklären. Und sonst rennen dem Breitband-Versorgungsproblem so lange hinterher, wie es Breitband geben wird ...
Außerdem können dann auch noch Probleme auftreten, denen Gegenüber das Breitband-Versorgungsproblem als ein regelrechtes Luxus-Problem anzusehen ist. (Aber damit schweife ich vom Topic ab.)
...
Das ist nicht nur wesentlich, das ist _das_ Entscheidende.
...
Ich wollte ja die anderen, angedachten Teile nicht ganz unter den Tisch fallen lassen, aber hier sehe ich es genauso, wie Du.
...
Du erkennst es daran, dass sich der VATM offenbar immer noch in einer Schockstarre befindet und weiterhin keine offizielle Verlautbarung zur Vorstellung des Strategiepapieres abgegeben hat. Denn das heißt nichts anderes, als grünes Licht für die Telekom, ihr Ausbauangebot umzusetzen. Wenn dies nicht der VATM bekämpft und dafür die EU-Wettbewerbshüter vors Loch schiebt. Aber da es auch für ihn mit der Digitalen Dividende ein Zückerli gegeben hat und dies in Brandenburg und MeckPomm die Maßnahme der Wahl ist, schnell und finanzierbar den Ausbau voranzutreiben, darf man hoffen, dass er zurückhaltend agiert.
Da hier der Telekom sozusagen in wesentlichen Teilen nachgegeben wird, habe ich ja schon darauf hingewiesen, in diesem Bereich die Änderungen auch kritisch zu hinterfragen, (aber auch nicht reflexartig von vornherein zu blockieren).
Sonst vergrößert sich die Gefahr, dass Schritt für Schritt auch dort der Markt wieder verschwindet, wo er bisher mehr oder weniger schon existiert hat. Denn (siehe oben) die Unternehmen wollen Gewinne machen, die Telekom auch und mit einem (neuen) Monopol machen sich Gewinne am Besten ...
...
Für alle, welche sich die PDF-Datei zur Breitbandstrategie der Bundesregierung nicht durchgelesen haben, mal ein paar frei übersetzte weitere Zusammenfassungen daraus von mir:
- Es werden sich nun auch in Richtung "Open Access" gehende Geschäftsmodelle als Möglichkeit angesehen.
- Klein- und mittelständischen Unternehmen werden Finanzierungshilfen über die KfW angeboten.
- Der prozentuale Förderanteil soll (stellenweise) erhöht werden.
- Eine Baustellendatenbank soll aufgebaut werden.
- Mitnutzung von Infrastrukturen des bestimmter öffentlicher Bereiche (aber keine Glasfaserkabel und keine übertragungstechnische Einrichtungen - was bleibt da eigentlich übrig?)
- Steuerliche Begünstigungen für verbesserte Breitbandverteilung im Haus
- Aufbau eines Breitbandkompetenzzentrums
- Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe
Leider betreffen diese Punkte aber wohl mehr die Randbereiche des Problems. Das Wesentliche / Entscheidende ist und bleibt die geänderte Regulierung.
Für alle, welche sich die PDF-Datei zur Breitbandstrategie der Bundesregierung nicht durchgelesen haben, mal ein paar frei übersetzte weitere Zusammenfassungen daraus von mir:Nett :cool:. Aber der Originaltext ist nun nicht wirklich sonderlich schwer zu lesen.
Montag startet die CeBIT (http://www.kein-dsl.de/forum/calendar.php?c=1&week=1235952000), Anlass für die Kanzlerin, in ihrer Videobotschaft (http://www.bundeskanzlerin.de/nn_4894/Content/DE/Podcast/2009/2009-02-28-Video-Podcast/2009-02-28-video-podcast.html) (auch als pdf-Datei (http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Podcast/2009/2009-02-28-Video-Podcast/links/2009-02-28-text,property=publicationFile.pdf)) Breitband für alle anzukündigen. Bis 2010 soll für jeden Haushalt ein Brandbandanschluss möglich sein. Sie weist auf die Fördermaßnahmen und die technologischen Erfordernisse hin, damit das realisiert werden kann. Auch politisch nötige Entscheidungen, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass auf dem Land 50 Mbit-Anschlüsse aufgebaut werden, nehmen einen großen Teil ihrer Botschaft ein. Sie schließt:Ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft der ländlichen Räume ganz wesentlich davon abhängt, dass die technischen Möglichkeiten dort dieselben sind wie in den städtischen Gebieten. Dies war immer Politik der Bundesregierung und wird auch meine Politik sein. Deshalb tun wir etwas dafür, damit sich diese Bedingungen deutlich verbessern und Deutschland ein modernes Land im Blick auf die Informations- und Kommunikationstechnologie wird. Das meine ich auch, wenn ich sage, wir wollen stärker aus der Krise hervorkommen, als wir hineingegangen sind. Wenn wir unsere Investitionsmittel gerade auch im Bereich der Breitbandtechnologie einsetzen, wird dies genau dazu ein Beitrag sein.
[Hinweis:] Wer an unserer Umfrage, ob die Bundesregierung mit ihrer Strategie zum Breitbandausbau richtig liegt, noch nicht teilgenommen hat, sollte sich sputen. Um fünf vor Zwei schließen die Wahlbüros.
Als Anbieter von bisher WLAN Lösungen haben wir uns sehr intensiv mit der Breitbandstrategie beschäftigt. Verlockend war der Gedanke an Hybridnetze (Heranführung z.Bsp. per Richtfunk, eigenen OutdoorDSLAM neben KVZ etc.). Wir sind zur Überzeugung gekommen, dass das absolut nicht dem Ziel der Strategie entspricht und rausgeschmissenes Geld ist.
