Flora
07.09.2006, 17:17
Die Bürgerinitiative Breitband für Wuppertal (BfW) (http://www.wuppertal-will-dsl.de/) hat den Wettbewerb zwischen den Anbietern in Schwung gebracht: MAXXonair, T-Com und ish konkurrieren nun um die Kunden in den Wuppertaler Stadtteilen Uellendahl-Ost, Hatzfeld und Katernberg. Dies sind immerhin 40.000 Menschen, die bislang keine Chance auf einen schnellen Zugang zum Netz hatten. Der symbolische Druck des Startknopfs für das neue WiMAX-Netz von MAXXonair wurde kürzlich vollzogen. Bis Jahresende sollen mindestens 2.000 Kunden angeschlossen sein.
"Wir haben etliche Briefe an zahlreiche Gremien geschrieben, Präsentationen gehalten, die Presse informiert und immer wieder mit Anbietern gesprochen", beschreibt BfW-Pressesprecher Michael Zerwell die energische Arbeit der Bürgerinitiative. Fleiß gibt Preis: Auch T-Com verkündete jüngst den Ausbau der T-DSL Infrastruktur bis Jahresende. Erste Kunden könnten bereits DSL über das Netz der T-Com nutzen. Als weitere Zugangsmöglichkeit zum Breitbandinternet wird der Kabelnetzbetreiber ish ab Oktober das TV-Kabel in Wuppertal modernisieren. Noch in diesem Jahr sollen Wuppertaler Bürger dieses Angebot erhalten.
Dass sich Engagement lohnt, hat in Berlin-Pankow auch die dortige Breitbandinitiative DSLnachPankow (http://www.dslnachpankow.de/cms/index.php) gezeigt. Ähnlich wie die Wuppertaler Initiative bereitete man den Boden für eine innovative Technologie. WiMAX des Anbieters MAXXonair ist in Pankow seit November 2005 verfügbar. Die Deutsche Telekom, die zuvor 70.000 Haushalte für unattraktiv hielt, erkannte das Potential und forcierte ihren Ausbau, der DSL über Glasfaser ermöglicht. Weitere Anbieter mit unterschiedlichen Technologien konnten gewonnen werden, Gewerbegebiete zu erschließen bzw. den rückkanalfähigen Ausbau der TV-Kabel in Angriff zu nehmen.
Hinter diesen Erfolgen steckt ungeheuer viel Arbeit. Das sieht wohl auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Deshalb ist DSLnachPankow im Wettbewerb „Wege ins Netz 2006“ ausgezeichnet worden. Die steigende Internetnutzung und die Förderung der Digitalen Integration in Deutschland sei auch bürgerschaftlichem Engagement und der Initiative zahlreicher Verbände zu verdanken, meinte die Staatssekretärin beim BMWi, Dagmar Wöhrl. Die Preisverleihung fand am vorigen Freitag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) im Rahmen der Präsentation des neuen Breitbandatlasses statt. Einen passenderen Rahmen kann man sich als Initiative zur Überwindung des Schmalbandelends kaum wünschen.
Denn auch das BMWi weiß, dass es bei der Breitbanderschließung hapert. Dies lässt sich der Pressemittelung entnehmen. Aus diesem Grunde und ganz im Sinne des Wettbewerbes, der darauf zielt, dass „die ausgezeichneten Projekte eine Signalwirkung für die Öffentlichkeit haben und andere Akteure zur Nachahmung anregen (sollen)“ versteht DSLnachPankow seine Auszeichnung als „lobende Erwähnung“ stellvertretend für Breitbandinitiativen im ganzen Land. Best-Practice kann aber nicht bedeuten, das BMWi aus seiner Verantwortung für eine bundesweite Breitbanderschließung zu entlassen. Wünschenswert wäre von dort noch mehr Engagement zur Stimulierung eines echten Breitbandinfrastrukturwettbewerbes .
"Wir haben etliche Briefe an zahlreiche Gremien geschrieben, Präsentationen gehalten, die Presse informiert und immer wieder mit Anbietern gesprochen", beschreibt BfW-Pressesprecher Michael Zerwell die energische Arbeit der Bürgerinitiative. Fleiß gibt Preis: Auch T-Com verkündete jüngst den Ausbau der T-DSL Infrastruktur bis Jahresende. Erste Kunden könnten bereits DSL über das Netz der T-Com nutzen. Als weitere Zugangsmöglichkeit zum Breitbandinternet wird der Kabelnetzbetreiber ish ab Oktober das TV-Kabel in Wuppertal modernisieren. Noch in diesem Jahr sollen Wuppertaler Bürger dieses Angebot erhalten.
Dass sich Engagement lohnt, hat in Berlin-Pankow auch die dortige Breitbandinitiative DSLnachPankow (http://www.dslnachpankow.de/cms/index.php) gezeigt. Ähnlich wie die Wuppertaler Initiative bereitete man den Boden für eine innovative Technologie. WiMAX des Anbieters MAXXonair ist in Pankow seit November 2005 verfügbar. Die Deutsche Telekom, die zuvor 70.000 Haushalte für unattraktiv hielt, erkannte das Potential und forcierte ihren Ausbau, der DSL über Glasfaser ermöglicht. Weitere Anbieter mit unterschiedlichen Technologien konnten gewonnen werden, Gewerbegebiete zu erschließen bzw. den rückkanalfähigen Ausbau der TV-Kabel in Angriff zu nehmen.
Hinter diesen Erfolgen steckt ungeheuer viel Arbeit. Das sieht wohl auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Deshalb ist DSLnachPankow im Wettbewerb „Wege ins Netz 2006“ ausgezeichnet worden. Die steigende Internetnutzung und die Förderung der Digitalen Integration in Deutschland sei auch bürgerschaftlichem Engagement und der Initiative zahlreicher Verbände zu verdanken, meinte die Staatssekretärin beim BMWi, Dagmar Wöhrl. Die Preisverleihung fand am vorigen Freitag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) im Rahmen der Präsentation des neuen Breitbandatlasses statt. Einen passenderen Rahmen kann man sich als Initiative zur Überwindung des Schmalbandelends kaum wünschen.
Denn auch das BMWi weiß, dass es bei der Breitbanderschließung hapert. Dies lässt sich der Pressemittelung entnehmen. Aus diesem Grunde und ganz im Sinne des Wettbewerbes, der darauf zielt, dass „die ausgezeichneten Projekte eine Signalwirkung für die Öffentlichkeit haben und andere Akteure zur Nachahmung anregen (sollen)“ versteht DSLnachPankow seine Auszeichnung als „lobende Erwähnung“ stellvertretend für Breitbandinitiativen im ganzen Land. Best-Practice kann aber nicht bedeuten, das BMWi aus seiner Verantwortung für eine bundesweite Breitbanderschließung zu entlassen. Wünschenswert wäre von dort noch mehr Engagement zur Stimulierung eines echten Breitbandinfrastrukturwettbewerbes .