Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Breitband im Eigenbau?
ChristianW
25.03.2009, 18:07
Hallo,
wir haben in Rostock damals aus der Not heraus ein Wlan Netz aufgebaut und so DSL Anschlüsse an Orte gebracht, wo noch kein DSL verfügbar war. In umliegenden Dörfern haben sich einige Aktivisten gefunden, die das Gleiche in ihrem Dorf umgesetzt haben und eine Funkverbindung im Eigenbau betreiben.
Auf www.on-i.de haben wir ein bisschen Know-How gesammelt, vielleicht ist das ja ein Tipp.
Liebe Grüße,
Christian
ChristianW
26.03.2009, 10:33
Vielleicht hätte ich auch noch sagen sollen, dass wir gerne solche Projekte unterstützen. Im Grunde braucht man ein bisschen Hardware und halt zwei (oder mehr) hochgelegene Punkte, wobei es an einem dieser Punkte einen DSL Anschluss geben sollte.
Unser weitester Link ist im Moment bei etwa 8 Kilometer und macht noch einen Durchsatz von etwas mehr als 1MB/s. Natürlich gibt es auf so langen Strecken freie Sicht, doch lohnt sich oft der Aufstieg auf Gebäude auch andererorts.
Der große Unterschied ist natürlich, dass man dann nicht mal eben jemanden anmaulen kann, wenn mal was nicht funktioniert, da ja die Gemeinschaft selbst das Netz betreibt. :)
Okay, soviel vielleicht noch als Ergänzung...
Liebe Grüße,
Christian
ChristianW
27.03.2009, 23:48
Hallo noch einmal,
wir hatten heute unsere Jahresversammlung und auf Anfrage beschlossen gemeinsam die Ortschaften Reinshagen, umliegende Dörfer von Lalendorf und Gehöfte um Dargun mit dem Funknetz auszustatten.
Liebe Grüße,
Christian
und für einige Gebiete wird es keine andere Lösung geben. Allerdings steht und fällt ein solches Projekt mit den Machern vor Ort.
Die Meinung, ein bisschen WLAN-Technik.... können wir aus zum Teil eigenen bitteren Erfahrungen so nicht stehen lassen. Wir haben erste Netze auch mit Linksys und Co. als Kundenanschlussgeräte gebaut. Die Grenzen wurden sehr schnell deutlich. Hochwertigere und damit auch teuere CPE z.Bsp. von Mikrotik bringen schon deutlich bessere Ergebnisse.
Eigentlich sind wir auch schon bei Mikrotik an den Grenzen angelangt. Wir denken darüber nach, zukünftig nur noch Spitzentechnik von Alvarion einzusetzen. Die Technik muss mit den Anforderungen der Kunden wachsen.
ChristianW
06.04.2009, 16:38
Hallo telcomm,
danke für Deine Antwort. Genau das ist es tatsächlich. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass wenn Leute vor Ort sind, die auch etwas Spaß und Interesse an der Sache haben, dann ist es fast ein Selbstläufer. Anderenorts war schon der Wunsch nach einem breitbandigem ISDN Ersatz da, aber die Bereitschaft sich mal hinzusetzen und sich selbst Gedanken zu machen nicht ausreichend groß. Oft wäre dort eine schnelle Leitung zwar ganz nett, aber wirklich brauchen tut sie dann auch nicht jeder.
Mit "ein bisschen Hardware" meinte ich nicht wirklich nur Linksysgeräte. Für die Anbindungen von Dörfern, oder überhaupt auf größeren Strecken, verwenden wir auch kleine Industrie-PCs. Mit Mikrotik haben wir da weniger Erfahrung, aber WRAPs, Avila Boards und Alix sind da bestimmt wenigstens vergleichbar. Die Anschaffungskosten für so einen Link liegen zwar schon bei etwa 500,- Euro, aber wenn sich ein paar Leute finden, kann man das auch gerne mal zusammenlegen.
Alvarion ist ein nettes Stichwort, sicherlich für uns als Verein erstmal unerschwinglich aber interessant auf jeden Fall... :)
Wir arbeiten zur Zeit an einem Projekt westlich von Dargun. Vielleicht trifft man sich mal.
ChristianW
15.04.2009, 19:24
Wenn es dort weitergeht, werde ich mich mal melden. Bin aber dann glücklicherweise bestimmt nur Besucher, der ein paar überschlaue Tipps gibt.
Bei dem Blick auf Eure Internetseite musste ich letztens schmunzeln, ich hatte dort früher schon mal von Zeit zu Zeit rauf geguckt, um Eure Projekte ein bisschen zu verfolgen. Könnte mir auch vorstellen das irgendwann mal (neben-)beruflich zu machen, aber bis dahin sieht die Welt schon wieder ganz anders aus...
Bericht also bald hier...
Christian
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