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News Aktuelles zu Breitbandzugängen und Schmalband"alternativen"

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  #41  
Alt 21.07.2009, 12:57
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
Beiträge: 534
Nenunikat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Vielleicht mal etwas sachlicher ...

Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
Da das jetzt hier wohl sehr weit ins politische abdriftet, mal ein paar Ratschläge zum Besten:
- die Politik ist nicht die Bundesbank und kann Geld drucken so wie sie es braucht, oder wie es das ganze System benötigt, die können nur das verteilen, was da ist, und wie es möglich ist,
...
Werden von "der" Politik immer nur Subventionen gefordert?
Wohl kaum. Statt dessen wird oft genug gefordert, etwas an der aktuellen Universaldienstrichtlinie zu ändern und die aktuelle Breitbandstrategie der Bundesregierung zu überdenken. Gerade letztere versucht, die Auswirkungen des von ihr immer noch favorisierten Marktes mit Subventionen (also Geld) zu korrigieren - wie man sieht eher erfolglos.
Klare, nachhaltige Vorgaben, Richtlinien, Vorgaben usw. sind wesentlich wichtiger.
Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
...
- die Politik erhält Ratschläge und Prognosen aus der Wirtschaft und von Gutachtern, danach wird entschieden wie, was, für wen verteilt wird, Die sind nämlich auch nicht allwissend, und müssen sich auf irgendwelche Aussagen stützen, bevor die was entscheiden,
...
Da gibt es noch die Lobbyisten, die verschiedenen Politikern und der Bundesregierung manche eigennützige Sichtweisen als Ratschläge "verkaufen". Unter den Auswirkungen dieser "fachlichen" Ratschläge dürfen dann genügend betroffene Kunden bis auf weiteres leiden.
Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
...
- und wenn etwas, nach unserer Meinung, falsch entschieden wird, dann wohl weil das Geld nicht für die optimale Lösung reicht, und weil nicht nur die Telekom mit dem Ausbau beauftragt werden soll (Digitale Dividende), und es noch andere Bereiche für das Konjunkturpaket gibt,
...
Siehe oben - das Geld alleine ist nicht das Kernproblem - zumal es erfolgte Breitband-Ausbauten gibt, die wesentlich teurer sind, als andere, erfolgte und dafür wiederum Ausbauten unterlassen werden, die nicht mehr als die schon vorhandenen kosten würden - alles wohl nur aus strategischen Gründen (keine klein zu haltende Konkurrenz vor Ort vorhanden).
Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
...
- und wenn hier so massiv Stimmung gegen die T-Com (DT AG) gemacht wird, es grenzt schon ein wenig an Anstiftung zu Meuterei (5 - 10 Mio Anschlüsse kündigen), dann ist der Weg nicht ganz zu Ende gedacht: denn erstens werden niemals so viele Leute aus Frust ihren FN-Anschl. bie T-C kündigen und weiter würde das nur die ganze Situation unnütz verschärfen.
Da gab es vor ca. einem Jahr mal eine bayerische Ortschaft nahe Kulmbach, da hat sich so was ähnliches abgespielt. Es gingen wohl erfolgreiche Drücker durch den Ort und verbreiteten die Info, bald ohne T-Com-Anschl. günstig DSL+Telefon zu ermöglichen. Die Leute wie von Sinnen, viele unterschrieben und damit bei T-Com gekündigt (also so wie hier gewünscht), doch das große Staunen kam dann auf dem Fuße. Es war vom anderen Anbieter Nichts möglich, alles nur Vertragshäscher (Provisonsjäger) ohne fachl. Kenntnisse dort vor Ort. Die Leute waren dann alle mächtig sauer, als sie wieder bei der Telekom ihren Anschluß aktivieren mußten, natürlich für die bekannten knappen 60,- EUR.
Man sollte hier keine großen Revolutionen planen, sondern vllt. mal mit etwas Verstand und Verständnis überlegen, warum wohl nicht überall, und zu jeder Zeit, das Wunsch-DSL über Festnetz von der Telekom zu bekommen ist.
Dort dreht sich auch alles, wie in jeder anderen Firma ums liebe Geld, denn damit und davon lebt sie, bezahlt ihre Leute und die gesamten Kosten (wie auch ihre Verluste).
...
Hier bin ich mal der gleichen Meinung. Solche Arten von "Aufständen" bringen nichts - zumal auch Hunderte von Kunden der Telekom noch relativ egal sind. Ein Beispiel hierzu ist Weinböhla bei Dresden. Dort haben jahrelang ca. 800 Kunden auf die Telekom eingewirkt, um DSL zu erhalten. Erst seit kurzem passiert dort etwas - angeblich rein planmäßig und ohne Zusammenhang zu den ca. 800 verärgerten Kunden.
Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
...
Und es gibt ja auch noch andere Anbieter, welche sich so großspurig vor der Bundesregierung gebrüstet haben, den gesamten Ausbau in kürzerer Zeit und zu weniger Kosten zu ermöglichen. Und wo bleiben die Resultate von denen? Ein paar ganz kleine regionale Projekt oder Gebiete, meist in den alten Bundesländern, das war es bis jetzt und wird es bleiben.
...
