Flora
10.08.2007, 17:14
In einer Pressemitteilung am gestrigen 9. August (http://www.bmelv.de/cln_045/nn_754188/DE/12-Presse/Pressemitteilungen/2007/130-Breitbandversorgung.html__nnn=true) informierte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), dass es mit den zuständigen Länderministerien darüber spreche, wie die Förderung von Breitbandzugängen im bisher unterversorgten ländlichen Raum erfolgen kann.
Den Äußerungen der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass man den Istzustand als digitale Kluft bewertet. Man sei sich der Bedeutung breitbandiger Netzzugänge für Unternehmensansiedlungen, Arbeitsplätze und familienfreundliche Lebensbedingungen bewusst.
Der Bund hat 10 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für das Jahr 2008 eingeplant und den Ländern vorgeschlagen, diese innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) zweckgebunden für die Breitbandförderung zu verwenden. Nach den Regeln der GAK, die eine Mitfinanzierung der Länder erfordern, stünden dann kommendes Jahr 16,6 Millionen Euro an Fördermitteln für diese Maßnahme zur Verfügung.
Auch wenn man beim weiteren Ausbau der Breitbandinfrastruktur dem Markt Priorität einräumt, ist dieser Betrag viel zu gering, um als ernsthaftes Engagement durchzugehen. Im Mai hieß es im Bundestag in der Antwort auf eine Kleine Anfrage, dass 700 Gemeinden und 1 Million Menschen keinen Breitbandzugang erhalten könnten. Diese Zahlen dürften im wesentlichen noch immer zutreffen. In den weitaus meisten Fällen wird in den kommenden Jahren eine signifikante Nachfrage nach Breitbandzugängen entstehen.
Zum Jahresende sollen die Länder entscheiden, ob sie in ihrem jeweiligen Gebiet die Breitbandförderung anbieten. Als Antragsteller sind nach derzeitigem Beratungsstand Kommunen vorgesehen, die noch nicht spezifizierte Voraussetzungen erfüllen müssen. Man wird sehen, wie weit man mit weniger als 17 Millionen Euro kommt.
[Update_1 04.12.2007] Formell ist das GAK-Programm nun heute durch den Bund und die 16 Länder beschlossen worden: Agrarminister beschließen Förderung der Breitbandversorgung in ländlichen Räumen (http://www.bmelv.de/cln_045/nn_754188/DE/12-Presse/Pressemitteilungen/2007/200-SE-Planak.html__nnn=true). Damit stehen von Bundesseite ab 2008 für drei Jahre 30 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Betrag wird von Länderseite kofinanziert, sodass es auf 50 Millionen Euro hinausläuft. Einige Bundesländer haben bereits darüber hinausgehende Maßnahmen und Fördergelder angekündigt, wodurch möglicherweise am Ende mehr als 50 Millionen Euro zur Unterstützung des Breitbandausbaus im ländlichen Raum bereit stehen könnten.
Für die Vergabe- und Antragsverfahren sind die Bundesländer verantwortlich. Diese sind bei der Umsetzung unterschiedlich weit, sodass abzuwarten bleibt, wo es gleich zum 1.1.2008 Finanzhilfen geben kann. Ein wenig unglücklich ist die schleppende Umsetzung des Programms auf Länderebene, da es vereinzelt bereits Hinweise auf einen Investitionsstau gibt, seit es im Sommer erstmals Hinweise auf Fördermittel gab.
Den Äußerungen der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass man den Istzustand als digitale Kluft bewertet. Man sei sich der Bedeutung breitbandiger Netzzugänge für Unternehmensansiedlungen, Arbeitsplätze und familienfreundliche Lebensbedingungen bewusst.
Der Bund hat 10 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für das Jahr 2008 eingeplant und den Ländern vorgeschlagen, diese innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) zweckgebunden für die Breitbandförderung zu verwenden. Nach den Regeln der GAK, die eine Mitfinanzierung der Länder erfordern, stünden dann kommendes Jahr 16,6 Millionen Euro an Fördermitteln für diese Maßnahme zur Verfügung.
Auch wenn man beim weiteren Ausbau der Breitbandinfrastruktur dem Markt Priorität einräumt, ist dieser Betrag viel zu gering, um als ernsthaftes Engagement durchzugehen. Im Mai hieß es im Bundestag in der Antwort auf eine Kleine Anfrage, dass 700 Gemeinden und 1 Million Menschen keinen Breitbandzugang erhalten könnten. Diese Zahlen dürften im wesentlichen noch immer zutreffen. In den weitaus meisten Fällen wird in den kommenden Jahren eine signifikante Nachfrage nach Breitbandzugängen entstehen.
Zum Jahresende sollen die Länder entscheiden, ob sie in ihrem jeweiligen Gebiet die Breitbandförderung anbieten. Als Antragsteller sind nach derzeitigem Beratungsstand Kommunen vorgesehen, die noch nicht spezifizierte Voraussetzungen erfüllen müssen. Man wird sehen, wie weit man mit weniger als 17 Millionen Euro kommt.
[Update_1 04.12.2007] Formell ist das GAK-Programm nun heute durch den Bund und die 16 Länder beschlossen worden: Agrarminister beschließen Förderung der Breitbandversorgung in ländlichen Räumen (http://www.bmelv.de/cln_045/nn_754188/DE/12-Presse/Pressemitteilungen/2007/200-SE-Planak.html__nnn=true). Damit stehen von Bundesseite ab 2008 für drei Jahre 30 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser Betrag wird von Länderseite kofinanziert, sodass es auf 50 Millionen Euro hinausläuft. Einige Bundesländer haben bereits darüber hinausgehende Maßnahmen und Fördergelder angekündigt, wodurch möglicherweise am Ende mehr als 50 Millionen Euro zur Unterstützung des Breitbandausbaus im ländlichen Raum bereit stehen könnten.
Für die Vergabe- und Antragsverfahren sind die Bundesländer verantwortlich. Diese sind bei der Umsetzung unterschiedlich weit, sodass abzuwarten bleibt, wo es gleich zum 1.1.2008 Finanzhilfen geben kann. Ein wenig unglücklich ist die schleppende Umsetzung des Programms auf Länderebene, da es vereinzelt bereits Hinweise auf einen Investitionsstau gibt, seit es im Sommer erstmals Hinweise auf Fördermittel gab.