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Zurück   Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003 > Meldungen & Meinungen > Meinung

Meinung Schmalband nervt entsetzlich. Lassen Sie es raus, aber achten Sie auf Ihre Worte. Wüste Beschimpfungen werden gelöscht.

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  #1  
Alt 23.01.2012, 14:22
Agenda Agenda ist offline
Tripel-As
 
Registriert seit: 21.05.2010
Beiträge: 161
Agenda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Die Welt: Deutschland verliert Anschluss ans Internet-Zeitalter

Unter dem Titel "Deutschland verliert Anschluss ans Internet-Zeitalter" war Welt Online/Die Welt am 19. Januar das erste große Medium, dass über eine sog. EU-Statistik schrieb. Danach blieb von Heise über Portel bis Golem kaum ein Medium der Branche aus, dass nicht ebenfalls in dieses Horn stieß. Beim FTTH Council wird man dem zuständigen Referenten ordentlich auf die Schulter geklopft haben: Gut gemacht, Öffentlichkeit mit unserer Sicht der Dinge "informiert", Entscheider und Journalisten auf unsere (kostspielige) Veranstaltung aufmerksam gemacht.

Öffentlichkeit wirklich Informiert? Nein, eher manipuliert. Denn der Duktus der sog. Berichterstattung war, Deutschland verpasse seine Breitbandzukunft. Ohgottohgott, es liege sogar noch hinter Rumänien. Dann muss das Ende nah sein. Doch worum ging es in dem Artikel wirklich? Nicht um die Breitbanderschließung in Deutschland, auch nicht um die auf hochperformanten Übertragungswegen. Es ging ausschließlich um leistungsstarke Verbindungen auf der Basis von Glasfaser bis zum Kunden. Und die werden rein zufällig von den im FTTH Council versammelten, mit dem Ausbau von Glasfasernetzen viel Geld verdienenden Unternehmen vertrieben. Denn nichts anderes ist dieser Glasfaserrat, eine Interessengruppierung.

Worüber der Artikel kein Wort verliert. Auch nicht, warum gerade jetzt ein solcher Ausbau flächendeckend überhaupt erfolgen sollte. Sicher, es gibt das eine oder andere Gewerbe, dass hochperformante Verbindungen dieser Art benötigt. Doch ihre Zahl ist überschaubar und häufig genug gibt es dort auch Lösungen. Bei privaten Nutzern sucht man Anwendungen, die eine so leistungsstarke Anbindung benötigen vergeblich. Das ist 2012 so und wird sich sicherlich auch die kommenden drei bis fünf Jahre nicht ändern. Es mag cool klingen, 100 Mbit oder mehr zuhause anliegen zu haben, der größte Teil der Bandbreite bleibt aber ungenutzt. Sie wird von den meisten Menschen als derzeit nicht erforderlich betrachtet. Das bestätigt die geringe Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsverbindungen, nach wie vor. Selbst das - in der FTTH-Statistik und dem Welt-Beitrag unterschlagene - großflächig verfügbare 50 Mbit-Angebot im VDSL-Netz findet zum Leidwesen der Telekom und ihrer Wettbewerber nur wenig Interessenten.

Was gleich gar nicht in der sog. Berichterstattung vorkommt, ist eigene journalistische Recherche rund um die Presseaussendung des FTTH Councils. VDSL zählt nicht zu den FTTH-Technologien, wird deshalb also nicht nur wegen der im Vergleich zu 100 Mbit geringeren Geschwindigkeit ignoriert, sondern auch aus technologischen Gründen. In Österreich wird gerade begonnen, VDSL auf 100 Mbit aufzurüsten. Selbst wenn die Deutsche Telekom hierzulande dieser Tage ebenfalls mit der Beschleunigung auf diese Standard-FTTH-Bandbreite begönne, eine Statistik des FTTH Councils würde das ignorieren und Deutschland wahrscheinlich immer noch hinter Rumänien einsortieren. Andere 100 Mbit-Technologien, namentlich TV-Kabel und mobiles Breitband nach dem LTE-Standard, bleiben gleichermaßen ausgeblendet.