Nach den großen Konkurrenten sucht man tatsächlich oft vergebens, sobald man aus den Ballungsgebieten heraus ist.
Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
...
Zu der Sachlage, daß sich die Telekom nicht immer offen und zu allen Problemen konform äußert, muß man ja nichts sagen. Ist denen ihre Firmenpolitik, dafür ist man dann aber immer wieder positiv überrascht, wenn es irgendwo dann doch vorwärts geht, ohne große politische Reden und Propaganda, ala VATM.
In unserer Region, nördlich von Leipzig, wird z.B. schon seit fast einem Jahr der gesamte Netzbereich des alten Glasfaser-OPAL-Netzes auf das neue EDA-System von Ericsson umgerüstet. Auch in Teilbereichen, wo es sich überhaupt nicht lohnen würde, ein MFG18 incl. OD-DSLAM aufzustellen (unter 10 Interessenten / Familien). Jedoch erkennt man daraus den Plan, das gesamte TK-Netz, in der breiten Fläche zu modernisieren, und das nicht unbedingt nur der DSL-Versorgung wegen.
Und so weltbekannt oder herausragend ist unsere Region nun auch nicht. Das wird sicher noch in allen umliegenden Städten und Gemeinden weiter vorangetrieben.
...
Andere werden weiter negativ überrascht - und können auf einen Breitbandausbau auch weiter wohl viele Jahre noch warten - obwohl es die passende Erweiterungstechnik für die vorhandene Telekom-Technik schon jahrelang gibt.
Und wenn sie nicht gestorben sind ...
Zitat:
Zitat von Firlefanz Beitrag anzeigen
...
Also kann man der Überschrift in diesem Thread nicht ganz folgen, wenn man die Umstände und Abläufe berücksichtigt.
Und Rom wurde bekanntlich auch nicht in einer Woche / Monat errichtet.
Aber Rom wurde erbaut. Bei den Breitbandausbauten für manche Regionen bin ich mir dagegen überhaupt nicht sicher ...
__________________
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Geändert von Nenunikat (21.07.2009 um 13:00 Uhr)
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  #42  
Alt 22.07.2009, 00:00
Jujupp Jujupp ist offline
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Jujupp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Ein Universaldienst in Deutschland würde rein gar nichts ändern, da eine Grundversorgung über Satellit bereits vorhanden ist. Das Sky-DSL keine Lösung für die "weißen Flecken" ist dazu brauch ich sicher nichts mehr zu sagen. Was die Verzögerungen des ausbaues auf dem Land angeht kann ich zum Teil ich nur mit dem Kopf schütteln. Im Januar wurden wir von der Tcom angerufen und gefragt ob wir interesse an DSL haben. Natürlich haben wir sofort "ja" gesagt und der Tcom Mitarbeiter versicherte uns, dass wir in der 30. Kalenderwoche DSL bekommen würden. Als in einem Nachbardorf dann an den Verteilerkästen gearbeitet wurde und neue Kästen dazu gekommen sind war ich schon fast davon überzeugt, dass es diesmal wirklich wahr werden könnte. In einem anderen Nachbardorf ist bis jetzt nur DSL light verfügbar. Jedoch hat die Tcom bereits bestätigt dass bereits 10Mbit anliegen, aber dieses Jahr nicht mehr freigeschaltet wird. Und jetzt, in der 30. Kalenderwoche, hatte ich immernoch ein wenig Hoffnung. Doch dann kam die "große Überaschung"! Ich ruf bei der Tcom an und frag nach wie denn nun mein aktueller DSL Ausbaustatus ist. Antwort: "definitv kein DSL Ausbau in den nöchsten 6 Monaten" Das ist bereits das 2. mal dass wir auf dies Art verarscht werden. Natürlich diskutiere ich auch mit Bekannten darüber und auf die Frage "Wann?" spielte er das Lied "In the year 2525". Langsam glaube ich aus einem Spaß wird Realität -.-
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  #43  
Alt 22.07.2009, 08:34
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
Beiträge: 534
Nenunikat befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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@Jujupp
Natürlich würde eine windelweiche Universaldienstregelung nichts bringen. Eine entsprechend gestaltete, die auch das Funktionieren bestimmte Dienste (wie VoIP) festschreibt und bestimmte Upload- und Download-Raten festlegt, dagegen schon. Damit kommt die Sat-Technik nicht mit.
Die Sat-Technik wird doch von vielen nicht deshalb abgelehnt, weil es Sat-Technik ist, sondern weil bestimmte Dienste weiterhin nicht vergleichbar nutzbar sind.
Außerdem müsste die Universaldienstregelung in Abständen der aktuellen Entwicklung angepasst werden.
...
Wer von einer Regelung nichts hält, kann auch gerne Alternativ-Vorschläge machen. Ein Weiter-so-wie-bisher (inkl. Bundesbreitbandstragtegie) ist aber kein Alternativ-Vorschlag ...
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  #44  
Alt 22.07.2009, 10:12
bonny2 bonny2 ist offline
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Ort: 10407 Berlin / 04916 Jeßnigk
Beiträge: 1.342
bonny2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Es ist ja auch nicht so, dass SAT-Technik vollkommen für die Katz ist, wenn man:

a) genug Bandbreite dauerhaft (rund um die Uhr) garantieren kann

und

b) diese gottverdammte FUP abschafft.

Wenn dann noch Leute wegen dem hohen Ping heulen und damit was weiß ich nicht CS spielen können ... leiden die nicht stark genug unter der DSL-Losigkeit.

Warum diese Drossel überhaupt existiert, ist mir ein Rätsel. Dann soll man halt mehr Transponder zuschalten oder mal noch einen Satelliten ins Weltall schicken. Immerhin sind ja nicht nur viele Deutsche ohne DSL, sondern auch Franzosen usw..

Für 39,95 im Monat ist das sicher nicht zu viel verlangt.

zur Politik:
Klar haben die viel verbockt. Eine erneute Verstaatlichung der Telekom ist evtl. eine Möglichkeit - das Geld fehlt aber leider.
Mit der TAL Regulierung ist das etwas problematisch:

Auf der einen Seite schädigt man die Telekom extrem. Weniger Einnahmen --> weniger Ausbau. Soweit klar. Nur hat man dabei sicher auch auf die anderen Anbieter gehofft. Mehr Einnahmen durch niedrigere TAL Miete --> mehr Geld für Ausbau.

Nur ist die Rechnung nicht ganz aufgegangen. Bis jetzt hab ich von Vodafone und O2 noch keine Pläne gehört.
Seit Monaten liegt eine Anfrage unsereseits (DSL für Schönewalde) auf deren Tischen. Gemeldet hat sich keiner.

Kann man nicht eine staatliche Institution errichten, die sich darum mal kümmert. Den Anbietern Orte und Möglichkeiten aufzeigt und diese konkret anspricht. Mit Institutionen haben wir Deutschen es doch sowieso. Das wäre mal eine wirklich sinnvolle.

Die BNA kümmert sich doch bis jetzt noch nicht darum?!


