Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : WiMAX-Auktion im Dezember [Update_1 11.10.2006]
Einem Bericht des Industrieblogs WiMAX Day (http://www.wisoa.com/site/2006/10/09/wimax-spectrum-auction-stirs-debate-in-germany/) zufolge hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) mitgeteilt, die deutschen Lizenzen für WiMAX und weitere drahtlose Breitbandzugänge im Dezember zur Auktion zu bringen.
Die BNetzA wollte ursprünglich die WiMAX-Lizenzen in einem flexiblen Registrierungsverfahren in diesem Frühjahr vergeben. Doch nach Abschluss der Registrierungen Ende Februar war klar, dass die Nachfrage nicht leicht zu handeln sein würde. 102 Antragsteller hatten ihr Interesse angemeldet.
Update_1 11.10.2006: Von heute an bis zum 8. November können interessierte Unternehmen bei der Bundesnetzagentur Anträge auf Zulassung zur Versteigerung von Frequenzen für Broadband Wireless Access (darunter WiMAX) stellen. Die Verfahrensgrundlagen sind als 2,2 MB große pdf-Datei unter diesem Link (http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/7641.pdf) herunterladbar.
Am 8. November endete die Bewerbungsfrist für Broadband Wireless Access-Lizenzen, die auch für WiMAX nutzbar sind. Sechs Unternehmen wollen in die Auktion gehen, darunter drei für bundesweite Angebote und drei für regional begrenzte Gebiete.
Die BNetzA hat nicht bekannt gegeben, um welche Unternehmen es sich handelt. Mutmaßlich interessiert sich für bundesweite Lizenzen aber neben der Deutsche Breitband Dienste GmbH (MAXXonair, DSLonair) auch Kabel Deutschland. Als regionaler Anbieter könnten Televersa Online sowie BORnet dabei sein. Televersa hat bereits mit einem Pre-WiMAX-Angebot in Ostbayern begonnen und signalisiert immer noch, sein Angebot mit den 3,5 Ghz-Frequenzen vervollständigen zu wollen. BORnet hatte kürzlich mit Rückendeckung von Branchenverbänden und Bundespolitikern insistiert, das Vergabeverfahren zugunsten regionaler Anbieter zu verbessern. T-Com ist bekanntermaßen vergangene Woche aus seinem WiMAX-Engagement ausgestiegen.
Im ursprünglichen Licensing light-Vergabeverfahren hatten bis Ende Februar 102 Interessenten, darunter auch eine Bürgerinitiative Interesse an den WiMAX-Lizenzen bekundet. Weil die Nachfrage nicht befriedigt werden konnte, hatte sich die BNetzA für ein Auktionsverfahren entschieden, dessen Vergaberegeln in den letzten Monaten modifiziert wurden. Die Gesamtsumme der Einstandspreise im Verfahren liegt bei 60 Mio. Euro. Mit einem Bieterwettstreit wie um die UMTS-Frequenzen, der im Jahr 2000 für die Regulierungsbehörde einen Erlös von rund 50 Mrd. Euro erbrachte, rechnet niemand ernsthaft.
Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute den Termin der Auktion um die Broadband Wireless Access-Lizenzen (nutzbar auch für WiMAX) bekannt gegeben. Danach soll am 12. Dezember in den Räumen der BNetzA in Mainz der Bieterwettstreit starten. Bekanntermaßen haben sechs Unternehmen Anträge auf Zulassung zum Versteigerungsverfahren gestellt. Drei Unternehmen haben Zuteilungen in allen Regionen, damit bundesweit, beantragt. Die BNetzA erwartet, dass es hiedurch zu einer besseren Abdeckung mit Breitbandanschlüssen in der Fläche kommen wird. Vor der für Anfang Dezember angekündigten Entscheidung, ob die Interessenten zur Auktion zugelassen werden, ist aus der BNetzA weiterhin nichts zu hören, wer die Unternehmen sind.
Nur ganz abstrakt heißt es, "einige Unternehmen, die einen Antrag auf Zulassung gestellt haben, sind praktisch Newcomer im deutschen Markt." Die Antragssituation bestätige die Erwartungen der BNEtzA, dass die etablierten Telekommunikationsanbieter überwiegend die bereits vorhandene Infrastruktur für Breitbandanschlüsse nutzen wollen. In Zeiten knapper Finanzbudgets konzentrierten diese sich auf die Weiterentwicklung und Umrüstung ihrer vorhandenen Netze. Dies schließe aber Kooperationsmöglichkeiten mit künftigen WiMAX-Anbietern nicht aus. Etablierte Festnetzbetreiber könnten beispielsweise ein solches Netz mitnutzen, um die Fläche zu versorgen und damit den Auslastungsgrad und die Wirtschaftlichkeit des Netzes zu erhöhen.
