Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuruppin und Ruppiner Land (Lankreis Ostprignitz-Ruppin)
Obwohl Friedrichshafen und nicht Neuruppin den T-City-Wettbewerb für sich entscheiden konnte, ist in Neuruppin bzw. im Landkreis Ostprignitz-Ruppin das Engagement für eine zeitgemäße Kommunikationsinfrastruktur nicht erlahmt. Das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) in Neuruppin hat seine Webseite um eine Bedarfsabfrage für die Breitbandanbindung in den Ortsteilen der Stadt sowie im Landkreis erweitert. Zur TGZ-Webseite geht es hier entlang (http://www.tgz-neuruppin.de/), die Rubriken zu DSL sind über die Navigationsleiste links unten zu erreichen.
Nachtrag zum Ruppiner Land aus der Märkischen Allgemeinen (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11013494/61299/)vom 5. September:
Bis zum November will das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) (http://www.tgz-neuruppin.de/)einen Vorschlag erarbeiten, wie Flecken Zechlin, Dorf Zechlin, Kagar und Kleinzerlang schnelle Internetzugänge erhalten können. "Wir denken da an Richtfunk", sagte gestern TGZ-Chef Jürgen Paul. Grundsatz sei, dass der Richtfunk für die Nutzer bezahlbar sein müsse.
Um dies zu gewährleisten, soll das vom Kreis betriebene Richtfunknetz genutzt werden. "Es könnte auf den Masten eine zweite Funkspur errichtet werden", so Paul. Er hatte seinen Bericht tags zuvor beim Wirtschaftsausschuss in Kyritz vorgestellt.
Laut Paul hat allein die vom TGZ organisierte Bedarfsanalyse für schnelles Internet auf dem Land bereits zu einem Umdenken bei den großen Anbietern geführt. "Breddin und Schönermark sind nun doch mit DSL versorgt worden."
Jedoch hat Paul jetzt ein Stocken festgestellt. Grund: Der Bund will ab 2008 Zuschüsse für schnelles Internet gewähren. Darauf wollen die wenigsten Anbieter verzichten.
Neues vom Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) aus Neuruppin hat die MAZ (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11074586/61299/TGZ_vermittelt_Erschliessung_ueber_Satellit__Ab_20 08.html). Um den akuten Bedarf abzudecken, sollten Unternehmen auf Satellitenlösungen ausweichen. Ziel bleibe aber die flächendeckende Versorgung, Hauptansprechpartner sei dafür die Deutsche Telekom, wird der TGZ-Chef zitiert. Er habe mit allen Anbietern (?!) gesprochen. "Das Fazit ist, dass die Telekom derzeit unser wichtigster Partner für die Erschließung mit DSL-Technologie ist."
Den Breitbandbedarf weist die Webseite des TGZ (www.tgz-neuruppin.de) aus. Über 1.600 Registrierungen befinden sich bereits in der Datenbank. Besonders hoch ist die Nachfrage in Breddin (97 Anmeldungen), Linum (85), Dreetz (82), Flecken Zechlin (77), Dabergotz (66), Blumenthal (63) und Schönermark-Stüdenitz (61). Ob allerdings aufgrund der Siedlungsstruktur im Landkreis OPR tatsächlich eine flächendeckende DSL-Erschließung finanziell realistisch ist, bleibt fraglich. Die Lösung dürfte eher in einer Mischung verschiedener Infrastrukturen liegen.
Wie so häufig zu beobachten, so auch diesmal wieder in Rheinsberg geschehen: Der rosa Riese kickt einen mittelständischen Wettbewerber aus dem ungleichen Rennen.
Jahrelang sah sich die Deutsche Telekom (DTAG) nicht in der Lage, Rheinsberg mit seinen verstreuten Ortsteilen per DSL zu versorgen. Deshalb wurde die 9.000-Einwohnerstadt im dünnbesiedelten ländlichen Raum Brandenburgs sogar zu einem Modellprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9653). Das Konzept (http://www.bitkom.org/files/documents/Rheinsberg_cebit_pp97.ppt) (Powerpoint-Präsentation, 516 KB) des mittelständischen Unternehmens TelComm Jeske (http://www.kein-dsl.de/breitbandanbieter/TelComm_Jeske__Co._OHG.html) aus dem brandenburgischen Marlow, die Ortschaften Rheinsberg und die Ortsteile Zühlen, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Linow, Kleinzerlang und eventuell Braunsberg und Schwanow mittels der drahtlosen WiDSL-Technologie zu erschließen, überzeugte auch den Bürgermeister. So sehr, dass er dieses Projekt bei der CeBIT 2008 im Rahmen des Breitbandgipfels (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=10529) vorstellte.
