Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dramatische Zahlen: Wenige Breitbandnutzer in Sachsen und Brandenburg
Über einen Breitbandanschluss verfügten im Jahr 2008 lediglich 42 Prozent aller sächsischen Haushalte. Das hat nun eine Erhebung für das Statistische Landesamt Sachsen (http://www.statistik.sachsen.de/12/pressearchiv/archiv2010/mi10010.htm) ergeben. Damit lag Sachsen 2009 im Ländervergleich an vorletzter Stelle und weit hinter dem Bundesdurchschnitt von 60 Prozent. Noch schlechter ist der Nutzergrad im Land Brandenburg mit unglaublich geringen 38 Prozent. In Schleswig-Holstein werden der Statistik zufolge die meisten Breitbandanschlüsse mit 67 Prozent genutzt. 83 Prozent der Breitbandanschlüsse in Sachsen sind DSL. Damit war im Freistaat wie auch in allen anderen Bundesländern dies die dominierende Art des Internetzuganges (Bundesdurchschnitt 92 Prozent).
Die Tatsache, dass Internet an jeder Telefonbuchse zur Verfügung steht, aber nur 57 Prozent der Sachsen auch das Internet nutzen verweist darauf, dass diese Statistik keine Aussage darüber trifft, wieviele Haushalte auch tatsächlich Breitband haben wollen. Klar wird aber im Kontext des bundesweiten Überblicks eine (naheliegende) Tendenz, dass ein besserer Ausbaugrad auch zu einer höheren Breitbanddurchdringung führen würde.
Nenunikat
15.05.2010, 15:20
Natürlich besagt so ein Statistik nicht, wieviele Haushalte auch tatsächlich Breitband haben wollen.
Fraglich bleibt aber auch, wieviele der per Statistik ermittelten Internetnutzer ohne Breitband (57 Prozent Internetnutzer minus 42 Prozent Breitbandnutzer = 15 Prozent) freiwillig auf Breitband verzichten und wieviel ein reichliches halbes Jahr vor dem Ziel-Zeitpunkt Ende 2010 noch immer kein Breitband zur Verfügung haben ...
Also ich wohne ja - bekanntlich - in Dresden. Und es ist erschreckend, wieviele Telefonanschlüsse in der Landeshauptstadt nicht DSL-fähig sind. Ich habe - auch bekanntlich - Jahrelang ohne DSL gelebt. (richtiges DSL) . Es ist zwar schön, das die deutsche Telekom in Striesen Millionen an €uronen für das Pilotprojekt GPON investiert hat - finde ich gut das die Telekom diesen Schritt gewagt hat - nur leider ist der "normale" Ausbau von DSL auf der Strecke geblieben. So sollte z.b. die Seitenstraße zur Grillparzerstraße , wo diese saniert wurde letztes Jahr, mit Leerrohren versehen werden, um Kupfer bis zum Grillparzerplatz verlegen zu können. Aber nein, leztenendes kein Leerrohr, kein Kupfer...... Worauf ich hinaus will, dort wo die Infrastruktur schon fast passend gemacht wird (z.b. Straße aufgebuddelt) für die Telekom, passiert nix. Das verstehe wer will. Und um beim Thema zu bleiben, klar sind in Dresden z.b. nicht alle Bürger potenziell DSL Interessenten, aber siehe Grillparzer- / Bramschstraße , gibt es genug Leute, die gerne DSL hätten, aber nicht bekommen können. Daher wundert mich es auch nicht, das viele sanierte Altbauten (z.b.) leerstehen. Und am Grillparzerplatz ist es eindeutig auf den Unwillen der Telekom zurückzuführen.
Meiner Meinung nach hängt es nicht nur an der Verfügbarkeit, sondern auch an der Bezahlbarkeit des Zugangs und am Desinteresse, der in diesen Bundesländern überwiegend, älteren Bevölkerung.
Verfügbar wären bei uns zu mindesten teure Modem/UMTS/EDGE Zugänge, das allein genügt aber nicht man benötigt ja auch noch einen PC o. Notebook o. Smartphone... da wirds dann enge für sozial Schwache, Arbeitslose und/oder Rentner.
Das heißt für mich zum Bsp., das ich später auch mit einem besseren als dem derzeitigen UMTS-Zugang (falls Interesse besteht) diesen weithin für Nachbarn kostengünstig zur Verfügung stelle.
Gruß
@alle9ne
Da bin ich mit dir einer Meinung-in unserer Gemeinde(ca 750 Einwohner) gibt es außer Umts(HSDPA) von Vodafone und EDGE von T-Mobile keine anderen Alternativen. Von der Gemeindevertretung und Bürgermeister (ca 65+ Jahre alt) ist in Bezug auf schnellere Internetanbindung für unseren Ort nichts zu hören. Wahrscheinlich weiß man gar nichts mit dem Begriff DSL anzufangen. :confused:
Gruß
Black-Roses
28.05.2010, 11:54
Dramatisch ist eher, wenn Breitband nicht verfügbar ist und jeder von der Telekom-Hotline andere Zahlen und Termine gibt, die letztendlich sowieso nicht eingehalten werden.
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