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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baden-Württemberg: Breitbandförderung


Flora
27.11.2007, 10:29
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat beschlossen, ein "Impulsprogramm Breitband Baden-Württemberg" aufzulegen und dieses in den kommenden zwei Jahren mit jeweils zehn Millionen Euro auszustatten. Neben Bayern geht damit auch Baden-Württemberg über die reine Kofinanzierung des GAK-Programms (http://www.kein-dsl.de/forum/thread.php?threadid=3039) zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur hinaus.

Das Land beabsichtigt vor allem die Förderung von Modellprojekten zur Anpassung der Infrastruktur an neue Entwicklungen und des direkten Ausbaus der Breitbandinfrastruktur. So sollen etwa die inner- und außerörtliche Verlegung von Leerrohren oder auch Zuschüsse der Gemeinden und Landkreise an private und kommunale Netzbetreiber bei Investitionen gefördert werden. Die Einzelheiten des Förderprogramms müssen noch durch das Ministerium Ländlicher Raum ausgearbeitet werden. Eine Ausschreibung erfolgt voraussichtlich im April 2008. Darüber hinaus plant das Land etwa durch rechtliche Regelungen zur Erleichterung des Auf- und Ausbaus der Breitbandinfrastruktur beizutragen. Das Geld wird aus dem Landesetat und Leader-Mitteln der EU bereit gestellt.

[Update Januar 2008:] Die Förderkriterien liegen nun vor: Eckpunkte für die Verwendung öffentlicher Mittel
zur flächendeckenden Versorgung des Ländlichen Raums in Baden-Württemberg mit Breitbandanschlüssen (http://www.clearingstelle-bw.de/download/Eckpunkte_Broadband.pdf) (24 KB pdf-Datei). Innovativ und der Förderung aller anderen Länder überlegen ist vor allem die gesetzliche Vorschrift zu nennen, bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre verlegen zu müssen (dazu auch diese Pressemitteilung (http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/content.pl?ARTIKEL_ID=57792) aus dem Ministerium für den Ländlichen Raum).

[Update März 2008:] Über die Fördermaßnahmen, Informationsveranstaltungen, Breitbandtechnologien, Best Practice-Beispiele etc. des Landes Baden-Württemberg informiert die Landesregierung unter folgenden Links:

• Breitband-BW.Info (http://www.breitband-bw.info/)
• Clearingstelle Neue Medien im ländlichen Raum (http://www.clearingstelle-bw.de/)

adress
23.12.2007, 14:01
Am vergangenen Dienstag hat das baden-württembergische Kabinett das Programm verabschiedet, um die Zahl der Breitbandanschlüsse gerade auf dem Land deutlich zu erhöhen. Das 20-Millionen-Programm gilt für die Jahre 2008 und 2009 und wird um Bundesmittel in Höhe von zwei Millionen Euro ergänzt.

Bereits Anfang November hatte die EU-Kommision die "Eckpunkte für die Verwendung öffentlicher Mittel zur flächendeckenden Versorgung des Ländlichen Raums mit Breitbandanschlüssen in Baden-Württemberg" abgesegnet. Dass die EU der Förderung des Breitbandausbaus im ländlichen Raum hohe Priorität einräumt lässt sich daran ablesen, dass das Notifizierungsverfahren mit nur acht Wochen außergewöhnlich kurz war.

Das Vergabeverfahren ist in vier Schritten aufgebaut. In einem ersten Schritt sollen die Gemeinden zunächst alle Maßnahmen beim Breitbandausbau ausschöpfen, die ohne ihr finanzielles Engagement eine flächendeckende Breitbandversorgung ermöglichen. Hierbei geht es zum Beispiel um die Verlegung von Leerrohren bei gemeindlichen Tiefbaumaßnahmen und um die Werbung für eine Breitbandnutzung. Bei den örtlichen Breitbandversorgern sollen erfragt werden, ob sie in dem Fall ohne finanzielle Zuwendungen die Breitbandversorgung ermöglichen können. Eine Anfrage bei der Deutschen Telekom (t-dsl-ausbau-suedwest@t-online.net) und Kabel BW (Tel.: 06221/333 1050) gibt Auskünfte über deren Planungen.

