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Zurück   Interessengemeinschaft kein-DSL: Breitband für alle! Seit 2003 > FAQ: Hilfe zur Selbsthilfe > Studien

Studien kein-DSL gibt hier einen Überblick über überregionale Studien zum Breitbandausbau

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  #1  
Alt 19.11.2009, 09:13
vsven vsven ist offline
Super-Moderator
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 1.052
vsven ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Studie zum Ausbau der Breitbandnetze: Wettbewerbs- oder politikgetrieben?

Soll der Ausbau der Breitbandnetze dem organischen Marktwachstum überlassen werden? Oder ist es Aufgabe des Staates, diese Entwicklung zu steuern, wenn erforderlich auch auf Kosten der betriebswirtschaftlichen Vernunft? Die Antwort kann letztlich nur die Politik geben. Eine neue Studie von Bain & Company untersucht die Treiber der Marktentwicklung wie Technologie, Kundennachfrage, Regulierung und Wettbewerbsdynamik und liefert eine fundierte Grundlage für die Diskussion über die kommende Breitbandnetzgeneration.

Wettbewerb fördert Netzausbau und technischen Fortschritt

Das Interesse der öffentlichen Hand, möglichst flächendeckend Breitbandzugänge anzubieten, ist enorm. Die EU hat sich unter dem Titel "Digital Europe" ambitionierte Ziele gesteckt und plant eine hundertprozentige Breitbandabdeckung der Haushalte bis 2013. Gleichzeitig ist in Ländern wie der Schweiz großer Aktivismus der Städte und Gemeinden zu verzeichnen. Insbesondere Elektrizitätswerke befassen sich hier mit erheblichen Investitionsvorhaben in Glasfaserinfrastrukturen. Bedeuten diese Initiativen, dass der marktwirtschaftliche Wettbewerb bisher nicht zu den politisch gewünschten Ergebnissen geführt hat?

Der Blick auf die Fakten zeigt ein differenzierteres Bild. Eine aktuelle Studie der Strategieberatung Bain & Company in Zusammenarbeit mit dem Kabelnetzbetreiber Liberty kommt zum Ergebnis, dass in Ländern mit zwei konkurrierenden Anbietern von Festnetzzugangsinfrastrukturen Innovationen schneller vorangetrieben werden. So erreichen beispielsweise in den Niederlanden und in Belgien zwei Festnetzzugangsinfrastrukturen über 80 Prozent der Bevölkerung, was zu 30 Prozent höheren durchschnittlichen Breitbandgeschwindigkeiten als in anderen westeuropäischen Märkten geführt hat. Umgekehrt weisen die europäischen Länder mit dem geringsten Wettbewerb bei der Festnetzzugangsinfrastruktur auch die geringste Bandbreite und Internetverbreitung auf.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich eine derartige Wettbewerbsdynamik vor allem in Ländern entwickeln kann, in denen Telekommunikationsunternehmen, Kabelnetzbetreiber und in bestimmten Regionen auch neue Glasfasernetzbetreiber in direktem Wettbewerb stehen. Diese Unternehmen konkurrieren zunehmend in der gesamten Breite der Telekommunikationsdienste wie beispielsweise TV oder Sprach- und Breitbandkommunikation. Märkten mit nur einer Festnetzzugangsinfrastruktur fehlt diese Wettbewerbsdynamik. Oft sind sie darüber hinaus auch stärker reguliert.

Neben den regulatorischen Rahmenbedingungen bestimmen auch die erforderlichen Investitionsvolumen das Engagement der möglichen Akteure. Die Investitionskosten für flächendeckende ultraschnelle Breitbandnetze bewegen sich zwischen 65 Euro und 1.500 Euro pro Haushalt, abhängig von der vorhandenen Infrastruktur und Bevölkerungsdichte. Kabelnetze haben Kostenvorteile, da die Erstinvestition für ein Bandbreitenangebot von circa 100 Mbit erheblich geringer ist als für die Aufrüstung traditioneller Telekommunikationsnetze auf FTTH. Untersuchungen beziffern die nötigen FTTH-Investitionen auf 70 Milliarden Euro für Deutschland und 40 Milliarden Euro für Frankreich oder Großbritannien. Die Analysen von Bain zeigen, dass bei einer großflächigen Aufrüstung der Netze die Ausgaben der europäischen Haushalte für Telekommunikationsdienste um 57 Prozent bei FTTH, 19 Prozent bei VDSL und 11 Prozent bei DOCSIS 3.0 (TV-Kabel) steigen müssten, damit die Infrastruktureigentümer die hohen Investitionen amortisieren können.

Was sind die Kunden bereit zu zahlen?

Sind die Nutzer bereit, für schnellere Verbindungen auch entsprechend mehr zu zahlen? Hier ist laut Studie Vorsicht geboten. Experten prognostizieren, dass der Bedarf an schnellen Netzen in Zukunft zwar steigen wird - insbesondere aufgrund von Entertainmentangeboten - jedoch die bereits heute existierende Infrastruktur diesen Anforderungen noch für die nächsten Jahre genügen wird: Für den Großteil der Haushalte reichen 30 bis 40 Mbit für die parallele Nutzung heute bekannter Breitbanddienste aus. "Bei der unsicheren Entwicklung der Nachfrage nach bandbreitenintensiven Anwendungen wird Innovation wahrscheinlich technologieorientiert erfolgen und nicht das Ergebnis einer steigenden Verbrauchernachfrage sein", glaubt Jens Schädler.