Gruß
__________________
Gruß
Nach A2C von T-Home, EDGE von Eplus, HSPA HSDPA 7,2 Mbit von T-Mobile über Maxxim/simply Data nun Call&Surf Comfort via Funk (LTE).
www.jessnigk.kein-dsl.de
Seit Ende 2014 in Berlin mit primacom und 50 Mbit/s (150 Mbit/s möglich).
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  #45  
Alt 22.07.2009, 12:42
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
Beiträge: 534
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Zitat:
Zitat von bonny2 Beitrag anzeigen
Es ist ja auch nicht so, dass SAT-Technik vollkommen für die Katz ist, wenn man:
a) genug Bandbreite dauerhaft (rund um die Uhr) garantieren kann
und
b) diese gottverdammte FUP abschafft.
Wenn dann noch Leute wegen dem hohen Ping heulen und damit was weiß ich nicht CS spielen können ... leiden die nicht stark genug unter der DSL-Losigkeit.
...
Einerseits sind die Probleme Bandbreite rund um die Uhr, schmaler Rückkanal, FUP, hohe Verzögerung / hoher Ping vorhanden und damit ein Grund, Sat nicht als vollwertige Lösung anzusehen. Andererseits betrifft die hohe Verzögerung nicht nur Spieler. Auch andere Dienste bzw. programmierte Seiten (Seiten mit Scripten) haben teilweise Probleme mit der Verzögerung.
Von den Macken der Sat-Software, Proxy-Problemen, der Frage nach den Reserven für kommende Entwicklungen und den örtlichen Einschränkungen in Bezug auf eine Sat-Schüssel-Installation durch Vermieter/Eigentümer habe ich da noch nicht mal was geschrieben ...
__________________
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  #46  
Alt 22.07.2009, 12:44
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Devastator Devastator ist offline
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@bonny2

Wie schon gesagt die warten alle ende September ab.

Ist doch Logisch.
DSL via Sat ist nicht das gelbe vom Ei,PING innerhalb EU bei seiten aufruf ist ca .300-500ms.
Möchtest zb mit Brasilien Skypen hast bis zu 1500ms verzögerung.
Nene...

Geändert von Devastator (22.07.2009 um 12:47 Uhr)
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  #47  
Alt 22.07.2009, 14:02
Flora Flora ist offline
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Zitat:
Zitat von Nenunikat Beitrag anzeigen
@Jujupp
Natürlich würde eine windelweiche Universaldienstregelung nichts bringen. Eine entsprechend gestaltete, die auch das Funktionieren bestimmte Dienste (wie VoIP) festschreibt und bestimmte Upload- und Download-Raten festlegt, dagegen schon.
"Eine entsprechend gestaltete" hat mit Universaldienst nichts zu tun, aber viel mit Freibier für alle. Telefon ist bereits Teil des Universaldienstes - im Festnetz. Wieso sollte also VoIP garantiert werden? Universaldienst ist die Garantie eines Mindeststandards an Diensten und nicht die Umsetzung des theoretisch machbaren oder wünschenswerten. Universaldienst ist auch nicht Gleichmacherei, mit der sich jeder den DSL-Kampfpreis der Wettbewerbshochburgen erträumt. Es ist nicht einmal die Garantie einer Signallaufzeit, die Lucky Luke schneller schießen lässt als seinen Schatten. Das alles sind Sonderwünsche und die kosten extra.

In der Kombination Satellitenbreitband mit Digitaler Dividende und den üblichen bereits erfolgenden Zubauten wird aktuell de facto ein Universaldienst realisiert. Glücklicherweise nicht de jure, denn so kann zB die Netzagentur bei den Vergaberegeln für die Digitale Dividende festlegen, dass bestimmte Dienste wie VoIP nicht gesperrt werden dürfen Worauf die Anbieter sicher verzichten könnten.

