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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tut sich in Oberhavel?


Flora
12.09.2007, 13:47
So schön Brandenburg ist, das Land hat es nicht wirklich gut getroffen mit der Breitbandanbindung, selbst dann nicht, wenn es hauptstadtnah ist. Nicht von ungefähr liegt das so genannte deutsche Breitbanddorf Zühlsdorf (http://kein-dsl.de/forum/thread.php?threadid=2696), wo 50 Interessenten nun mit einer Zweiwege-Satellitenlösung breitbandig angeschlossen werden, in der Region Oberhavel. Die Breitbandinitiative des Landes (http://kein-dsl.de/forum/thread.php?threadid=2898) ist also dringend nötig und es ist an der Zeit, dass bald erste praktische Maßnahmen zu Erschließungsmaßnahmen führen.

Was sich derzeit vor Ort gegen eine Situation "kein DSL", oder besser "kein Breitband" tut, gehört noch nicht dazu. In der aktuellen Märkischen Allgemeinen (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11018014/61129/) (MAZ) trommelt eine Firma mit dem vielsagenden Namen TMP - Telemanagement (http://www.tmp-telemanagement.de/) für ihre Projekte in Oberhavel und dem angrenzenden Ruppiner Land: Kundenakquise in den Gemeinden Hohen Neuendorf, Oberkrämer und Leegebruch. Zusätzlich sollen Interessenten in Sommerfeld und Beetz geworben werden, später dann in Staffelde und Flatow.

Nach Aussage des Geschäftsführers (http://www.prodsl-in-leegebruch.de/phpBB2/viewtopic.php?t=458)handelt es sich bei seiner Firma um einen Makler für Telekommunikation. Laut Webseite soll als Technologie WiMAX zum Einsatz kommen, wobei unklar bleibt, ob von einem Lizenznehmer im 3,5 Ghz-Band oder einem Anbieter in den lizenfreien Funkbereichen. Anbieternamen werden auf der Webseite der regionalen Breitbandinitiative ([URL=http://www.prodsl-in-leegebruch.de) einige gehandelt. Ähnlich unklar sind die Kosten. In der MAZ heißt es, für das 512 Kbit Downstreamangebot würden die Preise bei knapp 30 Euro beginnen. Der TMP-Webseite sind die Tarife leider nicht mehr zu entnehmen. Das Angebot ähnelt einer Black Box, denn auch ein Referenzstandort scheint nicht zu exisitieren.

Zuviel Information preiszugeben, kann in einem harten Wettbewerbsumfeld allerdings tatsächlich nachteilig sein. So lassen Äußerungen in regionalen Diskussionforen vermuten, dass sich die Firma Etquom zurückgezogen hat, nachdem sich die Deutsche Telekom (DTAG) zuckte. Der Rosa Riese ist nicht nur bei Bürgern das erste, was ihnen einfällt, wenn sie DSL wollen, er ist es auch bei Kommunalpolitikern.

Beispielsweise hat die Gemeinde Oberkrämer im Herbst vergangenen Jahres eine Unterschriftenkampagne zur Verbesserung der DSL-Versorgung aufgelegt (Link (http://www.oberkraemer.de/), dann Suche mit DSL), mit der nach ersten positiven Signalen die DTAG aufgefordert werden sollte, Outdoor DSLAMs in die Landschaft zu pflanzen. Im März allerdings stellte sich Ernüchterung ein, als die DTAG erklärte, trotz der 500 eingegangenen Interessenbekundungen nun doch keine Erschließung vorzunehmen. Erfolgreicher war man da in der Gemeinde Löwenberger Land (http://loewenberger-land.de/index.php?id=3-0-0-0-0&archiv=1), wo gemeinsames Engagement von Verwaltung und engagierten Bürgern zur Jahresmitte für DSL sorgte.

Wegen des großen Schattens handelt vermutlich auch der Anbieter HN Citynetz (http://www.hn-citynetz.de/) seine Preise als Verschlusssache. Angekündigt war eine Erschließung Hohen Neuendorfs. Ob diese Absichten aber noch aktuell sind, ist der seit Ende 2006 nicht mehr gepflegten Webseite nicht eindeutig zu entnehmen. Nicht ganz auszuschließen ist, dass das Projekt den Winter nicht überdauert hat.