Bleibt dies erfolglos, können die Gemeinden in einem zweiten Schritt eine Beihilfe für den Breitbandausbau in Höhe bis maximal 75.000 Euro pro Einzelfall ins Spiel bringen. Dazu sollen die örtlichen Anbieter den Zuschussbedarf spezifizieren, der für eine auch für Mitbewerber zugängliche mindestens ein Mbit schnelle Leitung erforderlich ist. Gleichzeitig muss die Gemeinde ihre Bereitschaft, eine Beihilfe für den Breitbandausbau zu gewähren, im örtlichen Amtsblatt, auf ihrer Homepage und auf der landesweiten Homepage der Clearingstelle "Neue Medien im Ländlichen Raum" veröffentlichen, damit auch überörtliche Breitbandanbieter ein Angebot erstellen können.

Im dritten Schritt bewertet die Gemeinde nach einer angemessenen Frist die eingegangenen Angebote und erteilt im vierten und letzten Schritt den Zuschlag demjenigen Breitbandanbieter, der das für die Kommune günstigste Angebot gemacht hat.

Laut einer Meldung des Südwestrundfunks liegt der finanzielle Aufwand für eine vollständige Versorgung des gesamten ländlichen Raums im Milliardenbereich. Deshalb erwartet der Landwirtschaftsminister durch das Programm vor allem eine Belebung des Wettbewerbs unter den Anbietern. Das Programm müsse auch in den folgenden Jahren durch das Land fortgeführt werden. Dazu seien dann Umschichtungen im Haushalt nötig, denn das aktuelle 20-Millionen-Euro-Programm wurde durch Überschüsse bei den Steuereinnahmen möglich.

Überdies erwartet Hauk laut Südwestrundfunk ein weiteres Engagement des Bundes beim flächendeckenden Ausbau von Breitband. Er erinnerte daran, dass beim Verkauf der UMTS-Lizenzen vor einigen Jahren 50 Milliarden Euro erzielt wurden. Auch sei der Bund nach wie vor an der Telekom und an der Post AG beteiligt. "Wir erwarten, dass weitere Privatisierungserlöse für den Netzausbau zur Verfügung gestellt werden", sagte der Minister laut Südwestrundfunk.

Flora
08.02.2008, 15:26
Die Kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Wetzel zur Breitbandversorgungslage am Bodensee nutzt die Landesregierung Ende Januar 2008, um bei der Frage "Welche Maßnahmen will sie (die Landesregierung --Flora) ergreifen, um die bestehende Situation zu verbessern?" ausführlich für ganz Baden-Württemberg zu antworten (Drucksache 14/2182 (http://www.landtag-bw.de/scr/initiativen/ini_check.asp?WP=14&Drs=2182) (pdf-Datei, 44KB)).

Die Breitbandinitiative Ländlicher Raum Baden-Württemberg hat ein Gesamtfördervolumen von 22 Millionen Euro. Davon werden in den Jahren 2008/2009 Modellprojekte und die Breitbandinfrastruktur, insbesondere Breitbandtrassen gefördert. Von den Mitteln werden 20 Millionen Euro aus Landesmitteln des "Impulsprogramms Baden-Württemberg" aufgebracht und zwei Millionen Euro aus Bundesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK). Flankiert werden die Maßnahmen durch rechtliche Regelungen zur Erleichterung des Auf- und Ausbaus der Breitbandinfrastruktur und durch einen Intensivdialog, durch Aktionsbündnisse und innovative Projekte zur IT- und Medienentwicklung, darunter auch einer Stiftungsprofessur.

Flora
19.03.2008, 01:01
In einem Interview der Onlineausgabe der Heilbronner Stimme (http://stimme.de/nachrichten/hohenlohekreis/art1919,1206910) wird die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch, zur Breitbandentwicklung in Baden-Württemberg befragt. Sie gesteht ein, dass angesichts der geschätzten einen Milliarde, die ein flächendeckender DSL-Ausbau im Land kosten würde, die Fördersumme von 20 Millionen Euro ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Sie baut aber darauf, dass durch die entsprechende Information und Kreativität der Gemeinden die Reichweite der Mittel groß sei. Und auch von einem bestehenden Gesetzesvorhaben, mit dem Kommunen Erschließungsbeiträge von Häuslebauern einfordern können und damit Breitbandanschlüsse wie Wasser- und Stromanschlüsse behandelt werden, verspricht sie sich viel:

Stimme: Die Kommunen müssen in dieser Sache also verstärkt ran?

Gurr-Hirsch: Ja. Sie dürfen sich selbst einbringen, was EU-rechtlich bisher nicht möglich war. Es könnte eine Art Erschließungsbeitrag erhoben werden. Ich bin überzeugt, dass viele Häuslebesitzer sagen, schnelles Internet ist mir so wichtig wie Telefon oder Wasser.

