Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Im Nachhinein "Breitband-Alternative"
Hi! Ich möchte euch mal kurz meine Situation schildern um eure Meinungen dazu zu hören (wird ein bisschen länger):
Im August 2008 hatte ich nun endgültig keine Lust mehr auf meinen zeitlich abgerechneten ISDN-Internetzugang. Also überzeugte ich meinen Vater, eine "Alternative" zu beschaffen. Nun liebäugelte ich zunächst mit dem Mobilfunk, worauf ich interessanterweise einen Anruf von so einer Verkaufsgesellschaft für T-Mobile bekam, die mir einen "Testkundenvertrag" für "web'n'walk @home" verkaufen wollten, wobei das ein Sondervertrag war, der WIRKLICH ohne Drosselung der Bandbreite das Surfen ermöglichte. Man versprach mir UMTS, worauf ich einmal durch die Versorgungskarte und die Netzsuche auf dem Handy die Verfügbarkeit anzweifelte, der Mitarbeiter aber dazu meinte, dass die Karte unvollständig sei und manche Handys das "3G" nicht erkennen würden. Hab mich dann darauf eingelassen und nach einer Woche die "web'n'walk Box IV" auf dem Dachboden installiert. Welche Überraschung: EDGE! Hatte ich ja garnicht mit gerechnet. Gut, vielleicht ist das ja gar nicht so verkehrt, dachte ich mir. Nach drei Tagen mit extrem schwankenden maximalen 160kbit/s nahm ich dann alles, legte einen bösen Brief in den Karton und schickte es zurück. Hab mein Geld auch wiederbekommen. Bei der Netzsuche zeigte mein Handy seltsamerweise bei Vf und e-p "3G" trotz GPRS-Versorgung auf der Abdeckungskarte der Anbieter an. Ein Bekannter meinte darauf, dass das lediglich Reflexionen seinen und die nahe gelegenen Windkraftwerke über UMTS kommunizieren würden und daher das Signal auslösten. Aus Angst vor noch einem Reinfall hab ich mir dann A2C von T-Home zugelegt. War auch immerhin einen ganzen Monat lang zufrieden. Doch dann... (brauch ich ja nicht weiter zu erklären :D). Das mit dem eigentlich unmöglichen "3G" hat mich dann bis letzte Woche (also ein Jahr lang) beschäftigt. Hab mir dann von einem anderen Bekannten den Surfstick von Vf ausgeliehen, das Ding in den Laptop eingesteckt und mich IM Haus eingewählt. Zunächst stand da UMTS, kurze Zeit später UMTS BB. Cool dachte ich, aber wird wohl so eine Reflexion sein. Neugierig hab ich dann doch mal eine Web-Session gebucht und einen Speedtest gemacht. Ergebnis: 3400kbit/s. Kann nicht sein :eek:, und das um 20:30h!!! Probeweise einen Download gestartet und bei stabilen 355Kbyte/s geladen. Das sind aber schnelle Reflexionen, dachte ich mir. Irgendwie hab ich mich ja auch gefreut, aber irgendwie macht mich das jetzt verrückt:
- A2C läuft noch bis September 2010
- Im November 2010 sollen zwei VDSLAMs angeschlossen werden
Ich weiß nicht was ich machen soll! Bin halt auch der Meinung dass diejenigen, die A2C nicht benötigen aus Anstand für alle anderen das System nicht mitbelasten sollten, außerdem hab ich keinen Bock mehr drauf. Würde euch also gerne auch entlasten, natürlich mit verschwindend geringem Eigennutz :p. Da sind aber die anderen Argumente.
Wüsste gerne einmal was ihr machen würdet.
Gruß
sat-jogi
01.12.2009, 13:30
Ich befand mich damals vorrübergehend auch in so einer Situation. Hatte dann beides ca. 6 Monate parallel. Bis ich DSL bekam.
Wenn es finanziel nicht belastet und Papa großzügig ist, dann nehm doch beides.
Meine Meinung
Gruß
sat-jogi
Hmm, bis September 2010 ist ja doch noch eine lange Zeit...
