Flora
15.11.2007, 01:38
Eigentlich schien es, als sei die Breitbandunterversorgung im Landkreis Potsdam-Mittelmark schon fast Vergangenheit. Die COMplus AG aus Brandenburg/Havel plante eine flächendeckende Richtfunk-Erschließung zwischen Havel und Fläming mit 1 Mbit- und 2 Mbit zu marktüblichen Pauschaltarifen. Dennoch wollen sich jetzt die Kunden nicht so recht einstellen. Was auch den Vizelandrat Christian Stein enttäuscht, dessen Behörde das Projekt schnell@pm (http://www.potsdam-mittelmark.de/de/wirtschaft/gewerbegebiete/51354.aspx) mit angeschoben hatte. Zur Zurückhaltung an den Pilotstandorten gibt es in der heutigen Märkischen Allgemeinen Zeitung (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11066284/60889/) (MAZ) ein Interview mit dem Vizelandrat.
MAZ: Ist es richtig, dass der Anschluss an die Datenautobahn doch nicht so gefragt ist?
Stein: Zumindest ist an den ausgewählten Standorten ein Unterschied zwischen zahlreichen Interessenbekundungen und tatsächlichen Aufträgen zu verzeichnen. In Marzahna beispielsweise war zunächst die Nachfrage groß, dass unbedingt dort die Pilotphase realisiert werden sollte. Doch statt der nötigen 30 Anmeldungen liegen lediglich drei vor.
MAZ: Woran liegt das?
Stein: Darüber lässt sich ohne Resonanz wirklich nur spekulieren. Womöglich werden Einrichtungskosten (99 Euro) und Kaution für Empfangsgeräte (49 Euro) von den Bürgern gescheut. Die Nutzungsgebühren von monatlich 30 bis 44 Euro dürften es wohl nicht sein. Ungeachtet der bisherigen Kampagne gibt es außerdem noch Leute, die von der neuen Anschlussmöglichkeit nichts gehört haben.
MAZ: Wie groß ist der Schaden für den Kreis Potsdam-Mittelmark, wenn das Vorhaben scheitert?
Stein: Das wirtschaftliche Risiko liegt bei der Complus-AG. Sie hat bisher erheblich in Vorplanungen und Akquise investiert. Der Kreis Potsdam-Mittelmark bleibt trotzdem am Ball, denn es gibt ja noch Interessenten, die nicht versorgt sind.
MAZ: Wie geht es weiter?
Stein: Am zweiten Modellstandort, Bensdorf, wo ebenfalls erst zwei Drittel der zur Rentabilität nötigen 30 Nutzer zusammengekommen sind, wird die Complus-AG noch bis Jahresende eine Station einrichten. Wenn sie als Referenzobjekt erst einmal läuft, gibt es vielleicht einen Schub. Weitere Interessenbekundungen aus Kloster Lehnin und Groß Kreutz werden zudem unter die Lupe genommen. In Marzahna scheint die Realisierung momentan außer Reichweite.
MAZ: Wer noch Interesse hat, muss also jetzt was tun?
Stein: Anträge für verbindliche Anmeldungen gibt es in Rathäusern, im Landratsamt (http://www.potsdam-mittelmark.de) oder im Internet bei der COMplus (http://www.complusag.de/index.php). Sie sollten umgehend gestellt werden. In der Regel sind Orte dann mit einem Sender komplett erschließbar, wenn sich 30 Nutzer gefunden haben.
MAZ: Ist es richtig, dass der Anschluss an die Datenautobahn doch nicht so gefragt ist?
Stein: Zumindest ist an den ausgewählten Standorten ein Unterschied zwischen zahlreichen Interessenbekundungen und tatsächlichen Aufträgen zu verzeichnen. In Marzahna beispielsweise war zunächst die Nachfrage groß, dass unbedingt dort die Pilotphase realisiert werden sollte. Doch statt der nötigen 30 Anmeldungen liegen lediglich drei vor.
MAZ: Woran liegt das?
Stein: Darüber lässt sich ohne Resonanz wirklich nur spekulieren. Womöglich werden Einrichtungskosten (99 Euro) und Kaution für Empfangsgeräte (49 Euro) von den Bürgern gescheut. Die Nutzungsgebühren von monatlich 30 bis 44 Euro dürften es wohl nicht sein. Ungeachtet der bisherigen Kampagne gibt es außerdem noch Leute, die von der neuen Anschlussmöglichkeit nichts gehört haben.
MAZ: Wie groß ist der Schaden für den Kreis Potsdam-Mittelmark, wenn das Vorhaben scheitert?
Stein: Das wirtschaftliche Risiko liegt bei der Complus-AG. Sie hat bisher erheblich in Vorplanungen und Akquise investiert. Der Kreis Potsdam-Mittelmark bleibt trotzdem am Ball, denn es gibt ja noch Interessenten, die nicht versorgt sind.
MAZ: Wie geht es weiter?
Stein: Am zweiten Modellstandort, Bensdorf, wo ebenfalls erst zwei Drittel der zur Rentabilität nötigen 30 Nutzer zusammengekommen sind, wird die Complus-AG noch bis Jahresende eine Station einrichten. Wenn sie als Referenzobjekt erst einmal läuft, gibt es vielleicht einen Schub. Weitere Interessenbekundungen aus Kloster Lehnin und Groß Kreutz werden zudem unter die Lupe genommen. In Marzahna scheint die Realisierung momentan außer Reichweite.
MAZ: Wer noch Interesse hat, muss also jetzt was tun?
Stein: Anträge für verbindliche Anmeldungen gibt es in Rathäusern, im Landratsamt (http://www.potsdam-mittelmark.de) oder im Internet bei der COMplus (http://www.complusag.de/index.php). Sie sollten umgehend gestellt werden. In der Regel sind Orte dann mit einem Sender komplett erschließbar, wenn sich 30 Nutzer gefunden haben.