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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BMWi-Unterstützung für Modellkommunen


Flora
22.10.2007, 22:19
Eine sächsische Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann informiert, dass das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) noch im November ein Modellprojekt "Breitband für bisher unversorgte Kommunen" starten wird. Dieses Projekt ist eine weitere Stufe der Breitbandförderung (http://www.kein-dsl.de/forum/thread.php?threadid=3108), die das BMWi seit dem Sommer verfolgt. Danach werden vier ausgewählte Kommunen in einer Pilotphase von Beratern unterstützt, von der Bedarfsanalyse über die Ausschreibung konkreter Breitbandversorgungsmaßnahmen bis zum Vertragsschluss.

Die CDU-Abgeordnete konnte eins der vier Modellprojekte für Rechenberg-Bienenmühle und Frauenstein im Erzgebirge gewinnen. Damit werden die Beraterkosten von 15.000 Euro vollständig vom BMWi getragen. In dem Betrag ist auch die Auswertung der Erfahrungen als Musterkommune enthalten. Die Auswahl erfolgte, nachdem die Abgeordnete gemeinsam mit dem FDP-Abgeordneten Heinz-Peter Haustein mit den von Bürgern in einer Kampagne "037326 und 037327 – ans schnelle Netz" gesammelten 1.000 Unterschriften beim Bundeswirtschaftsminister für die Region geworben hatte.

telcomm
24.11.2007, 14:01
Diese News kommt mir als direkt Beteiligter (Wir haben uns erfolgreich um das Projekt beworben.) an der Ausschreibung unwahrscheinlich vor. Die Absagen sind erst Anfang November durch das BMWi versandt worden. Die Zusagen gingen am 21.11.07 vom BMWi in die Post. Es gibt bisher noch keine offizielle Information über die zu beratenden Kommunen. Diese werden erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Flora
24.11.2007, 14:13
Original von telcomm
Diese News kommt mir als direkt Beteiligter (Wir haben uns erfolgreich um das Projekt beworben.) an der Ausschreibung unwahrscheinlich vor. Hallo Herr Jeske: Die Meldung über diese Modellkommune basiert auf einer Pressemitteilung von Frau Bellmann, die sie auch unter diesem Link (http://www.veronika-bellmann.de/content/aktuelles/Presse/2007/oktober/Breitbandmodellprojekt_ins_Erzgebirge.pdf) finden. Es freut mich zu lesen, dass auch Sie erfolgreich waren!

telcomm
24.11.2007, 14:18
Wie soll man das werten??? Ich dachte immer, Ausschreibungen sind für alle gleich. ;)

adress
01.02.2008, 00:50
Inzwischen liegen kein-DSL auch die Namen der weiteren durch das Bundesministerium für Wirtschaft zu fördernden Modellkommunen vor. Statt der ursprünglich vier geplanten wurden bundesweit nun sechs Kommunen bzw. Regionen ausgewählt. Neben dem bereits bekannten Rechenberg-Bienenmühle/Frauenstein in Sachsen, sind dies Rheinsberg in Brandenburg, der Deinster Ortsteil Helmste (http://www.martina-krogmann.de/index.asp?inc=wahlkreis/themen.asp&ID=1214) sowie Marklohe in Niedersachsen, das Chambtal (http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/region/cham/online/artikel/dsl_anschluss_fuer_das_chambta/183698/dsl_anschluss_fuer_das_chambta.html) (Aktionsbündnis Chambtal: Arnschwang, Gleißenberg, Runding, Weiding) in Bayern und Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz. Die offizielle Bekanntgabe ist für die Cebit 2008 geplant. Keine der Kommunen ist in der vom Bundeswirtschaftsministerium bekannt gegebenen Liste der breitbandlosen Kommunen (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9924) in Deutschland enthalten.

[Update_06.03.2008:] Die Konzepte zu Rheinsberg (http://www.bitkom.org/files/documents/Rheinsberg_cebit_pp97.ppt) und Marktlohe (http://www.bitkom.org/files/documents/nGENn_-_Breitband_fuer_Marklohe_20080304.pdf) sind jetzt verlinkt.

Schollerer1
11.02.2008, 16:05
Im Aktionsbündnis Chambtal wird jetzt gerade der Leitfaden zur Erschließung mit DSL durch das Fraunhofer Institut durgeführt.
Ich habe durch das Institut einen Unterauftrag bekommen, weil ich die Region sehr gut in Sachen Breitbandversorgung kenne, und mich schon Jahre mit der schlechten Breitbandversorgung im Landkreis Cham befasse.

Der momentane Stand ist folgender: Ausbau durch Wimax/BWA mit drei Standorten in der Region (Runding, Weiding, Gibacht) wobei hier uneingeschränkte Sichtverbindung zum Sender nötig ist. Bei einer Besprechung im Fraunhofer Institut diese Woche sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass mit einer reinen Funkverbindung wieder sehr viele Haushalte nicht versorgt werden können.

Darauf haben wir uns mit einer Kombination mehrerer Techniken befasst, die auch so in den Bericht kommen.
Kundenaccess: Über Leitungsnetz der Deutschen Telekom bis zum KVZ durch Übernahme der TAL oder Line-Sharing.