Unserer Meinung nach muss man schnelle und kostengünstige Lösungen für eine Grundversorgung (bis 3 MBit/s, im Einzelfall auch 6 MBit/s - einem WLAN Anbieter, welcher 16 MBit/s in der Breite anbietet, sollte man nicht trauen) schaffen. Dann gilt es schnellsten, nicht zu kleckern sondern zu klotzen und die Voraussetzung für die 50 MBit/s zu schaffen. Ideen und Projektansätze auch ohne Telekom gibt es dafür einige in Deutschland.
Nur halt die Frage, wo bekommt man das Geld zum Klotzen her??? Meist sind es nicht die technischen Lösungen, sondern das fehlende Geld, welches solche Projekte verzögert oder unmöglich macht. Nun soll es ja Mittel von der KfW und Bürgschaften geben. Mal sehen, ob davon bei kleinen und mittleren Unternehmen etwas ankommt.
Nur halte ich die jetzige Diskussion einiger T-Com Vertreter, dass nur ein schneller Kabelausbau zum Anschluss der KVZ nachhaltig ist, für völlig falsch. Damit sollen schnelle und kostengünstige alternative Lösungen bereits im Keim erstickt werden. Mit den 50.000 € und mehr, was ein Kilometer Glasfaser im Tiefbau kostet, kann die Grundversorgung für ganze Gemeinden sicher gestellt werden.
Sicher, die Glasfaser ist am KVZ etwas dichter am Kunden - nach einigen Jahren fängt man dann aber wieder zu buddeln an, um Kundenanschlüsse auf die 50 MBit/s zu bringen.
Warum also nicht gleich, nach Sicherstellung einer Grundversorgung, ein vernünftiges Konzept, unter Einbeziehung aller Möglichkeiten zum Glasfaserausbau aufstellen und umsetzen?
Nenunikat
28.02.2009, 17:15
Ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft der ländlichen Räume ganz wesentlich davon abhängt, dass die technischen Möglichkeiten dort dieselben sind wie in den städtischen Gebieten. Dies war immer Politik der Bundesregierung und wird auch meine Politik sein.
Davon, dass es "immer Politik der Bundesregierung " war, hat man aber bis ins letzte Jahr wenig bemerken können. Und weg von ihrer Marktgläubigkeit ist die Regierung auch jetzt noch nicht.
...
@telcomm
Die Telekom ist gar nicht daran interessiert, viel neue Konkurrenz auch aus dem KMU-Bereich zu bekommen. Es könnte ja ihr Geschäft schmälern. Somit wird sie auch weiterhin so agieren, wie bisher:
Bevorzugt dort ausbauen, wo Mitbewerber aktiv geworden sind und in den Regionen ohne Konkurrenz möglichst alles im alten Zustand belassen - soweit möglich.
Jetzt schon großflächig an FTTH denken, wo noch nicht mal sicher ist, ob bis Ende 201 überhaupt jeder wenigstens mit 1 MBit/s ins Internet gehen kann, sehe ich noch nicht als die aktuelle Strategie der großen Akteure an. Da könnten eher noch ein paar "Bastel-Lösungen" wie WLAN oder SAT usw. "auftauchen".
Viele Glasfaser-KVZ stehen derzeit schon nah genug am Kunden, um VDSL über die Leitungen schicken zu können.
Die Frage ist dort aber, ob die verbaute Technik VDSL kann?
Als Anbieter von bisher WLAN Lösungen haben wir uns sehr intensiv mit der Breitbandstrategie beschäftigt. ... Nur halt die Frage, wo bekommt man das Geld zum Klotzen her??? Meist sind es nicht die technischen Lösungen, sondern das fehlende Geld, welches solche Projekte verzögert oder unmöglich macht. Nun soll es ja Mittel von der KfW und Bürgschaften geben. Mal sehen, ob davon bei kleinen und mittleren Unternehmen etwas ankommt.
Warum also nicht gleich, nach Sicherstellung einer Grundversorgung, ein vernünftiges Konzept, unter Einbeziehung aller Möglichkeiten zum Glasfaserausbau aufstellen und umsetzen?1. Danke für dieses statement aus der Perspektive eines mittelständischen Anbieters.
2. Und noch einmal danke dafür, auf die wirkliche Frage aufmerksam zu machen.Davon, dass es "immer Politik der Bundesregierung " war, hat man aber bis ins letzte Jahr wenig bemerken können. Und weg von ihrer Marktgläubigkeit ist die Regierung auch jetzt noch nicht. Natürlich ist sie weiterhin marktorientiert. Aus welchem Grund sollte sie sich abkehren? Lieber Innovation, Dynamik und Preiswettbewerb killen? Ist das die Alternative? Also doch DDR? Den Breitbandanschluss mit den Nachbarn teilen, so wie weiland zu Honeckers Zeiten den Telefonanschluss? Nachdem er nach 13 Jahren endlich mal gelegt wurde?
Wollen wir doch mal nicht das Kind mit dem Bade auskippen. Es steht außer Frage, wir brauchen regulierte Finanzmärkte. Aber Markt ist nicht per se etwas negatives, wie der Telekommunikationsmarkt zeigt.