Am kommenden Dienstag, 12.12., 10:00 Uhr beginnt die Auktion der BWA-/WiMAX-Lizenzen. Die Bundesnetzagentur hat für die Auktion eine eigene Webseite (http://bwa-versteigerung.bundesnetzagentur.de/) eingerichtet. Damit soll es auch von außen möglich sein, den Bieterwettstreit zu verfolgen - wenn man es denn will.
Anders als zunächst angekündigt, wurden die Interessenten bislang nicht öffentlich bekannt gegeben. Dies soll nun unmittelbar vor Auktionsstart geschehen.
Governet
08.12.2006, 17:51
Ich frag mich immer noch, warum die da so ein Geheimnis draus machen, wer die Bieter sind.
An der Auktion teilnehmende Unternehmen:
1. Clearwire Europe S.a.r.l.
2. DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH
3. EWE TEL GmbH
4. Inquam Broadband GmbH
5. MGM Productions Group S.R.L
6. Televersa Online GmbH.
Da waren es nur noch 5: die an Lizenzen in Norddeutschland interessierte EWE Tel (http://www.ewetel.de/vkp) hat die Segel gestrichen. Dennoch liegen noch nicht für alle Lizenzen Gebote vor. Für die weniger attraktiven Frequenzen des D-Paketes ist bislang nur in vier von 28 Regionen geboten worden. So ist auch die derzeitige Auktionsgesamtsumme von 52 Millionen Euro selbst nach der achten Runde noch unter dem von der BNetzA erwarteten Einstiegspreis für die Lizenzen.
Derzeit passiert wenig, außer dass sich Clearwire und MGM Group gegenseitig in der Region Oberbayern (27, Frequenzbereich A) überbieten. Und so liegt der gegenwärtige Gesamtstand der Auktion knapp über 53 Mio. Euro
Außer Oberbayern ist jetzt schon alles fix. Ich hoffe sehr das das ganze jetzt schnell vorüber geht und die Gewinner sich auf den Ausbau der Netze konzentrieren können.
Nach vier Tagen und 35 Bieterrunden ging die am 12. Dezember 2006 gestartete Auktion um Lizenzen für drahtlose Breitbandzugänge im 3,5 GHz-Bereich, die sog. Broadband Wireless Access-Lizenzen oder kurz BWA-Lizenzen zu Ende. Von sechs Interessenten waren fünf erfolgreich. Die Lizenzen werden überwiegend wenn nicht ausschließlich mit Technologie nach dem WiMAX-Standard genutzt werden.
Der Auktionsbetrag blieb unter dem von der Bundesnetzagentur angesetzten Mindestgebotspreis von 60 Millionen Euro aller Frequenzen zusammen. Ohne Bieter blieben eine Lizenz des Frequenzpaketes C sowie 24 Lizenzen des Frequenzpaketes D, dessen Spektrum aufgrund von früher vergebenen WLL-Lizenzen (Wireless Local Loop, ebenfalls 3,5 GHz-Bereich) nicht in allen Regionen vollständig zur Verfügung steht. 56.066.000 Euro gehen nun an den Bundesfinanzminister. Raum und Auktionsuhr bei der Bundesnetzagentur in Mainz waren zwar mit der legendären UMTS-Auktion identisch, damit enden aber auch die Parallelen. Der Auktionsertrag lag seinerzeit bei 49 Milliarden Euro.
Der an Lizenzen in seiner Heimatregion interessierte norddeutsche Anbieter EWE TEL stieg am zweiten Tag nach der achten Bieterrunde aus der Auktion aus. Da hatten es Clearwire und DBD leichter, die im Laufe des Jahres von Intels Wagniskapitalgesellschaft Intel Capital mit erheblichen Finanzmitteln ausgestattet worden sind. Inklusive Inquam hatten die Interessenten an bundesweiten Lizenzen „ihre“ Frequenzblöcke frühzeitig markiert. Auch Televersa schien sich früh regionale Lizenzen in Bayern gesichert zu haben.
Daher meinten Berichterstatter, die Auktion sei bereits am zweiten Tag gelaufen. Dabei hatten sie aber die Rechnung ohne den fünften Interessenten gemacht. Die italienische MGM Productions Group S.R.L wollte sich unbedingt ihre einzige Lizenz in der Region 27 Oberbayern (inkl. München) sichern. Sie bot nach und nach in jedem Frequenzblock der Region wodurch die Preise langsam aber stetig kletterten. Am Ende erhielt sie ihre gewünschte Lizenz. Damit waren diese Frequenzpakete deutlich am kostspieligsten.