http://www.kein-dsl.de/news-bilder/dsl_oprstand_2008_06_03 (http://www.tgz-neuruppin.de/pdf/dsl_stand_2008_06_03.pdf)
(Breitband-Versorgungskarte des Technologie- und Gründerzentrums Neuruppin für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Stand 6/2008. Hervorhebung Rheinsberg durch kein-DSL)
Offensichtlich registrierte nun auch die Deutsche Telekom, dass hier nicht nur ein weißer Fleck, sondern auch eine ausreichende Nachfrage vorhanden ist. Zahlen, die das Technologie- und Gründerzentrum Neuruppin (http://www.tgz-neuruppin.de) seit geraumer Zeit erhebt und pflegt (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9868) und sicherlich auch der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt hätte. Bislang weigerte diese sich aber DSL auszubauen, da es ihr unrentabel erschien (http://politik-digital.de/rheinsberg-will-ins-netz). Doch was kümmert die DTAG ihr Geschwätz von gestern. Was die ganze Zeit nicht ging, sollte plötzlich möglich sein.
So kündigte sie zwischenzeitig selbst einen Ausbau mit DSL an. Nun sollen Flecken Zechlin, Dorf Zechlin, Kagar und Wallitz (Vorwahlbereich 033923) bis Ende 2008 DSL erhalten. Auch Dreetz, wo TelComm Jeske heute abend eine Infoveranstaltung vorgesehen hat (http://www.kein-dsl.de/forum/calendar.php?do=getinfo&e=339&day=2008-6-27&c=1), soll ganz plötzlich sogar mit seinen Ortsteilen Bartschendorf und Michaelisbruch angeschlossen werden. Dazu hat die Deutsche Telekom offensichtlich noch am Vorabend der Veranstaltung ein Fax in die Lokalredaktion der Märkischen Allgemeinen Zeitung (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11242691/61299/Vom_Feldweg_zur_Schnellstrasse_Nach_Jahren_des_Kam pfes.html) geschickt. Einem Bericht des Ruppiner Anzeigers zufolge kommen zusätzlich im ersten Quartal 2009 auch Zechlinerhütte, Kleinzerlang und Großzerlang (Vorwahlbereich 033921) hinzu. Dies habe ein Sprecher der Deutschen Telekom angekündigt. Dessen Aussage zufolge kommen "so gut wie alle Haushalte ans Netz".
Trotz der schamlosen Methoden des Marktführers: In Rheinsberg und Umgebung wird es sicherlich freuen, Breitband erhalten zu können. Dass es nun DSL wird, vielleicht sogar noch mehr. Noch nicht ausgemacht ist aber, dass sie in den ersten beiden Jahren nach Aufbau des DSL-Netzes auch die Möglichkeit der freien Anbieterwahl haben werden. Der WiDSL-Anbieter ist mit dieser Entwicklung vielleicht sogar Ärger aus dem Weg gegangen, da sich in einigen Ortschaften bereits Funkskeptiker wieder in Position gebracht hatten, die schon in der Vergangenheit Mobilfunkbetreibern die Standortsuche für Funkmasten schwer gemacht haben. Angesichts der BMWi-Förderung sollte der Tritt in die Kniekehlen für TelComm Jeske nicht existenzbedrohend gewesen sein. Doch an anderen Standorten und für andere Mittelständler könnte solches Marktverhalten durchaus das Schiff ins Schlingern bringen.
Umso nachvollziehbarer ist Kritik, wie sie kürzlich der Branchenverband VATM in einer Pressemitteilung äußerte:Gegenüber dem Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums beklagten die VATM-Mitgliedsunternehmen (...) vor allem die massive Verdrängungsstrategie der Deutschen Telekom AG bei der Schließung der weißen Flecken auf dem Lande. Ohne eine klare Kurskorrektur der Telekomstrategie drohe der Erfolg der gesamten Aktion zur Schließung der weißen Flecken in Frage gestellt zu werden, so die Unternehmen. (http://www.vatm.de/content/pressemitteilungen/inhalt/25-06-2008.html)Recht erfreulich klingt daher die Aufforderung des Beirates der Bundesnetzagentur aus dieser Woche, die Möglichkeit einer regionalen Regulierung zu prüfen (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?p=98635). Weitere Maßnahmen erscheinen mehr als dringend geboten, wenn keine Kommune bei der Schließung der Breitbandlücken hinten herunterfallen soll.