Universaldienst ist immer nur eine Rückfalloption und nachweislich leistungsschwächer als marktgetriebene Erschließung. Den einzig real existierenden Universaldienst bei Breitband hat die Schweiz und der liegt, man kann es offenbar nicht oft genug wiederholen, im Downstream bei 600 Kbit und im Upstream bei 100 Kbit. Unter den neun mit 30+ Prozent am besten mit Breitband erschlossenen Ländern der OECD haben acht keinen Universaldienst. Vier liegen deutlich vor der Schweiz mit ihren dürftigen Universaldienstgarantien. Das gilt für die Durchdringung, aber auch bei den zur Verfügung stehenden Bandbreiten liegen die meisten vor der Schweiz. Nur in einem liegen sie dahinter: Beim Preis. Wenn wir also mal aufhören zu träumen und uns die Realitäten ansehen: Wo ist das Marktmodell schlechter?

Dass die Geschichte des Breitbandausbaus in Deutschland eine Geschichte voller Defizite ist, dass auch die Breitbandstrategie und die Förderprogramme ausbaufähig sind, steht auf einem anderen Blatt. Das ist kritikwürdig, das muss besser gemacht werden. Das hat aber nichts mit der Notwendigkeit eines Universaldienstes zu tun, der besonders von Leuten gefordert wird, die mit ihrem Alptraum von einem Gesellschaftsmodell grandios gescheitert sind. Als es noch seine Leute einsperrte und jeden, der von den Vorgaben abwich, drangsalierte, war es bekanntermaßen erst bei einer Wartezeit von 13 Jahren in der Lage, den Leuten ein motorisiertes Gefährt zur Verfügung zu stellen. Über dessen Qualität wir lieber schweigen wollen. Telefon gab es erst nach jahrelanger Wartezeit und gerne mal, dass man sich eine Leitung teilte. Wenn der Nachbar telefonierte war es eben nichts, mit selber anrufbar sein oder anrufen wollen. Und das, obwohl doch jeder eigentlich rechtlich Anspruch darauf hatte...

Ein Wort noch zur Restaatlichung der Telekom. Gott bewahre! Wer das fordert, verklärt die Zeiten des Postmonopols, die tatsächlich eine mit teuren Preisen, eingeschränktem Dargebot und Service, der den Kunden zum Bittsteller degradierte, war. Einen besseren Netzausbau, um den es hier ja wohl geht, würde das überhaupt nicht sicherstellen. Eine solche Maßnahme würde auch nur die heute bei der Telekom liegenden Netze betreffen. Nicht aber die von ihren Wettbewerbern errichteten (Netcologne, Ewetel, M-Net undsoweiterundsofort), nicht die TV-Kabelnetze, schon gar nicht die diversen Funknetze von Mobilfunk bis zum von Mittelständlern errichteten WiMAX-, WiDSL- oder Wlan-Netz betreffen. Das alles sind zur Breitbandversorgung taugende Infrastrukturen außerhalb des Rosa Riesen. Und das ist auch gut so.
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  #48  
Alt 22.07.2009, 14:40
Benutzerbild von Devastator
Devastator Devastator ist offline
König
 
Registriert seit: 27.09.2008
Ort: Ortenaukreis
Beiträge: 885
Devastator befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard


@Flora
Hi schon lange nichts gehört von dir.

Womöglich hast du Recht.
Jedoch sehe ich es etwas anderst,als einer der größten Industrie Staaten sollten wir zielstrebig schauen das Wir nr.1 sind und nicht im Mittelfeld.

Sonnst überhollt uns 3.Welt noch.

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  #49  
Alt 22.07.2009, 16:36
Firlefanz Firlefanz ist offline
Foren-As
 
Registriert seit: 13.03.2009
Beiträge: 77
Firlefanz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

@ Nenunikat ,
bei euch hat sich wohl immer noch Nichts zum Besseren gedreht? Das sieht gar nicht gut aus, wenn das nun schon einmal beendet wurde, seid ihr wohl aus dem vorläufigen Rennen / den Planungen raus.
So wie bei Tiggi http://www.kein-dsl.de/forum/showthr...545#post108545 ist es bei dir wohl eher nicht zu klären?
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  #50  
Alt 22.07.2009, 20:22
Nenunikat Nenunikat ist offline
Haudegen
 
Registriert seit: 06.07.2007
Beiträge: 534
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Standard Sinn oder Unnsinn ...

Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
"Eine entsprechend gestaltete" hat mit Universaldienst nichts zu tun, aber viel mit Freibier für alle.
...
Dann ist der Nahverkehr auch "Freibier für alle", ebenso wie die Entsorgung, Trinkwasser-Zuleitung, Abwasser-Ableitung ... ?
Verlangt denn einer einen Universaldienst, der sich am maximal möglichen orientiert? Geht es nicht vielmehr darum, gängige Dienste auch abseits der Ballungszentren nutzen zu können.
Warum soll der Upload denn egal sein? Warum soll es egal sein, wenn beispielweise verschiedene Seiten wegen Timeouts (auf Grund der teilweise langen Reaktionszeiten bei Sat) nicht durchgehend nutzbar sind? Hat eine vergleichbare Leistung zu eine vergleichbaren Preis etwas mit "Freibier für alle" zu tun?
Wohl kaum!
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Telefon ist bereits Teil des Universaldienstes - im Festnetz. Wieso sollte also VoIP garantiert werden?
Universaldienst ist die Garantie eines Mindeststandards an Diensten und nicht die Umsetzung des theoretisch machbaren oder wünschenswerten.
...
Dass es eine Universaldienstregelung gibt, ist bekannt. Die besagt aber nur, dass es ein "funktionaler" Internetanschluss zur Verfügung gestellt werden muss. Dies wäre schon mit einem funktionierenden 9.600-Modem an einem Analog-Telefonanschluss gegeben.
VoIP ist nur ein Beispiel dessen, wass aktuell nicht über solche Wege wie Sat geht. Es gibt noch ganz andere Bereiche (Online-Anwendungen, Online-Backup, Versenden von umfangreichen Daten zu anderen Internet-Usern, ...), die hiermit nicht richtig nutzbar sind. Wenn es heißt, der "Universaldienst ist die Garantie eines Mindeststandards an Diensten", dann sollten diese gängigen Dienste auch nutzbar sein. Ein geringer Upload, große Überbuchungen zu bestimmten Zeiten und Probleme mit gängigen Internet-Diensten passen da nicht dazu.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Universaldienst ist auch nicht Gleichmacherei, mit der sich jeder den DSL-Kampfpreis der Wettbewerbshochburgen erträumt. Es ist nicht einmal die Garantie einer Signallaufzeit, die Lucky Luke schneller schießen lässt als seinen Schatten. Das alles sind Sonderwünsche und die kosten extra.
...
Es mag ja sein, dass es einige Menschen gibt, die soetwas von einer geänderten Universaldienstregelung erwarten.
Nicht wenigen geht es aber schlicht darum, nicht völlig den Anschluss zu verlieren. Diese als Träumer und DDR-Nostalgiker hinzustellen, hat nicht viel mit Verständnis für die Betroffenen zu tun.
Spitzen-Pings sind ein reines Luxus-Problem und ein VDSL-Anschluss gehört sicherlich nicht zu der heutzutage notwendigen Ausstattung, um das Internet vernünftig nutzen zu wollen. Du hast es ja schon richtig gesagt: es geht um einen Mindeststandard. Der dürfte inzwischen ca. mit einem 2000er-DSL-Anschluss vergleichbar sein. Geschwindigkeiten im ISDN-Bereich und Kosten, die schnell das Mehrfache eines DSL-Anschlusses betragen - bei weniger Leistung - können nicht das Ziel sein.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
In der Kombination Satellitenbreitband mit Digitaler Dividende und den üblichen bereits erfolgenden Zubauten wird aktuell de facto ein Universaldienst realisiert. Glücklicherweise nicht de jure, denn so kann zB die Netzagentur bei den Vergaberegeln für die Digitale Dividende festlegen, dass bestimmte Dienste wie VoIP nicht gesperrt werden dürfen Worauf die Anbieter sicher verzichten könnten.
...