Nach der Auktion können die Gewinner nun sofort mit dem Aufbau von Angeboten loslegen. DBD und Televersa werden vermutlich auch nicht zögern. Es wird sich zeigen, welche der Lizenznehmer eigenständige Angebote machen werden oder die Lizenzen weiterreichen, was nach den Lizenzbedingungen zulässig ist. So oder so: Bis Ende 2009 müssen 15 Prozent der Gemeinden im jeweiligen Versorgungsgebiet abgedeckt sein, bis Ende 2011 dann 25 Prozent.
Wer sind die erfolgreichen Bieter?
Bundesweite Lizenzen:
• Clearwire (http://www.clearwire.com/) stammt aus Washington (State) und ist als Anbieter von Internetzugängen per WIMAX in bislang zwölf US-Bundesstaaten aktiv. Runde 470 Millionen Euro hat die Wagniskapitalgesellschaft Intel Capital Mitte 2006 in das Unternehmen gepumpt. Die Frühjahrsliste enthält den Unternehmensnamen nicht, doch konnten die Unternehmen einer Veröffentlichung widersprechen. Und alles deutet darauf hin, dass das Unternehmen bereits seinerzeit Interesse an bundesweiten Lizenzen hatte. Clearwire Europe S.á.r.l. aus Luxemburg hat in allen 28 Regionen Lizenzen des Frequenzpaketes A zum Preis von 19.693.000 Euro erstanden.
• Deutsche Breitbanddienste GmbH (DBD) aus Heidelberg ist unter dem Namen MAXXonair (http://www.maxxonair.de/) in Städten und unter DSLonair (http://www.dslonair.de/) im ländlichen Raum seit 2005 WIMAX-Anbieter in Deutschland. Auch DBD hat eine dreistellige Millionensumme von Intel Capital erhalten. Ihr bundesweites Interesse hatte DBD bereits im Frühjahr bekundet, und nun 27 von 28 Lizenzen des Frequenzpaketes C sowie in der Region 14 (Saarland/Pfalz ) eine Lizenz des Frequenzpaketes D ersteigert. Alle Lizenzen zusammen kosten das Unternehmen 17.233.000 Euro.
• Inquam (http://www.inquam-broadband.de/) stand auch auf der Liste der Antragssteller aus diesem Frühjahr. Es handelt sich um ein Joint Venture des WiMAX-Entwicklers NextWave Wireless (http://www.nextwave.com/) mit Finanzinvestoren und der Omnia Holdings Limited. Diese bietet unter dem Namen Zapp drahtlose CDMA2000-Angebote in Portugal und Rumänien. Inquam Broadband GmbH sitzt in Köln und hat in allen 28 Regionen Lizenzen des Frequenzpaketes B zum Preis von 17.589.000 Euro erstanden.
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Regionale Lizenzen:
• MGM Productions Group S.R.L aus Italien ist bisher öffentlich noch nicht in Erschienung getreten und offenbar auch kein Interessent auf der Frühjahrsliste. Man liest, dass es sich um Finanzinvestoren handeln soll. MGM hat sich eine Lizenz des eingeschränkten D-Paketes in Oberbayern (inklusive Stadt und Land München) für 1.203.000 Euro gesichert.
• Televersa bietet in Ostbayern unter dem Namen Televersa online (http://www.televersa-online.de) bereits ein drahtloses Breitbandangebot an. Das Unternehmen plant ein Gebiet von 20.000 Quadratkilometern mit 2,5 Millionen Einwohnern zu versorgen und war daher auch unter den Interessenten der Frühjahrsliste. Bislang wird ein Pre-WiMAX-Standard genutzt, für die Expansionspläne werden BWA-Lizenzen für das gesamte östliche Bayern benötigt. Televersa online verfügt über WLL-Lizenzen und konnte sich offenbar deshalb mit dem leistungsbeschränkten Angebot des D-Paketes zufrieden geben. Das WiMAX-Netz soll 98 Prozent der Fläche abdecken und 95 Prozent der Bewohner erreichen können, allerdings musste sich televersa am Ende beim Bieterwettstreit um die Region Oberbayern der italienischen MGM geschlagen geben. Televersa hat zwei Lizenzen (Oberpfalz und Niederbayern) des Frequenzpaketes D für das geplante Versorgungsgebiet zu einem Gesamtpreis von 348.000 Euro ersteigert.