Die bedeutendste Frage wird nicht einmal angedeutet. Woher soll das Geld für einen bundesweiten FTTH-Ausbau kommen und was würde dieser Ausbau kosten? Die Kosten wurden durch das das Bonner Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) jüngst mit 80 Milliarden veranschlagt, das ist noch einmal ein Drittel mehr, als der ohnehin schon hohe Betrag, der lange Zeit in Rede stand. Das ist ein verdammt großer und leckerer Kuchen, und der Speichelfluss bei den Glasfaserausbauern ist leicht vorstellbar. Es ist ja nicht ihr Problem, wem der Staat die Kohle kürzt, damit das Geld für diesen Luxusausbau verfügbar gemacht wird.

Diese Form der Medienberichterstattung ist ein Armutszeugnis, die unreflektierte Übernahme Dritter ein weiteres Beispiel für die Platz greifende Dummheit. Mithilfe unkritischer oder auch wohlgesonnener Medien und einer fragwürdigen Statistik wird die öffentliche Meinung manipuliert, allein, damit sich die Unternehmen am Ende eine goldene Nase verdienen können.

Geändert von Agenda (23.01.2012 um 14:28 Uhr)
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  #2  
Alt 23.01.2012, 21:39
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 05.07.2007
Beiträge: 534
Nenunikat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Das Armutszeugnis stellen sich andere aus...

@Agenda
Was ist daran falsch, dass hierzulande die Breitbandstatistiken oft genug arg beschönigend verwendet werden? (Darum geht es beispielsweise im Artikel der "Welt".)
Was ist daran falsch, dass FTTH hierzulande noch sehr wenig verbreitet ist und dass eine längere Liste an Ländern wesentlich weiter mit der FTTH-Nutzung sind?
Was ist daran falsch, dass nicht weiter so getan werden soll, dass angeblich die Breitbandstrategie der Bundesregierung das Non-plus-Ultra des Breitband-Ausbaus sei.
Wo steht beispielsweise im Artikel der "Welt" etwas davon, dass sofort alle mit FTTH versorgt werden soll?
Haben wir schon mal etwas vom Henne-Ei-Problem gehört?
(Dass manche Angebote erst mit entsprechenden Voraussetzungen entstehen - jedoch manche Anbieter für diese Voruassetzungen auf die Angebote warten.)
Es gibt noch nichts, was FTTH ausnutzt? Was ist dann mit Cloud Computing? Reicht dafür ein Analog-Modem aus?
Ist es falsch, dass der ländliche Raum weiterhin zu oft den Entwicklungen im Breitbandbereich hinterherhinkt - allen Strategien und Förderungen zum Trotz?

Ich hoffe, dass es hier nicht die vorherrschende Sicht ist, dass das Genannte alles nur Manipulationen sind...
__________________
"Grenzen gabs gestern" - heute gibts Verhinderungen.
Kein Netz, wenn's drauf ankommt.
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  #3  
Alt 08.12.2012, 16:27
Benutzerbild von partymaus
partymaus partymaus ist offline
Grünschnabel
 
Registriert seit: 04.12.2012
Beiträge: 8
partymaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Da ich viel mit östterreichischen Bürgern zusammenarbeite, kann ich sicher behaupten, dass in Österreich die Entwicklung sehr viel weiter fortgeschritten ist als in Deutschland und viel mehr Menschen aktive Nutzer des Internets sind.
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  #4  
Alt 30.01.2013, 07:28
Dino75195 Dino75195 ist offline
Tripel-As
 
Registriert seit: 28.03.2006
Beiträge: 225
Dino75195 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Die Welt hat vollkommen recht.

Warum nimmt den Agenda den die Breitbandanbieter in Schutz?

