blablablubb
05.01.2005, 22:10
Hallo,
schlagt mich nicht, ich habe DSL! Wollte hier nur mal loswerden wie ich dazu gekommen bin weil mich die Art wie ich zu DSL gekommen bin immer noch aufregt.
Also, ich hab das übliche hinter mir, jahrelanges Nachfragen, Anschlussprüffung, immer wieder bestellen oder vormerken lassen, und dann immer wieder geht nicht, Auftrag storniert und so weiter. Ihr kennt das ja.
Bei uns hat NIEMAND DSL. Meine Ortschaft hat keine Vermittlungsstelle. Wir hängen mir mehreren dicken, vieladrigen und teilweise uralten Kabeln an der VST der nächsten Stadt, Leitungslänge ist knapp über 9km. Klar dass das nicht geht .... dachte ich!
Durch Zufall hab ich erfahren, dass mein Zahnarzt zwei Strassen weiter in seiner Praxis DSL hat und drei Strassen weiter zuhause auch. Nachdem ich immer gegen eine Wand gelaufen war dachte ich die Welt bricht zusammen, das kann doch nicht sein. OK, hab nachgesehen (kenne den Mann gut), tatsächlich DSL! Hmmm. Hab gefragt ob ich mich bei der Verfügbarkeitsprüfung auf seinen Namen berufen darf und seine Nummern nennen darf, er war einverstanden.
Also, wieder Antrag gestellt, negativ. Nochmal nachgehakt, negativ. Gebeten zu überprüfen, warum es beim Zahnarzt geht und bei mir nicht, negativ. Nochmal. Negativ. Ponzius und Pilatus angerufen, negativ. Hab dann rausbekommen dass der Zahnarzt irgendwie auf nem anderen Kabel läuft. Hab weiter nachgebohrt. Hab rausbekommen dass auf dem Kabel eigentlich kein DSL geht. Nochmal. Nochmal negativ. Schliesslich haben mich die Telekomiker gebeten nicht mehr anzurufen und keine Anträge zu stellen weil es zwecklos ist.
OK, das musste ich akzeptieren. Dachte ich jedenfalls.
Jetzt ist es aber so, dass ich bei einer grossen Firma in der EDV arbeite und wir sehr viel mit der Telekom zu tun haben. Eines Tages war ich auf einer Kundenfachtagung (Werbeveranstaltung?) eingeladen. Da gab es auch ein köstliches Mittagessen(Bestechung? Na ja, wolln wir mal keine böse Absicht unterstellen). Da sass ich dann mit unserem Kundenbetreuer, meinem Chef und diversen anderen Kunden und Telekomikern am Tisch und man redet so über Projekte und die Erfahrungen mit der Telekom. Tja, und da bin ich dann ziemlich penetrant geworden. Ich hab gesagt, dass ich im Geschäft sehr zufrieden bin aber -da bin ich dann etwas laut geworden- privat mit denen auf Kriegsfuss stehe und dass es anscheinend priviligierte Nutzer gibt (Zahnarzt!) für die andere Regelungen gelten und dass ich diese Zweiklassengesellschaft gelinde gesagt nicht in Ordnung finde. Nja, ich hab dafür ein anderes Wort verwendet. Und wie ich mich da so gerade aufrege kommt der oberste anwesende Vertriebsleiter zu mir her und meint es wäre nett wenn ich das Thema jetzt beenden würde, er würde den für unser Geschäft zuständigen Vertriebler damit beauftragen sich um die Angelegenheit zu kümmern und nochmals nachzufragen und eine Anschlussprüfung durchzuführen.
Gut, ich hab dann die Klappe gehalten. Vielleicht war das taktisch klug.
Auf jeden Fall ruft eine Woche später der Vertriebler im Geschäft an und meint er hätte ne gute Nachricht für mich, DSL ist möglich. Habs natürlich gleich beauftragt und siehe da, eine Woche später war der Splitter und das Modem da und drei Tage später hats funktioniert.
Zu meinem Erstaunen habe ich bei einer Leitungslänge von 8,8km DSL768 bekommen, kein DSL lite. Tja, und was soll ich sagen, es läuft absolut zuverlässig. Jetzt gibt es in meinem Ort (immerhin 3500 Einwohner) drei DSL-Anschlüsse, meinen und die zwei vom Zahnarzt.
Und was lernen wir daraus? Irgendwie geht alles, man muss nur den richtigen Leuten zu einem taktisch klugen Zeitpunkt so auf die Füsse treten dass es wirklich weh tut. Das funktioniert anscheinend viel besser als drei Jahre lang brav irgendwelche Anträge zu stellen oder mit irgendwelchen "übermotivierten" Telekomikern zu telefonieren.
Wollte das mal loswerden damit Ihr die Hoffnung nicht ganz verliert.
