Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eigenes VDSL-Netz der T-Com-Wettbewerber?
Die heutige Frankfurter Allgemeine Zeitung (http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E224CD679037946A386BC6F301B3C29FE~ATpl~Ecommon ~Scontent.html) berichtet darüber, dass die Konkurrenten der Telekom Pläne schmieden, ein eigenes gemeinsames VDSL-Netz hochzuziehen. Hintergrund seien die hohen Kosten eines eigenen VDSL-Ausbaus. Auch wäre ein wirtschaftlicher Netzbetrieb gerade in einer Konkurrenz untereinander kaum möglich.
Neben dem Aufbau eines Glasfasernetzes ähnlich dem der Deutschen Telekom mit großen Schaltschränken auf den Bürgersteigen, von denen das Signal die letzten Meter zum Nutzer per Kupfer transportiert wird, wird offenbar auch darüber nachgedacht, Glasfaserleitung bis in die Häuser zu legen. Zu den Unternehmen, die dem FAZ-Beitrag nach bei VDSL kooperieren könnten, sollen Arcor, Hansenet (Alice), Versatel, Telefónica und QSC zählen. Erwartet wird, dass eventuell auch große Stadtnetzbetreiber Interesse an einer Kooperation haben könnten.
Der Artikel schließt mit dem Hinweis darauf, "dass all diese Überlegungen eher aus der Not und aus der hohen Investitionslast eines eigenen Ausbaus geboren sind." Am liebsten wäre den Wettbewerbern die Mitnutzung des VDSL-Netzes der Deutschen Telekom.
Nenunikat
19.07.2007, 19:53
Original von Flora
... Neben dem Aufbau eines Glasfasernetzes ähnlich dem der Deutschen Telekom mit großen Schaltschränken auf den Bürgersteigen, von denen das Signal die letzten Meter zum Nutzer per Kupfer transportiert wird, wird offenbar auch darüber nachgedacht, Glasfaserleitung bis in die Häuser zu legen.
Das klingt fast wie Hohn für die diejenigen, die in einem Ortsnetz mit Glasfaser-Infrastruktur deshalb kein DSL bekommen, weil die Glasfaser nicht nur bis zum letzen Outdoor-Verteilerkasten geht, sondern eben bis zum Verteilerkasten im Keller.
Was sieht man mal wieder daran?
Der fehlende DSL-Ausbau hat nicht mit technischen Gründen zu tun, sondern nur mit der Meinung der Telekom, dass sich das Ganze nicht rechnet.
Wenn sie aber langristig ein paar Kunden mehr mit diesem Verhalten los sind, rechnet sich das Ganze bestimmt. Fragt sich dann allerdings, für wen ...
Wenn dann einige Politiker meinen, dass sich das Ganze über den Markt regelt, dann haben sie sogar etwas recht.
Allerdings regelt sich das dann nicht über den Telekommunikationsmarkt, sondern über den Wohnungsmarkt.
Wenn sie also ganze Landstriche und Ortsteile langfristig entvölkern wollen, nur zu, weiter so ...
Das klingt fast wie Hohn für die diejenigen, die in einem Ortsnetz mit Glasfaser-Infrastruktur deshalb kein DSL bekommen, weil die Glasfaser nicht nur bis zum letzen Outdoor-Verteilerkasten geht, sondern eben bis zum Verteilerkasten im Keller.
Wieso? Über Glasfaser geht nach wie vor kein DSL, daran hat sich nix geändert und wird sich auch nichts mehr ändern, da man auf die Glasfaser kaum Töne modulieren kann (physikalisch unmöglich).
FTTH/FTTB ist kein Dsl. Im Gegenteil, es würde DSl sogar ersetzten.
Nenunikat
24.07.2007, 00:36
Über Glasfaser geht nach wie vor kein DSL, daran hat sich nix geändert und wird sich auch nichts mehr ändern, da man auf die Glasfaser kaum Töne modulieren kann (physikalisch unmöglich).
Etwas mehr Sachverstand und auch Sachlichkeit kann man schon erwarten.
Natürlich habe ich nicht geschrieben, das DSL bis zur Telefondose über Glasfaser geht.
Und natürlich ist die eigentliche leitungsgebundene DSL-Technik eine Technik, die unterschiedliche Frequenzspektren nutzt.
Dennoch ist es sehr wohl möglich, Daten über Glasfaser so zu transportieren, dass dann mit der entsprechenden Technik am Ende DSL-fählige Geräte daran angeschlossen werden kann. Und diese Technik muss nicht zwangsweise außerhalb der Häuser stehen.
Auch wenn die Telekom derzeit so tut, als wäre dies eine Art Naturgesetz. Dabei ist es eine Investitionsverweigerung.
Achja - und auf dem gleiche Weg lassen sich somit auch Töne über Glasfaser trasnportieren. Es sind nur eben immer die richtigen Umwandlungen und somit die entsprechende Technik notwendig.
Wer immer noch nicht glaubt, dass an ein Glasfaser-Ortsnetz Verteilerkästen angeschlossen sein können, die dann am daran hängenden Kupferdraht DSL ermöglichen, der braucht sich ja nur unser Ortsnetz anzusehen.
Dummerweise hat die Telekom aber nur die Verteilerkästen draußen DSL-fähig gemacht. Die Verteilerkästen mit Glasfaser bis in den Keller lässt sie einfach, wie sie sind.
Das scheint Ihr nicht lukrativ genug zu sein.
Nebenbei ist aus Aufwands- und Kostengründen kaum anzunehmen, das bei VDSL die Glasfaser bis in die Wohnung geht. Somit ist auch bei dieser FTTB-Installation am Ende wieder die DSL-Technk im Spiel - nur mit höheren Datenraten.
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