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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was bringen Unterschriftenaktionen wirklich?


Yetannix
12.03.2004, 22:36
Man liest viel über Unterschriftenaktionen. Selbst die Eintragung in die Interessentendatenbank der Telekom wird empfohlen. Aber nutzen diese oder ähnliche Aktivitäten wirklich etwas?

Mari
13.03.2004, 17:26
Hi,

meine Erfahrungen zeigten bis jetzt, dass weder eine Unterschriftenaktion, noch eine Intressensregiestration bei der Telekom etwas bewirkt hat.
Die wirklich einzige sinnvolle Lösung ist, dem Bürgermeister/in ein Schreiben vorzulegen.

Bei mir in der Gemeinde bewirkte dies, dass wenigstens ein Teil des Ortes DSL bekam.

Plautze
13.03.2004, 19:19
solche aktionen bringen garnichts. wenn die telekom bei der einen gemeinde zusagt, sehen se in bonn schlange.

telekom muss total pleite gehen, zerschlagen werden, dann haben wir wieder hoffnung - aber nicht so.

btw: nächste woche wird klage gegen telekom eingereicht.

grüße

Vampirmind
13.03.2004, 21:57
Du könntest es auch so machen, dass du bei deinem T-Punkt anrufst und den Telekomiker, der was zu sagen hat (Abteilungsleiter oder ähnliches) verlangst. Dem berichtest du das alles und sagst ihm von der Aktion und fragst nach der Faxnummer, zu der du das Fax mit den Namen und Telefonnummern schickst. Hilft mehr als ne normale Aktion weil dann der Typ weiß dass da immenses Interesse besteht und anders als bei der Post-Variante kann die Anfrage auch nicht so einfach unter den Tisch gekehrt werden bzw. in den mülleimer wandern. Somit weiß der Typ von einem riesigen Interesse (wenn die Gruppe groß genug ist) und macht vielleicht was.

esdschne
13.03.2004, 23:22
Original von Yetannix

Man liest viel über Unterschriftenaktionen. Selbst die Eintragung in die Interessentendatenbank der Telekom wird empfohlen. Aber nutzen diese oder ähnliche Aktivitäten wirklich etwas?

Hallo,
ich arbeite bei der T-Com, wenn sich genug bei der T-Com eintragen nützt es was!! Die T-Com führt natürlich eine Betriebswirtschaftliche Prüfung durch und in vielen Bereichen, wo sich die Leute haben eintragen lassen, wurde ein Ausbau durchgeführt!

Wenn Du möchtest, kannst Du mir Deine Telefonnr. e-mailen !! Ich werde mir die eingehenden Anfragen ausdrucken und sporadisch prüfen! Bei positiven Bescheid würde ich mich dann melden! (esdschne@t-online.de)

Ich bin auch nur ein kleines Licht bei der T-Com, aber meiner Meinung nach sollten nicht nur die betriebswirtschaftlichen Belange eines Unternehmens zählen, aber wie gesagt , ich bin nur ein kleines Licht!

Homer Jay
15.03.2004, 15:19
q edsche,

du bist aber nich der heusmeister ? :D ne war ein spaß.....

also ich könnte wetten das in unserem teil des ortes (der teil hat 2 kleine i-gebiete plus ca. 500-800 Einwohner) bestimmt 100 haushalte DSL wollen aber ich glaube die telekom macht nix denn wieso sollte es sich betriebschwirtschaftlich rechenn ? ich zahle momentan ca. 160.- Euro im Monat bei ner DSL flat knapp 50.- Euro das würde ich als geldgeiler Konzern doch nie machen das ich da ausbaue.

@ Plautze,

Klage ? von wem ? kann man das unterstützen ?

FloJo
16.03.2004, 18:46
Unsere Gemeinde mit drei Orsteilen und rund 1900 Einwohnern hatte so eine Aktion gestartet, leider nicht sonderlich gut "promotet". Scheint jedenfalls im Sande verlaufen zu sein.

Goretzki
17.03.2004, 12:31
Original von Yetannix

Man liest viel über Unterschriftenaktionen. Selbst die Eintragung in die Interessentendatenbank der Telekom wird empfohlen. Aber nutzen diese oder ähnliche Aktivitäten wirklich etwas?

