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Zurück   Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003 > Meldungen & Meinungen > Debatte

Debatte Diskutieren Sie, was sich in der Politik auf Bundes- und Europaebene zur Verbesserung der Breitbandversorgung bewegt.

Umfrageergebnis anzeigen: Sind Ende 2010 die Breitbandlücken im Land geschlossen?
Na klar 0 0%
Kann sein, aber ein Mbit ist zu wenig 27 38,57%
Mir doch egal 0 0%
Im Leben nicht 43 61,43%
Teilnehmer: 70. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #21  
Alt 21.02.2009, 12:17
Flora Flora ist offline
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Registriert seit: 22.02.2007
Beiträge: 1.998
Flora befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
Zitat von Nenunikat Beitrag anzeigen
(Nebenbei auch die Mobilfunkunternehmen - die ja gewisse Frequenzbereich-Interessen beispielsweise für ihre LTE-Projekte haben. "Nachtigall, ick hör dir trapsen..." sagt man dazu in einer bestimmten Region.)
Könnte es sein, dass sie Geld verdienen wollen? Ist daran irgend etwas verwerfliches? Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Caritas Breitbandkabel verlegt. Und ein Comeback der DDR kann auch nicht wirklich erstrebenswert sein. Die haben es jedenfalls seinerzeit nicht einmal gebacken bekommen, all ihren Haushalten Telefonanschlüsse bereit zu stellen. Aber vielleicht träumen die Linksparteiler ja von einem Subbotnik, um Kabel in den Boden zu bringen...
Zitat:
Zitat von Nenunikat Beitrag anzeigen
Der wesentliche Unterschied zu früher ist die Ankündigung einer geänderten Regulierung. Dort wird es derzeit am interessantesten zu sehen, was sich da konkret dahinter verbirgt.
Das ist nicht nur wesentlich, das ist _das_ Entscheidende. Du erkennst es daran, dass sich der VATM offenbar immer noch in einer Schockstarre befindet und weiterhin keine offizielle Verlautbarung zur Vorstellung des Strategiepapieres abgegeben hat. Denn das heißt nichts anderes, als grünes Licht für die Telekom, ihr Ausbauangebot umzusetzen. Wenn dies nicht der VATM bekämpft und dafür die EU-Wettbewerbshüter vors Loch schiebt. Aber da es auch für ihn mit der Digitalen Dividende ein Zückerli gegeben hat und dies in Brandenburg und MeckPomm die Maßnahme der Wahl ist, schnell und finanzierbar den Ausbau voranzutreiben, darf man hoffen, dass er zurückhaltend agiert.
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  #22  
Alt 21.02.2009, 16:01
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
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Nenunikat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Nicht alle, die kritisieren, rennen der Partei "die Linke" hinterher ...

Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
Könnte es sein, dass sie Geld verdienen wollen? Ist daran irgend etwas verwerfliches? Ich habe noch nichts davon gehört, dass die Caritas Breitbandkabel verlegt. Und ein Comeback der DDR kann auch nicht wirklich erstrebenswert sein. Die haben es jedenfalls seinerzeit nicht einmal gebacken bekommen, all ihren Haushalten Telefonanschlüsse bereit zu stellen. Aber vielleicht träumen die Linksparteiler ja von einem Subbotnik, um Kabel in den Boden zu bringen...
...
Es weiß ja wohl inzwischen (fast) jeder, dass ein Unternehmen zuallerst Gewinn erzielen will. Die TK-Unternehmen wollen dies natürlich auch. Darum geht es aber nicht.
[Spass an]
Von der Caritas habe ich in der Breitbandstrategie der Bundesregierung aber nichts gelesen ...
[Spass aus]
Das hier jemand die DDR - speziell im TK-Bereich - zurück haben will, ist mir auch noch nicht aufgefallen.
Es geht nur darum, wachsam zu sein, so dass man nicht sagt, wir brauchen die Frequenzen der Digitalen Dividende zur Versorgung der Weißen Flecken - um sie dann, wenn sie verfügbar sind, nur am Rande dafür einzusetzen und zu einem nicht unwesentlichen Teil u.a. für LTE in den Ballungsräumen zu verwenden. Da würden die neuen Frequenzen immerhin gerade zur richtigen Zeit kommen.
Was man von Selbstverpflichtungen der Unternehmen halten darf, merkt man bei den Lehrstellen-Angeboten. Das gleiche Drama sollte sich bei der Nutzung der Digitalen Dividende nicht wiederholen.
Hier will wohl kaum einer den Sozialismus a la DDR zurück (Teile der Linkspartei mal ausgenommen), aber es wollen einige nicht mehr diese endlose Marktgläubigkeit, deren "Erfolge" bei zu viel Spielraum und zu wenig Einschränkungen sich ja gerade bei der Finanzmarkt-Krise recht deutlich gezeigt haben.
Also: Marktwirtschaft ja - aber keinen möglichst unregulierten Turbokapitalismus. Sonst können wir u. a. verschiedene, ländliche Regionen in 20 - 30 Jahren zum Großraum-Museum erklären. Und sonst rennen dem Breitband-Versorgungsproblem so lange hinterher, wie es Breitband geben wird ...
Außerdem können dann auch noch Probleme auftreten, denen Gegenüber das Breitband-Versorgungsproblem als ein regelrechtes Luxus-Problem anzusehen ist. (Aber damit schweife ich vom Topic ab.)
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Das ist nicht nur wesentlich, das ist _das_ Entscheidende.
...
Ich wollte ja die anderen, angedachten Teile nicht ganz unter den Tisch fallen lassen, aber hier sehe ich es genauso, wie Du.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Du erkennst es daran, dass sich der VATM offenbar immer noch in einer Schockstarre befindet und weiterhin keine offizielle Verlautbarung zur Vorstellung des Strategiepapieres abgegeben hat. Denn das heißt nichts anderes, als grünes Licht für die Telekom, ihr Ausbauangebot umzusetzen. Wenn dies nicht der VATM bekämpft und dafür die EU-Wettbewerbshüter vors Loch schiebt. Aber da es auch für ihn mit der Digitalen Dividende ein Zückerli gegeben hat und dies in Brandenburg und MeckPomm die Maßnahme der Wahl ist, schnell und finanzierbar den Ausbau voranzutreiben, darf man hoffen, dass er zurückhaltend agiert.
Da hier der Telekom sozusagen in wesentlichen Teilen nachgegeben wird, habe ich ja schon darauf hingewiesen, in diesem Bereich die Änderungen auch kritisch zu hinterfragen, (aber auch nicht reflexartig von vornherein zu blockieren).
Sonst vergrößert sich die Gefahr, dass Schritt für Schritt auch dort der Markt wieder verschwindet, wo er bisher mehr oder weniger schon existiert hat. Denn (siehe oben) die Unternehmen wollen Gewinne machen, die Telekom auch und mit einem (neuen) Monopol machen sich Gewinne am Besten ...
...
Für alle, welche sich die PDF-Datei zur Breitbandstrategie der Bundesregierung nicht durchgelesen haben, mal ein paar frei übersetzte weitere Zusammenfassungen daraus von mir:
- Es werden sich nun auch in Richtung "Open Access" gehende Geschäftsmodelle als Möglichkeit angesehen.
- Klein- und mittelständischen Unternehmen werden Finanzierungshilfen über die KfW angeboten.
- Der prozentuale Förderanteil soll (stellenweise) erhöht werden.
- Eine Baustellendatenbank soll aufgebaut werden.
- Mitnutzung von Infrastrukturen des bestimmter öffentlicher Bereiche (aber keine Glasfaserkabel und keine übertragungstechnische Einrichtungen - was bleibt da eigentlich übrig?)
- Steuerliche Begünstigungen für verbesserte Breitbandverteilung im Haus
- Aufbau eines Breitbandkompetenzzentrums
- Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe
Leider betreffen diese Punkte aber wohl mehr die Randbereiche des Problems. Das Wesentliche / Entscheidende ist und bleibt die geänderte Regulierung.
__________________
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  #23  
Alt 21.02.2009, 17:50
Flora Flora ist offline
Lebende Foren Legende
 
