Thomas
20.08.2004, 12:48
Nachdem ich, als Glasfasergeschädigter, auch schon über mehrere Jahre hinter DSL herbin, mich über die T-Com Werbung ärgere und ... bla,bla,bla
... hab ich mir einmal Gedanken über die wirtschaftlichen Folgen des nicht vorhanden seins von DSL, zugegeben Vordergründig, gedanken gemacht. Mit diesen habe ich nun den, für mein Bundesland (Saarland) zuständigen Wirtschftsminister kontaktiert. Dieser hat ein persönliches Kontaktformular im Internet. Bin einmal gespannt ob Antwort kommt, wenn ja was. Nachfolgend die Email:
"Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister!
Erst einmal meinen Respekt, dass Sie sich dazu entschließen konnten, persönlich dem Bürger über diese Form der Kommunikation zur Verfügung zu stehen.
Mein Name ist XXX, ich lebe in XXX, XXX. Nun aber zu meinem Anliegen:
Sie schreiben einleitend auf Ihrer Kontaktseite im Internet:
„Das Internet gibt uns Möglichkeiten, sehr viel direkter als bisher Kontakt aufzunehmen.“
Hier gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Jedoch benötigen modernere Applikationen des Internet, im Verhältnis zu Email, auch immer mehr Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. Und hier kommen wir zum Kern der Sache, nämlich die mangelnde Bereitschaft der Deutschen Telekom (nachfolgend T-Com), Bundesbürger flächendeckend mit moderner Breitbandtechnik (ADSL oder VDSL) zu versorgen. Ich selbst wohne in XXX. Mein Wohnort ist fast komplett mit Glasfaserkabeln verkabelt. Über diese Art von Kabeln ist lt. T-Com keine Breitbandanbindung möglich. Das Gegenteil beweist zum Bespiel Japan seit langem. Hier wurde rasend schnelles Internet, über Glasfaser, schon vor Jahren eingeführt. Oder auch seit neuestem in der BRD, z.B. in Köln.
Sie fragen sich jetzt vielleicht, was dies, mit Ihnen als Wirtschaftsminister zu tun hat. Um es auf den Punkt zu bringen: Enorme Schäden für betroffene Unternehme, Wirtschaftsstandorte, und Privatpersonen. Und das, so meine Meinung nach, in Millionenhöhe, verursacht durch die T-Com. Lassen Sie mich erläutern warum:
Unternehmen sind immer mehr auf moderne Kommunikationsformen angewiesen. Nicht nur Unternehmen der IT Branche sind hiervon betroffen. Z.B. trifft dies ebenso Unternehmen des produzierenden Gewerbe, welche Datenaustausch (z.B. Konstruktionsdaten) mit Lieferanten und Kunden durchführen müssen. Hier handelt es sich in der Regel um größere Datenmengen welche enorme Kosten verursachen, bedingt durch die langsame Datenübertragung. Oder Unternehmen welche einen Außendienst haben, der Regelmäßig über Telefonleitung mit der Firma kommuniziert. Oder dezentralisierte Unternehmen welche jedoch in Projektgruppen zusammenarbeiten. Auf fast alle Unternehmen trifft zu, dass auch einmal Recherchen im Internet durchgeführt werden müssen. Ich könnte an dieser Stelle noch zwei Seiten an Gründen aufführen, aber ich denke Sie haben mich verstanden.
Was den Wirtschaftsstandort angeht ist das schnell erklärt: Ein Unternehmer welcher sich für einen Standort entscheiden muss, wird den wählen, welcher über einen Breitbandanschluss verfügt (natürlich unter Abwägung anderer Gegebenheiten).
Was Privatpersonen angeht so ist die Benachteiligung genauso immens wie bei Unternehmen. Angefangen von der immer stärker werdenden Bildungsplattform Internet, bei welcher immer mehr Medien wie z.B. Filme eingesetzt werden (diese können mit Modem oder ISDN kaum gehändelt werden), bis hin zu Benachteiligungen beim Einkauf (z.B. Musikdateien sind im Internet wesentlich günstiger zu beziehen als auf CD, aber aufgrund des Volumen mit herkömmlicher Technik kaum zu downloaden).
Für Unternehmen und Privatpersonen gilt gleichermaßen, dass aufgrund Grund der zunehmenden Verbreitung des Breitbandinternets, Internetinhalte immer Aufwendiger werden (z.B. Werbung auf Internetseiten). Die Unterprivilegierten müssen sich hierbei mit langen Seitenaufbauzeiten herumschlagen, was wiederum Zeit kostet, und damit Kosten verursacht.
Ich denke dies sind genug vordergründige Erläuterungen eines Laien. Profis aus Ihrem Hause sind sicherlich in der Lage diesbezüglich genauere Zusammenhänge herauszufinden, und auch einen volkswirtschaftlichen Schaden, verursacht durch T-Com, zu beziffern.
Abschließend noch ein Zitat aus dem Grundgesetz:
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“
In diesem Fall liegt jedoch eine klare Benachteiligung vor, speziell im Bezug auf den Passus der Heimat. Besonders gravierend ist diese bei der Berufsausübung und der Lernplattform Internet.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Einstellung zu diesem Thema näher bringen, und verständlich machen. Ebenso hoffe ich in Ihnen einen Mitstreiter in Sachen gleiches Internet für alle gefunden zu haben. Gegen die mächtige Deutsche Telekom ist mein Einfluss, zugegebener maßen, mickrig. Gespannt erwarte ich Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schwed
Ps. Eine Kopie dieser Email werde ich ebenfalls der T-Com zukommen lassen."