Es läuft überhaupt nicht gut mit dem Breitbandausbau.
Es werden zwar immer wieder einige große Ortschaften mit ADSL / VDSL aufgerüstet,
aber es bleiben immer noch Ortschaften über die immmer noch noch niedriege Bandbreiten haben.

Diese werden dann mit LTE abgespeißt.

Selbst wenn VDSL mit 100 Mbit/s ausgebaut wird, reicht das in den nächsten 5-10 Jahre nicht mehr aus. Nur bei Glasfaser kann die Bandbreite ohne Probleme auf 1000 Mbit/s im Down und Upload ohne Probleme erhöht werden.

Das dümmste an der Sache ist, wenn Straßen saniert, Neubaugebiete gebaut werden,
aber keine Leerrohre mit Speed Pieps verlegt werden.

Die Gemeinden sagen die Anbieter sollen das machen, die Anbieter sagen die Gemeinden müssen das machen.

Deutschland verliert damit ganz klar den Anschluss ans Internet-Zeitalter!!!

Gruß Robert
__________________
Fritz Box Phone WLAN 7170 V1.0 + TK Anlage
Telekom DSL ca. 12 Mbit/s
Telekom hat keine VDSL Module verbaut
Intel Xeon E3-1230V2, 4x 3.30GHz 16 GB RAM 2x19" TFT

Initiative für
"Schnelleres DSL in Weichs und allen Ortsteilen"
http://www.dsl-weichs.de (Webseite inzwischen abgeschalten)
DSL 16000 ist in Weichs verfügbar seit 20.6.2011

Geändert von Dino75195 (30.01.2013 um 07:30 Uhr)
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  #5  
Alt 26.02.2014, 18:12
Benutzerbild von tageloehner
tageloehner tageloehner ist offline
Grünschnabel
 
Registriert seit: 26.02.2014
Beiträge: 8
tageloehner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
Zitat von partymaus Beitrag anzeigen
Da ich viel mit östterreichischen Bürgern zusammenarbeite, kann ich sicher behaupten, dass in Österreich die Entwicklung sehr viel weiter fortgeschritten ist als in Deutschland und viel mehr Menschen aktive Nutzer des Internets sind.
Das kann ich zu hundert Prozent bestätigen! Habe eine österreichische Frau und weiß demnach, wie es sich dort verhält...
__________________
Alles eine Frage der Ehre!
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  #6  
Alt 21.03.2014, 15:29
Sandmann Sandmann ist offline
Grünschnabel
 
Registriert seit: 04.03.2014
Beiträge: 8
Sandmann befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Dass die Medien, die öffentliche Meinung bewusst beeinflussen ist nichts Neues. Ist sogar im Pressekodex und Grundgesetz als ihre Aufgabe festgelegt.
Schlimm nur, dass die meisten Medien jegliche journalistische Unabhängigkeit vermissen lassen bei manchen Themen. Die wenigsten sind regierungskritisch, und wenn dann nur, weil ihre jeweilige Linie eher derjenigen einer Partei aus der Opposition entspricht. Wirkliche Unabhängigkeit findet man selten.
Aber ich will nicht zu sehr abschweifen...

Fakt ist, dass die Versprechen zum Breitbandausbau nichts als hohle Worte sind. Und dabei geht es übrigens nicht nur um den ländlichen Raum. Selbst in der deutschen Hauptstadt gibt es zahlreiche weiße Flecken im Breitbandatlas, wo kein DSL oder nur Minigeschwindigkeiten von 1000 kb/s zur Verfügung stehen. Das ist wirklich ein Armutszeugnis und wäre in Paris oder London undenkbar!
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  #7  
Alt 08.06.2017, 14:29
Arus Arus ist offline
Jungspund
 
Registriert seit: 01.06.2017
Beiträge: 17
Arus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Ich finde es traurig, dass ein soch hochmodernes Land wie Deutschland ein so mieserable digitale Infrastruktur besitzt. Wie sagte Merkel noch einst: Das Internet ist Neuland
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