Ciao
schlagt mich nicht, ich habe DSL! Wollte hier nur mal loswerden wie ich dazu gekommen bin weil mich die Art wie ich zu DSL gekommen bin immer noch aufregt.
Also, ich hab das übliche hinter mir, jahrelanges Nachfragen, Anschlussprüffung, immer wieder bestellen oder vormerken lassen, und dann immer wieder geht nicht, Auftrag storniert und so weiter. Ihr kennt das ja.
Bei uns hat NIEMAND DSL. Meine Ortschaft hat keine Vermittlungsstelle. Wir hängen mir mehreren dicken, vieladrigen und teilweise uralten Kabeln an der VST der nächsten Stadt, Leitungslänge ist knapp über 9km. Klar dass das nicht geht .... dachte ich!
Durch Zufall hab ich erfahren, dass mein Zahnarzt zwei Strassen weiter in seiner Praxis DSL hat und drei Strassen weiter zuhause auch. Nachdem ich immer gegen eine Wand gelaufen war dachte ich die Welt bricht zusammen, das kann doch nicht sein. OK, hab nachgesehen (kenne den Mann gut), tatsächlich DSL! Hmmm. Hab gefragt ob ich mich bei der Verfügbarkeitsprüfung auf seinen Namen berufen darf und seine Nummern nennen darf, er war einverstanden.
Also, wieder Antrag gestellt, negativ. Nochmal nachgehakt, negativ. Gebeten zu überprüfen, warum es beim Zahnarzt geht und bei mir nicht, negativ. Nochmal. Negativ. Ponzius und Pilatus angerufen, negativ. Hab dann rausbekommen dass der Zahnarzt irgendwie auf nem anderen Kabel läuft. Hab weiter nachgebohrt. Hab rausbekommen dass auf dem Kabel eigentlich kein DSL geht. Nochmal. Nochmal negativ. Schliesslich haben mich die Telekomiker gebeten nicht mehr anzurufen und keine Anträge zu stellen weil es zwecklos ist.
OK, das musste ich akzeptieren. Dachte ich jedenfalls.
Jetzt ist es aber so, dass ich bei einer grossen Firma in der EDV arbeite und wir sehr viel mit der Telekom zu tun haben. Eines Tages war ich auf einer Kundenfachtagung (Werbeveranstaltung?) eingeladen. Da gab es auch ein köstliches Mittagessen(Bestechung? Na ja, wolln wir mal keine böse Absicht unterstellen). Da sass ich dann mit unserem Kundenbetreuer, meinem Chef und diversen anderen Kunden und Telekomikern am Tisch und man redet so über Projekte und die Erfahrungen mit der Telekom. Tja, und da bin ich dann ziemlich penetrant geworden. Ich hab gesagt, dass ich im Geschäft sehr zufrieden bin aber -da bin ich dann etwas laut geworden- privat mit denen auf Kriegsfuss stehe und dass es anscheinend priviligierte Nutzer gibt (Zahnarzt!) für die andere Regelungen gelten und dass ich diese Zweiklassengesellschaft gelinde gesagt nicht in Ordnung finde. Nja, ich hab dafür ein anderes Wort verwendet. Und wie ich mich da so gerade aufrege kommt der oberste anwesende Vertriebsleiter zu mir her und meint es wäre nett wenn ich das Thema jetzt beenden würde, er würde den für unser Geschäft zuständigen Vertriebler damit beauftragen sich um die Angelegenheit zu kümmern und nochmals nachzufragen und eine Anschlussprüfung durchzuführen.
Gut, ich hab dann die Klappe gehalten. Vielleicht war das taktisch klug.
Auf jeden Fall ruft eine Woche später der Vertriebler im Geschäft an und meint er hätte ne gute Nachricht für mich, DSL ist möglich. Habs natürlich gleich beauftragt und siehe da, eine Woche später war der Splitter und das Modem da und drei Tage später hats funktioniert.
Zu meinem Erstaunen habe ich bei einer Leitungslänge von 8,8km DSL768 bekommen, kein DSL lite. Tja, und was soll ich sagen, es läuft absolut zuverlässig. Jetzt gibt es in meinem Ort (immerhin 3500 Einwohner) drei DSL-Anschlüsse, meinen und die zwei vom Zahnarzt.
Und was lernen wir daraus? Irgendwie geht alles, man muss nur den richtigen Leuten zu einem taktisch klugen Zeitpunkt so auf die Füsse treten dass es wirklich weh tut. Das funktioniert anscheinend viel besser als drei Jahre lang brav irgendwelche Anträge zu stellen oder mit irgendwelchen "übermotivierten" Telekomikern zu telefonieren.
Wollte das mal loswerden damit Ihr die Hoffnung nicht ganz verliert.
Ciao