...... Aber wenn man das hier liest, dreht sich einem der Magen um
"
Beim Ausbau will DBD, neben Regionen, in denen noch kein DSL verfügbar ist, auch Ballungsgebiete und Metropolen wie München, Frankfurt, Hamburg und die Rhein-Ruhr-Schiene ins Visier nehmen. Der Erfolg soll mit einem radikalen Angebot kommen: "Kunden, die mit ihrem Anschluss von der Telekom zu uns wechseln, bekommen das Internet inklusive Flatrate geschenkt", kündigt Zoffi an."
Quelle : onlinekosten.de
Das hört sich schon wieder nach den "üblichen Verdächtigen" an, soll heissen, erstmal kohle in den Städten scheffeln und dann weitersehen.
Und wir Landeier schauen mal wieder in die Röhre.
Mist
Gruss
Uwe
Original von utzoff
Das hört sich schon wieder nach den "üblichen Verdächtigen" an, soll heissen, erstmal kohle in den Städten scheffeln und dann weitersehen.
Und wir Landeier schauen mal wieder in die Röhre. Ich frage mich, warum zuerst ein Nest von 100 Einwohnern versorgt werden soll, wo es mit Chance vllt. 20, 30 Kunden gibt, wenn in Städten in Ost- wie Westdeutschland Abertausende auf Breitband warten. Keines der ersteigernden Unternehmen hieß Caritas. Keines der Unternehmen lebt von irgendwelchen Transferleistungen, sondern muss sich am Markt behaupten. Logisch, dass die sich zu Beginn auf Standorte konzentrieren werden, die lukrativ sind.
Das werden Standorte sein, wo potentiell viel Kunden erreichbar sind, die derzeit und auf Sicht kein Breitband haben. Und von dort aus expandieren die Unternehmen nicht nur angekündigtermaßen in den Wettbwerb mit Drahtangeboten sondern auch in die Fläche, weil sie Geld für ihre Lizenzen bezahlt haben und mittelfristig das nötige Equipment billiger werden wird. Gleichwohl heißt "lukrativer Standort" nicht Städte 100.000 aufwärts o.ä., wie man am Beispiel Televersa sehr schön sehen kann. Außerdem wird der Netzaufbau auch nicht lange auf sich warten lassen, weil man sonst den Wettbewerbern aus der Auktion einen kostspieligen Vorsprung überlässt.
Das wird schon.
Ja,
leider hast du Recht :-(
Gruss
Uwe
alles Verbrecher das sind oO
Original von Flora Keines der ersteigernden Unternehmen hieß Caritas.
Wir Landeier warten seit Jahren darauf, dass WiMAX kommt, weil die Telekom hier mit Sicherheit keine neuen Leitungen verlegt. Aber die werden eher die Telefonleitungen verrotten lassen, genauso wie die Bahn die Nebenstrecken als "unwirtschaftlich" stillgelegt hat.
WiMax wird seit Jahren angekündigt als der "zukünftige Standard zur Breitbandversorgung in der Fläche". Deshalb hat jede DSL-freie Zone auf WiMax gehofft. Aber nix da, auch diese Technik wird nur dort eingesetzt, wo sich auch ADSL2+ und VDSL "rechnet".
Es ist Aufgabe der Politik, diesen Rosinenpickern auf die Finger zu hauen. Die grossen Stromversorger müssen auch die letzte Hallig und die höchste Alm versorgen. Auch die regionalen Wasserwerke müssen das. Warum nicht auch die Mobilfunk- und Telefonanbieter? Warum lässt sich die RegTP von der Telekom auf dem Kopf rumtanzen?
Mit einer üblichen Versorgungspflicht braucht man keine Caritas dazu, die komplette Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland mit richtigen Internetzugängen zu versorgen. Gerade für die wirtschaftliche Entwicklung kleiner Betriebe auf dem Land sind gute Internetverbindungen unverzichtbar. Ansonsten werden wir früher oder später alle in die Städte umziehen müssen.
Hallo,
gibt es hier etwas neues zu berichten? Ich habe gelesen das die Firma MGM Productions wohl ihr WiMAX Netz gestartet haben soll. http://www.heise.de/newsticker/Drahtlos-Internet-per-Expresscard--/meldung/106285
Leider kann ich nirgends eine Information zu dieser Firma finden.
Hat jemand einen Link, eine Adresse oder ähnliches zu dieser Firma MGM Productions?
Gruß Thomas
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