Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003

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Flora 04.03.2009 14:00

Bundesregierung gibt Digitale Dividende frei
 
Das Bundeskabinett hat heute die Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung verabschiedet. Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg: "Damit setzen wir bereits den ersten Teil der Breitbandstrategie um. Die Digitale Dividende kann in Deutschland schnell effektiv genutzt werden. Der Rundfunk hat mehr Spielraum für terrestrisches Fernsehen und wir können bald breitbandige, mobile Internetzugänge nutzen."

Die Frequenzen liegen in der Hoheit der Bundesländer. Zunächst werden sich alle 16 Länder selbst eine Meinung bilden müssen. Im Mai ist dann die entscheidende Sitzung der Länderkammer. Wenn der Bundesrat der Verordnung der Bundesregierung zustimmt, kann anschließend die Bundesnetzagentur die Vergabe der Frequenzen noch in diesem Jahr anfassen. Offen ist, nach welchem Verfahren die Vergabe erfolgt. In der Vergangenheit wurde bei einer größeren Nachfrage als verfügbaren Frequenzen bzw. Lizenzen üblicherweise ein Bieterverfahren gewählt.

Die Digitale Dividende ist der Zugewinn an Nutzungsmöglichkeiten des Funkfrequenzspektrums infolge der Umstellung von analogem auf digitales terrestrisches Fernsehen. Ein Teil des frei werdenden Frequenzspektrums kann für die Breitbandnutzung verfügbar gemacht werden. Bei der Vergabe der Frequenzen, die vor allem der Breitbanderschließung des ländlichen Raumes dienen sollen, werden die Länder einbezogen. Damit könnten die Frequenzen zügig bereits kommendes Jahr genutzt werden. Mit der Verordnung über den Frequenzbereichszuweisungsplan setzt die Bundesregierung auch einen Teil der Beschlüsse der Weltfunkkonferenz 2007 der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) um. In Deutschland laufen zurzeit zwei Pilotprojekte (Wittstock im Land Brandenburg, Grabowhöfe in Mecklenburg-Vorpommern) zur Digitalen Dividende.

Flora 05.03.2009 16:09

Die gestrige Entscheidung der Bundesregierung zur Freigabe von Rundfunkfrequenzen für Breitbandzugänge scheint den TV-Kabelnetzbetreibern Sorgenfalten ins Gesicht zu treiben. Offensichtlich für diesen Fall hatte man sich mit zwei Gutachten gewappnet. Jetzt sieht man die Zeit gekommen, diese zu präsentieren. Erste Tests der Kabelnetzbetreiber würden die in diesen Gutachten festgestellten erheblichen Beeinträchtigungen der Set-Top-Boxen zum Empfang von TV-Programmen und die Übertragung von Datensignalen über die Kabelnetze bestätigen. Und bestimmte Auswirkungen würden noch nicht einmal untersucht. Ausführlicher dazu der heutige Branchendienst Golem.de.

[Update_10.03.2009:] Nach der Entscheidung der Bundesregierung sortiert sich das Feld. Die Verbände VVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.) und APWPT (Verband der Nutzer und Hersteller drahtloser Produktionsmittel) äußern Vorbehalte. Sie behaupten, ihre Veranstaltungen würden gestört durch breitbandige Frequenznutzung. Eine Milliarde würde der Ersatz von 700.000 Funkmikrofonen und anderen drahtlosen Produktionsmitteln erfordern. Mehr bei Connect.

cybergen 05.03.2009 17:03

Naja also bei dem schelchten Kabelempfang den ich hab ... kommts auf 10% griesel mehr auch nicht an ;)

mal abgesehen davon das es mir lieber ist über Funk eine Internetverbindung zubekommen als über Kabel keine wies im moment ist *lach*.

Naja ist schon erstaunlich wie schnell so gutachten aus der Schublade fallen können.

schön feierabend :rolleyes:
cyb

alle9ne 05.03.2009 17:04

Die besagten können ja für Abhilfe sorgen, dort wo es Kabel-Internet gibt benötigt man kein Funkinternet auf TV/Rundfunkfrequenzen. Also statt Geld für Gutachter auszugeben lieber "weiße Flecken" ausbauen, liebe Kabelheinis!
:D

Skorpy1 05.03.2009 17:30

Zitat:

Zitat von alle9ne (Beitrag 105649)
Die besagten können ja für Abhilfe sorgen, dort wo es Kabel-Internet gibt benötigt man kein Funkinternet auf TV/Rundfunkfrequenzen. Also statt Geld für Gutachter auszugeben lieber "weiße Flecken" ausbauen, liebe Kabelheinis!
:D

Korrekt! Darüber sollten die "Kabelheinis" wirklich mal nachdenken...

bobb 05.03.2009 18:57

Da werden ja die Einwände der t-com nicht lange auf sich warten lassen.
Deutschland einig Nörglerland!

cybergen 06.03.2009 13:12

*g* die einzig relevante Frage hier ist doch:

Wann, nimmt Wer, Welchen Spaten in die Hand.

Solange keiner bereit ist die Kosten zu tragen passiert eh nix zumindest nicht solange es die aussicht gibt die Kosten aufjemand anderen abzuwälzen.

Devastator 06.03.2009 17:16

:eek:

Bei uns im Dörflein warten manche schon 5 Jahre...
Vieleicht sollten wir selber Kabel legen,??? was kostet n Merter Glasfaser :)

marc b 07.03.2009 09:25

Zitat:

Zitat von Devastator (Beitrag 105664)
:eek:

Bei uns im Dörflein warten manche schon 5 Jahre...
Vieleicht sollten wir selber Kabel legen,??? was kostet n Merter Glasfaser :)




Hallo,

ca. 70 cent pro Meter


Marc

Engel 07.03.2009 11:40

Zitat:

Zitat von Devastator (Beitrag 105664)
:eek:

Bei uns im Dörflein warten manche schon 5 Jahre...
Vieleicht sollten wir selber Kabel legen,??? was kostet n Merter Glasfaser :)

Inklusive Tiefbau,Leerrohr verlegen und Glasfaserkabel einziehen ca 50 - 70 Euro der Meter,
je nach Oberfläche.


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