@telcomm
Die Telekom ist gar nicht daran interessiert, viel neue Konkurrenz auch aus dem KMU-Bereich zu bekommen. @Nenunikat: Ich finde, dass Du reichlich rumeierst. Denn im Grunde willst Du doch auch nicht, dass Anbieter wie Telkom Jeske ihre drahtlosen Produkte ausbauen. Wenn ich Deine Beiträge so lese, gilt Dir die Technologie doch als minderwertig. Ist doch "nur" Funk. Korrigier mich, wenn ich irre. wo noch nicht mal sicher ist, ob bis Ende 201 überhaupt jeder wenigstens mit 1 MBit/s ins Internet gehen kannIch gehöre zwar der 40 Prozent-Minderheit der Umfrage von kdsl zur Breitbandstrategie des Bundes an, aber ich bin davon überzeugt, dass es wird. Kann sein, dass es einige Wochen länger dauert. Aber auf welchem Weg geht es denn schneller: Subbotnik, oder noch einen Grad schlimmer, RAD?
Nebenbei: Diese vollständige Erschließung ist früher als in jedem anderen Land dieser Welt, dass einen UD festgelegt hat (Ausnahme Schweiz, die ihre 600 Kbit letztes Jahr in Kraft gesetzt haben. Und das ist nach der neuen 1 Mbit-Definition des Bundes kein Breitband oder anders gesagt, auch in der Schweiz gibt es keinen Breitband-Universaldienst). Und _jedes_ Land, dass einen UD angekündigt hat, setzt bei dieser Verpflichtung auf einen Anteil Funk (meist HSDPA) und Satellit. Es geht auch gar nicht anders. Es gibt Leute die sagen, die Bundesbreitbandstrategie sei ein UD ohne gesetzliche Fixierung.
Klar, die UD-Scheuklappenträger werden den Leuten weiterhin Sand in die Augen streuen. Sie werden weiterbrabbeln von dynamischen Elementen, von HDTV via Breitband und ähnlichem, was alles reinformuliert werden soll. Dass diese Leistungsmerkmale aber überhaupt nichts mit einer per Definition immer nur Mindeststandards festlegenden Grundversorgung zu tun haben und deshalb nicht als Breitband-UD durchsetzbar sind, verschweigen sie.
Nenunikat
28.02.2009, 22:40
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Natürlich ist sie weiterhin marktorientiert. Aus welchem Grund sollte sie sich abkehren? Lieber Innovation, Dynamik und Preiswettbewerb killen? Ist das die Alternative? Also doch DDR? Den Breitbandanschluss mit den Nachbarn teilen, so wie weiland zu Honeckers Zeiten den Telefonanschluss? Nachdem er nach 13Jahren endlich mal gelegt wurde?
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Warum gibt es Deiner Ansicht nach immer nur schwarz oder weiß?
Warum muss alles, was nicht blind auf den Markt vertraut, für eine Renaisance der DDR sein?
Wenn ich von Marktgläubigkeit schreibe, dann davon, recht blind darauf zu vertrauen, dass der Markt es allein schon richten wird und man nur bei ein paar winzigen Sonderfällen mit Steuergeldern/Subventionen nachhelfen muss.
Dabei gibt es neben der Variante Universaldienst ja beispielsweise auch noch eine weitere Variante: Ausgliederung.
So wie es bei der Bahn schon immer gewesen ist und wie es im Strombereich wieder werden soll. (Selbst die Bundesregierung ist inzwischen - nach längerem Sträuben - für diese Trennung von Netz und dem Rest im Strombereich.)
Die Ausgliederung hätte noch einen weiteren Vorteil:
Man könnte sich wesentlich schneller darauf beschränken, im Wesentlichen nur noch den Netz-Teil zu regulieren.
Im abgetrennten Dienstleistungs-Bereich / Anbieter-Bereich dürfte sich eine ausgeglichene Marktlage wesentlich eher herstellen. Dann kann man dort auch auf den Markt setzen.
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Wenn man den Markt nur machen lässt, ohne einzugreifen, dann wird oder würde (- da dürfen wir uns noch ein bischen überraschen lassen -) sich die Schere zwischen den interessanten Marktbereichen und den uninteressanten immer weiter öffnen. Wo kein schnelles und profitables Geschäft winkt, versucht man, nicht anbieten zu müssen.
Die Frage ist ja nicht nur, ob die aktuellen Probleme wenigstens etwas abgemildert werden können.
Die Frage ist auch, ob sich dieses Versorgungslücken-Problem nun immer wieder wiederholen soll. Und wenn etwas im Grundsatz nicht stimmt, dann passiert genau das: eine ständige Wiederholung bekannter Probleme - nur mit leichten Abwandlungen auf Grund der aktuellen Lage. Dann ziehen immer mehr Leute in die Ballungszentren, weil sie nicht 10 Jahre hinter der aktuellen Entwicklung hinterherhinken wollen und ggf. können.
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Was die "13 Jahre" angeht: diese Wartezeit habe ich hier im Breitbandbereich auch bald erreicht ...
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Wollen wir doch mal nicht das Kind mit dem Bade auskippen. Es steht außer Frage, wir brauchen regulierte Finanzmärkte. Aber Markt ist nicht per se etwas negatives, wie der Telekommunikationsmarkt zeigt.
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Das der Markt per se etwas Negatives wäre, wurde auch nicht gesagt. Aber dass eine (blinde) Marktgläubigkeit etwas Negatives ist, sehe ich weiterhin so.
