Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003

Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003 (http://www.kein-dsl.de/forum/index.php)
-   News (http://www.kein-dsl.de/forum/forumdisplay.php?f=180)
-   -   Auktion beendet: 4,4 Mrd Euro für die Funkfrequenzen (http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=13784)

adress 20.05.2010 22:34

Auktion beendet: 4,4 Mrd Euro für die Funkfrequenzen
 
Am Standort der Bundesnetzagentur in Mainz ist heute Nachmittag die Versteigerung von Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten zu Ende gegangen. Alle zugelassenen Unternehmen haben Frequenzblöcke ersteigert.

Nach 224 Runden an insgesamt 27 Auktionstagen liegt die Gesamtsumme für die 41 Frequenzblöcke bei knapp 4,4 Mrd. Euro. Sie setzt sich aus folgenden Einzelsummen zusammen:

• Vodafone D2 GmbH - 1.422.503.000 Euro (für insgesamt 12 Blöcke)
• Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG - 1.378.605.000 Euro (für insgesamt 11 Blöcke)
• Telekom Deutschland GmbH - 1.299.893.000 Euro (für insgesamt 10 Blöcke)
• Erste MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (E-Plus) - 283.645.000 Euro (für insgesamt 8 Blöcke)

Welches Unternehmen im Einzelnen welche Frequenzblöcke erworben hat, ergibt sich aus der Übersicht der abschließenden 224. Runde.

adress 21.05.2010 00:38

Hier folgt, was die Unternehmen sagen:

Dem mobilen Internet gehört die Zukunft: Vodafone investiert in Kapazität und Qualität

Vodafone Deutschland hat bei der Auktion ehemaliger Rundfunkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur seine Ziele umfassend erreicht und die angepeilten Frequenzen ersteigert. „Internet für alle wird jetzt Realität. Deutschland ist ein High-Tech-Land, das überall eine High-Tech-Infrastruktur braucht. Wir stärken unsere Position als Internetanbieter und unsere Führungsposition bei Datenservices. Vodafone hat in die eigene Zukunft und in die Zukunft des Standortes Deutschland investiert“, erklärte Friedrich Joussen, CEO von Vodafone Deutschland, zum erfolgreichen Abschluss der Frequenz-Auktion. Vodafone hat 1,43 Milliarden Euro in die Ersteigerung der Frequenzen investiert.

Der Düsseldorfer Kommunikationskonzern sicherte sich wie erwartet zwei Frequenzblöcke im Band der so genannten Digitalen Dividende. Außerdem baut Vodafone seine bestehende starke Position bei UMTS aus (2000er Band). Bereits kurzfristig kann durch die Ersteigerung dieser Frequenzen die Kapazität um rund 50 Prozent erhöht werden. „Damit werden wir den erhöhten Bedarf der Kunden an mobilen Datenservices auf dem hohen Vodafone-Qualitätsniveau garantieren und weiterentwickeln“, so Joussen.

Mit den ersteigerten 20 MHz im gepaarten 2,6 GHz-Band garantiert Vodafone Spitzengeschwindigkeiten bei der Zukunftstechnologie LTE in den Städten. Weitere 25 MHz ungepaartes Spektrum im 2,6 GHz-Band bieten darüber hinaus zusätzliche Kapazitätsreserven für das erwartete Wachstum der Zukunft. Damit hat Vodafone ausreichend Spektrum ersteigert, um die auch in China und Indien zur Einführung vorbereitete Technologie für Deutschland im ungepaarten 2,6 GHz-Band nutzbar zu machen. „Internet und mobile Datendienste sind die Wachstumsbringer unserer Industrie. Vodafone ist als Internet-Dienstleister für die Zukunft gerüstet. Wir investieren in Kapazität und Qualität“, so Joussen.