Nur dass wir auf diese Art von Universaldienstregelung getrost verzichten können. Denn damit kommen wir kein Stück weiter - genauso, wie mit der aktuellen Breitbandstrategie der Bundesregierung. Auf so eine windelweiche Universaldienstregelung können wir allerdings getrost verzichten.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Universaldienst ist immer nur eine Rückfalloption und nachweislich leistungsschwächer als marktgetriebene Erschließung.
...
Was den gängigen, nicht überdrehten Forderungen zu einer geänderten Universaldienstregelung nicht widerspricht.
Es wird ja nicht gefordert, das heute alle 50 MBit/s zur Verfügung haben sollen. Mit Light-DSL-Geschwindigkeiten und darunter ist man aber inzwischen praktisch mehr offline als online.
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Den einzig real existierenden Universaldienst bei Breitband hat die Schweiz und der liegt, man kann es offenbar nicht oft genug wiederholen, im Downstream bei 600 Kbit und im Upstream bei 100 Kbit. Unter den neun mit 30+ Prozent am besten mit Breitband erschlossenen Ländern der OECD haben acht keinen Universaldienst. Vier liegen deutlich vor der Schweiz mit ihren dürftigen Universaldienstgarantien. Das gilt für die Durchdringung, aber auch bei den zur Verfügung stehenden Bandbreiten liegen die meisten vor der Schweiz. Nur in einem liegen sie dahinter: Beim Preis. Wenn wir also mal aufhören zu träumen und uns die Realitäten ansehen: Wo ist das Marktmodell schlechter?
...
Habe ich irgendwo beschrieben, dass in der Schweiz das Non-Plus-Ultra passiert? Es wird wahrscheinlich immer wieder vergessen, dass zwischen unterschiedlichen Modellen der angepassten Universaldienstregelung Welten liegen können.
Auf terrestrische Gegebenheiten, bereits vorhandene Leitungen und Technik, die Konkurrenzsituation usw. muss man bei Länder-Vergleichen außerdem auch eingehen.
Die besser mit Breitband versorgten Länder agieren wohl in bestimmten Bereichen anders als Deutschland. Daraus wird aber auch nichts gelernt. Bandbreiten werden verschenkt (Annex B bei uns - Annex A anderswo), Schmalbandanschlüsse sind für die Telekom ein Goldesel, im Gegensatz zu anderen Ländern, ...
Wenn wir uns die Realitäten ansehen, heißt das:
Wenn es weiter mit der aktuellen Politik so weiter geht (inkl. nicht angepasster Universaldienstregelung), kann man zusehen, wie die Menschen zunehmend die ländlichen Gebiete verlassen werden und in die Ballungsgebiete ziehen - weil das Internet immer wichtiger wird - für Alltag, Arbeit, Schule, Freizeit. Diese Verstädterung scheint wohl der Traum derjenigen zu sein, die anderen Menschen das Träumen vorwerfen?!
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Dass die Geschichte des Breitbandausbaus in Deutschland eine Geschichte voller Defizite ist, dass auch die Breitbandstrategie und die Förderprogramme ausbaufähig sind, steht auf einem anderen Blatt. Das ist kritikwürdig, das muss besser gemacht werden. Das hat aber nichts mit der Notwendigkeit eines Universaldienstes zu tun, der besonders von Leuten gefordert wird, die mit ihrem Alptraum von einem Gesellschaftsmodell grandios gescheitert sind. Als es noch seine Leute einsperrte und jeden, der von den Vorgaben abwich, drangsalierte, war es bekanntermaßen erst bei einer Wartezeit von 13 Jahren in der Lage, den Leuten ein motorisiertes Gefährt zur Verfügung zu stellen. Über dessen Qualität wir lieber schweigen wollen. Telefon gab es erst nach jahrelanger Wartezeit und gerne mal, dass man sich eine Leitung teilte. Wenn der Nachbar telefonierte war es eben nichts, mit selber anrufbar sein oder anrufen wollen. Und das, obwohl doch jeder eigentlich rechtlich Anspruch darauf hatte...
...