Die aktuelle Finanzmarktkrise ist und bleibt dafür das beste Beispiel. Trotzdem wollen hier manche Akteure in Wirtschaft und Politik im Wesentlichen ein "weiter so". Bei diesem Vergleichsbeispiel habe ich ja auch nicht davon geredet, dass nun gleich die Börse abgeschafft werden solle.
Der Markt funktioniert in den Ballungszentren (wobei es selbst dort noch weiße Flecken gibt).
Außerhalb dieser Ballungszentren kann man sich von diesem Markt im Breitbandbereich immer weniger erhoffen. Zumal die technische Entwicklung ja weitergeht und die unversorgten jeden Tag mehr ins Hintertreffen geraden.
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@Nenunikat: Ich finde, dass Du reichlich rumeierst. Denn im Grunde willst Du doch auch nicht, dass Anbieter wie Telkom Jeske ihre drahtlosen Produkte ausbauen. Wenn ich Deine Beiträge so lese, gilt Dir die Technologie doch als minderwertig. Ist doch "nur" Funk. Korrigier mich, wenn ich irre.Ich gehöre zwar der 40 Prozent-Minderheit der Umfrage von kdsl zur Breitbandstrategie des Bundes an, aber ich bin davon überzeugt, dass es wird. Kann sein, dass es einige Wochen länger dauert. Aber auf welchem Weg geht es denn schneller: Subbotnik, oder noch einen Grad schlimmer, RAD?
Ich stehe zwar etwas auf dem "Erkenntnisschlauch" dahingehend, was "RAD" sein soll - aber das ist erst mal egal.
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Dass Du findest, ich würde rumeiern, kann ich offensichtlich nicht ändern. Ich bin mir aber sicher, dass ich es nicht tue.
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Was WLAN-Netze angeht, habe ich mit genug Betroffenen Kontakt gehabt, die sich mit so einer Lösung rumquälen.
Da kann ich natürlich erst mal nur von dem mir bekannten Fall reden und nicht von allen Anbietern.
Somit kann ich im konkreten Fall auch nichts dazu sagen, wie gut das Netz der Firma Telkom Jeske funktioniert.
Ich hoffe für sie, dass sie es besser machen.
Dagegen, dass eine Firma eine Alternative oder auch eine Notlösung (je nach persönlicher Sichtweise) anbietet hat wohl keiner etwas - auch ich nicht. Ausnahme sind hier diejenigen, die vor jeder Funktechnik Angst haben.
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Mir ist aber klar, dass:
1. WLAN (also Datentransport per Funk durch die Luft) am Ende nie an die Leistungsfähigkeit von Festanschlüssen mit Glasfasertechnik heranreichen kann (zumal WLAN vom Prinzip ja auch gar nicht für eine Flächenversorgung gedacht ist / konzipiert wurde).
2. solche WLAN-Netze auf Grund der dabei üblicherweise möglichen Bandbreiten mit der vorhandenen Technik nur eine hilfsweise Lösung sein können. Wenn es gut kommt, hat man damit meist eine Anbindung bis zu ca. 3 MBit/s. Wenn es schlecht kommt - wegen FUP oder vielen anderen Mitsurfern - dann könnte ich mit ISDN mithalten oder gar schneller sein.
3. die meisten eingesetzten WLAN-Großnetze/-KMU-Netze immer mehr in Konflikt mit anderen WLAN-Privatnetzen kommen können, da immer mehr Haushalte WLAN nutzen und der aktuelle WLAN-Draft-Standard 11n auch verstärkt die bisher noch oft ungenutzten 5-GHz-Freuquenzbereiche mit einbezieht. Die "Luft" im WLAN-Bereich wird also immer dünner.
4. es immer mehr darauf ankommen wird, dass die Verschlüsselung der versendeten Daten ständig auf den neuesten Stand gehalten werden, da hier die Gefahr von Angriffen / Man-in-the-Middle-Attacken eher zunehmen dürfte.
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Ob es für Firmen, die derzeit noch mit WLAN-Technik ihre Kunden versorgen, besser ist, ausschließlich im WLAN-Bereich zu bleiben oder selber im Festnetzbereich als lokaler Versorger aufzutreten, wird jede Firma für sich entscheiden müssen.
Es ist aber sicherlich nicht abwegig, zu denken, dass u.a. die Telekom schon hellhörig werden dürfte, wenn eine Firma mit Glasfasertechnik ihr lokal Konkurrenz macht und ihr damit nicht nur Festnetz- sondern auch potentielle Breitband-Kunden komplett abnimmt, die man bisher mit Schmalband renditefördernd hinzuhalten gedachte.
Ob sich mit Hilfe der angekündigten KfW-Förderung ein Geschäftsmodell mit Glasfaserlösungen neben den großen Playern (wie der Telekom) errichten lässt, sehe ich als schwierig einzuschätzen an.
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Nebenbei: Diese vollständige Erschließung ist früher als in jedem anderen Land dieser Welt, dass einen UD festgelegt hat (Ausnahme Schweiz, die ihre 600 Kbit letztes Jahr in Kraft gesetzt haben. Nebenbei: Das ist nach der neuen 1 Mbit-Definition des Bundes kein Breitband oder anders gesagt, auch in der Schweiz gibt es keinen Breitband-Universaldienst). Und _jedes_ Land, dass einen UD angekündigt hat, setzt bei dieser Verpflichtung auf einen Anteil Funk (meist HSDPA) und Satellit. Es geht auch gar nicht anders. Es gibt Leute die sagen, die Bundesbreitbandstrategie ist ein UD ohne gesetzliche Fixierung.