Registriert seit: 22.02.2007
Beiträge: 1.998
Flora befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
Zitat von Nenunikat Beitrag anzeigen
Für alle, welche sich die PDF-Datei zur Breitbandstrategie der Bundesregierung nicht durchgelesen haben, mal ein paar frei übersetzte weitere Zusammenfassungen daraus von mir:
Nett . Aber der Originaltext ist nun nicht wirklich sonderlich schwer zu lesen.
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  #24  
Alt 28.02.2009, 12:55
Flora Flora ist offline
Lebende Foren Legende
 
Registriert seit: 22.02.2007
Beiträge: 1.998
Flora befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Breitband als Chefinsache

Montag startet die CeBIT, Anlass für die Kanzlerin, in ihrer Videobotschaft (auch als pdf-Datei) Breitband für alle anzukündigen. Bis 2010 soll für jeden Haushalt ein Brandbandanschluss möglich sein. Sie weist auf die Fördermaßnahmen und die technologischen Erfordernisse hin, damit das realisiert werden kann. Auch politisch nötige Entscheidungen, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass auf dem Land 50 Mbit-Anschlüsse aufgebaut werden, nehmen einen großen Teil ihrer Botschaft ein. Sie schließt:
Zitat:
Ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft der ländlichen Räume ganz wesentlich davon abhängt, dass die technischen Möglichkeiten dort dieselben sind wie in den städtischen Gebieten. Dies war immer Politik der Bundesregierung und wird auch meine Politik sein. Deshalb tun wir etwas dafür, damit sich diese Bedingungen deutlich verbessern und Deutschland ein modernes Land im Blick auf die Informations- und Kommunikationstechnologie wird. Das meine ich auch, wenn ich sage, wir wollen stärker aus der Krise hervorkommen, als wir hineingegangen sind. Wenn wir unsere Investitionsmittel gerade auch im Bereich der Breitbandtechnologie einsetzen, wird dies genau dazu ein Beitrag sein.
[Hinweis:] Wer an unserer Umfrage, ob die Bundesregierung mit ihrer Strategie zum Breitbandausbau richtig liegt, noch nicht teilgenommen hat, sollte sich sputen. Um fünf vor Zwei schließen die Wahlbüros.
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  #25  
Alt 28.02.2009, 16:42
telcomm telcomm ist offline
Eroberer
 
Registriert seit: 22.08.2007
Beiträge: 50
telcomm befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Welche Strategie ist sinnvoll?

Als Anbieter von bisher WLAN Lösungen haben wir uns sehr intensiv mit der Breitbandstrategie beschäftigt. Verlockend war der Gedanke an Hybridnetze (Heranführung z.Bsp. per Richtfunk, eigenen OutdoorDSLAM neben KVZ etc.). Wir sind zur Überzeugung gekommen, dass das absolut nicht dem Ziel der Strategie entspricht und rausgeschmissenes Geld ist.

Unserer Meinung nach muss man schnelle und kostengünstige Lösungen für eine Grundversorgung (bis 3 MBit/s, im Einzelfall auch 6 MBit/s - einem WLAN Anbieter, welcher 16 MBit/s in der Breite anbietet, sollte man nicht trauen) schaffen. Dann gilt es schnellsten, nicht zu kleckern sondern zu klotzen und die Voraussetzung für die 50 MBit/s zu schaffen. Ideen und Projektansätze auch ohne Telekom gibt es dafür einige in Deutschland.

Nur halt die Frage, wo bekommt man das Geld zum Klotzen her??? Meist sind es nicht die technischen Lösungen, sondern das fehlende Geld, welches solche Projekte verzögert oder unmöglich macht. Nun soll es ja Mittel von der KfW und Bürgschaften geben. Mal sehen, ob davon bei kleinen und mittleren Unternehmen etwas ankommt.

Nur halte ich die jetzige Diskussion einiger T-Com Vertreter, dass nur ein schneller Kabelausbau zum Anschluss der KVZ nachhaltig ist, für völlig falsch. Damit sollen schnelle und kostengünstige alternative Lösungen bereits im Keim erstickt werden. Mit den 50.000 € und mehr, was ein Kilometer Glasfaser im Tiefbau kostet, kann die Grundversorgung für ganze Gemeinden sicher gestellt werden.