Ich stand Anfang diesen Jahres vor dem gleichen Problem. Astra2Connect noch bis Anfang Januar 2010 an der Backe und Vodafone UMTS-Broadband verfügbar. Außerdem die Aussicht (sobald die Fördermittel fließen) Mitte 2010 an das DSL-Netz angeschlossen zu werden.
Ich habe mich damals dazu entschieden bis zum Ende der A2C-Laufzeit das System (und nur das System) zu nutzen. Ab Januar 2010 werde ich mir dann für die Übergangszeit den ProSieben-Surfstick zulegen. Der hat den Vorteil das ich keine Vertragsbindung habe. Sollte es mit dem DSL-Ausbau doch etwas zügiger klappen, hänge ich wenigstens nicht noch ewig in irgendwelchen Verträgen.
Auch im VF Netz gibts Anbieter mit kurzer Laufzeit, z.Bsp. http://www.fastsim.de/
Gruß
OK, Danke! ProSieben Web nutzt auch das VF-Netz. Was anderes außer VF ist derzeit hier vor Ort auch nicht möglich.
Vielen Dank für eure Antworten und die Tipps!
Ich dachte bei A2C eventuell an eine außerordentliche Kündigung, wie sie in anderen Threads beschrieben ist. Zwei Verträge wären zu teuer, wir zahlen ohnehin schon 65 Euro nur an Grundgebühren für ISDN und A2C. Die Option mit einem Halbjehresvertrag wäre eventuell noch denkbar, zumal bei den Discountern die Gebühr niedriger ist. Pre-Paid ist mir momentan am sympatischsten. Könnte dann immer gegen Ende der "FUP-Zeit", also wenn nichts mehr geht, HSDPA nutzen. Denke mal, dass das die optimale Lösung wäre. Außerdem müsste dann mein Bruder nicht auf sein geliebtes Instant-Messeging verzichten, welches bei Vf ja untersagt ist. Nur mal schauen, wie ich das dann mit meinem alten DI-624 verbunden kriege.
Viele Grüße :)
Hallo Jomi,
traue dem ganzen Surfstick (egal von wem) nicht! Jeder verspricht zwar hohe Downloadraten, aber:
1. dort gibt es auch eine "FUP" die bei ca. 3 GB manchmal schon früher, zuschlägt
2. kein VoiP zulässt, also auch kein Skype
3. je mehr User Online sind bzw. normal telefonieren, umso schneller bricht das zusammen
Letzteres ist der sogenannte "Silvestereffekt".....
Den hast du bestimmt auf deinem Handy auch schon mal in der Silvesternacht gehabt? Der kommt auch bei UMTS zum tragen, egal was die Anbieter so euphorisch vor Jahren bei Einführung von UMTS gesagt/versprochen haben....
Nur mal so (und das gilt für ALLE Breitbandanwendungen, ob über Satellit, Kabel oder Funknetze) einfach das erklärt:
Man nehme ein dickes Wasserleitungsrohr. Je mehr daran angeschlossen sind, umso weniger fliesst Wasser durch die Leitung, obwohl der Leitungsdruck gleichhoch bleibt.
Für DSL-Verbindungen heisst das:
Je mehr sich an eine (in der Geschwindigkeit) gleichbleibend hohe Leitung anschliessen, umso weniger wird die Geschwindigkeit für jeden einzelnen. Da nützt auch modernste Technologie wie Glasfaser nichts. (die übrigens nur bis zur nächsten Vermittlungsstelle die hohen Geschwindigkeiten halten kann)
Gruss
von einem Funkamateur der es wissen muss
Hallo DO5PZ,
das mit der FUP im UMTS-Netz sowie der unterschiedlichen Auslastung hatte ich bedacht. Ebenso die Einschränkungen im VoIP-Bereich. Allerdings habe ich noch nie so starke Geschwindigkeitseinbrüche wie beim Sat-DSL in den Abendstunden auf meinem iPhone bemerkt. Die Rate ging fast nie unter einen Mbit. Naja, Instant-Messaging ist offiziell zwar untersagt, funktioniert auf meinem Handy aber trotzdem. Skype hab ich noch nicht getestet. Außerdem könnte man über eine verschlüsselte Verbindung tunneln, um dieses Problem im Falle einer Sperre zu umgehen. Bleibt trotzdem noch die von dir angesprochene FUP, die bei UMTS dann ja leider permanent bis zum Ende des Abrechnungszeitraums wirkt. Das ist schon ziemlich ätzend.