Ohne gesetzliche Fixierung bedeutet, es ist eine Erwartungshaltung, die doch hoffentlich umgesetzt wird. Wenn die Telekom und die anderen mitspielen.
Von Universaldienst ist die Bundesbreitbandstrategie noch kilometerweit entfernt, denn in der Bundesbreitbandstrategie ist ja schon die Hintertür "Breitband" per Satellit eingebaut. Außerdem baut ja nicht die Bundesregierung aus, sondern immer noch die entsprechenden Firmen.
Dort wo die sonstige Bundesbreitbandstrategie nicht reale Wirklichkeit wird, hat man ja jetzt schon mehr oder weniger mit der SAT-Variante sein Ziel erreicht. Auch wenn das dann in der Wirklichkeit vielleicht nur für Downloads nachts 2 Uhr über SAT zutreffen mag. Wo ist in der Bundesbreitbandstrategie auch nur der Ansatz einer Verpflichtung? Wo ist dort ein Ausgleich zwischen den am Markt agierenden (wie es im Universaldienst vorgesehen sein soll)?
Universaldienst heißt ja auch nicht: Abschaffung der Marktwirtschaft. Es heißt aber stellenweise: feste Regeln für Leistungen und Angebote. Anderswo werden für Firmen Vorschriften und Abgaben festgelegt, dass man aufpassen muss, da nichts zu übersehen. Und hier versucht man es mit einem "Bitte, bitte" ... :confused:
(Festlegungen, Umlagen, Abgaben, Einschränkungen usw. sind in der Marktwirtschaft aus verschiedenen Gründen an verschiedenen Stellen absolut gängig. Warum wird dann aber damit angeblich im Breitbandbereich gleich die DDR wieder "hervorgekramt"?)
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Ich sehe Universaldienst auch nicht als die Ideallösung an, aber wenn man diese Lösung nicht will, muss man eine bessere haben - oder soll gleich offen sagen, dass manche Leute bis auf Weiteres halt außen vor bleiben müssen.
(Ich kann ja meine ISDN-Technik in Watte packen, damit sie noch mindestens 10 Jahre durchhält ... ;) )
Der Markt allein ist - wie man seit inzwischen 10 Jahren sehen kann - im Breitbandbereich nicht die (komplette) Lösung.
Andere Bereiche der Marktwirtschaft scheinen da näher an einer Lösung zu sein. (Siehe oben.)
Klar, die UD-Scheuklappenträger werden den Leuten weiterhin Sand in die Augen streuen. Sie werden weiterbrabbeln von dynamischen Elementen, von HDTV via Breitband und ähnlichem, was alles reinformuliert werden soll. Dass diese Leistungsmerkmale aber überhaupt nichts mit eiern per Definition immer nur Mindeststandards festlegenden Grundversorgung zu tun haben und deshalb nicht als Breitband-UD durchsetzbar sind, verschweigen sie.
Es wird in einer Universaldienst-Verpflichtung ja auch nicht um eine konkrete Technologie gehen, sondern um bestimmte Bandbreiten und ggf. ein paar weitere Merkmale, wie es Antwortzeiten sowie Ausfallsicherheit sind.
Wer denkt mit Universaldienst DSL oder FTTX festschreiben zu können, dürfte meiner Meinung nach irren.
Es werden mit höheren Anforderungen aber bestimmte Technologien zunehmend herausfallen, weil sie die geforderten Bedingungen nicht erfüllen können. SAT und WLAN dürften die ersten sein, die bei höheren Leistungsanforderungen nicht mehr mithalten können.
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Bekomme ich für diesen Roman jetzt eine ISBN-Nummer? :D
... Bevorzugt dort ausbauen, wo Mitbewerber aktiv geworden sind und in den Regionen ohne Konkurrenz möglichst alles im alten Zustand belassen - soweit möglich.
Genau das ist der Punkt warum sich so schnell nichts ändern wird oder darf oder soll oder ...
Ich bin da auch eher pessimistisch gestimmt was den Ausbau z.B. unsere Gemeinde mit allen ihren Ortsteilen mit Breitband bis nächstes Jahr betrifft.
Einerseits öffnet diese an "oberster" Stelle initiierte Breitbandoffensive den lokalen Amtsträgern die Augen dafür. Anderseits sehe ich die Gefahr das die lokalen Gremien sich zurück lehnen und der Annahme sind bis 2010 regelt sich alles allein, "die Versorger werdens schon richten".
Deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht und unseren Gemeinderat(Durchschnittsalter >50) darauf aufmerksam gemacht, das sie hier unbedingt aktiv werden müssen. Und sei es nur indem sie die großeren Telekommunikationsanbieter und die Landespolitiker auf die Versorgungslücke und den anstehenden Bedarf aufmerksam mache. Da unser "Gemeindehauptort" DSL in der Ausprägung 384/768 und in Einzelfällen 1000 hat finden wir uns (die umliegenden vier Ortsteile = kein DSL) auf keiner "weißen Flecken" -Liste wieder.
Gruß
.Au Mann, Du musst ja Zeit haben. Die habe ich leider nicht. Ich werde mich daher auf einige mir wesentlich erscheinende Punkte konzentrieren. ...ja beispielsweise auch noch eine weitere Variante: Ausgliederung.
