Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Breitbandanalyse im Landkreis Bautzen
uwe.hofmann
11.01.2010, 12:37
Liebe Nutzer von kein-DSL,
der Landkreis Bautzen (http://landkreis-bautzen.de) hat die Erstellung einer Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse des gesamten Landkreises Bautzen in Auftrag gegeben. Ziel ist es,eine Grundlage für das weitere Vorgehen zur Verbesserung der Versorgungssituation im Landkreis zu schaffen.
Wir als Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH (http://www.tki-chemnitz.de) in Chemnitz analysieren die zur Verfügung stehenden Bandbreiten der verschiendenen Technologien (xDSL, Mobilfunk, Kabelanlagen, WLAN) und Bedarfe in allen Ortsteilen des Landkreises.
Auf Wunsch des Landratsamtes haben wir zur Erfassung der Verfügbarkeiten und gleichzeitig der Bedarfe ein Onlinetool zur Verfügung gestellt.
Ich möchte daher alle Bautzner herzlich bitten, dieses Tool rege zu nutzen, um zusätzlich zu unserem traditionellen Vorgehen eine große Datenbasis für die Analyse zu erzeugen.
Link zum Tool:
breitband-bautzen (http://breitband-bautzen.de)
Hallo uwe.hofmann
Schau mal hier, da sind schon ein paar:
http://www.schmalbandatlas.de/statistik/sachsen/
MfG
Andreas
Hi,
ich habe mich eingetragen. Das Problem ist doch aber, dass es wieder eine Liste ist und nicht das wieder gibt was der wirkliche Bedarf ist.
cu
Auch wenn mein Kommentar bissel spät kommt: viele Einwohner im Landkreis Bautzen haben gar kein Internet, wie sollen diese denn eine Online-Bedarfs-Analyse beantworten?
Leider war hier auch die Informationspolitik der einzelnen Gemeinden extrem lahm. Ich hab von der Umfrage über unser Gemeindeblatt (die hiesige selbst gedruckte Gemeindezeitung) erfahren, und zwar ein paar Tage vor der Beendigung der Aktion wo sie bereits ein mal verlängert gewesen war. Ich selber befinde mich in der hier beneidenswerten Lage über UMTS/HSDPA/HSUPA und einer kleinen Richtantenne "Breitband-Internet" (3,6 Mbit Down, 1,5 MBit Up, vorher hatte ich das allseits beliebte Paket von Filiago) zu haben und konnte entsprechend zügig reagieren. Die meisten Einwohner unserer Gemeinde aber haben ihr Internet in einer kleinen Box im Keller wo 33,6 oder ähnliches drauf steht und lassen daher nicht nur aus Unwissenheit bezüglich der Computer sondern auch auf Grund der Kosten das Internet idr. da wo es sich sonst auch tummelt: da wo DSL ist ;)
Da ich selber als FI vom Fach bin bin ich auch einer der ersten Ansprechpartner im näheren Umkreis wenn es um einen Internetzugang geht wie auch immer dieser geartet sein soll. Daher kann ich zu diesen Umfragen und Bedarfsanalysen nur sagen: rechnet noch mal 30-50% dazu dann kommt ihr langsam da hin wo der tatsächliche Bedarf liegt. Viele Leute hier hätten gerne einen günstigen und schnellen Internetzugang allerdings wissen die wenigsten wie das hier gehen kann/soll und haben auch Erfahrung mit dem Umgang bezüglich der Computer und Zugangstechnik. Also schieben sie es vor sich her bis dann irgendwann z.B. die Kidds mal aus der Schule kommen und erzählen, das sie Hausaufgaben bekommen haben wo sie im Internet was suchen/lesen/ausdrucken sollen.