Hatte nur dran gedacht, den Leuten, die wirklich keine Alternative haben nicht die Kapazitäten abzugreifen. Mittlerweile empfange ich von zwei Anbietern HSDPA, von einem UMTS an meinem Wohnort, Vf mit 3,6 Mbit/s, T-M mit 2, E-P mit 384kbit/s. Alles rund um die Uhr schneller als A2C. Da macht man sich schon Gedanken...
Gruß
Wenn man wollte könnte man die FUP im UMTS auch umgehen z.B. mit einem Moobicent alt Vertrag (Vf) oder mit zwei alten Fairflat Verträgen und wechselweisen überziehen (TM und Vf). Meine Tochter nutzt UMTS von O2 mit ICQ und Skype und ich nutze sipgate und skype im Vf Netz bisher ohne Probleme. Zum Speed kann ich ebenfalls nur positiv berichten, Regel zw. 1-3Mbs.
Gruß
Ich frage mich sowieso wie die das mit dem Instant-Messaging und mit VoIP sperren wollen. Dazu müssten die den Datenverkehr ihrer Kunden überwachen, und das dürfen sie nicht. Natürlich könnte man die Domains der Anbieter sperren, aber wozu gibt es denn Proxys? Ich glaube nämlich, dass die da rechtlich gesehen ziemlich machtlos sind. Sie könnten nur dem Kunden was, wenn sie ihn auf frischer Tat ertappen, denn er verstößt ja dann gegen die Vertragsbedingungen. Dann müsste ein Mitarbeiter dem Kunden aber über die Schulter schauen, damit es juristisch unbedenklich wäre.
Gruß
Knickbewohner
17.03.2010, 17:39
Ich frage mich sowieso wie die das mit dem Instant-Messaging und mit VoIP sperren wollen. Dazu müssten die den Datenverkehr ihrer Kunden überwachen, und das dürfen sie nicht.
Gruß
Dazu brauchen sie nur die Ports zu sperren, über die regelmäßige "Keep-alive-Pings" gesendet und empfangen werden. Dieser Pingverkehr ist nämlich - aus welchen Gründen auch immer - der Hintergrund des Verbots. :D
Dazu brauchen sie nur die Ports zu sperren, über die regelmäßige "Keep-alive-Pings" gesendet und empfangen werden. Dieser Pingverkehr ist nämlich - aus welchen Gründen auch immer - der Hintergrund des Verbots. :D
Dagegen würde ja wiederum ein VPN-Tunnel helfen (derzeit z.B. kostenlos bei www.hotsplots.de ;) )
Dagegen würde ja wiederum ein VPN-Tunnel helfen (derzeit z.B. kostenlos bei www.hotsplots.de (http://www.hotsplots.de) ;) )
Meine Rede!
Leute wo lebt ihr denn? Die grossen Telekommunikationsunternehmen/Netzbetreiber wie Telekom, Vodafone, E-Plus ect. haben vor Jahren Milliarden Euros für die UMTS-Lizenzen bezahlt, die wollen das und noch mehr davon an GEWINN wieder hereinholen.
Bei wem holen sie sich das Geld? Bei euch und dazu ist denen jedes Mittel recht....
Denen gehört das Netz, in dem ihr telefoniert, herrumsurft usw. und dann können die Sperren installieren, sofern gegen bestehende Gesetze nicht verstossen wird.