So wie es bei der Bahn schon immer gewesen ist und wie es im Strombereich wieder werden soll. Die Diskussion haben wir schon einmal geführt. Ich weiß auch heute noch nicht recht, was ich davon halten soll. Welches Netz willst Du denn ausgliedern? Das Telefon-/DSL-Netz? Du willst also eine Technologie als Breitbandlieferanten determinieren? Na toll. Das TV-Netz bleibt davon also ausgenommen? Und was ist mit den Funknetzen? Außerdem haut der Vergleich nicht hin: Wieso _wieder_ beim Stromnetz? Mir ist nicht bekannt, dass es (in Westdeutschland) je ausgegliedert war (dass es Überlegungen gibt, dies zu tun, hingegen schon). Es gehörte immer dem Unternehmen, dass einen Regionalschutz genoss. Außerdem ist das Stromnetz nur eine einzige Infrastruktur, Breitband ist nicht nur DSL, sondern verschiedene Infrastrukturen. Und gerade der Wettbewerb der Breitband-Infrastrukturen muss gefördert werden, um den Nutzern finanzierbare, leistungsstarke Angebote anbieten zu können. Wenn man den Markt nur machen lässt, ohne einzugreifen, Dem ist ja nicht so. Die Regulierung ist ein Eingriff in den Markt. Die Telekom hätte bekanntermaßen sehr gern sehr viel mehr Freiheiten, eben Markt, aber die Vorgaben schränken sie ein. Und die seit Anfang letzten Jahres bestehende und jetzt Bestandteil der Breitbandstrategie gewordene Breitbandförderung ist ja gerade ein staatlicher Eingriff, wo Marktversagen diagnostiziert wird. Wir müssen nicht darüber reden, dass die Förderbeträge zu gering sind, dass die Verfahren gestrafft werden sollten undundund. Aber zu behaupten, man verließe sich beim Ausbau allein auf den Markt, entspricht so nicht der Realität.Der Markt funktioniert in den Ballungszentren (wobei es selbst dort noch weiße Flecken gibt).Danke, davon habe ich auch schon gehört: DSLnachPankow (http://www.dslnachpankow.de) :cool: Außerhalb dieser Ballungszentren kann man sich von diesem Markt im Breitbandbereich immer weniger erhoffen.Der Breitbandmarkt funktioniert nach meinem Dafürhalten auch im ländlichen Raum. Nicht überall (s. oben Marktversagen), aber grundsätzlich tut er es. Beispiele dass dies zutrifft, haben wir hier reichlich auf dem Board. Der Markt funktioniert zum Beispiel immer da, wo auf dem Land ein Mittelständler ausgebaut hat, wenn die Telekom oder ein anderer Großer nicht wollte. Der Markt funktioniert, wenn der Telekom plötzlich aufgeht, dass sie an einem von einem Mittelständler in Angriff genommenen Standort auch ausbauen könnte. Das mag nicht jedem gefallen, aber man kann es auch instrumentalisieren (s. DSLnachPankow). Ich stehe zwar etwas auf dem "Erkenntnisschlauch" dahingehend, was "RAD" sein soll - aber das ist erst mal egal.Könntest es mal mit der Wikipedia versuchen.
Mir ist aber klar, dass:
1. WLAN (also Datentransport per Funk durch die Luft) am Ende nie an die Leistungsfähigkeit von Festanschlüssen mit Glasfasertechnik heranreichen kann (zumal WLAN vom Prinzip ja auch gar nicht für eine Flächenversorgung gedacht ist / konzipiert wurde).Es hat doch hier niemand behauptet, dass sie an die Leistungsfähigkeit von Glasfaser heranreichen. Aber was ist das denn für ein Maßstab? Die kategorische Ablehnung von Funklösungen ist Realitätsverweigerung. Die Leistungsstärke von WiDSL oder HSDPA und Richtfunklösungen kannst Du ebenfalls hier auf dem Board nachlesen. Auch von WLAN. Dass es auch weniger gute Lösungen gibt, ist zutreffend und auf die muss man aufmerksam machen. Doch kdsl ist wichtiger, die Leute und die Gewerbe erhalten so schnell wie möglich eine stabile Breitbandlösung nötigenfalls auch mit geringeren Geschwindigkeiten per Funk, als dass sie sechs, sieben, acht lange Jahre weiterhin mit einem Modem gequält werden. Denn das ist die Alternative. In Deiner Vorstellung bedeutet der Universaldienst ja gleichzeitig eine verpflichtende Terminansage. Und da sind wir dann ganz schnell wieder bei der DDR. Es ist genau wie der seinerzeitige Trabikauf: Damals erhielt der Käufer ein Schreiben, wann er seinen Plastebomber aus Schkopau abholen konnte, jetzt willst Du, dass er ein Schreiben erhält, dass er in acht Jahren ans Netz kommt. Das unterscheidet uns: Ich will, dass der Interessent so schnell wie möglich Breitband erhält. Von Universaldienst ist die Bundesbreitbandstrategie noch kilometerweit entfernt, denn in der Bundesbreitbandstrategie ist ja schon die Hintertür "Breitband" per Satellit eingebaut. Scheinst nicht das gelesen zu haben, was ich in meinem vorherigen Beitrag schrieb und auch nicht, was hier auf dem Board zu den Universaldienstankündigungen anderer Länder steht: Jedes Land hat als Option auch Satellit reingeschrieben, außerdem, zur Erinnerung, dasselbe mit Breitband per Funk (HSDPA). Und genau so steht es in der Breitbandstrategie des Bundes.Universaldienst heißt ja auch nicht: Abschaffung der Marktwirtschaft. Es heißt aber stellenweise: feste Regeln für Leistungen und Angebote. Anderswo werden für Firmen Vorschriften und Abgaben festgelegt, dass man aufpassen muss, da nichts zu übersehen. Und hier versucht man es mit einem "Bitte, bitte" ... :confused:
(Festlegungen, Umlagen, Abgaben, Einschränkungen usw. sind in der Marktwirtschaft aus verschiedenen Gründen an verschiedenen Stellen absolut gängig. Warum wird dann aber damit angeblich im Breitbandbereich gleich die DDR wieder "hervorgekramt"?)Du weißt, dass ich der Überzeugung bin, dass der Universaldienst als Instrument für einen schnellen flächendeckenden Breitbandausbau untauglich ist, stattdessen der Ausbau über Marktmechanismen (inkl. der Eingriffe bei Marktversagen) schneller erfolgt, in der Masse leistungsstärkere Angebote bringt, die Angebote günstiger sind. Aber vielleicht tröstet Dich, was ohnedies kein Geheimnis ist: So wenig wie bei der Bewertung der Breitbandstrategie gibt es im kdsl-Moderatorenteam beim Universaldienst eine einheitliche Meinung. So wie die Mehrzahl der Kollegen (und der Nutzer auf kdsl; Danke für die Teilnahme an unserer Umfrage!) die Bundesbreitbandstrategie für untauglich halten, so sehr sind sie seit jeher vehemente Befürworter eines Universaldienstes.