Stimme: Das heißt: Die Infrastruktur fürs schnelle Internet wird auf Grundstücke und Haushalte umgelegt?

Gurr-Hirsch: Diese Voraussetzung wird mit unserem Gesetzespaket gegeben sein.

(...)

Stimme: Das Land kann nicht mehr Geld dazugeben in den nächsten Jahren, es müssen Lösungen auf kommunaler Ebene gefunden werden, wobei die Politik höchstens als Vermittlerin auftreten kann, um für sinnvolle Projekte zu werben: Ist das Ihre Strategie?

Gurr-Hirsch: Genau so ist es. Wir setzen einen satten Impuls mit unserem 20-Millionen-Programm. Es wird Modellprojekte geben, die Kommunen anregen sollen, sich ein bisschen anzustrengen und zu fragen: Gibt es schon jemand, der Leitungen verlegt? Und wenn nicht, zu hinterfragen: Ist es uns wert, kommunales Geld in die Hand zu nehmen, um zu erreichen, dass der Standort attraktiver wird?

Flora
10.04.2008, 10:37
"Die Breitband-Initiative Ländlicher Raum nimmt Fahrt auf. Mit der Ausschreibung der Förderung können die Gemeinden nun Anträge zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur stellen", heißt es in einer Pressemitteilung des Ministers für Ernährung und Ländlichen Raum (MLR), Peter Hauk MdL vom gestrigen Mittwoch. Die Breitband-Initiative Ländlicher Raum Baden-Württemberg verfolgt das Ziel, eine flächendeckende Versorgung der ländlichen Räume mit Breitbandinfrastruktur zu erreichen. Damit soll eine digitale Kluft zwischen den Verdichtungsräumen und dem Ländlichen Raum verhindert werden. Der Anschluss an die Breitbandinfrastruktur ist wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft und entscheidend für die Attraktivität des ländlichen Raums.

Vor diesem Hintergrund hat das Land Baden-Württemberg eine Sonderlinie 'Breitbandinfrastruktur Ländlicher Raum' (http://www.clearingstelle-bw.de/download/Breitbandinfrastruktur/Breitbandinfrastruktur_Laendlicher_Raum.pdf) (pdf-Datei 48 KB) innerhalb des Jahresprogramm 2008 im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ausgeschrieben. Grundlage ist die ELR-Richtlinie vom 1. Januar 2008. Gefördert werden ausschließlich kommunale Vorhaben in ländlich geprägten Orten. Vorrangig werden Modellprojekte, die sich durch ihren innovativen oder modellhaften Charakter zur Versorgung mit Breitbandinfrastruktur sowie durch ihre Anpassungsfähigkeit in neue Entwicklungen auszeichnen gefördert. Gleiches gilt für die Verlegung von Leerrohren zur Nutzung für Breitbandkabel. Des Weiteren sind auch Zuwendungen von Gemeinden an Netzbetreiber zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke bei Investitionen in Breitbandinfrastrukturen förderfähig. Voraussetzung ist, dass die Gemeinden hierbei EU-rechtskonform vorgehen. Das MLR hat hierzu ein vereinfachtes Vorgehen mit der EU-Kommission abgestimmt.

Die Förderung setzt einen Nachweis der fehlenden oder unzureichenden Breitbandversorgung (kleiner als ein Megabit pro Sekunde Download) im zu versorgenden Gebiet voraus. Der Nachweis muss durch eine Marktanalyse entsprechend einem 'Leitfaden für Kommunen (http://www.clearingstelle-bw.de/leitfaden.html)' erstellt werden.

Die Zuwendung wird in Form eines Zuschusses gewährt und unterscheidet sich je nach Art des geförderten Projektes. Modellvorhaben können mit 50 Prozent der Kosten gefördert werden. Die Verlegung von Leerrohren wird mit Festbeträgen gefördert, die Zuwendungen an Netzbetreiber mit maximal 40 Prozent, höchstens jedoch mit 30.000 Euro. "Das Land Baden-Württemberg betritt mit dieser Förderung absolutes Neuland und kann als erstes Bundesland auch die zur Verfügung stehenden Bundesmittel von einer Million Euro pro Jahr abrufen. Das Land selbst stellt 20 Millionen Euro innerhalb der nächsten zwei Jahre zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Ländlichen Raum zur Verfügung", ergänzte der Minister. Das Verfahren sei mit der europäischen Kommission abgestimmt und auch bundesweit in dieser Form bislang erstmalig umgesetzt.