Meistens bringt es nicht viel aber es gibt auch Ausnahmen, siehe unter Tipps:
http://www.kein-dsl.de/tipps/

Bürgerinitiative "Breitbandinternet in Brühl (Baden)"

Glen
17.03.2004, 17:56
Original von FloJo

Unsere Gemeinde mit drei Orsteilen und rund 1900 Einwohnern hatte so eine Aktion gestartet, leider nicht sonderlich gut "promotet". Scheint jedenfalls im Sande verlaufen zu sein.

bei uns dasselbe wir haben 5500 Einwohner in 5 Ortsteilen
da wurde auch mal ne aktion gestartet, die sicher nocht schlechter als eure promoted wurde, obwohl ich mir vorstellen kann das viele leute dsl beantragen würde, obwohl, vielleicht auch nicht, den gerade in dörfern ist der anteil an alten leuten die von sowas keine peilung haben sehr hoch
aber wir haben hier 4 oder 5 Gewerbegebiete, dort würden es einige firmen sicher begrüßen dsl zu nutzen

Glen

FloJo
17.03.2004, 23:56
Es wäre interessant zu erfahren, ab welcher Anzahl von potenziellen Kunden, eine Versorgung (z.B. einrichten einer Vermittlungsstelle) mit DSL wirtschaftlich für die T-Com würde?
Sicherlich lässt sich da keine pauschale Rechnung aufstellen, da es vermutlich auf die jeweiligen Gegenheiten ankommt (vorhandene Infrastruktur). Vielleicht gibt es allerdings irgendeinen "Richtwert"??

@Glen: das Argument mit dem Desinteresse an PCs/Internet/DSL der älteren Bevölkerung in ländlichen Gebieten ist wahrscheinlich in vielen Fällen zutreffend.
Gehe ich jetzt speziell von unserer Gemeinde aus, habe ich diesbezüglich die gleichen Bedenken.

Plautze
19.03.2004, 12:01
ich hatte gestern ein interessantes gespräch mit aol. also wenn man mit 20personen an aol herantritt und sagt dass man dsl will, setzen die sich mit der telekom auseinander und machen entspr. druck. meistens mit erfolg.

ich schau mal dass ich hier 20 leute zusammenkriege, dann kann ich nach meiner sdsl-vertragslaufzeit dsl nutzen

Glen
19.03.2004, 14:10
Original von Plautze

ich hatte gestern ein interessantes gespräch mit aol. also wenn man mit 20personen an aol herantritt und sagt dass man dsl will, setzen die sich mit der telekom auseinander und machen entspr. druck. meistens mit erfolg.

ich schau mal dass ich hier 20 leute zusammenkriege, dann kann ich nach meiner sdsl-vertragslaufzeit dsl nutzen

hmmm, muss ich dann AOL DSL benutzen? anders wärs ja irgendwie sinnlos erst AOL belabern und dann doch t-online usen, leider ist mit AOL cer ping nicht gerade der beste

Vampirmind
19.03.2004, 21:13
Original von Glen

Original von Plautze

ich hatte gestern ein interessantes gespräch mit aol. also wenn man mit 20personen an aol herantritt und sagt dass man dsl will, setzen die sich mit der telekom auseinander und machen entspr. druck. meistens mit erfolg.

ich schau mal dass ich hier 20 leute zusammenkriege, dann kann ich nach meiner sdsl-vertragslaufzeit dsl nutzen

hmmm, muss ich dann AOL DSL benutzen? anders wärs ja irgendwie sinnlos erst AOL belabern und dann doch t-online usen, leider ist mit AOL cer ping nicht gerade der beste

Wenn sie es normal Verfügbar machen dann kannst natürlich abspringen :) wird zwar die von AOL nicht besonders freuen aber das ist ja deine Sache ^^

24.03.2004, 08:20
Also bei uns ist der Bürgermeister mit 64 Unterschriften und Firmenunterstützung schriftlich an die T-Com herangetreten.

Ergebnis :
Standard Absage : Es ist unwirtschaftlich, und der Nachbarort ist nur aus dem Grund ausgebaut worden weil ein übergeordneter Telekomknotenpunkt ausgebaut werden musste, das soll die ganze Sache dann auf einmal wirtschaftlicher machen.

