So haben ich unser DSL-Problem gelöst:
Diese Lösung heißt Wlan
Also kurz zur Erklärung. Ich wohne in einem kleinen Ort in der Nähe von Hannover. Leider ist hier durch Glasfaser (Hytas) kein DSL verfügbar. Doch das sollte ein Problem und kein Hindernis sein. Denn auf die Telekom zu waren würde ja wohl Jahre dauern.
Gedanke: Wenn wir hier kein DSL bekommen, wo in der Nähe gibt’s DSL?
Hierfür gibt’s z.B. die Seite www.dslteam.de die einem die Möglichkeit gibt nach Verfügbaren DSL-Ports zu suchen. Ich versuchte also einige Rufnummern von Freunden und Bekannten in der Umgebung. Denn Alternativ eine Standleitung mit 2MB kostet in
nicht DSL Bereichen ca. 1000€ je Monat und kleiner mit 128kb für ca. 400€ machen auch keinen Sinn. Denn ein DSL-Port mit 1500er Flate liegt bei ca. 90€ und dort sind auch Routerbetrieb bzw. Mehrplatzlösung erlaubt.
Nun schnell stellten ich fest, das es ca. 2km entfernt schon einen anderen Vorwahlbereich gibt und dort gibt’s DSL! Bei der weitern Suche fand ich raus das ein Freund von mir DSL bekommen kann, aber kein Interesse dran hat, na so was auch. Zum Glück liegen
zwischen ihm und mir 2km Feld und Wiesen. Also ideal für Wlan!
Ich wagten folgendes Experiment:
Kauf von zwei Dlink DWL-900 Accesspoints(Bridge-Mode fähig), zwei Richtantennen, zwei wasserdichte Gehäuse, Antennenrohr mit Halterung und div. Kleinmaterial.
Bauten je eine Antenne und einen DWL-900 in das Gehäuse und programmierten den Bridge-Mode. Dieser wirkt wie eine Lan-Kabel so können zwei Netzwerke statt mit Kabel per Funk verbunden werden. Test auf dem Hof mit 200m Abstand – läuft. Man konnte beide
AP’s sehen („pingen“) ob wohl der Laptop nur an einer Seite angeschlossen war – Test bestanden, Strecke läuft.
Da der „Besitzer des DSL’s“ einen Bauerhof mit Scheune hat, war alles kein Thema.
Denn an einer Scheue eine Antenne zu montieren fällt nicht auf.
Ich montierten mit zwei Freunden also an der Scheue eine Antennenhalterung mit 3m Rohr oben dran eines der Gehäuse und legten ein Cat 5 Kabel nach unten . Das Ausrichten der Antenne war durch die Sichverbindung kein Problem. So war die erste der beiden Antennen in
ca. 8m Höhe installiert. Die Stromversorgung (5V 2A) kommt hier über das Cat 5 Kabel nach oben.
 Auf der Gegenseite passiert an meiner auf dem Dach befindlichen Sat-Schüssel das gleiche.
Ausrichten und Testen. Siehe da es lief. Es war möglich von meinem PC zu Hause den AP an der Scheune an zu pingen. Die Verbindung stand. Um die Bandbreite zu testen stelle ich in die Scheue meinen Laptop und versuchte von zu Hause einige MB zu laden.
Daraus ergab sich das die Bandbreite bei rund 1-2 MB liegt. Für DSL ausreichend!!
Nun wagten wir Schritt 2:
Kauf eines DSL-Routers und eines Gehäuses/Schaltschranks wo alles rein passt. Wir entscheiden uns für einen Rittalschrank mit den Massen 60x60x40(HxBxT). Mit Tür und Wasserdicht. Nun bestellten ich auf den Namen des Scheuenbesitzers einen DSL-Port und
ich auf meinen Namen eine DSL-Kennung (768/128). Wir verlegten noch rund 50m Erdkabel um den Telefonanschluß vom Wohnhaus in die Scheune zu schalten und warteten auf die DSL Freischaltung.
Als der Port nur da war ging es los. Kennung in den Router - es lief.
Ich konnte von zu Hause, über den rund 2km entfernten DSL-Port surfen und hatte nicht das Gefühl das es langsamer lief als direkt am Router.
Nun hatte ich auch DSL!!
Aber um das ganze perfekt zu machen steckte ich auf meinen Switch zu Hause noch einen Accesspoint und konnte nun auch mit dem Laptop auf dem Sofa über die Funkstrecke surfen.
So hatten wir den DSL-Port in den Ort geholt.
Nach ca. 6 Mon. wurde das System auf eine weitere Funkstrecke in den anderen Ort, zu einem Freund“ erweitert. Dort auch ein Accesspoint installiert und die Bandbreite des DSL auf 1536/384 erhöht. Da die Entfernung rund 3km beträgt musste die Antennen
auf ca. 14m erhöht werden, da die Strecke sonst nicht zu schaffen wäre.

So ist es zur Zeit möglich sich in zwei Ortschaften, die kein DSL haben, per Wlan an je einem „Hotspot“ einzuloggen. Die Reichweite des Hotspots beträt dort je 400m Radius, was aber auch abhänigt von der Rundstrahlantenne ist. Da die Sicherheit
nicht zu kurz kommen soll, habe ich jetzt einen Router (DAS-3100 von Dlink)beschafft der einen Benutzerverwaltung ermöglicht. So ist die WEP-Verschlüsselung abgeschaltet und jeder kann ohne umständliche Eingaben ins Netz. Sobald er allerdings Surfen
will bekommt der Nutzer wie im Hotel eine Anmeldemaske, wo er Benutzername und Passwort eingeben muß. Erst dann kann er Surfen. Hierdurch ist eine Bandbreitenbegrenzung je Client und History-Logs möglich. Jeder Nutzer bekommen eine Bandbreite von max. 480kb
zugeteilt, so kann keiner durch einen download den Anschluß „dichtmachen“. Hier eine kleine Zeichnung wie es aussieht.
 Für kleiner Lösungen wenn Beispielsweise nur eine Teil des Orts DSL hat, ist der Aufwand nicht so groß. Denn die Strecke ist dann ja nur ca. 500m. Hier können auch höhere Bandbreiten erreicht werden.
Zu empfehlen sind auch Foren wie: www.dlink.de oder www.mobileaccess.de Wo man sich Tipps und Hilfe zum Thema Wlan holen kann. @ marcblechschmidt@web.de 2004
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