[Update 20.04.2008:] Zur Richtlinie Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) - Breitbandinfrastruktur (http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/Foerderrecherche/inhaltsverzeichnis.html?get=bc77780b14fbb37b905605 a74373f044;views;document&doc=10096&typ=KU) in der Förderdatenbank des Bundes. Das Fördergeld wird in einer ersten Tranche bis 15. Juni und in einer weiteren Tranche bis spätestens 1. Oktober ausgereicht.

Mari
01.06.2008, 10:10
Das in BW zukünftig Leerrohre verlegt, wurde auf Druck der EnBW standarisiert. Mir ist ein Ort bekannt, bei dem dies vergessen wurde und teilweise der Gehweg nochmal neu geteert werden mußt.
Seit einiger Zeit verlegt die EnBW mit Kooperation mit dem baden-württenbergischen Kabelprovider KabelBW neue Glasfaserkabel.

Flora
10.06.2008, 10:49
Die baden-württembergische Hochschule Furtwangen erhält eine Professur für "Digitale Infrastruktur im Ländlichen Raum". Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg und der Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk, MdL sagten dazu am 9. Juni in Stuttgart: "Diese Stiftungsprofessur soll dazu beitragen, das schnelle Internet auch in den Ländlichen Raum zu bringen. Davon werden die Bürger sowie gerade das örtliche Gewerbe profitieren. Studierende und Berufstätige können eine Zusatzqualifikation erhalten, die sie in die Lage versetzt, die Gemeinden des Ländlichen Raums neutral beim Breitbandnetzaus- und -aufbau zu beraten."

Die Stiftungsprofessur soll an der Fakultät für Digitale Medien angesiedelt sein. Die Hochschule Furtwangen wird die Professur nach Ablauf des Stiftungszeitraumes aus eigenen Mitteln weiterführen. "In Furtwangen ist die Stiftungsprofessur gut aufgehoben. Sie passt sich hervorragend in das Profil der Hochschule ein", sagte Frankenberg. Die Professur solle im Wintersemester 2008/2009 starten und Lehrveranstaltungen bieten, die die Absolventen befähigen, kommunale Funktions- und Amtsträger qualifiziert in technischer und betriebswirtschaftlicher Sicht über die Breitbandtechnologie zu beraten. Das Angebot richtet sich an Studierende der Informatikstudiengänge, an Fernstudierende und an Gaststudenten.

Verschiedene Unternehmen signalisieren, dass sie großes Interesse haben, Studierende mit dieser Zusatzausbildung anzustellen. Gleichzeitig erhielten Beschäftigte bei den einschlägigen Breitbandunternehmen die Möglichkeit, sich diesbezüglich fortzubilden sowie die Besonderheiten und besonderen Bedürfnisse der kommunalen Gebietskörperschaften kennenzulernen. In der Forschung solle ein Schwerpunkt die Planung und der Aufbau örtlicher Breitbandnetze sein, führte Hauk aus.

Für die Einrichtung der Professur hat eine Gruppe von Stiftern eine Summe von insgesamt 475.000 Euro für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung gestellt. Stiftungsgeber sind die Deutsche Telekom, Kabel Baden-Württemberg, Kellner Telekom, die IT der Sparkasse Pforzheim-Calw, die Firma Weigandbau, der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Hauberg, die Landesanstalt für Kommunikation und das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum. Im Vergleich der Maßnahmen zur Verbesserung der Breitbandversorgung zeigt Baden-Württemberg erneut, dass es unter den Bundesländern am innovativsten ist.

[Update_15.08.2008:] Wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage an die Landesregierung hervorgeht, ließen sich in Baden-Württemberg Gebiete identifizieren, in denen sich eine nicht ausreichende Breitbandversorgung einzelner Gemeinden häuft. Dies seien gerade Gemeinden des ländlichen Raums, die im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Nordosten sowie Südosten des Landes liegen (Drs. 14/2839 (http://www.landtag-bw.de/wp14/drucksachen/2000/14_2839_d.pdf), 40 KB, pdf-Datei).