Wie bereits vor der Auktion angekündigt wird Vodafone in den kommenden Monaten die Auktionsauflagen erfüllen und die nicht versorgten Regionen mit schnellem Internet über Funk erschließen. Damit werden die Zusagen, die im Rahmen der Breitbandinitiative gegenüber der Bundesregierung und den Ländern gemacht wurden, erfüllt. Die Bundesregierung hat im Rahmen des Konjunkturpakets II eine Breitband-Initiative für Deutschland gestartet, die unter anderem vorsieht, dass Regionen ohne DSL-Anschlüsse zunächst mit schnellem Internet von mindestens 1 Mbit/s über den Mobilfunk versorgt werden. Dafür sind insbesondere die Frequenzen im Bereich um 800 MHz geeignet, die im Zuge der Digitalisierung des Rundfunks freigeworden waren. Vodafone hat die Initiative für eine flächendeckende Internet-Versorgung in Deutschland von Beginn an unterstützt.

adress 21.05.2010 01:25

Die Deutsche Telekom nutzte heute Twitter, um ihre Message zu platzieren: Frequenzbereich 790 bis 862 MHz hat Telekom 20 MHz; Spektrum sollen ländliche Regionen mit Breitband-Anschlüssen versorgen. Die Pressemitteilung wurde dann nachgeschoben. Dort heißt es:

Deutsche Telekom ersteigert Frequenzspektrum für den breitbandigen Netzausbau im Mobilfunk - Frequenzblöcke der Digitalen Dividende sollen jetzt zügig für die Schließung von "weißen Flecken" in Deutschland genutzt werden

Die Deutsche Telekom hat sich erfolgreich an der bislang größten deutschen Frequenzversteigerung beteiligt und sich insgesamt 95 MHz an Spektrum gesichert. Damit soll der Netzausbau im Mobilfunk weiter vorangetrieben und den Kunden eine noch bessere Breitbandversorgung ermöglicht werden. Vor allem sind Kapazitäten für die stark wachsende Nachfrage nach mobilem Internet erforderlich. Insgesamt hat die Deutsche Telekom für die neuen Frequenzbereiche rund 1,3 Mrd. Euro ausgegeben.

"Wir sind mit dem Ausgang der Frequenzauktion in Deutschland zufrieden", so Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied Deutschland der Deutschen Telekom AG. "Wir konnten sämtliche Frequenzblöcke ersteigern, die wir für unseren weiteren Netzausbau benötigen. Damit schaffen wir eine wesentliche Grundlage für die Steigerung des Umsatzes aus mobilem Datenverkehr, so wie es unsere Strategie vorsieht."

Mit dem Erwerb der Frequenzen und dem entsprechenden Netzausbau kann die Deutsche Telekom nun die Grundlage für die Einführung von LTE (Long Term Evolution) legen und damit Bandbreiten von mehr als 100 MBit/s ermöglichen. Der LTE-Netzausbau ist in den Investitionsplanungen für Deutschland bereits berücksichtigt. Weitere Informationen zum LTE-Ausbau wird die Deutsche Telekom zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

LTE ermöglicht deutlich höhere Datenraten als der bisherige UMTS-Standard. Der mobile Datenverkehr wächst enorm: Internationale Studien rechnen damit, dass der Datenverkehr bis 2013 um den Faktor 60 zunimmt. Künftig werden mit LTE fünf bis zehn Mal höhere Bandbreiten als bisher möglich sein. Für den Kunden sind damit Anwendungen wie IPTV, Online gaming und Multimedia Services möglich. Das Erlebnis des mobilen Internets wird das gleiche Niveau wie das Surfen zu Hause über DSL erreichen. Die Telekom hat die Stärken der LTE-Technik bereits mehrfach in der Praxis unter Beweis gestellt. Zuletzt wurden auf der CeBIT mit einer Live-Videoschaltung zwischen dem Messestand und einem fahrenden Auto in Innsbruck grenzüberschreitende mobile Breitbandanwendungen demonstriert. Mobile Videokonferenzen in HD-Qualität zeigten zum Beispiel, wie man sich per Videokonferenz bespricht und gleichzeitig Zugriff auf dieselben Dateien hat.

Im Frequenzbereich von 790 bis 862 MHz, der sogenannten Digitalen Dividende, hat die Deutsche Telekom 20 MHz (zwei Mal zehn MHz) ersteigert. Mit diesem Spektrum sollen zunächst ländliche Regionen mit Breitband-Anschlüssen versorgt werden und kurzfristig erste so genannte "weiße Flecken" geschlossen werden. Die Digitale Dividende eignet sich hierfür besonders, weil nur relativ wenige Funkstationen benötigt werden, um eine Breitbandversorgung zu realisieren. Das neu ersteigerte Spektrum in den übrigen, höheren Frequenzbereichen (1,8 GHz und 2,6 GHz) wird die Deutsche Telekom einsetzen, um die Kapazitäten für den steigenden Datenverkehr in den Ballungsgebieten zu erweitern.