Sicher, die Glasfaser ist am KVZ etwas dichter am Kunden - nach einigen Jahren fängt man dann aber wieder zu buddeln an, um Kundenanschlüsse auf die 50 MBit/s zu bringen.

Warum also nicht gleich, nach Sicherstellung einer Grundversorgung, ein vernünftiges Konzept, unter Einbeziehung aller Möglichkeiten zum Glasfaserausbau aufstellen und umsetzen?
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  #26  
Alt 28.02.2009, 17:15
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
Beiträge: 534
Nenunikat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Die jahrelange Strategie ...

Zitat:
Ich bin davon überzeugt, dass die Zukunft der ländlichen Räume ganz wesentlich davon abhängt, dass die technischen Möglichkeiten dort dieselben sind wie in den städtischen Gebieten. Dies war immer Politik der Bundesregierung und wird auch meine Politik sein.
Davon, dass es "immer Politik der Bundesregierung " war, hat man aber bis ins letzte Jahr wenig bemerken können. Und weg von ihrer Marktgläubigkeit ist die Regierung auch jetzt noch nicht.
...
@telcomm
Die Telekom ist gar nicht daran interessiert, viel neue Konkurrenz auch aus dem KMU-Bereich zu bekommen. Es könnte ja ihr Geschäft schmälern. Somit wird sie auch weiterhin so agieren, wie bisher:
Bevorzugt dort ausbauen, wo Mitbewerber aktiv geworden sind und in den Regionen ohne Konkurrenz möglichst alles im alten Zustand belassen - soweit möglich.
Jetzt schon großflächig an FTTH denken, wo noch nicht mal sicher ist, ob bis Ende 201 überhaupt jeder wenigstens mit 1 MBit/s ins Internet gehen kann, sehe ich noch nicht als die aktuelle Strategie der großen Akteure an. Da könnten eher noch ein paar "Bastel-Lösungen" wie WLAN oder SAT usw. "auftauchen".
Viele Glasfaser-KVZ stehen derzeit schon nah genug am Kunden, um VDSL über die Leitungen schicken zu können.
Die Frage ist dort aber, ob die verbaute Technik VDSL kann?
__________________
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  #27  
Alt 28.02.2009, 20:18
Flora Flora ist offline
Lebende Foren Legende
 
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Flora befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
Zitat von telcomm Beitrag anzeigen
Als Anbieter von bisher WLAN Lösungen haben wir uns sehr intensiv mit der Breitbandstrategie beschäftigt. ... Nur halt die Frage, wo bekommt man das Geld zum Klotzen her??? Meist sind es nicht die technischen Lösungen, sondern das fehlende Geld, welches solche Projekte verzögert oder unmöglich macht. Nun soll es ja Mittel von der KfW und Bürgschaften geben. Mal sehen, ob davon bei kleinen und mittleren Unternehmen etwas ankommt.

Warum also nicht gleich, nach Sicherstellung einer Grundversorgung, ein vernünftiges Konzept, unter Einbeziehung aller Möglichkeiten zum Glasfaserausbau aufstellen und umsetzen?
1. Danke für dieses statement aus der Perspektive eines mittelständischen Anbieters.
2. Und noch einmal danke dafür, auf die wirkliche Frage aufmerksam zu machen.
Zitat:
Zitat von Nenunikat Beitrag anzeigen
Davon, dass es "immer Politik der Bundesregierung " war, hat man aber bis ins letzte Jahr wenig bemerken können. Und weg von ihrer Marktgläubigkeit ist die Regierung auch jetzt noch nicht.
Natürlich ist sie weiterhin marktorientiert. Aus welchem Grund sollte sie sich abkehren? Lieber Innovation, Dynamik und Preiswettbewerb killen? Ist das die Alternative? Also doch DDR? Den Breitbandanschluss mit den Nachbarn teilen, so wie weiland zu Honeckers Zeiten den Telefonanschluss? Nachdem er nach 13 Jahren endlich mal gelegt wurde?