Flora
12.09.2008, 10:54
Baden-Württembergs Finanzminister Stächele machte auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Andreas Jung gestern eine Bustour quer durch den Hegau und das Bodensee-Hinterland. Mit an Bord: die Bürgermeister von 15 Städten und Gemeinden. Nach vier Stunden und, wie der Südkurier (http://www.suedkurier.de/region/konstanz/kreis/art2974,3413752,1) schreibt, massivem Vortrag der Internetsorgen, dann die Überraschung: Zehn Millionen Euro plane er zusätzlich für seinen Ministerkollegen Peter Hauk zum weiteren Breitbandausbau ein.

Karl_S
12.09.2008, 14:50
Hab's heute auch auf Heise gelesen. Find ich immer klasse, man ließt davon, aber bei einem selber passiert gar nix ...

henny
13.09.2008, 16:23
hier ist es genauso...;)
Und der Gemeinderat sieht uns als erschlossen an ,) ergo einen Antrag auf Förderung des Ausbaus sei daher nicht nötig hahaha..,)...sie meinen unser Dorf will gar kein DSL...nun gut.

Flora
16.12.2008, 12:46
Baden-Württemberg könnte vor dem Durchbruch zu einem systematischen Breitbandausbau des ländlichen Raume stehen. Wie es im Südkurier (http://www.suedkurier.de/news/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg/art417921,3559488) heißt, hat die Deutsche Telekom Südwest ihren Widerstand aufgegeben und stellt ihre Daten zum Glasfasernetz zur Verfügung. Damit kann nun ein landesweiter Glasfaseratlas entstehen, der kommendes Frühjahr fertig sein soll. Bisher mangelte es an Planungsgrundlagen und Koordination, wie der Chef der Landesanstalt für Kommunikation betont. Die Folge: Keiner kennt die Trassenführung des anderen und die Kommunen stochern im Nebel.

Damit könnte anschließend ein deutlich koordinierterer Ausbau des Landes erfolgen. Aufgrund einer ausgewogenen wirtschaftlichen Struktur sei die Breitbandinfrastruktur besser als in anderen Bundesländern und in Baden-Württemberg kein Landstrich ganz ohne Breitbandinfrastruktur, so der Chef der Landesanstalt für Kommunikation. Die Probleme lägen vor allem in Teilorten und Weilern, und deren Versorgung sei das Ziel. Dass sie allerdings alle per Glasfaserkabel angeschlosssen werden, sei illusionär. Ein Ersatz könne in der Funk- oder Satellitentechnologie liegen.

Flora
25.12.2008, 12:35
"Baden-Württemberg ist in der Breitband-Förderung bundesweit absolut führend. Insgesamt stehen in einem von der EU bewilligten Verfahren 22 Millionen Euro für den Auf- und Ausbau eines schnellen Internets im ländlichen Raum zur Verfügung", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in dieser Woche. Davon seien seit Start der 'Breitband-Initiative Ländlicher Raum' im April 2008 bereits rund zwei Millionen der Mittel investiert worden. Das Land habe damit vier Mal mehr Geld investiert als alle anderen Bundesländer zusammen.

80 Kommunen sind bislang mithilfe der Förderung ans Netz gegangen, so der Minister in seinem Weihnachtspodcast (http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/Videopodcast/68511.html?TEMPLATE=video.html) zur Breitbandförderung. Die Pressemitteilung (http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/Minister_Peter_Hauk_MdL_Laendlicher_Raum_wird_den_ Anschluss_nicht_verlieren/68531.html) führt dazu aus: In der Praxis bedeute dies zum Beispiel für acht Gemeinden im kleinen Wiesental des Südschwarzwalds oder für die Gemeinde Großerlach im Schwäbisch Fränkischen Wald, mit 25 separat gelegenen Dörfern und Weilern und 2.586 Einwohner, einen Anschluss an das schnelle Internet. Mit der neuen Förderauschreibung ab 12. Dezember 2008 konnten weitere Verbesserungen eingeführt werden.

"Es ist als Meilenstein anzusehen, dass es uns als erstem Bundesland gelungen ist, mit der Europäischen Union abzustimmen, dass die Mindestdatenrate für gewerbliche Nutzung auf 40 Mbit angehoben werden kann", so der Minsiter. Bisher hatte die EU im Hinblick auf den wettbewerbsneutralen Einsatz öffentlicher Mittel einen höheren Grenzwert als ein Mbit im Download abgelehnt. Des weiteren konnten die Sätze für die Anlage von Breitbandtrassen angehoben werden.

