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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutschland noch immer Breitband-Wüste


Axel
09.03.2005, 13:33
Mangel an Investitionsbereitschaft

Laut Mercer ist an diesem Technik-Debakel hierzulande der fehlende Infrastrukturwettbewerb und ausbleibende Investitionen in alternative Infrastrukturen schuld. So ist die Marktdurchdringung in den Niederlanden Ursache eines frühen und harten Wettbewerbs zwischen Kabelnetzbetreibern und DSL-Anbietern. Eine ähnliche Konkurrenzsituation ist hierzulande, trotz der hohen Abdeckung von 55 Prozent der deutschen Haushalte mit Kabelanschluss, wegen der Netzstruktur und verschiedener gescheiterter Investitionen bislang nicht realistisch.

UMTS macht Breitband Dampf

Mögliches Feuer unterm Breitband-Hintern könnte allerdings UMTS machen: Bei mehr als 70 Millionen Mobilfunkverträgen in Deutschland und wachsenden Geschwindigkeiten bemühen sich inzwischen auch die Mobilfunkanbieter um die Breitband-Klientel und kommen mit neuen mobilen Multimedia-Diensten an den Markt. Mercer prognostiziert Deutschland bis zum Jahr 2009 immerhin 35 Prozent Durchdringung mit Breitband – dann liegen wir in rund fünf Jahren immerhin da, wo Japan schon heute steht. :evil:

Quelle: www.onlinekosten.de
Wer daran wohl die größte Schuld trägt ... :roll:

NoDSLer
09.03.2005, 20:26
Hallo immerhin bis 2009 soll es soweit sein! Soll man das Glauben :?: :?:

Es lebe 56k :!: :!:

tdsl
11.03.2005, 18:08
Original von Axel

Laut Mercer ist an diesem Technik-Debakel hierzulande der fehlende Infrastrukturwettbewerb und ausbleibende Investitionen in alternative Infrastrukturen schuld. So ist die Marktdurchdringung in den Niederlanden Ursache eines frühen und harten Wettbewerbs zwischen Kabelnetzbetreibern und DSL-Anbietern. Eine ähnliche Konkurrenzsituation ist hierzulande, trotz der hohen Abdeckung von 55 Prozent der deutschen Haushalte mit Kabelanschluss, wegen der Netzstruktur und verschiedener gescheiterter Investitionen bislang nicht realistisch.Wieviel % der Kunden, die keinen DSL-Anschluss bekommen können, haben denn einen Kabelanschluss...?

Da das Problem doch vor allem die ländlichen Räume betrifft, wo es meist kein TV-Kabel gibt (was im Gegensatz zu DSL aber niemand zu stören scheint...), wüsste ich nicht, was ein stärkerer Wettbewerb mit den in Deutschland wirklich breitbandmäßig unbedeutenden Kabelgesellschaften bringen soll.

Zudem: In den Städten, wo Internet über TV-Kabel geht, ist das Angebot oft denkbar unattraktiv. Geringe Bandbreiten gibt es schon zu kleinem Preis (z.B. ISH), aber für T-DSL-Geschwindigkeiten muss man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Wer daran wohl die größte Schuld trägt ...Die ganzen "kleineren" Telefongesellschaften wie Arcor & Co., die sich nur für die Filetstücke (Großstädte, Metropolregionen) interressieren und so etwas wie bundesweiten Wettbewerb erst gar nicht aufkommen lassen.

videomartin
14.03.2005, 17:12
Und wenn man sich die jetzt nach der CeBIT erstarkenden Angebote der Mobilfunkanbieter anschaut über UMTS, so sind die meistens auf einen ganz bestimmten Personenkreis zugeschnitten.

Und das ist nicht der typische ISDN-geschädigte Nicht-Breitbandnutzer.

Vom Preis her ziemlich daneben und wenn man sich die UMTS - Ausbaukarten anschaut (die sind bei weitem noch schlimmer als die DSL-Ausbaukarten), weiss man, dass man sich gerade in ländlichen Regionen zumindest die nächsten 10 Jahre keine Hoffnungen machen braucht, vom ISDN mit Hilfe der normalen Anbieter weg zu kommen.

Alles wie immer für Regionen, wo schon praktisch alles vorhanden ist (von städtischen Glasfaser-Verunglückungen mal abgesehen) und mit relativ geringen Investitionen eine grosse Benutzerzahl erreicht werden kann.

Ich bin nach wie vor enttäuscht und auch die Alibi-Aktionen der Bundesregierung werden hier absolut nichts bringen - ausser der unsinnigen Verschendung von Geld und Arbeitszeit.

tdsl
16.03.2005, 14:13
Original von videomartin

Vom Preis her ziemlich daneben und wenn man sich die UMTS - Ausbaukarten anschaut (die sind bei weitem noch schlimmer als die DSL-Ausbaukarten), weiss man, dass man sich gerade in ländlichen Regionen zumindest die nächsten 10 Jahre keine Hoffnungen machen brauchtStimmt, aber zum Glück teilen sich den Mobilfunkmarkt 4 recht große Anbieter, so dass in diesem Fall wohl nicht alle nur auf der Telekom bzw. T-Mobile rumhacken werden.

Man muss das Positive sehen. Dann sind Vodafone, E-Plus und o2 wenigstens auch mal "die Bösen".