Bekomme ich für diesen Roman jetzt eine ISBN-Nummer? :D:rolleyes:
Nenunikat
02.03.2009, 01:12
@Flora
Ich gehe mal nicht auf die einzelnen Sätze ein, sondern versuche es anders:
1. Das Stromnetz ist noch nicht ausgegliedert, soll es aber werden.
2. Das Kabelnetz wird man vom Breitbandnetz nicht sauber trennen können, es müsste somit auch ausgegliedert werden.
3. Mobilfunk-Netze sind mir bisher immer als Alternativlösung aufgefallen, die zwar den Vorteil der Mobilität haben, aber die über das Festnetz angebotenen Dienste immer nur etwas schlechter/weniger leistungsfähig anbieten.
Außerdem kommt wohl kein Funknetz ohne eine Kabelanbindung der Basisstationen/Funktürme aus.
Diese Kabelanbindungen müssten dann - meiner ganz persönlichen Meinung nach - aber auch ausgegliedert werden.
Sonst weiß man tatsächlich am Ende nicht, wo man für die Ausgliederung die Grenzen zieht.
(Eine beträchtliche Menge dieser Leitungen wird wohl derzeit die Telekom besitzen.)
4. Der Mobilfunk selbst hat einen wesentlichen Unterschied zum kabelgebundenen TK- und Breitband-Bereich.
Hier ist es problemlos machbar und denkbar, mehrere Funknetze nebeneinander zu betreiben. (Passiert ja auch.)
Dies ermöglicht dem Mobilfunkt viel eher ein Funktionieren des Marktes. Aber selbst dieser Mobilfunk hat Lücken und lässt bestimmte ländliche Gegenden auch jetzt noch hinten runter fallen. Dies kann man aber mit dem Festnetz-Anschluss kompensieren. Wäre dies nicht möglich, dann wäre auch hier eine Universaldienst-Regelung notwendig. Natürlich darf ein regulierter Bereich nicht von einem unregulierten Bereich kannibalisiert werden. Dies wird aber beispielsweise bei der Wasserversorgung ja auch nicht zugelassen: Hausbrunnen sind entweder tabu oder in der Nutzung eingeschränkt oder es gibt feste Unterhaltskosten des Anschlusses.
5. Bei einer Ausgliederung bliebe der ausgegliederte Bereich weiterhin privat. Er wäre aber von den übrigen Bereichen abgetrennt und eine Bevorzugung eines Zugangsanbieters wäre dann nicht mehr so einfach möglich. Die Ausgliederung hätte auch den Vorteil, dass der vom Netz abgetrennte Bereich der Telekom schneller aus der Regulierung entlassen werden könnte, da sich hier Wettbewerber leichter behaupten können. Gegen die Verbindung Zugangsanbieter+Netzverwalter haben sie ohne feste Regulierung keine wirkliche Chance.
6. Weiterer Vorteil einer Ausgliederung: Es wäre leichter dafür zu sorgen, dass die Telefon-Infrastruktur nicht in wesentlichen Teilen Besitz eines völlig fremden Großunternehmens wird. Sollte dies eintreten, hängt unsere Volkswirtschaft von dem Wohl und Wehe dieses fremden Großunternehmens ab und wir könnendann möglicherweise Probleme bekommen, die sich durchaus mit der aktuellen Bankenkrise vergleichen lassen.
7. Ausgliederung ist für mich eine denkbare Alternative zum Universaldienst - und kein Muss. Dass da von mir etwas auch ggf. nicht bis zu Ende durchdacht / bedacht sein kann, ist durchaus möglich. Deshalb sollte ja drüber diskutiert werden.
8. Die Regulierung erscheint mir persönlich so, als wenn mit einem Werkzeugkoffer versucht wird, den Defekten des Marktes hinterherzurennen und die Löcher zu beseitigen ... Ursprünglich - so scheint es mir - war die Regulierung ja für etwas anderes gedacht: Einen Wettbewerb zu etablieren. In den Ballungszentren hat das ja noch am ehesten geklappt (TALs und einige weiter unversorgte Gebiete dort ausgenommen). In ländlichen Regionen ist aber stellenweise vom Markt nicht viel zu sehen.