Wollen wir doch mal nicht das Kind mit dem Bade auskippen. Es steht außer Frage, wir brauchen regulierte Finanzmärkte. Aber Markt ist nicht per se etwas negatives, wie der Telekommunikationsmarkt zeigt.
Zitat:
@telcomm
Die Telekom ist gar nicht daran interessiert, viel neue Konkurrenz auch aus dem KMU-Bereich zu bekommen.
@Nenunikat: Ich finde, dass Du reichlich rumeierst. Denn im Grunde willst Du doch auch nicht, dass Anbieter wie Telkom Jeske ihre drahtlosen Produkte ausbauen. Wenn ich Deine Beiträge so lese, gilt Dir die Technologie doch als minderwertig. Ist doch "nur" Funk. Korrigier mich, wenn ich irre.
Zitat:
wo noch nicht mal sicher ist, ob bis Ende 201 überhaupt jeder wenigstens mit 1 MBit/s ins Internet gehen kann
Ich gehöre zwar der 40 Prozent-Minderheit der Umfrage von kdsl zur Breitbandstrategie des Bundes an, aber ich bin davon überzeugt, dass es wird. Kann sein, dass es einige Wochen länger dauert. Aber auf welchem Weg geht es denn schneller: Subbotnik, oder noch einen Grad schlimmer, RAD?

Nebenbei: Diese vollständige Erschließung ist früher als in jedem anderen Land dieser Welt, dass einen UD festgelegt hat (Ausnahme Schweiz, die ihre 600 Kbit letztes Jahr in Kraft gesetzt haben. Und das ist nach der neuen 1 Mbit-Definition des Bundes kein Breitband oder anders gesagt, auch in der Schweiz gibt es keinen Breitband-Universaldienst). Und _jedes_ Land, dass einen UD angekündigt hat, setzt bei dieser Verpflichtung auf einen Anteil Funk (meist HSDPA) und Satellit. Es geht auch gar nicht anders. Es gibt Leute die sagen, die Bundesbreitbandstrategie sei ein UD ohne gesetzliche Fixierung.

Klar, die UD-Scheuklappenträger werden den Leuten weiterhin Sand in die Augen streuen. Sie werden weiterbrabbeln von dynamischen Elementen, von HDTV via Breitband und ähnlichem, was alles reinformuliert werden soll. Dass diese Leistungsmerkmale aber überhaupt nichts mit einer per Definition immer nur Mindeststandards festlegenden Grundversorgung zu tun haben und deshalb nicht als Breitband-UD durchsetzbar sind, verschweigen sie.
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  #28  
Alt 28.02.2009, 22:40
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
Beiträge: 534
Nenunikat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Zu den Statements ...

Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Natürlich ist sie weiterhin marktorientiert. Aus welchem Grund sollte sie sich abkehren? Lieber Innovation, Dynamik und Preiswettbewerb killen? Ist das die Alternative? Also doch DDR? Den Breitbandanschluss mit den Nachbarn teilen, so wie weiland zu Honeckers Zeiten den Telefonanschluss? Nachdem er nach 13Jahren endlich mal gelegt wurde?
...
Warum gibt es Deiner Ansicht nach immer nur schwarz oder weiß?
Warum muss alles, was nicht blind auf den Markt vertraut, für eine Renaisance der DDR sein?
Wenn ich von Marktgläubigkeit schreibe, dann davon, recht blind darauf zu vertrauen, dass der Markt es allein schon richten wird und man nur bei ein paar winzigen Sonderfällen mit Steuergeldern/Subventionen nachhelfen muss.
Dabei gibt es neben der Variante Universaldienst ja beispielsweise auch noch eine weitere Variante: Ausgliederung.
So wie es bei der Bahn schon immer gewesen ist und wie es im Strombereich wieder werden soll. (Selbst die Bundesregierung ist inzwischen - nach längerem Sträuben - für diese Trennung von Netz und dem Rest im Strombereich.)
Die Ausgliederung hätte noch einen weiteren Vorteil:
Man könnte sich wesentlich schneller darauf beschränken, im Wesentlichen nur noch den Netz-Teil zu regulieren.
Im abgetrennten Dienstleistungs-Bereich / Anbieter-Bereich dürfte sich eine ausgeglichene Marktlage wesentlich eher herstellen. Dann kann man dort auch auf den Markt setzen.
...
Wenn man den Markt nur machen lässt, ohne einzugreifen, dann wird oder würde (- da dürfen wir uns noch ein bischen überraschen lassen -) sich die Schere zwischen den interessanten Marktbereichen und den uninteressanten immer weiter öffnen. Wo kein schnelles und profitables Geschäft winkt, versucht man, nicht anbieten zu müssen.
Die Frage ist ja nicht nur, ob die aktuellen Probleme wenigstens etwas abgemildert werden können.
Die Frage ist auch, ob sich dieses Versorgungslücken-Problem nun immer wieder wiederholen soll. Und wenn etwas im Grundsatz nicht stimmt, dann passiert genau das: eine ständige Wiederholung bekannter Probleme - nur mit leichten Abwandlungen auf Grund der aktuellen Lage. Dann ziehen immer mehr Leute in die Ballungszentren, weil sie nicht 10 Jahre hinter der aktuellen Entwicklung hinterherhinken wollen und ggf. können.
...
Was die "13 Jahre" angeht: diese Wartezeit habe ich hier im Breitbandbereich auch bald erreicht ...
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Wollen wir doch mal nicht das Kind mit dem Bade auskippen. Es steht außer Frage, wir brauchen regulierte Finanzmärkte. Aber Markt ist nicht per se etwas negatives, wie der Telekommunikationsmarkt zeigt.
...
Das der Markt per se etwas Negatives wäre, wurde auch nicht gesagt. Aber dass eine (blinde) Marktgläubigkeit etwas Negatives ist, sehe ich weiterhin so.
Die aktuelle Finanzmarktkrise ist und bleibt dafür das beste Beispiel. Trotzdem wollen hier manche Akteure in Wirtschaft und Politik im Wesentlichen ein "weiter so". Bei diesem Vergleichsbeispiel habe ich ja auch nicht davon geredet, dass nun gleich die Börse abgeschafft werden solle.
Der Markt funktioniert in den Ballungszentren (wobei es selbst dort noch weiße Flecken gibt).
Außerhalb dieser Ballungszentren kann man sich von diesem Markt im Breitbandbereich immer weniger erhoffen. Zumal die technische Entwicklung ja weitergeht und die unversorgten jeden Tag mehr ins Hintertreffen geraden.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
@Nenunikat: Ich finde, dass Du reichlich rumeierst. Denn im Grunde willst Du doch auch nicht, dass Anbieter wie Telkom Jeske ihre drahtlosen Produkte ausbauen. Wenn ich Deine Beiträge so lese, gilt Dir die Technologie doch als minderwertig. Ist doch "nur" Funk. Korrigier mich, wenn ich irre.Ich gehöre zwar der 40 Prozent-Minderheit der Umfrage von kdsl zur Breitbandstrategie des Bundes an, aber ich bin davon überzeugt, dass es wird. Kann sein, dass es einige Wochen länger dauert. Aber auf welchem Weg geht es denn schneller: Subbotnik, oder noch einen Grad schlimmer, RAD?
Ich stehe zwar etwas auf dem "Erkenntnisschlauch" dahingehend, was "RAD" sein soll - aber das ist erst mal egal.
...
Dass Du findest, ich würde rumeiern, kann ich offensichtlich nicht ändern. Ich bin mir aber sicher, dass ich es nicht tue.
...
Was WLAN-Netze angeht, habe ich mit genug Betroffenen Kontakt gehabt, die sich mit so einer Lösung rumquälen.
Da kann ich natürlich erst mal nur von dem mir bekannten Fall reden und nicht von allen Anbietern.
Somit kann ich im konkreten Fall auch nichts dazu sagen, wie gut das Netz der Firma Telkom Jeske funktioniert.
Ich hoffe für sie, dass sie es besser machen.
Dagegen, dass eine Firma eine Alternative oder auch eine Notlösung (je nach persönlicher Sichtweise) anbietet hat wohl keiner etwas - auch ich nicht. Ausnahme sind hier diejenigen, die vor jeder Funktechnik Angst haben.
...
Mir ist aber klar, dass:
1. WLAN (also Datentransport per Funk durch die Luft) am Ende nie an die Leistungsfähigkeit von Festanschlüssen mit Glasfasertechnik heranreichen kann (zumal WLAN vom Prinzip ja auch gar nicht für eine Flächenversorgung gedacht ist / konzipiert wurde).
2. solche WLAN-Netze auf Grund der dabei üblicherweise möglichen Bandbreiten mit der vorhandenen Technik nur eine hilfsweise Lösung sein können. Wenn es gut kommt, hat man damit meist eine Anbindung bis zu ca. 3 MBit/s. Wenn es schlecht kommt - wegen FUP oder vielen anderen Mitsurfern - dann könnte ich mit ISDN mithalten oder gar schneller sein.