Schön, dass mal angesprochen wird, das einige Dinge verbesserungsbedürftig ist. Die Notwendigkeit eines Universaldienstes ist damit aber noch lange nicht in Abrede gestellt. Dies wäre nur dann der Fall, es wenn es eine bessere Verfahrensweise geben würde. Leider ist davon weit und breit nichts zu sehen. Dafür hat man als Bewohner ländlicher Gebiete die Aussicht, immer weiter von der Entwicklung abgehängt zu werden - ohne Aussicht und Willen, dass sich da in erkennbarer Zeit etwas ändert. Der Markt bringt es erkennbar nicht.
Was hier mal wieder die Bemerkung soll, dass diejenigen, die von einer vernünftigen Universaldienstregelung eine Besserung erwarten, unbelehrbare DDR-Nostalgiker sein sollen, erschließt sich nicht.
(Nebenbei: Im Moment sind wir hier dabei, DDR-Zustände zu überholen: Manche werden auch nach 13 Jahren kein vernüftiges Breitband bekommen. Die Sat-Lösung ist bei dem Vergleich wohl eher mit einem Moped gleich zu stellen.)
Warum soll jeder, der einfach nicht den Anschluss verlieren will, ein DDR-Nostagiker sein? Welche bessere Lösung gibt es, wenn es nicht eine geänderte Universaldienstregelung, aber auch nicht der immer noch außerhalb der Ballungsgebiete versagende Markt sein sollen?
Zitat:
Zitat von Flora Beitrag anzeigen
...
Ein Wort noch zur Restaatlichung der Telekom. Gott bewahre! Wer das fordert, verklärt die Zeiten des Postmonopols, die tatsächlich eine mit teuren Preisen, eingeschränktem Dargebot und Service, der den Kunden zum Bittsteller degradierte, war. Einen besseren Netzausbau, um den es hier ja wohl geht, würde das überhaupt nicht sicherstellen. Eine solche Maßnahme würde auch nur die heute bei der Telekom liegenden Netze betreffen. Nicht aber die von ihren Wettbewerbern errichteten (Netcologne, Ewetel, M-Net undsoweiterundsofort), nicht die TV-Kabelnetze, schon gar nicht die diversen Funknetze von Mobilfunk bis zum von Mittelständlern errichteten WiMAX-, WiDSL- oder Wlan-Netz betreffen. Das alles sind zur Breitbandversorgung taugende Infrastrukturen außerhalb des Rosa Riesen. Und das ist auch gut so.
Wer fordert die komplette Verstaatlichung der Telekom?
Ich jedenfalls nicht. Hier ist eher mal die Frage aufgekommen, ob ein ausgegliedertes Netz, welches entweder keinem der Diensteanbieter gehört oder strikt davon getrennt ist, für eine bessere Lage sorgt. Analoge Beispiel dazu gibt es bei der Bahn (der Strecken-/Schienenbereich ist und bleibt separat) und bei den Stromversorgern (die sich von ihren Netzen trennen sollen und diese in ein separates Unternehmen einbringen oder verkaufen sollen). Mit Verstaatlichung hat dies überhaupt nichts zu tun. Aber mit einer Trennung von Diensten und der Infrastruktur. Es hat auch etwas damit zu tun, dass die Telekom dann weit aus der Regulierung herausgenommen werden könnte, weil der Infrastruktur der hauptsächlich regulierte Bereich sein dürfte. Es hat etwas damit zu tun, dass parallele Infrastrukturen selbst in den Ballungsgebieten stellenweise keinen richtigen Sinn machen - aber die gegenwärtige Lage eher zu solchen parallelen Infrastrukturen treibt, um vom Konkurrenten weitestgehend unabhängig zu sein. Es hat etwas mit einer anteiligen Verteilung der Investitionskosten unter den Nutzern zu tun - letztendlich bezahlt von den Kunden - über die Zwischenstufe Internetprovider (der eigenen Wahl). TV-Kabelnetze wären aus dieser Regelung nicht auszunehmen. Funkdienste sind ein separater Bereich - aber auch die brauchen kabelgebundene Zuführungen - weil die Bandbreiten der Glasfaserkabel bis auf weiteres nicht durch eine Funktechnologie zu erreichen oder zu übertreffen ist.
...
Ich hoffe, dass dieses DDR-Nostalgiker-Argument nicht ständig in Verbindung mit dem Thema "Universaldienst" vorgebracht wird. Ansonsten besteht ständig die Gefahr einer unsachlich werdenden Diskussion.
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