9. Es scheint immer noch nach der Devise zu gehen: "Viel Markt und nur in Ausnahmefällen Unterstützung durch Subventionen usw." Dass es nicht nur über den Markt geht, ist wenigstens bei der Bundesregierung angekommen. Noch vor ca. einem Jahr hat man scheinbar im Wirtschaftsministerium gedacht, dass das ganze Problem mit der richtigen Anleitung und Information innerhalb eines Jahres Geschichte ist.
10. Der Breitbandmarkt funktioniert nach meinem Dafürhalten grundsätzlich im ländlichen Raum aus dem folgenden Grunde immer weniger: Die Konkurrenz, die vorhanden ist, versucht den anderen zu unterbieten - auch mit Hilfe des Preises. Durch diese Preisspirale nach unten funktioniert der Markt aber nachhaltig (also mit den notwendigen Investitionen) zunehmend nur noch in Ballungsgebieten. Die ländlichen Gebiete werden unter diesem Vorzeichen einfach zunehmend zu teuer. In anderen Bereichen funktioniert das Ganze ja auch nur, weil entweder die Märkte relativ kleinteilig abgetrennt sind (Beispiel: Entsorgung) oder weil profitable Bereiche (Ballungszentren) die weniger profitablen Bereiche (ländlicher Raum) quersubventionieren müssen. Nichts anderes steckt im Kern hinter dem Universaldienst: Pflicht zur Quersubventionierung.
11. (Off Topic) Was RAD sein soll, ist mir inzwischen auch so eingefallen. Bin eben auch nicht immer der schnellste ...
12. Ich habe nichts dagegen, dass WLAN-Netze jetzt vorhanden sind oder noch aufgebaut werden. Hätte ich das - natürlich in einer akzeptablen Qualität - bei mir, dann müsste ich mich auch nicht mehr mit den Problemen von ISDN rumquälen. Ich habe aber nicht mal die Wahl, selber die Qualität zu testen. Letztendlich würde ich aber selbst bei einem Vorhandensein so eines WLAN-Netzes dies nur als Übergangslösung sehen. Deshalb hat das als Problemlösung für mich nichts in einer Bundesbreitbandstrategie zu suchen. Sonst macht man aus einer Übergangslösung ein Ziel "bis auf weiteres", also über 2018 hinaus. Ich lehne also WLAN-Funknetze nicht kategorisch ab, sehe aber eben nur eine Übergangslösung darin.
13. Universaldienst kann keine verpflichtende Terminansage sein - aber ein koordiniertes, systematisches Vorgehen - eine Versorgung innerhalb eines überschaubaren Zeitraums. Ohne können es eben 10 Jahre und mehr werden, obwohl andere Regionen sich schon wieder mit anderen Bandbreiten "überschlagen".
14. Schlägt die Bundesbreitbandstrategie genauso fehl, wie vorherige, andere Versuche, dann komme ich mir wie in der DDR vor: bestimmte Dinge gibt es für bestimmte Leute einfach nicht oder erst nach Ewigkeiten.
15. Da unterscheiden wir uns nicht: "Ich will auch, dass der Interessent so schnell wie möglich Breitband erhält." Aber ich bin mir trotz dessen bewußt, dass bestimmte Lösungen ihre Grenzen haben und lasse mir diese Techniken auch von einer Bundesbreitbandstrategie nicht zur Breitband-Problemlösung adeln.
16. Darf in den anderen Ländern mit Universaldienst nicht erst zu Satellit bzw. Breitband per Funk (HSDPA) gegriffen, wenn nichts anderes mehr geht? Wird es da nicht Festlegungen für diese Ausnahmen geben? Sonst könnten sich die dortigen Unternehmen ja gleich mit Satellit bzw. Breitband per Funk (HSDPA) aus der Affäre ziehen. Ausnahmen zum Rückgriff auf bestimmte Technologien werden auch in einer Universaldeinstregelung bei uns stehen müssen. Eine 30 Kilometer-Glasfaserleitung zu einem alleinstehenden Haus kann keiner bezahlen.
17. Ich werfe gerne Universaldienst und Ausgliederung über Bord, wenn ich eine wenigstens gleichwertige oder sogar bessere Alternative sehe. Leider hat mich da aber Dein Optimismus in Bezug auf Markt und Politik noch nicht überzeugt.
Hier noch einige Zahlen, die die heutige Wirtschaftswoche (WiWO) online (http://www.wiwo.de/technik/alle-ans-netz-deutschland-im-breitband-fieber-388750/) zum Ausbau des VDSL-Netzes ausgegraben hat: Bekanntermaßen werden die Kosten für den Ausbau des 50 Mbit-Netzes bundesweit auf 50 bis 60 Milliarden Euro geschätzt. Laut WiWo müssten 1,5 Millionen Kilometer Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt werden. Pro Haushalt würde das bei der Annahme von 50 Milliarden Euro Kosten in den Ballungszentren 1.000 bis 2.000 Euro kosten. Auf dem Land könnte sich diese Summe sogar verdoppeln.
Laut WiWo bezweifeln Experten, dass sich solche Milliardeninvestition jemals für die Netzbetreiber auszahlen werden. Zu den Zweiflern gehört der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK), der auch als Regierungsberater fungiert. Er geht davon aus, dass lediglich für 25 Prozent aller Haushalte, das sind etwa zwölf Millionen – profitabel angeschlossen werden könnten.
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