Flora
15.10.2007, 23:04
Einige europäische Länder sind beim Breitbandzugang weltweit führend. Doch der Abstand zwischen den Spitzenreitern und den Schlusslichtern nimmt weiter zu. Das hat ein von der Europäischen Kommission vorgelegter Bericht zur Breitbandentwicklung in der EU bestätigt. Haupthemmnisse für das Wachstum des Breitbandmarkts sind fehlender Wettbewerb und Schwachstellen bei der Regulierung in mehreren Ländern. Zur Beseitigung dieser Schwachstellen wird die EU-Kommission am 13. November Vorschläge zur Reformierung des EU-Telekommunikationsrechts vorlegen.
„Der Breitbandmarkt verzeichnet weiter starke Wachstumsraten, wobei die führenden EU-Länder bei der Verbreitung von Breitbandzugängen jetzt weltweit an der Spitze stehen“, erklärte EU-Telekommunikations-Kommissarin Viviane Reding. „Es kann jedoch nicht angehen, dass in Europa der Abstand zwischen den Spitzenreitern und den Nachzüglern weiter zunimmt. Europa muss jetzt handeln und seine Breitbandprobleme regeln. Hierzu werde ich im Rahmen unseres Reformpakets für das Telekommunikationsrecht am 13. November konkrete Vorschläge vorlegen.“
Laut dem Bericht nimmt der Abstand zwischen den Ländern mit der höchsten Breitbandquote (Dänemark mit einer Anschlussrate von 37,2 Prozent) und der niedrigsten Breitbandquote (Bulgarien mit einer Anschlussrate von 5,7 Prozent) leicht zu. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld bei einer Anschlussrate von 21,1 Prozent. Die Hauptgründe für die Differenzen beim Breitbandzugang sind der Mangel an nennenswerten alternativen Infrastrukturen in bestimmten Mitgliedstaaten oder die wenig konsequente und langsame Anwendung von Abhilfemaßnahmen. Ein wirksamer Wettbewerb auf den Breitbandmärkten mit dem Ziel, „Breitband für alle“ zu erreichen, ist daher eine der wichtigsten Prioritäten der Reform des Telekommunikationsrechts, die die EU-Kommission im kommenden Monat vorschlagen wird.
Der Breitbandmarkt ist im vergangenen Jahr EU-weit gewachsen, und die Unternehmen und Bürger profitieren weiterhin von der digitalen Revolution. Der durchschnittliche Breitbandanteil ist trotz relativ bescheidener Raten in einigen Mitgliedstaaten von 14,9 % auf 18,2 Prozent gestiegen. Am 1. Juli 2007 gab es in den 27 EU-Mitgliedstaaten mehr als 90 Millionen feste Breitbandanschlüsse, von denen annähernd 20 Millionen Anschlüsse (ohne Bulgarien und Rumänien) seit Juli 2006 hinzugekommen sind, was einen Anstieg von 28,7 Prozent darstellt. Proportional betrachtet war das Wachstum in Dänemark (7,7 Anschlüsse pro 100 Einwohner), Luxemburg (7,1 Anschlüsse pro 100 Einwohner) und Irland (6,7 Anschlüsse pro 100 Einwohner) am höchsten.
Es gab einen intensiven Wettbewerb um DSL-Abonnementen, wie sich im starken Wachstum der entbündelten Teilnehmeranschluss-Produkte gezeigt hat. Gegenüber 45,9 Prozent im Juli 2006 sind 55,4 Prozent aller DSL-Anschlüsse alternativer Betreiber (17,6 Millionen Anschlüsse) entweder vollständig oder teilweise entbündelt. Der Wiederverkauf (8,2 Millionen Anschlüsse) spielt nach wie vor eine wichtige Rolle auf dem Vorleistungsmarkt, vor allem im Vereinigten Königreich (dort hat die nationale Regulierungsbehörde die funktionale Trennung durchgesetzt, wodurch sichergestellt wird, dass der Wiederverkauf unter diskriminierungsfreien Bedingungen erfolgt) und in Deutschland (dort hängen Wiederverkäufer nach wie vor stark von den Bedingungen ab, die der etablierte Betreiber festlegt).
„Der Breitbandmarkt verzeichnet weiter starke Wachstumsraten, wobei die führenden EU-Länder bei der Verbreitung von Breitbandzugängen jetzt weltweit an der Spitze stehen“, erklärte EU-Telekommunikations-Kommissarin Viviane Reding. „Es kann jedoch nicht angehen, dass in Europa der Abstand zwischen den Spitzenreitern und den Nachzüglern weiter zunimmt. Europa muss jetzt handeln und seine Breitbandprobleme regeln. Hierzu werde ich im Rahmen unseres Reformpakets für das Telekommunikationsrecht am 13. November konkrete Vorschläge vorlegen.“
Laut dem Bericht nimmt der Abstand zwischen den Ländern mit der höchsten Breitbandquote (Dänemark mit einer Anschlussrate von 37,2 Prozent) und der niedrigsten Breitbandquote (Bulgarien mit einer Anschlussrate von 5,7 Prozent) leicht zu. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld bei einer Anschlussrate von 21,1 Prozent. Die Hauptgründe für die Differenzen beim Breitbandzugang sind der Mangel an nennenswerten alternativen Infrastrukturen in bestimmten Mitgliedstaaten oder die wenig konsequente und langsame Anwendung von Abhilfemaßnahmen. Ein wirksamer Wettbewerb auf den Breitbandmärkten mit dem Ziel, „Breitband für alle“ zu erreichen, ist daher eine der wichtigsten Prioritäten der Reform des Telekommunikationsrechts, die die EU-Kommission im kommenden Monat vorschlagen wird.
Der Breitbandmarkt ist im vergangenen Jahr EU-weit gewachsen, und die Unternehmen und Bürger profitieren weiterhin von der digitalen Revolution. Der durchschnittliche Breitbandanteil ist trotz relativ bescheidener Raten in einigen Mitgliedstaaten von 14,9 % auf 18,2 Prozent gestiegen. Am 1. Juli 2007 gab es in den 27 EU-Mitgliedstaaten mehr als 90 Millionen feste Breitbandanschlüsse, von denen annähernd 20 Millionen Anschlüsse (ohne Bulgarien und Rumänien) seit Juli 2006 hinzugekommen sind, was einen Anstieg von 28,7 Prozent darstellt. Proportional betrachtet war das Wachstum in Dänemark (7,7 Anschlüsse pro 100 Einwohner), Luxemburg (7,1 Anschlüsse pro 100 Einwohner) und Irland (6,7 Anschlüsse pro 100 Einwohner) am höchsten.
Es gab einen intensiven Wettbewerb um DSL-Abonnementen, wie sich im starken Wachstum der entbündelten Teilnehmeranschluss-Produkte gezeigt hat. Gegenüber 45,9 Prozent im Juli 2006 sind 55,4 Prozent aller DSL-Anschlüsse alternativer Betreiber (17,6 Millionen Anschlüsse) entweder vollständig oder teilweise entbündelt. Der Wiederverkauf (8,2 Millionen Anschlüsse) spielt nach wie vor eine wichtige Rolle auf dem Vorleistungsmarkt, vor allem im Vereinigten Königreich (dort hat die nationale Regulierungsbehörde die funktionale Trennung durchgesetzt, wodurch sichergestellt wird, dass der Wiederverkauf unter diskriminierungsfreien Bedingungen erfolgt) und in Deutschland (dort hängen Wiederverkäufer nach wie vor stark von den Bedingungen ab, die der etablierte Betreiber festlegt).