Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003

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Agenda 15.12.2011 11:06

Erfolgreicher Breitbandausbau: Jahresbericht der Netzagentur
 
Die Bundesnetzagentur kommt in ihrem Tätigkeitsbericht 2010/2011 für den Breitbandbereich zu positiven Ergebnissen. Gerade die Anschlusszahlen der TV Kabelnetzbetreiber steigen an. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Anschlüsse hier auf mehr als 3,5 Mio. erhöht. Das entspricht einer Steigerung um über 50 Prozent. Generell gibt es aber ein abgeschwächtes Wachstum bei den Breitbandanschlüssen. Zur Jahresmitte 2011 wurden in Deutschland ca. 26,7 Mio. Breitbandanschlüsse genutzt. Damit liegt die Penetrationsrate - bezogen auf alle Haushalte - nun bei etwa zwei Drittel. Dabei sind DSL-Anschlüsse nach wie vor die führende Technologie zur Realisierung breitbandiger Internetzugänge. "Deutschland hat seine Position im Hinblick auf die Breitbandversorgung der Bevölkerung im europäischen Vergleich weiter gefestigt. Mit einer Penetrationsrate von über 32 Prozent - bezogen auf die Zahl der Einwohner - liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt von 26,6 Prozent", hob Kurth hervor.

Die Verteilung der Marktanteile zwischen der Deutschen Telekom und ihren Wettbewerbern ist im Berichtszeitraum weitgehend stabil geblieben. Die Wettbewerber haben ihren Anteil von über 54 Prozent halten können. Stark zu nimmt die Nachfrage nach Breitband der Kabelnetzbetreiber. Durch die Umrüstung der TV-Kabelnetze auf den neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 könnten heute bereits 16 Mio. Haushalte Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 120 Mbit/s erhalten. Darüber hinaus haben vor allem regional tätige Unternehmen begonnen, zunächst in den Zentren größerer Städte Glasfaser-Anschlussnetze auszurollen. Nach Angaben des Bundesverbandes Glasfaseranschluss werden seine Mitgliedsunternehmen bis Ende 2011 etwa 870.000 Glasfaseranschlüsse (FTTH und FTTB) installiert haben. Die Telekom beabsichtigt bis zum Jahresende 160.000 Haushalte in zehn deutschen Städten mit Glasfaseranschlusstechnologie zu erschließen. Ende 2011 dürften nach den Planungen der verschiedenen Anbieter also insgesamt etwa 1 Mio. Haushalte mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet sein. Die Nutzerzahl hingegen hängt noch deutlich hinterher: Mitte 2011 haben erst ca. 140.000 Haushalte tatsächlich Interesse daran gezeigt.

"Generell zeigt sich bei den hochleistungsfähigen Anschlusstechnologien ein deutlicher Abstand zwischen Versorgungsmöglichkeit und tatsächlicher Nachfrage. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass Anwendungen, die hochbitratige Anschlüsse zwingend erforderlich machen, derzeit noch als entscheidender Treiber der Nachfrage fehlen. Auch in vielen anderen europäischen Ländern beobachten wir ein ähnliches Verhalten der Verbraucher", sagte Kurth.

"Durch den Ausbau der Mobilfunknetze der vierten Generation wird sich auch der intermodale Wettbewerb weiter intensivieren. Dies wird dazu beitragen, ein Angebot von Anschlüssen mit niedrigeren Kapazitäten in Kürze flächendeckend zu erreichen. Mit einem Mix an Strategien und Technologien – VDSL, FTTB, FTTH, TV-Kabel und drahtlose Technologien – ist das Ziel der Breitbandstrategie des Bundes im Wettbewerb zu erreichen", betonte Kurth. Dass der wettbewerblich getriebene Ausbau der Breitbandnetze zügig voranschreitet, zeigt sich an der Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen mit einer Downloadgeschwindigkeit von 1 Mbit/s. Diese hat sich seit 2009 auf nun ca. 99 Prozent erhöht. Die Verfügbarkeit von Anschlüssen mit 2 Mbit und mehr ist im selben Zeitraum von 70 Prozent auf 93,3 Prozent gestiegen.

Die Bundesnetzagentur hat mit den im Mai 2010 versteigerten Frequenzen (Digitale Dividende) einen wesentlichen Beitrag zur Breitbandversorgung geleistet. Vorrangiges Ziel bei der Ausgestaltung und der Durchführung der Versteigerung war es, günstige regulatorische Rahmenbedingungen für eine schnelle und effiziente Versorgung der Bevölkerung mit mobilen breitbandigen Anwendungen zu schaffen. Mit einer speziellen Versorgungsverpflichtung wurde die Voraussetzung für die Schließung von Versorgungslücken bei der breitbandigen Internetversorgung geschaffen.

"Die unmittelbar im Anschluss an die Auktion erfolgten umfangreichen Netzausbauaktivitäten sowie die Markteinführung von neuen Technologien – wie LTE – zeigen, dass die Netzbetreiber den Breitbandausbau in Deutschland forcieren. Schon vor einigen Monaten wurde in sechs von 13 Bundesländern die geforderte Versorgung erreicht. Damit wurden den Verbrauchern mehr Qualität, zusätzliche Kapazität und bessere Geschwindigkeiten bei der mobilen Datennutzung bereitgestellt", stellte Kurth fest.

netec 17.12.2011 12:17

Breitband via UMTS/LTE
 
Ja technisch möglich, aber wo sind die Tarife dazu.