Anders dagegen geht die Firma mxox (http://www.mvox.de/) mit der Öffentlichkeit um. Mvox bietet Lösungen mit WiMAX im lizenzfreien Funkband an. Und betreibt ebenfalls Akquise für Borgsdorf, Hohen Neuendorf, Bergfelde, Oberkrämer, Leegebruch und Oranienburg. Hier herrscht auf der Webseite deutlich mehr Transparenz. Nicht nur erfährt man einige Details über die verwendete Funktechnologie, sondern auch über die Preise. Mvox hat auch bereits Netze im Betrieb, sodass man auch in unabhängigen Diskussionsforen (http://mvox.mobile-boards.net/) von Nutzererfahrungen lesen kann.

Die Mindestnutzerzahlen der mvox liegen mit 50 deutlich unter denen, die die Firma TMP kommuniziert. Wobei diese offenbar den Realitäten geschuldet bereits abgesenkt wurden. Laut MAZ werden beispielsweise in Leegebruch 80 Interessenten benötigt, in der bereits erwähnten Mitteilung ([URL=http://www.prodsl-in-leegebruch.de/phpBB2/viewtopic.php?t=458) des Unternehmenschefs im Leegebrucher Breitbandforum von Anfang Juli ist noch die Rede von 150 Interessenten.

Flora
24.10.2007, 11:33
Original von FloraWas sich derzeit vor Ort gegen eine Situation "kein DSL", oder besser "kein Breitband" tut, gehört noch nicht dazu. In der aktuellen Märkischen Allgemeinen (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11018014/61129/) (MAZ) trommelt eine Firma mit dem vielsagenden Namen TMP - Telemanagement (http://www.tmp-telemanagement.de/) für ihre Projekte in Oberhavel und dem angrenzenden Ruppiner Land: Kundenakquise in den Gemeinden Hohen Neuendorf, Oberkrämer und Leegebruch. Zusätzlich sollen Interessenten in Sommerfeld und Beetz geworben werden, später dann in Staffelde und Flatow.

Nach Aussage des Geschäftsführers (http://www.prodsl-in-leegebruch.de/phpBB2/viewtopic.php?t=458)handelt es sich bei seiner Firma um einen Makler für Telekommunikation. Laut Webseite soll als Technologie WiMAX zum Einsatz kommen, wobei unklar bleibt, ob von einem Lizenznehmer im 3,5 Ghz-Band oder einem Anbieter in den lizenfreien Funkbereichen. Anbieternamen werden auf der Webseite der regionalen Breitbandinitiative ([URL=http://www.prodsl-in-leegebruch.de) einige gehandelt. Ähnlich unklar sind die Kosten. In der MAZ heißt es, für das 512 Kbit Downstreamangebot würden die Preise bei knapp 30 Euro beginnen. Der TMP-Webseite sind die Tarife leider nicht mehr zu entnehmen. Das Angebot ähnelt einer Black Box, denn auch ein Referenzstandort scheint nicht zu exisitieren.
Mittlerweile bewegt sich was in Leegebruch: (Noch?) Nicht TMP sorgt dort für eine breitbandige Erschließung per WiMAX (http://wimaxtalk.de), sondern die Deutsche Breitband Dienste (DBD) in einer Kooperation ihrer Tochter für ländliche Räume (DSLonair (http://www.kein-dsl.de/breitbandanbieter/DSLonair.html)) mit der südbrandenburgischen CNS Network (http://www.cns-network.de/). Nicht bekannt ist, bei welchen Mindestzahlen die Kooperation aus CNS/DSLonair zum Ausbau bereit ist (wir werden Zahlen nachreichen, wenn die hier nicht bereits schneller gepostet wurden). Offensichtlich reicht die potentielle Kundenbasis in der Region. Dieser Faktor hatte sich jüngst als Handicap erwiesen, DSLonair als Investor zu holen (Beispiel Falkensee (http://www.kein-dsl.de/forum/thread.php?threadid=963)).

offline_OHV
17.01.2008, 00:23
Gibt es schon Neuigkeiten?

Ich habe am 22.11.2007 eine Zusage bekommen, dass es in 10-12 Wochen bei mir DSL per WIMAX von der Firma mvox geben wird.

Nun habe ich aber gerade im mvox support Forum gelesen, dass sehr viele andere Kunden auch eine solche Zusage bekommen haben und teilweise 2 Jahre (!) Immer wieder vertröstet wurden und bis heute keine Anbindung haben.

Es kann doch nicht angehen, das es 600m weiter eine DSL Anbindung gibt und hier in der Siedlung nicht...