Die Studie zeigt, dass sich aufgrund des hohen Investitionsbedarfs und im Hinblick auf die Rentabilität auf nationaler Ebene mehr als zwei schnelle Breitbandnetze kaum rechtfertigen lassen - außer in sehr dicht besiedelten städtischen Gebieten. Das mag aus wettbewerbspolitischer Sicht gemischte Reaktionen hervorrufen. Die Praxis zeigt jedoch, dass dieser Ansatz oft zu einem dynamischeren Wettbewerb führt als der Konkurrenzkampf mehrerer Service Provider oder kleinerer regionaler Anbieter.
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  #2  
Alt 19.11.2009, 12:50
Benutzerbild von Devastator
Devastator Devastator ist offline
König
 
Registriert seit: 27.09.2008
Ort: Ortenaukreis
Beiträge: 885
Devastator befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat:
Für den Großteil der Haushalte reichen 30 bis 40 Mbit für die parallele Nutzung heute bekannter Breitbanddienste aus. "Bei der unsicheren Entwicklung der Nachfrage nach bandbreitenintensiven Anwendungen wird Innovation wahrscheinlich technologieorientiert erfolgen und nicht das Ergebnis einer steigenden Verbrauchernachfrage sein", glaubt Jens Schädler.
Ich persönlich wäre mit der helfte zufrieden.
20 Mbit/s und min 5 Mbit/s Up wäre völlig ok.

Na ja ....abwarten ob ich bis dort hin nicht im Seniorenheim
bin .



Mfg DEV
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  #3  
Alt 19.11.2009, 13:52
7807 7807 ist offline
Routinier
 
Registriert seit: 02.08.2006
Beiträge: 336
7807 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Der "Witz" war gut. „Politik getrieben“ das ich nicht lache. Wenn ich so betrachte was in meiner Stadt bezüglich kommunaler Politik im Zusammenhang mit dem örtlichen Breitbandausbau so vor sich geht, muss ich einfach nur laut los prusten. Man kann in unserer Stadt nur feststellen, dass hier der Planungsprozess der als Endziel einen DSL-Ausbau vorsieht, schon seit Jahren stagniert. Auch der Begriff Konjunkturpaket wird von unserem Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann (Berufliche Qualifikation: Fleischermeister), völlig falsch interpretiert, so verwundert es nicht, dass 6,7 Millionen Euro die noch, von höchst verschwenderischen Maßnahmen wie mehrfarbige LED- Beleuchtung und neue Scheiben für den Glaselefanten, Ausrichtung des NRW-Tages und Bau eines 80 Meter hohen Aussichtsturms verschont geblieben sind, für ein neues Konzerthaus ausgegeben werden. Wieder mal ein tolles und vor allem "hoch intelligentes" Handlungskonzept, um ein 24,6 Millionen Euro schweres Konjunkturpaket, für alles, nur nicht für wirtschaftförderliche Zwecke, auszugeben. Es sind zu mindestens keine 40.000 Euro für einen DSL-Ausbau in dem einzig unversorgten städtischen Gebiet von Hamm Westfalen, auf dessen Boden, im nächsten Jahr, ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen soll, mehr vorhanden. Ich habe ja schon in einem anderen Beitrag erwähnt, dass ich mir eine Flasche edlen Sekt bestellt habe und zur Jahreswende auf "10 Jahre T-DSL-Desert-City im deutschen "Wirtschaftsmotor Ruhrgebiet" " anstoßen werde. Am 11.11.2009 wurde wieder mal die Karnevalssession eingeleitet, bei mir in der Stadt braucht man sich gar nicht bis zu diesem Termin gedulden, denn es herrscht ein ganzjähriges Karnevalsfestival. Der OB ist der Zugführer und schmeißt Millionen schwere Kamellen in die Menge. Leider können die „Untertanen“ nichts mit diesen „süßen“ Zuwendungen anfangen und die klebrigen Leckereien bleiben auf der Straße liegen. Man wird bei den mittelfristigen Schulden in Höhe von 56 Millionen Euro immer wieder durch die „klebrigen“ Sünden unter den Schuhsolen, an die sündhaft teuren Fehler, der letzten Jahre, erinnert. Ich finde die nicht endende Inkompetenz unserer städtischen Führungsriege, mehr als erschreckend. Das Wohl unserer Stadt, fährt gerade auf die Klippe der Insolvenz zu, nur weil der Kapitän sein Handwerk nicht beherrscht und die Seekarte falsch interpretiert hat.

Hier das Prunkobjekt unseres OB's:

http://www.wa-online.de/hammstart/00...r_Musiksc.html

und die aus den unsinnigen Aktionen resultierenden Schulden:
http://www.wa-online.de/hammstart/00...ushaltsla.html

Geändert von 7807 (19.11.2009 um 14:27 Uhr)
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e.on, elektrizitätswerke, rwe

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