... hab ich mir einmal Gedanken über die wirtschaftlichen Folgen des nicht vorhanden seins von DSL, zugegeben Vordergründig, gedanken gemacht. Mit diesen habe ich nun den, für mein Bundesland (Saarland) zuständigen Wirtschftsminister kontaktiert. Dieser hat ein persönliches Kontaktformular im Internet. Bin einmal gespannt ob Antwort kommt, wenn ja was. Nachfolgend die Email:
"Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister!
Erst einmal meinen Respekt, dass Sie sich dazu entschließen konnten, persönlich dem Bürger über diese Form der Kommunikation zur Verfügung zu stehen.
Mein Name ist XXX, ich lebe in XXX, XXX. Nun aber zu meinem Anliegen:
Sie schreiben einleitend auf Ihrer Kontaktseite im Internet:
„Das Internet gibt uns Möglichkeiten, sehr viel direkter als bisher Kontakt aufzunehmen.“
Hier gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Jedoch benötigen modernere Applikationen des Internet, im Verhältnis zu Email, auch immer mehr Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. Und hier kommen wir zum Kern der Sache, nämlich die mangelnde Bereitschaft der Deutschen Telekom (nachfolgend T-Com), Bundesbürger flächendeckend mit moderner Breitbandtechnik (ADSL oder VDSL) zu versorgen. Ich selbst wohne in XXX. Mein Wohnort ist fast komplett mit Glasfaserkabeln verkabelt. Über diese Art von Kabeln ist lt. T-Com keine Breitbandanbindung möglich. Das Gegenteil beweist zum Bespiel Japan seit langem. Hier wurde rasend schnelles Internet, über Glasfaser, schon vor Jahren eingeführt. Oder auch seit neuestem in der BRD, z.B. in Köln.
Sie fragen sich jetzt vielleicht, was dies, mit Ihnen als Wirtschaftsminister zu tun hat. Um es auf den Punkt zu bringen: Enorme Schäden für betroffene Unternehme, Wirtschaftsstandorte, und Privatpersonen. Und das, so meine Meinung nach, in Millionenhöhe, verursacht durch die T-Com. Lassen Sie mich erläutern warum:
Unternehmen sind immer mehr auf moderne Kommunikationsformen angewiesen. Nicht nur Unternehmen der IT Branche sind hiervon betroffen. Z.B. trifft dies ebenso Unternehmen des produzierenden Gewerbe, welche Datenaustausch (z.B. Konstruktionsdaten) mit Lieferanten und Kunden durchführen müssen. Hier handelt es sich in der Regel um größere Datenmengen welche enorme Kosten verursachen, bedingt durch die langsame Datenübertragung. Oder Unternehmen welche einen Außendienst haben, der Regelmäßig über Telefonleitung mit der Firma kommuniziert. Oder dezentralisierte Unternehmen welche jedoch in Projektgruppen zusammenarbeiten. Auf fast alle Unternehmen trifft zu, dass auch einmal Recherchen im Internet durchgeführt werden müssen. Ich könnte an dieser Stelle noch zwei Seiten an Gründen aufführen, aber ich denke Sie haben mich verstanden.
Was den Wirtschaftsstandort angeht ist das schnell erklärt: Ein Unternehmer welcher sich für einen Standort entscheiden muss, wird den wählen, welcher über einen Breitbandanschluss verfügt (natürlich unter Abwägung anderer Gegebenheiten).
Was Privatpersonen angeht so ist die Benachteiligung genauso immens wie bei Unternehmen. Angefangen von der immer stärker werdenden Bildungsplattform Internet, bei welcher immer mehr Medien wie z.B. Filme eingesetzt werden (diese können mit Modem oder ISDN kaum gehändelt werden), bis hin zu Benachteiligungen beim Einkauf (z.B. Musikdateien sind im Internet wesentlich günstiger zu beziehen als auf CD, aber aufgrund des Volumen mit herkömmlicher Technik kaum zu downloaden).
Für Unternehmen und Privatpersonen gilt gleichermaßen, dass aufgrund Grund der zunehmenden Verbreitung des Breitbandinternets, Internetinhalte immer Aufwendiger werden (z.B. Werbung auf Internetseiten). Die Unterprivilegierten müssen sich hierbei mit langen Seitenaufbauzeiten herumschlagen, was wiederum Zeit kostet, und damit Kosten verursacht.
Ich denke dies sind genug vordergründige Erläuterungen eines Laien. Profis aus Ihrem Hause sind sicherlich in der Lage diesbezüglich genauere Zusammenhänge herauszufinden, und auch einen volkswirtschaftlichen Schaden, verursacht durch T-Com, zu beziffern.
Abschließend noch ein Zitat aus dem Grundgesetz:
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“
In diesem Fall liegt jedoch eine klare Benachteiligung vor, speziell im Bezug auf den Passus der Heimat. Besonders gravierend ist diese bei der Berufsausübung und der Lernplattform Internet.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Einstellung zu diesem Thema näher bringen, und verständlich machen. Ebenso hoffe ich in Ihnen einen Mitstreiter in Sachen gleiches Internet für alle gefunden zu haben. Gegen die mächtige Deutsche Telekom ist mein Einfluss, zugegebener maßen, mickrig. Gespannt erwarte ich Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schwed
Ps. Eine Kopie dieser Email werde ich ebenfalls der T-Com zukommen lassen."