Im Hinblick auf den Einsatz von Gegenmassnahmen durch die Kunden, wäre ich mir nicht so sicher, ob das nicht nach hinten losgeht, sprich damit evtl.nicht gegen Gesetze bzw. die AGB`s der Netzbetreiber verstossen wird? Hmm...?:confused:
Klar können die vertraglich regeln, was man in ihrem Netz tun darf und was nicht. Sofern dem Kunden aber ein Datenübertragungsrecht eingeräumt wird, darf er seine Übertragung in einer VPN-Verbindung verschlüsseln. Denn was verschlüsselt ist, geht niemanden etwas an. Versuche ich dennoch zu erfahren, worum es sich dabei handelt, mach ich mich als Anbieter strafbar. Wenn jetzt explizit VPN-Verbindungen untersagt werden, würde ich stark an der Seriosität des Anbieters zweifeln, der sich somit wohl das Recht einräumen will, alles zu überwachen was ich übertrage.
Mal ein blödes Beispiel: Wenn ich zum Arzt gehe, benutze ich auch seine Praxis und sein Behandlungszimmer. Trotzdem darf er niemandem von meiner Krankheit erzählen, da er eine Schweigepflicht hat.
So sind wir wieder am Anfang: es ist auf legalem Weg schwer für die Dienstleister, dem Kunden, insbesondere wenn er verschlüsselt, unsachgemäße Nutzung nachzuweisen.
So sehe ich das!
Knickbewohner
25.03.2010, 13:43
Auch wenn getunnelt und verschlüsselt wird, kann der Netzbetreiber Pingverkehr für "Keep Alive"-Zwecke feststellen, nämlich dann wenn die Verbindung "idelt", also hergestellt ist, aber sonst kein Datenverkehr stattfindet. Nur ICQ empfängt und sendet dann seine Serverpings.
Da das Muster dieses Pingverkehrs bekannt ist, kann der Anbieter dem Kunden unterstellen, ein solches Programm zu benutzen, auch wenn das wegen der Tunnelung nicht direkt nachweisbar ist. Ob es für das Verbot solcher Programme nachvollziehbare technische Gründe gibt, weiß ich allerdings auch nicht. Aber irgendwas müssen sie sich ja dabei gedacht haben.
... Aber irgendwas müssen sie sich ja dabei gedacht haben.
Sicherlich will man damit verhindern das die Leute mit Skype, ICO und Co. weniger SMS schreiben oder Telefonate direkt über das Mobilfunknetz führen.
Gruß
Und genau das ist der Grund. Die Anbieter verkaufen ja neben ihren Datenpaketen auch Telefon- und SMS-Pakete. Die sind im erschwinglichen Bereich nur Netzintern. Eine Vollflat für alle Netze für das iPhone würde mich 120€ im Monat kosten. Eine Telefonflat ohne Datenverkehr in alle Netze (ich weiß nicht ob mit oder ohne SMS) ca. 79€. Mit meinem "Billig"-Vertrag werde ich mit 29ct./Min. oder 29 ct./SMS in die Fremdnetze ordentlich zur Kasse gebeten. Seitdem ein guter Kumpel zu O2 gewechselt ist, telefoniere ich nicht mehr mit ihm. Über Skype oder ICQ (was es ja offiziell und kostenlos für das iPhone gibt) könnte ich das ganz bequem umgehen. Und genau das wollen auch die anderen Anbieter verhindern. Die bequeme Signalisierung, dass das Folgegespräch im Grundpreis enthalten ist, gibt es nicht mehr.
Warum? Die wollen doch dass man in die Fremdnetze telefoniert um Geld damit zu verdienen.
Knickbewohner
25.03.2010, 17:56
29ct./Min. oder 29 ct./SMS ist aber auch sehr teuer! Ich zahle mit einer Prepaidkarte von Blau.de nur jeweils 9 Cent in alle Netze. Ein Aufladung zu 15 Euro entspricht also umgerechnet 2,75 Stunden Gesprächszeit. Das reicht bei mir rund ein Vierteljahr, also round about 5€/Monat. :D Für mich ist es wichtiger, erreichbar zu sein als selbst anzurufen. Ein Handy muss man natürlich haben oder kaufen, aber ich gehöre nicht zu den Leuten, die jedes Jahr ein neues brauchen. :eek:
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