Anbindung: Über Wimax/BWA oder FSO bis an die KVZ. Dadurch braucht sich nicht jeder Kunde eine Antenne aufs Dach zu nageln, denn der Kundenzugang wird über die Telefonleitung geschaltet. Für den Funkzugang brauchen nur mehr die KVZ angebunden zu werden. Somit kann das Netz komplett überplant werden, da die KVZ Standorte feststehen.

Der Zugang zu den Leitungen ist problemlos möglich, da die Telekom verpflichtet ist (Bundesnetzagentur) die TAL entweder komplett oder im Linesharing auch am KVZ für jeden anderen Anbieter zu festgesetzen Preisen zur Verfügung zu stellen.

Flora
11.07.2008, 15:13
Im Aktionsbündnis Chambtal wird jetzt gerade der Leitfaden zur Erschließung mit DSL durch das Fraunhofer Institut durchgeführt. Ich habe durch das Institut einen Unterauftrag bekommen, weil ich die Region sehr gut in Sachen Breitbandversorgung kenne, und mich schon Jahre mit der schlechten Breitbandversorgung im Landkreis Cham befasse.

Die Studie liegt nun vor. Die Fraunhofer ESK wird die Studie (Praxisnahe Lösung zur Schließung von Breitband-Versorgungslücken. Lösungsvorschlag für die Gemeinde Weiding (Ergebniskurzbericht, 102 KB pdf-Datei (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/weiding-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)) bei der Breitbandinitiative Bayern, Regionalveranstaltung Schwaben, am 24. Juli in Krumbach (http://www.kein-dsl.de/forum/calendar.php?do=getinfo&e=336&day=2008-7-24&c=1) vorstellen. Dort können sich interessierte Gemeinden informieren, wie sie vorgehen müssen, um eine breitbandige Internetversorgung auszuschreiben. Mehr dazu gibt es auch im Thread "Breitband für alle" ist technisch lösbar: Das Beispiel 93495 Weiding" (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11112) und im Thread "Ausbau im Chambtal" (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11295).

Flora
01.10.2008, 11:03
kein-DSL hat sich einmal angesehen, was in den sechs vom Bundeswirtschaftsministerium ausgewählten Musterkommunen zur Breitbanderschließung stattfinden soll und wie der Status des Ausbaus ist. Soweit uns Informationen vorliegen, erfolgt mit Stand 1. Oktober nur in der Hälfte der Fälle tatsächlich ein konkreter Ausbau bzw. ist dieser absehbar. Interessanterweise in zwei Fällen davon durch die Deutsche Telekom, die als Wettbewerber auf die Studien reagierte.

• Aktionsbündnis Chambtal (Weiding) (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11295) - Berater IT Schollerer/Fraunhofer ESK - Hybridlösung WiMAX/Einspeisung in lokale Telefonnetze (TAL) - Umsetzung blieb offen: Deutsche Telekom nahm den Wettbewerb an und und kündigte großflächigen Ausbau an. Ergebnisbericht (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/weiding-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)
• Helmste (Kreis Stade) (http://www.tageblatt.de/main.cfm?DID=1283729): - Berater Micus Management Consulting - Glasfaserausbau: Realisierung ungeklärt. Ergebnisbericht (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/helmste-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)
• Hoppstädten-Weiersbach - Berater Muernseer Associates - Laut Studie Powerline oder DSL (Deutsche Telekom) angefragt, Realisierung ungeklärt Ergebnisbericht (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/hoppstaedten-weiersbach-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)
• Marklohe - Berater nGENn - Richtfunk/Outdoor DSLAMs mit "alternativem VDSL2" sowie BWA für die nicht versorgbaren Haushalte - Realisierung ungeklärt. Ergebnisbericht (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/marklohe-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)
• Rechenberg-Bienenmühle und Frauenstein (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11296) - Berater Agentur für Technologie und Netzwerke GmbH Atene - Ausbau FunkDSL (Details?) durch Philis Informationssystemtechnik. Ergebnisbericht (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/frauenstein-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)
• Rheinsberg (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9868) - Berater TelComm Jeske - Ausbau WiDSL war angekündigt: Deutsche Telekom nahm den Wettbewerb an und baut großflächig aus. Ergebnisbericht (http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/Pilotprojekte/rheinsberg-kurzbericht,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rw b=true.pdf)

telcomm
02.10.2008, 18:01
immer öfter auf Aktivitäten alternativer Anbieter. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass oft, sobald es öffentlich wird, dass wir in einem Gebiet Aktivitäten planen, der Bürgermeister von Mitarbeitern der Telekom kontaktiert wird, man sei erstaunt, dass es im Ort so viele DSL-Interessenten gäbe. Es würde sich sicher in 2009 eine Lösung ergeben. Dann verspricht man, die Versorgung der Gemeinde zu prüfen. Im Ergebnis kommt dann meist an Angebot mit hoher "Selbstbeteiligung" der Gemeinde oder, wenn die Gemeinde Glück hat, auch eine Info zum geplanten Regelausbau in ....

Für uns ist die Zielstellung dieser Aktivitäten eindeutig: Alternative Anbieter sollen ausgebremst werden. Die DSL - Interessenten werden hingehalten, um dann, wenn die Telekom wirklich etwas macht, als Kunde zur Verfügung zu stehen.

Laut Telekom sind das alles nur Zufälle - nur diese häufen sich.