Mit der Frequenzauktion nimmt Deutschland bei der Vergabe der Digitalen Dividende im Bereich 800 MHz in Europa eine Führungsrolle ein und wird zum Vorreiter bei der mobilen Breitband-Erschließung. Um eine effiziente Nutzung von LTE auch grenzübergreifend zu gewährleisten, müssen nun die Nachbarländer folgen.

adress 21.05.2010 02:38

Telefónica O2 Germany erfolgreich bei Frequenzauktion

Mit dem neuen Spektrum wird O2 seinen Kunden auch weiterhin ein hochmodernes Mobilfunknetz und die neusten Technologien bieten.

Investment von 1,38 Milliarden Euro in neue Frequenzen. CEO René Schuster:

"Wir werden unser erstes regionales LTE Netzwerk bis zum Ende des Jahres starten."

Telefónica O2 Germany hat heute mit einer umfangreichen Investition in neue Frequenzen sein Engagement im deutschen Markt bekräftigt. Auf dieser Basis wird O2 seinen Kunden auch weiterhin ein hochmodernes Mobilfunknetz und die neusten Technologien wie mobiles Hochgeschwindigkeits-Internet bieten. Mit den neuen Frequenzen und dem hochmodernen Netzwerk ist Telefónica O2 Germany hervorragend für die schnell wachsende Nachfrage nach mobilen Datendiensten durch Smartphones, Netbooks und andere neue Geräte aufgestellt.

CEO René Schuster kommentiert: "Die Investition in neue Frequenzen unterstreicht unsere Position als Key-Player auf dem deutschen Markt und ermöglicht uns, schneller zukunftsweisende Produkte und Dienste für unsere Kunden zu entwickeln. Wir konnten sämtliche unserer Auktionsziele erreichen. Mit zwei Blöcken im 800-Megahertz-Bereich und genügend Bandbreite in den anderen Spektren sind wir bestens gerüstet, um unsere Kunden deutschlandweit mit neuesten Technologien und einem mobilen Hochgeschwindigkeits-Internet zu versorgen. Wir werden unser erstes regionales LTE Netzwerk bis zum Ende des Jahres starten. Wir stehen voll hinter der Breitband-Initiative der Bundesregierung. Nun werden wir diese neuen Technologien so schnell wie möglich zur Verfügung stellen und damit unseren Teil beitragen, um die ländlichen Gebiete mit Breitband-Internetzugängen zu versorgen. Die Kosten für die erworbenen Frequenzen lagen im Rahmen unserer Erwartungen."

Matthew Key, CEO von Telefónica Europe, fügt hinzu: "Als eines der größten Telekommunikationsunternehmen der Welt ist Telefónica dem deutschen Markt stark verpflichtet. In den vergangenen vier Jahren haben wir alleine in Deutschland vier Milliarden Euro investiert und eines der modernsten 3G-Netze Europas ins Leben gerufen. Anfang dieses Jahres haben wir darüber hinaus mit der Integration von HanseNet begonnen und unsere Kundenbasis in den Bereichen DSL und Festnetz signifikant erweitert. Auf dieser Grundlage und mit den neuen Frequenzen werden wir unser Geschäft in Deutschland künftig noch weiter ausbauen."

Im Rahmen der Frequenzauktion hat Telefónica O2 Germany zwei Blöcke im 800-Megahertz-Bereich ersteigert. Die Frequenzen bilden die technische Grundlage für ein bundesweites LTE-Netz. Außerdem konnte sich O2 einen Block im 2,0-Gigahertz- und vier Blöcke im 2,6-Gigahertz-Bereich sichern. Die Gesamtinvestition von Telefónica O2 Germany in die neuen Frequenzen umfasst 1,38 Milliarden Euro.

