Die österreichische Regierung will im Rahmen einer neuen Initiative alle Österreicher ins Internet bringen. Wer bisher noch keinen Zugang zum Internet habe, sei "von einem ganzen Orbit von Möglichkeiten ausgeschlossen. Hier könnte eine Trennlinie in der Bevölkerung entstehen", sagte Bundeskanzler Gusenbauer (SPÖ) heute zum Auftakt der Branchenintiative mit dem Titel "
Internetoffensive Österreich". Derzeit haben rund 50 Prozent der österreichischen Haushalte einen Breitband-Internet-Anschluss. Österreich ist damit auf den elften Platz in der EU zurückgefallen.
An der Internetoffensive Österreich beteiligen sich 150 Interessenvertretungen und Unternehmen. Das Ziel ist ein nationaler Schulterschluss aller Aktivitäten. Österreich soll im Ranking der Top-IKT-Länder ins Spitzenfeld geführt werden, die private Nutzung des Internets und die Breitband-Verbreitung zu erhöhen, Barrieren und Hemmschwellen im Internet ab- und Österreich als Forschungsstandort für IKT-Technologien auszubauen. In sechs Arbeitskreisen "Generationen und Bildung", "Wirtschaft, Infrastruktur und E-Government", "Gesundheit und Soziales", "Sicherheit und Konsumentenschutz", "Wissenschaft und Forschung" sowie "Kultur und Medien" werden bis Oktober 2008 Vorschläge erarbeitet, die Kanzler und Vizekanzler dann als "Österreichische Internetdeklaration" übergeben werden und als Grundlage für die IKT-Strategie der Regierung in den nächsten Jahren dienen sollen.