Inzwischen hat sich die Gemeinde bei uns (trotz meiner vorherigen Warnung bezüglich dieser Technik) mit einem Anbieter zusammen getan der das "Breitband-Internet" per Sat und W-Lan in die jeweiligen Orte bringen möchte. Die ersten zwei großen Orte sind inzwischen da auch versorgt (die kleinen hat man erst mal ignoriert, da würde es sich wohl auch nicht lohnen) und ich konnte mir den Spaß inzwischen mal ansehen. Die Technik an sich funktioniert ganz gut und dank eines zwischengeschalteten Servers, der offenbar alles cached, sind die Latenzen auch für ne Sat-Anbindung beeindruckend. Aber leider läuft fast jeder zweite Seitenaufruf erst mal ins leere bzw. wird vom Browser mit einem Timeout quittiert, man darf noch mal versuchen...ursächlich wird wohl der Cache sein, der die angeforderte Seite erst mal laden muss und das dauert schon mal einen Moment und führt dann wohl beim Browser zum Timeout denn der weiss ja nix davon das es etwas länger dauern könnte ;)
Den Nutzern jedenfalls wurde das anscheinend als "Normal" verkauft. Jedenfalls fanden diejenigen, mit denen ich gesprochen habe, diese "Pausen" normal bzw. sagten mir, das es doch jetzt alles schneller geht, da kann man doch mit der kleinen Pause leben.
Hi,
dem kann man nur Zustimmen, das ist leider so! Es genügt schon ein Anruf bei einer beliebigen Gemeindeverwaltung und stellt dort die Nachfrage nach der aktuellen Breitbandversorgung innerhalb der jeweiligen Gemeinde. Die Antworten gehen von "Was ist das", "Brauchen wir das", "Sind doch alle mit ISDN versorgt", traurig aber wahr.
Hi,
hier die ersten Ergebnisse:
http://www.landkreis-bautzen.de/download/presse/1372010.pdf
Ich sagmal bescheiden, das Ergebniss war doch zu erwarten.
Nach der Bedarfserhebung sollen nunmehr konkrete Ausbaumöglichkeiten geprüft werden. Der Finanzbedarf für die damit verbundenen Planungsleistungen wird mit 200.000 Euro angegeben, wovon ein Viertel aus Eigenmitteln des Landkreises, der Rest als Förderung kommen soll. Bis Ende 2012 soll der gesamte Landkreis Bautzen mit Breitband erschlossen sein. Das berichtet die Lausitzer Rundschau (http://www.lr-online.de/regionen/hoyerswerda/Geplant-bis-Ende-2012-Schnelles-Internet-fuer-alle;art1060,2946746).
Hallo,
hier mal der derzeitige Stand:
Montag, 19. Juli 2010
(Sächsische Zeitung)
Endlich schnelles Internet für alle
Heiko Engel
Von Engel.Heiko@dd-v.de
über schnelles Internet im Landkreis
Endlich ergreift der Landkreis Bautzen die Initiative und sorgt für den flächendeckenden Netzausbau. Der schnelle Internetzugang gehört heute einfach zur Grundausstattung wie das Telefon oder gute Straßen. All das ist längst kein Luxus mehr.
Weiße Flecken bei der Versorgung können die wirtschaftliche Entwicklung einer Region ernsthaft gefährden. Unternehmen sind auf schnelle Verbindungen angewiesen, egal ob auf der Straße oder der Datenautobahn. Der Aufbau einer Grundversorgung ist deshalb ein guter Anfang. Ob die angestrebte Netzkapazität auf Dauer allerdings ausreicht, muss sich noch zeigen.
Gleichzeitig wird hier die Kehrseite eines auf Wettbewerb getrimmten Telefonmarktes deutlich. Dieser beschert vielen Haushalten zwischen Sohland und Hoyerswerda zwar spottbillige Telefontarife. Er führt aber gleichzeitig dazu, dass sich Unternehmen ganz genau überlegen, wo sie ihre Netze aufbauen, Grundversorgung hin oder her. Weil ländliche Räume wie der Landkreis Bautzen dabei eben leicht ins Hintertreffen geraten, muss jetzt eben die öffentliche Hand das Problem lösen.
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