Beispiele für Kommunen im Neckar-Odenwald-Kreis, die mithilfe der Breitbandförderung erschlossen wurden, hat die Rhein-Neckar-Zeitung (http://www.rnz.de/zusammen13/00_20081227082000_Kreisgemeinden_setzen_auf_Breitb and.php):

Hettigenbeuern: als erste Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis erhielt sie 26.500 Euro Zuschuss. Hier hatte sich insbesondere eine Bürgerinitiative für Breitband engagiert. Vom Industriepark "Techno" nach Mörtelstein wird ein Leerrohr verlegt. Die Gemeinde Obrigheim erhält einen Zuschuss von 20.000 Euro.

In einem Gesamtkonzept für die Walldürner Höhenorte werden für den Ausbau der Breitbandversorgung Gottersdorf mit 10.800 Euro, Glashofen mit 29.800 Euro, Hornbach mit 11.000 Euro und Reinhardsachsen mit 18.000 Euro gefördert.

Flora
27.01.2009, 17:02
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat heute eine erste positive Zwischenbilanz ihrer Breitbandförderung gezogen. Das Land investiere 22 Millionen Euro und sei damit bundesweit führend. Damit habe man deutlich mehr Mittel investiert als alle anderen Bundesländer zusammen. Seit Start der "Breitband-Initiative Ländlicher Raum" sind bereits zwei Millionen der Mittel investiert worden. Baden-Württemberg hat auch die Rahmenbedingungen für einen leichteren Breitbandausbau verbessert: So sollen im Staatshaushaltsplan die haushaltsrechtlichen Voraussetzung geschaffen werden, damit Leerrohre bei Straßen des Landes verlegt werden müssen und können. Auch wird versucht, den Bund dazu zu bewegen, eine Leerrohrverlegung bei Bauvorhaben an Bundesstraßen mit Bundesmitteln zu ermöglichen. Hinsichtlich der derzeit entstehenden Breitbandstrategie des Bundes (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=11940) hieß es, dass die in der Strategie enthaltenen Maßnahmen letztlich nur in enger Abstimmung mit den Ländern konzipiert und umgesetzt werden könnten.

Der Bund plane bis zum Jahr 2014 für 75 Prozent und bis zum Jahr 2018 für alle Haushalte in Deutschland 50 Mbit Bandbreite, was aus heutiger Sicht nur mit kabelgebundenen Lösungen zu erreichen ist. Dazu erklärte der zuständige Minister für Ernährung und Ländlichen Raum: "Ein Hochleistungsnetz mit Glasfaserkabeln zu forcieren, ist vernünftig, darf aber den Wettbewerb zum Ausbau einer Breitband-Infrastruktur nicht behindern. Wir erreichen für die Wirtschaft und die Bevölkerung im ländlichen Raum den größeren Nutzen, wenn wir schnell mit 5-10 MBit/s über die Fläche kommen, als wenn wir auf das große Ziel 50 MBit/s Jahre warten müssen. Im dünn besiedelten ländlichen Raum brauchen wir Kreativität und Vielfalt, statt Einheitslösungen. Für die flächendeckende Versorgung müssen wir alle Technologien, von Funk bis Glasfaser nutzen."

Flora
26.02.2009, 23:42
Einer Information des Konstanzer Bundestagsabgeordneten Andreas Jung zufolge wird das Land Baden-Württemberg aus dem Konjunkturprogramm II (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=12100) 30 Millionen Euro zusätzlich für die Breitbandföderung erhalten. Die bisherigen baden-württembergischen Fördermittel von 22 Millionen Euro werden dadurch mehr als verdoppelt.

Devastator
12.09.2009, 19:48
Es geht einfach nicht vorran.Diese erkentnis hatt die Politik erkannt.

Link.

http://www.baden-online.de/artikel.phtml?akt_men=2?&artikel=109227929&red=1&ausgabe=49946&rubrik=computer

adress
22.06.2010, 13:33
Am Donnerstag dieser Woche übernimmt der 47-jährige Ludwigsburger Jürgen Anders die Stiftungsprofessur für "Digitale Infrastruktur im Ländlichen Raum". In Furtwangen werden künftig junge Menschen ausgebildet, die als Berater in allen Angelegenheiten des Netzaufbaus gute Jobchancen bei den Kommunen und in der einschlägigen Industrie haben dürften. Zudem bahnt dieser Lehrstuhl koordinierend den vielen Akteuren im Bereich Breitband einen gemeinsamen Weg. Weiteres im Südkurier (http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/furtwangen/Er-macht-das-Breitband-flott;art372517,4340695) und an der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen (http://www.dm.hs-furtwangen.de/).