Ich sehe immer nur Schmalbandflatrates via UMTS/LTE. Bis jetzt ist mir nch kein Tarif über den Weg gelaufen welcher die Bezeichnung Breitbandflatrate verdient hätte. Und für das gebotene sind die Angebote einfach mal zu teuer. Insbesondere wenn man sich das Kleingedruckte ansieht und feststellt wass alles an sonst normaler Internetfunktionalität verboten ist. Nicht mal eine öffentliche IP Adresse bekommt man.

Ich hatte eine Petition beim Onlineportal des Bundestages eingereicht mit dem Ansinnen wenn schon kein Breitband für alle dann wenigstens alle offiziellen Internetseiten der Regierung, Ämter und Behörden für 56Kbit/s optimiert.

Tja wurde nicht zugelassen - war ja auch zu erwarten.

Agenda 05.01.2012 17:45

LTE-Versorgungsauflage in Schleswig-Holstein erfüllt
 
Zitat:

Zitat von Agenda (Beitrag 126127)
"Die unmittelbar im Anschluss an die Auktion erfolgten umfangreichen Netzausbauaktivitäten sowie die Markteinführung von neuen Technologien – wie LTE – zeigen, dass die Netzbetreiber den Breitbandausbau in Deutschland forcieren. Schon vor einigen Monaten wurde in sechs von 13 Bundesländern die geforderte Versorgung erreicht. Damit wurden den Verbrauchern mehr Qualität, zusätzliche Kapazität und bessere Geschwindigkeiten bei der mobilen Datennutzung bereitgestellt", stellte Kurth fest.

Inzwischen ist der LTE-Basisausbau auch in Schleswig-Holstein erfolgt. Zum Jahresschluss haben die Mobilfunkunternehmen dort die Versorgungsauflage im 800-MHz-Bereich erfüllt. Damit folgt das Land zwischen den Meeren als siebtes Bundesland Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die drei Unternehmen, Telekom Deutschland GmbH, Vodafone D2 GmbH und Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, dürfen nunmehr die von ihnen im 800-MHz-Bereich ersteigerten Frequenzen auch in diesem Bundesland frei nutzen.

"Anderthalb Jahre nach der Versteigerung der 800-MHz-Frequenzen ist der Breitbandausbau so weit vorangeschritten, dass bereits in der Hälfte der insgesamt dreizehn mit Breitband unterversorgten Bundesländer die Versorgungsauflagen erfüllt sind. Ich gehe davon aus, dass die Netzbetreiber den Netzausbau auch im kommenden Jahr zur Verbesserung der Breitbandversorgung weiter vorantreiben werden", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Im Frühjahr 2010 wurden Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz versteigert. Die Zuteilungen der 800-MHz-Frequenzen sind dabei mit einer stufenweisen Aus- und Aufbauverpflichtung verbunden. Die Bundesländer hatten hierfür im Vorfeld der Versteigerung die mit Breitbandtechnologien unversorgten bzw. unterversorgten Städte und Gemeinden benannt, die entsprechend ihrer Einwohnerzahl in vier Prioritätsstufen unterteilt wurden.

Ein Netzbetreiber ist verpflichtet, in den Bundesländern bei der Nutzung der 800-MHz-Frequenzen stufenweise die Städte und Gemeinden der einzelnen Prioritätsstufen mit Breitbandanschlüssen zu versorgen. Vorrangig sollen Städte und Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern (Prioritätsstufe 1) mit mobilem Breitband versorgt werden. In den folgenden Stufen werden dann auch größere Städte erschlossen. Sobald die Versorgungsauflage erfüllt ist, können die Zuteilungsinhaber die 800-MHz Frequenzen in dem jeweiligen Bundesland frei nutzen. Bei der Beurteilung, ob die Versorgungsauflage erfüllt ist, werden alle eingesetzten Technologien (Funk, DSL, Kabel etc.) berücksichtigt.

Kuhman 06.01.2012 12:38

Wenn das so ist, sind schon vor Jahren alle Versorgungsauflage erfüllt gewesen, den jeder kann per Satellit ins Internet. :mad:

netec 27.01.2012 11:27

56 Kbit für alle
 
Im übrigen habe ich jetzt eine weitere Stellungnahme vom Petitionsausschuss zu meinem Antrag alle öffiziellen Seiten auf 56Kbit zu optimieren und nur als Option eine Bandbreitenhungrige Seite zusätzlich zur Auswahl anzubieten.

Im Schreiben wurden die Ausführungen des Fachministeriums hoch gelobt und meine Petition als inakzeptabel dargestellt.

Die Ausführungen vom 'Fachministerium' BWMI hat eine Frau Renate Blesinger verfasst.
Das übliche Bla Bla Breitband ist toll und wichtig und oberste Priorität für die Bundesregierung. Durch die tolle Leistung der Bunderegierung haben 99% der Haushalte Breitband mit mindestens 1 MBit/s.

Und durch LTE soll bis Ende 2012 eine flächendeckende Verfügbarkeit erreicht werden.

Und so weiter und so fort.

Was in diesen Aussagen unterschlagen wird ist das LTE und UMTS Verträge in Deutschland nur eine Schmalbandverbindung mit etwas 'Highspeed'-Volumen sind. Und soll ich wenn ich ins Internet möchte immer erst auf die Straße gehen? Alle Anbieter geben ja nur die Outdoor-Netzabdeckung an. In der Wohnung schlechter Empfang - Problem des Kunden.

LTE mag für unterwegs genügen, als DSL-Ersatz ist und bleibt es überteuerter Mist. :mad:


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