Wie die heutige Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11266249/61299/Erste_Kunden_im_Gewerbegebiet_Fretzdorf_angeschlos sen_Schnelles_Internet.html) schreibt, hat die Deutsche Telekom nun im Gewerbegebiet von Fretzdorf DSL geschaltet. Laut MAZ schafft die Deutsche Telekom "Sonderlösungen für den ländlichen Raum, in dem wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit bisher kein DSL installiert worden war". Hier scheint nun der nordwestliche Landkreis Ostprignitz-Ruppin (OPR) bei Wittstock bevorzugtes Ausbaugebiet zu sein. Über den überraschenden Telekomausbau des Kreisnordwestens um Rheinsberg herum gab es kürzlich auf kein-DSL einen Beitrag (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11058).
http://www.kein-dsl.de/news-bilder/tgzbb.jpg (http://www.tgz-neuruppin.de/)
Ab September sollen Dranse und Schweinrich erschlossen werden. Sewekow und Berlinchen folgen um den Jahreswechsel 2008/2009. In den beiden letztgenannten Orten wird es aber aufgrund der Entfernung zur Vermittlungsstelle zu Bandbreiteneinbußen kommen. Blumenthal und Rosenwinkel sollen von Ende September 2008 bis Anfang 2009 ausgebaut werden. Es scheint, als wenn dieser Ausbau einen deutlichen Beitrag zur Schließung der Breitbandlücke im Landkreis OPR leistet. So waren laut Ostprignitz-Ruppiner Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) (http://www.tgz-neuruppin.de/) bis zu 3.000 Interessenten für Breitband gemeldet. Inzwischen sind es nur noch 1.200. Bis zum Herbst wird ein Rückgang auf unter 1.000 erwartet.
Mitte nächsten Jahres werden Dreetz sowie Michaelisbruch und Bartschendorf DSL mit bis zu 16 Mbit erhalten. Dazu unterzeichneten gestern die 1.200 Einwohnergemeinde Dreetz, das Amt Neustadt (Dosse) und die Deutsche Telekom einen Kooperationsvertrag, der seit einigen Wochen unter Mitarbeit des Fördervereins Dreetz vorbereitet worden war (http://www.gemeinde-dreetz.de/Sonstiges/Neuigkeiten/Neuigkeiten.php). Dreetz wird keinen Investitionszuschuss zahlen müssen.
Offensichtlich dauert der DSL-Ausbau von Zechlinerhütte doch etwas länger. Laut MAZ (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11334990/61299/Schnelles_Netz_wird_ausgebaut_Zechlinerhuette_beko mmt_DSL_KOMMUNIKATION.html) vom 16. Oktober 2008 soll der Ausbau nun Mitte 2009 durchgeführt sein. Ferner scheint auch unklar zu sein, ob der gesamte Ortsteil ausgebaut wird: Sowohl der Ausbau außerhalb des Ortes als auch bis zu den Zeltplätzen ist offen.
[Update 4.12.2008:] Einem Artikel der MAZ (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11377506/61299/Rheinsberger-Ortsnetze-werden-in-weiten-Teilen-DSL-faehig.html) zufolge, ist Rheinsberg inzwischen weitestgehend breitbandig online. Flecken Zechlin und Zechlinerhütte sollen im zweiten Quartal 2009 soweit sein.
Dabergotz bekommt Breitband. Dazu hat vergangene Woche die Gemeinde einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, wie die MAZ (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11467303/61299/Bis-zum-Jahresende-bekommt-das-Dorf-nun-endlich.html) berichtet. Angeschlossen wird der Ort mit einem neuen Glasfaserkabel. Das kostet zwar weniger, da zwischen Neuruppin und Dabergotz bereits ein Leerrohr liegt. Dennoch scheint man bei der Telekom wenig erfreut, da Wettbewerber das Glasfaserkabel mitbenutzen dürfen. 106 Haushalte in der 600 Seelengemeinde hatten Interesse für Breitband signalisiert.
Außerhalb des Ortskerns ist Neuruppin kaum mit DSL versorgt. Das betrifft derzeit zwölf von 13 Ortsteilen. Die Ortsteile Wulkow und Gnewikow sollen bis spätestens November eine schnelle Leitung haben, finanziert aus den 50.000 Euro, die Neuruppin aus der Teilnahme am T-City-Wettbewerb erhalten hat (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=9451). Nun könnten auch die anderen bislang unversorgten Haushalte in Neuruppin im kommenden Jahr Breitbandanschlüsse erhalten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11876377/61299/Wenn-alles-gut-geht-koennten-viele-Neuruppiner-Ortsteile.html). Damit die Neuruppiner Ortsteile Breitband bekommen können, muss jetzt zunächst der Bedarf festgestellt werden. Um die Zahlen erheben zu können, sollen die Ortsbürgermeister in ihren Ortsteilen Aushänge anbringen.
Fördermittel für die Ortsteile müssen zwar noch beantragt werden, das sollte aber nur noch eine reine Formsache sein laut Vize Bürgermeister Arne Krohn.
Im letzten Jahr hatte man bereits eine Ausschreibung vorgenommen, 4 Angebote seien eingegangen und nun stehe die Wirtschaftlichkeitslücke fest, diese betrage 477000,- Euro. 90% werde wohl aus der Förderung kommen, so das nur 50000,- Euro von der Gemeinde getragen werden müssen, diese seien aber bereits in den Haushalt eingestellt worden. Noch in diesem Jahr will man mit den Bauarbeiten beginnen und mit ein wenig Glück auch noch dieses Jahr beenden.
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