3. die meisten eingesetzten WLAN-Großnetze/-KMU-Netze immer mehr in Konflikt mit anderen WLAN-Privatnetzen kommen können, da immer mehr Haushalte WLAN nutzen und der aktuelle WLAN-Draft-Standard 11n auch verstärkt die bisher noch oft ungenutzten 5-GHz-Freuquenzbereiche mit einbezieht. Die "Luft" im WLAN-Bereich wird also immer dünner.
4. es immer mehr darauf ankommen wird, dass die Verschlüsselung der versendeten Daten ständig auf den neuesten Stand gehalten werden, da hier die Gefahr von Angriffen / Man-in-the-Middle-Attacken eher zunehmen dürfte.
...
Ob es für Firmen, die derzeit noch mit WLAN-Technik ihre Kunden versorgen, besser ist, ausschließlich im WLAN-Bereich zu bleiben oder selber im Festnetzbereich als lokaler Versorger aufzutreten, wird jede Firma für sich entscheiden müssen.
Es ist aber sicherlich nicht abwegig, zu denken, dass u.a. die Telekom schon hellhörig werden dürfte, wenn eine Firma mit Glasfasertechnik ihr lokal Konkurrenz macht und ihr damit nicht nur Festnetz- sondern auch potentielle Breitband-Kunden komplett abnimmt, die man bisher mit Schmalband renditefördernd hinzuhalten gedachte.
Ob sich mit Hilfe der angekündigten KfW-Förderung ein Geschäftsmodell mit Glasfaserlösungen neben den großen Playern (wie der Telekom) errichten lässt, sehe ich als schwierig einzuschätzen an.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Nebenbei: Diese vollständige Erschließung ist früher als in jedem anderen Land dieser Welt, dass einen UD festgelegt hat (Ausnahme Schweiz, die ihre 600 Kbit letztes Jahr in Kraft gesetzt haben. Nebenbei: Das ist nach der neuen 1 Mbit-Definition des Bundes kein Breitband oder anders gesagt, auch in der Schweiz gibt es keinen Breitband-Universaldienst). Und _jedes_ Land, dass einen UD angekündigt hat, setzt bei dieser Verpflichtung auf einen Anteil Funk (meist HSDPA) und Satellit. Es geht auch gar nicht anders. Es gibt Leute die sagen, die Bundesbreitbandstrategie ist ein UD ohne gesetzliche Fixierung.
Ohne gesetzliche Fixierung bedeutet, es ist eine Erwartungshaltung, die doch hoffentlich umgesetzt wird. Wenn die Telekom und die anderen mitspielen.
Von Universaldienst ist die Bundesbreitbandstrategie noch kilometerweit entfernt, denn in der Bundesbreitbandstrategie ist ja schon die Hintertür "Breitband" per Satellit eingebaut. Außerdem baut ja nicht die Bundesregierung aus, sondern immer noch die entsprechenden Firmen.
Dort wo die sonstige Bundesbreitbandstrategie nicht reale Wirklichkeit wird, hat man ja jetzt schon mehr oder weniger mit der SAT-Variante sein Ziel erreicht. Auch wenn das dann in der Wirklichkeit vielleicht nur für Downloads nachts 2 Uhr über SAT zutreffen mag. Wo ist in der Bundesbreitbandstrategie auch nur der Ansatz einer Verpflichtung? Wo ist dort ein Ausgleich zwischen den am Markt agierenden (wie es im Universaldienst vorgesehen sein soll)?
Universaldienst heißt ja auch nicht: Abschaffung der Marktwirtschaft. Es heißt aber stellenweise: feste Regeln für Leistungen und Angebote. Anderswo werden für Firmen Vorschriften und Abgaben festgelegt, dass man aufpassen muss, da nichts zu übersehen. Und hier versucht man es mit einem "Bitte, bitte" ...
(Festlegungen, Umlagen, Abgaben, Einschränkungen usw. sind in der Marktwirtschaft aus verschiedenen Gründen an verschiedenen Stellen absolut gängig. Warum wird dann aber damit angeblich im Breitbandbereich gleich die DDR wieder "hervorgekramt"?)
...
Ich sehe Universaldienst auch nicht als die Ideallösung an, aber wenn man diese Lösung nicht will, muss man eine bessere haben - oder soll gleich offen sagen, dass manche Leute bis auf Weiteres halt außen vor bleiben müssen.
(Ich kann ja meine ISDN-Technik in Watte packen, damit sie noch mindestens 10 Jahre durchhält ... )
Der Markt allein ist - wie man seit inzwischen 10 Jahren sehen kann - im Breitbandbereich nicht die (komplette) Lösung.
Andere Bereiche der Marktwirtschaft scheinen da näher an einer Lösung zu sein. (Siehe oben.)
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
Klar, die UD-Scheuklappenträger werden den Leuten weiterhin Sand in die Augen streuen. Sie werden weiterbrabbeln von dynamischen Elementen, von HDTV via Breitband und ähnlichem, was alles reinformuliert werden soll. Dass diese Leistungsmerkmale aber überhaupt nichts mit eiern per Definition immer nur Mindeststandards festlegenden Grundversorgung zu tun haben und deshalb nicht als Breitband-UD durchsetzbar sind, verschweigen sie.
Es wird in einer Universaldienst-Verpflichtung ja auch nicht um eine konkrete Technologie gehen, sondern um bestimmte Bandbreiten und ggf. ein paar weitere Merkmale, wie es Antwortzeiten sowie Ausfallsicherheit sind.
Wer denkt mit Universaldienst DSL oder FTTX festschreiben zu können, dürfte meiner Meinung nach irren.
Es werden mit höheren Anforderungen aber bestimmte Technologien zunehmend herausfallen, weil sie die geforderten Bedingungen nicht erfüllen können. SAT und WLAN dürften die ersten sein, die bei höheren Leistungsanforderungen nicht mehr mithalten können.
....
Bekomme ich für diesen Roman jetzt eine ISBN-Nummer?
__________________
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Kein Netz, wenn's drauf ankommt.
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  #29  
Alt 01.03.2009, 08:49
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Eroberer
 
Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 55
byte befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat:
Zitat von Nenunikat Beitrag anzeigen
... Bevorzugt dort ausbauen, wo Mitbewerber aktiv geworden sind und in den Regionen ohne Konkurrenz möglichst alles im alten Zustand belassen - soweit möglich.
Genau das ist der Punkt warum sich so schnell nichts ändern wird oder darf oder soll oder ...
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  #30  
Alt 01.03.2009, 09:20
alle9ne alle9ne ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 22.08.2007
Ort: Sachsen
Beiträge: 1.804
alle9ne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Unglücklich

Ich bin da auch eher pessimistisch gestimmt was den Ausbau z.B. unsere Gemeinde mit allen ihren Ortsteilen mit Breitband bis nächstes Jahr betrifft.
Einerseits öffnet diese an "oberster" Stelle initiierte Breitbandoffensive den lokalen Amtsträgern die Augen dafür. Anderseits sehe ich die Gefahr das die lokalen Gremien sich zurück lehnen und der Annahme sind bis 2010 regelt sich alles allein, "die Versorger werdens schon richten".

Deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht und unseren Gemeinderat(Durchschnittsalter >50) darauf aufmerksam gemacht, das sie hier unbedingt aktiv werden müssen. Und sei es nur indem sie die großeren Telekommunikationsanbieter und die Landespolitiker auf die Versorgungslücke und den anstehenden Bedarf aufmerksam mache. Da unser "Gemeindehauptort" DSL in der Ausprägung 384/768 und in Einzelfällen 1000 hat finden wir uns (die umliegenden vier Ortsteile = kein DSL) auf keiner "weißen Flecken" -Liste wieder.

Gruß
__________________

http://petition.stopsoftwarepatents.eu/
******************************************
DSL rechtlich sicher teilen? www.hotsplots.de
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http://www.atomausstieg-selber-machen.de/
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