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Alt 12.02.2012, 21:58
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Standard Positive Breitbandbilanz der Bundesnetzagentur

Durch den Ausbau der Mobilfunknetze der vierten Generation erwartet die Bundesnetzagentur eine flächendeckende Erschließung. Dass der Ausbau der Breitbandnetze zügig voranschreite, zeige sich an der Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen mit einer Downloadgeschwindigkeit von 1 Mbit. Diese habe sich seit 2009 auf 99 Prozent erhöht. Die Verfügbarkeit von Anschlüssen mit 2 Mbit und darüber sei im selben Zeitraum von 70 Prozent auf 93,3 Prozent gestiegen. Die Ziele der Breitbandstrategie des Bundes seien mit dem wettbewerblichen Mix an Strategien und Technologien von VDSL, FTTB, FTTH, TV-Kabel und drahtlose Technologien zu erreichen, meinte der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, bei der kürzlich erfolgten Vorstellung des Tätigkeitsberichts 2010/2011 für den Telekommunikationsbereich.

Generell hat sich das Wachstum bei den Breitbandanschlüssen weiter abgeschwächt. Zur Jahresmitte 2011 wurden in Deutschland ca. 26,7 Mio. Breitbandanschlüsse genutzt. Damit liegt die Penetrationsrate – bezogen auf alle Haushalte – bei etwa zwei Drittel. Dabei sind DSL-Anschlüsse nach wie vor die führende Technologie zur Realisierung breitbandiger Internetzugänge. "Deutschland hat seine Position im Hinblick auf die Breitbandversorgung der Bevölkerung im europäischen Vergleich weiter gefestigt. Mit einer Penetrationsrate von über 32 Prozent – bezogen auf die Zahl der Einwohner – liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt von 26,6 Prozent", hob Kurth hervor.

Auch beim Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandanschlüsse zeigt sich die Netzagentur zufrieden. Unter Berücksichtigung von VDSL standen rund 40 Prozent der Haushalte Breitbandzugänge mit 50 Mbit und mehr zur Verfügung. Durch die Umrüstung der TV-Kabelnetze auf den neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 können 16 Mio. Haushalte Breitbandanschlüsse in Anspruch nehmen, die Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 120 Mbit zulassen. Darüber hinaus haben vor allem regional tätige Unternehmen begonnen, zunächst in den Zentren größerer Städte Glasfaseranschlussnetze auszurollen. Bis Ende 2011 wurden etwa 870.000 Glasfaseranschlüsse installiert, weitere 160.000 Haushalte wollte die Telekom in zehn deutschen Städten erschließen.

Trotz rund 1 Mio. Haushalte mit Glasfaseranschlüssen blieb die Nachfrage gering: Genutzt haben diese Zugänge bis Mitte 2011 nur 140.000 Haushalte. Überhaupt seien Anschlüsse mit Bandbreiten über 30 Mbit nur schwer zu vermarkten. Dies zeige auch das weit verbreitete VDSL-Netz. Insgesamt nur knapp 2 Prozent der Haushalte nutzten tatsächlich hochbitratige Anschlüsse.
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