Da haben wohl 64 Unterschriften nicht gereicht.Momentan wird ein neuer Versuch gestartet und hoffentlich kommen bis zu 200 Unterschriften zusammen.Falls dann wieder eine Ablehnung erfolgt ist die T-Com unfähig flexibel zu entscheiden und geht wie immer nach einer Planwirtschaft vor.Wer bis 2010 (solange soll die neue Ausbauphase gehen) immernoch kein dsl hat wird auch nie welches bekommen.

flatneo
29.03.2004, 10:30
Das Unterschriften sammeln bringt auf jeden Fall etwas.
Ich habe letzte Woche mit jemanden von der Presse Stelle gesprochen, und nach seiner Aussage richtet sich der Ausbau alleine nach der Nachfrage.
Wer also eine gute Nachfrage belegen kann hat ne deutlich höhere Chance.
Das geht soweit das schon für den Ausbau festgelegte Gebiete zurück gestellt werden wenn sich in der Nähe ein höherer Absatz abzeichnet.
Deswegen trifft die Telekom, nach Aussage des Pressesprechers, auch keine Aussagen mehr über Ihre Ausbau vorhaben.
Es kam desöfteren vor das man den Ausbau zugesagt hat und sich dann in letzter Minute umentschieden hat.

jens
29.03.2004, 11:24
Kommt immer drauf an wie die Begebenheiten sind.

Ich habe 250 Einträge in der Datenbank der Interessengemeinschaft von Rockenberg.
Der Bürgermeister hat auch schon mehrere Schreiben aufgesetzt
Und es gab ein Treffen mit der Telekom.

Dies alles steht aber gegenüber 400.000€ Ausbaukosten...

Also kommt immer drauf an, an was es liegt ob so eine Aktion Erfolge mit sich bringt.

26.04.2004, 22:12
Immer wenn ich bei der Telekom nachfrage (ca. 1 mal/Monat) wird mir vorgeschlagen mich in die Interressendatenbank aufzunehmen. Aber jedesmal bin ich dann nicht mehr eingetragen. Da ist doch was faul !!

Die löschen die Datenbank, damit sie nicht ausbauen müssen !!!!!!!!

Aber morgen red ich mit meinen Bürgermeister, ob der was machen kann. Hoffe dass der wenigstens was ausrichten kann.

DerMitwisser
27.04.2004, 14:13
Es gibt keinen Ausbau von T-DSL! Dort wor die Leitungslänge bzw. die Kombination von Leitungslänge und verlegten Leitungsquerschnitten eine zu große Dämpfung für ADSL (=T-DSL) ergibt wird es in absehbarer Zeit kein T-DSL geben!!! Abhilfe würden nur ADSL-Regeneratoren (Verstärker) und die Dinger kosten halt und müssen erst mal in die nächste Muffe oder in den nächsten Kabelverzweiger. Und das bundesweit ...
Da aber nun der Preis für T-DSL nicht gerade üppig ist besteht einfach kein Interesse an einer solchen Lösung ...

ichwarteimmernoch
31.01.2007, 20:06
Dieses verdammte sesselfurzende T-Com Pack hat überhaupt kein Interesse alle mit DSL zu versorgen. Je länger ich brauche um meine Mails zu lesen desto mehr verdienen die doch, ohne Investition. Die Regulierungsbehörde soll endlich Powerline über Stromnetz ferigeben. Dann brauchen wir die T-Com nicht mehr, die können sich dann ihren marodenden Leitungsdreck um den Hals wickeln und Bunee-Jumping machen.

Plautze
06.02.2007, 07:06
gute idee. aber bitte sämtliche mitareiter inkl. vorstand.

nutzt du keine isdn-flat?!

sschaper
20.02.2007, 09:14
Hallo,

natürlich bringen Unterschriftensammlungen etwas. Hint: Es gibt nicht nur ADSL als Bretiband-Technologie, und auch nicht nur die Telekom als Anbieter. Jeder Anbieter (gleich welche Technologie) wird zuerst eine Wirtschaftlichkeitsrechnung machen. Und da hilft es ungemein, wenn er mit einigermaßen sicheren Kundenzahlen kalkulieren kann (natürlich gehört da noch eine Menge mehr dazu). Zumindest hebt das eine Gemeinde von den anderen ab, die eine solche Sammlung nicht vorweisen können, also wird sich ein potentieller Anbieter, der sicher hunderte solcher Anfragen hat, zuerst die Gemeinden raussuchen, bei denen die Zahlen bereits vorliegen.

Siehe auch "HOWTO: Reich und sexy mit einer Breitband-Bürgerinitiative (http://www.buergernetz-balzfeld.de/bb/viewtopic.php?t=798)".

Viele Grüße,

Sebastian