adress 21.05.2010 02:54

Zukunftssicherer Ausbau des Datennetzes

E-Plus Gruppe sichert sich wertvolle Kombination des neues Frequenzspektrums
Geplanter Ausbau und Ausweitung des Datennetzes gehen weiter
Erworbenes Spektrum reduziert die Kosten des Netzausbaus

Die E-Plus Gruppe hat ihr Frequenzspektrum in der abgelaufenen Mobilfunkauktion um wertvolles neues Spektrum erweitert, das zu den zukünftigen Bedürfnissen im mobilen Datenmarkt passt. Die neuen Frequenzen sichern dem Unternehmen einen kosteneffizienten Ausbau seines zukunftssicheren und qualitativ hochwertigen mobilen Datennetzes. Als fester Bestandteil ihrer Herausfordererstrategie stehen für die E-Plus Gruppe bei der Leistungserbringung weiterhin die Bedürfnisse der Kunden im Mittelpunkt. Bereits heute versorgt der Mobilfunkanbieter 90 Prozent der deutschen Bevölkerung mit mobilen Datendiensten über EDGE, UMTS oder HSPA.

"Das zusätzliche Spektrum passt sehr gut zu unserer Herausforderstrategie. Wir werden die Steigerung der Reichweite, der Kapazität und der Geschwindigkeit unseres Netzes beschleunigt fortsetzen und damit eine echte mobile Alternative zum Breitbandfestnetz schaffen. Unseren Kunden und bestehenden sowie künftigen Partnern werden wir auch in Zukunft attraktive Angebote bei gleichzeitig hoher Qualität liefern", erklärt Thorsten Dirks, CEO der E-Plus Gruppe. Beim weiteren Netzausbau kommt dem Unternehmen die enge Zusammenarbeit mit seinen Netzausrüstern zugute. Diese Partnerschaft ermöglicht einen kontinuierlichen Ausbau mit vergleichsweise geringen Infrastruktur-Investitionen und stärkt so gleichzeitig die Leistungskraft der E-Plus Gruppe.

An der grundsätzlichen Wettbewerbsproblematik im deutschen Mobilfunk ändert der Ausgang der Auktion jedoch nichts. Die Bundesnetzagentur muss jetzt umgehend für Chancengleichheit im Wettbewerb sorgen. "Die Bundesnetzagentur hatte vor der Auktion eine Untersuchung dieser Wettbewerbsproblematik auf Drängen der Europäischen Kommission zusagt. Jetzt müssen Taten folgen", fordert Thorsten Dirks.

Im Zuge der Auktion erworbenes zusätzliches Frequenzspektrum:

1,8 GHz: 2 Blöcke a 2x5 MHz: 43,1 Mio Euro
2,0 GHz: 2 Blöcke a 2x5 MHz: 187,4 Mio Euro
2,6 GHz: 2 Blöcke a 2x5 MHz, 2 Blöcke a 1x5 MHz: 53,2 Mio Euro

Frequenzkosten in Summe: 283,6 Mio Euro

Das bedeutet in etwa eine Verdoppelung gegenüber dem aktuell von der E-Plus Gruppe genutzten Spektrum.

wraith 21.05.2010 07:52

Hallo adress,
und schon wieder geht diese "bla bla" bei denn los...
Hat sich als noch nichts geändert.
:mad:

falcon 21.05.2010 15:15

Somit bleibt die Spaltung weiter erhalten.:mad:
1 Mbit/s fürs Land und LTE für Ballungsgebiete und Städte.

wraith 21.05.2010 15:21

Zitat:

Zitat von falcon (Beitrag 117397)
Somit bleibt die Spaltung weiter erhalten.:mad:
1 Mbit/s fürs Land und LTE für Ballungsgebiete und Städte.

Erst mal die 1 Mbit/s haben !!!

gnahc 24.05.2010 15:36

hi,

wie damals bei Wimax, bla bla bla.

Gebts uns eine echte Flatrate und dann ist gut.

bonny2 24.05.2010 17:36

Zitat:

Zitat von gnahc (Beitrag 117450)
Gebts uns eine echte Flatrate und dann ist gut.

Eine echte Flatrate in Verbindung mit 100Mbit/s LTE wäre schon eine annehmbare Sache. Dem stimme ich zu.:D


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 15:03 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, Jelsoft Enterprises Ltd.